{"id":88108,"date":"2021-04-05T17:16:54","date_gmt":"2021-04-05T15:16:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=88108"},"modified":"2021-04-05T17:16:54","modified_gmt":"2021-04-05T15:16:54","slug":"lila-petunien-abglanz-eines-sommers-in-berlin-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2021\/04\/05\/lila-petunien-abglanz-eines-sommers-in-berlin-2006\/","title":{"rendered":"Lila Petunien &#8211; Abglanz eines Sommers, Berlin 2006"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>aktualisiert 2021 &#8211; und jetzt noch einmal &#8230;14.8. 2022 <\/p>\n\n\n<p>Hallo &#8211; Ja, diese Geschichte ist nicht so lang, aber eine echte Kurzgeschichte ist es auch nicht. Nun ruhte sie so lange, seit 2006!!&nbsp; auf&nbsp; WORD, gut versteckt, da ich inzwischen&nbsp; den Titel wieder einmal ver\u00e4ndert hatte..&nbsp; nun aber doch unl\u00e4ngst wiedergefunden,&nbsp; hab ich sie im letzten Monat &#8211; oder ? noch etwas entstaubt, und ehe sie sich noch l\u00e4nger&nbsp; auf WORD langweilt &#8211; und die Jahre vergehen, habe ich gedacht, sie&nbsp; passt sie zur aktuellen Zeit, sehr sogar. Man merkt ihr nicht an, dass sie schon 16 Jahre alt ist.. Hier geht es los &#8211; :<\/p>\n<p>Lila Petunien \u2013 oder: Abglanz eines Sommers \u2013 Berlin 2006<br \/>von Roswitha &#8211; &#8222;Florence&#8220;<\/p>\n<p>Ich stand auf meinem Balkon und starrte hinunter auf den Kaiserdamm. Die Luft war stickig. Autos rasten rein und raus aus der Stadt. Tag und Nacht. Immer. Unter mir lag die m\u00e4chtige Kreuzung. Es krachte oft.<br \/>Hinter den D\u00e4chern der Stadt war die Sonne untergegangen. Ihr Abglanz tauchte den Himmel in diffuses Blaurosa, wie abk\u00fchlend, nach der Hitze des Tages. Es gab zu viele von solchen Tagen, in diesem Sommer. Ich wollte zur\u00fcck in mein Zimmer, mir eine Zigarette holen, in mein 1-Zimmer-Apartment, m\u00f6bliert, mit dem schmalen Bett in einer Art Alkoven, meine Bleibe f\u00fcr den \u00dcbergang, als ich bemerkte, pl\u00f6tzlich, wie ersch\u00f6pft meine Petunien in den Blumenk\u00e4sten hingen. Jene Petunien, die mir seit Wochen das Leben versch\u00f6nerten. Mit ihrem Anblick. Ihrem feinen Duft. Sie bl\u00fchten und bl\u00fchten, vermehrten sich, \u00fcberwucherten den von Abgasen grau gewordenen Waschbeton der Balkonbalustrade.<br \/>Und jetzt! Ausgemergelt. Ausgebleicht.<br \/>In dieser Sekunde durchfuhr mich der Funke der Erkenntnis. Die Antwort auf alle Fragen. Doch ehe ich die Vision festhalten konnte, zu Papier und Bleistift eilen konnte, war sie erloschen. Aus und vorbei. Das Wissen um die Welt,&nbsp; den Planeten, um Leben und Tod. Die einzige, allumfassende Antwort, ich hatte sie gekannt!&nbsp;<br \/>Ich gab meinen Blumen Wasser. Lauschte dem Glucksen der Wassertropfen im Erdreich der Blument\u00f6pfe. Steintrocken, die Erde. Dabei hatte ich erst am Morgen gegossen. Dazwischen lag ein langer, hei\u00dfer Tag. Dieser Sommer! Er \u00fcbertraf bereits den Sommer 2003, mit seinen Wochen von &#8222;Hitzeperioden&#8220;, wie sie es in den Fernsehnachrichten nannten, verk\u00fcndeten, gutgelaunt, noch immer. Jene Tage, inzwischen sind es Wochen, dass diese Sonne in mein Zimmer knallt: S\u00fcdseite. Das S\u00fcdlicht, den ganzen Tag lang, auf das ich mich gefreut hatte, beim Einzug an einem m\u00fcrrisch-verregneten Februartag. Und jetzt &#8211; auch nachts keine Abk\u00fchlung. F\u00fcr mich jedenfalls nicht, in meinem Zimmer, auf meinem winzigen Balkon im dritten Stock, \u00fcber einer dahinwelkenden Linde.<br \/>Inzwischen war \u201edieser Sommer\u201c zu einem nachrichtlich relevanten Thema aufgestiegen. Sie berichteten t\u00e4glich in diesen Programmen, die du dir anschaust, weil dir nichts Besseres einf\u00e4llt, von \u201edieser Hitze\u201c. Und sie schm\u00fcckten sie mit allerlei verschrobenen Vorsilben oder Metaphern, wie \u201eW\u00fcstensommer\u201c. Weil sie ja das Wort Klimakatastrophe wohl nicht in den Mund nehmen durften. Das war wohl verboten. Sonst h\u00e4tten sie es doch genannt. Oder? Einige getrauten sich, den Sommer 2003 zu erw\u00e4hnen. Und wenn sie besonders mutig waren, nannten sie Zahlen der Hitzetoten, allein in Europa, in jenem Sommerr 2003. Als Vergleich \u2013 und ob in diesem Jahr, nur drei Jahre sp\u00e4ter,&#8230; auch wieder&#8230;so viele Opfer von Hitze zu beklagen w\u00e4ren. Denn dieser Sommer 2006 war noch hei\u00dfer. Und du dachtest sofort an die Zahl von 40.000 Menschen, die an der Hitze gestorben, verstorben waren. Wie so oft, oder immer, waren es vor allem Alte, die in Pflegeheimen, wie diese Einrichtung des Wegsperrens von Alten, Gebrechlichen, Hilflosen, genannt wird, gestorben waren \u2013 verdurstet, dehydriert, oder die Hitze hatte das geschw\u00e4chte Herz soweit gebracht, dass es aufh\u00f6rte, zu schlagen. Es gab keine Klima-Anlagen. Doch nicht in Europa! Vielleicht, wer es sich leisten konnte, hier und da in S\u00fcdeuropa. Aber doch nicht in jenen Pflegeheimen, die von genervten Anverwandten und der Sozialst\u00fctze bezahlt wurden. Von Pflegenotstand wurde gesprochen, aber damit waren nicht die Alten gemeint. Man h\u00e4tte den Notstand wohl \u00e4ndern k\u00f6nnen, wenn es gewollt gewesen w\u00e4re. So starben 40.000 Menschen infolge einer \u201ebeispiellosen\u201c \u2013 so sagten sie, in den Nachrichten, niemals in Europa erwarteten Hitze, und anfangs dachtest du erschrocken, du hast dich verh\u00f6rt. Das kann nicht wahr sein. Im hochzivilisierten Europa?! 40.000 Menschen an den Folgen der Hitze verstorben, gestorben &#8211; fast alle alt, fast alle in Pflegeheimen.<br \/>Wie sehr hatte man fr\u00fcher die verregneten Sommer beklagt! War zusammengepfercht in kleinen Mittelklassewagen, wie in einer Karawane nach Italien oder Spanien gekrochen. Sonne &#8211; ah! Kein Weg war zu weit&#8230;. und zu unbequem.&nbsp; Wie lange ist es her?<br \/>\u201eRund 40.000 Hitzetote\u201c \u2013 damals im Sommer 2003! Was also w\u00fcrden sie am Ende dieses Sommers sagen, senden und schreiben? In dieser merkw\u00fcrdigen, ritualisierten Sprache der Medien? Mir war zunehmend die Ungenauigkeit aufgefallen. Es wurde von \u201erund\u201c, von \u201eungef\u00e4hr\u201c gesprochen, bei den Todeszahlen. Dabei waren sie doch sonst so genau, wenn es um Statistik ging. Hatten sie fr\u00fcher nicht Wert auf Pr\u00e4zision und Genauigkeit gelegt? Aber \u201erund\u201c oder \u201eungef\u00e4hr\u201c \u2013 waren praktischen Begriffe . Du bist auf der sicheren Seite. Du legst dich nicht fest. Niemand kann Dir einen Fehler vorwerfen. Und nur insgeheim glimmt der Gedanke auf, es sind sicher mehr Tote! W\u00e4ren es weniger, w\u00fcrden sie vielleicht die Zahl der Hitzetoten nicht im Ungef\u00e4hren lassen? Dass davon auszugehen war, dass es sich um mindestens 40.000 Tote handelte. Oder? Die Zahlen schwankten anfangs. War die Rede von 20.000 Toten in Europa, an den Folgen der Hitze verstorben. Wann hatte sich jemand getraut, die Zahl 40.000 zu nennen? Die dann nicht mehr zu retouschieren war. Der Hitze zum Opfer gefallen. W\u00e4ren sie in einem Krieg gefallen, innerhalb eines halben Jahres, oder in den drei schlimmsten Hitzemonaten des Hochsommers \u2013 wie h\u00e4tte die Welt\u00f6ffentlichkeit aufgeschrien! Nach Sanktionen verlangt. Nach Vergeltung. Rache. Wiedergutmachung. Aber Tote kannst Du nicht wieder lebendig machen. Es gibt keine Auferstehung.<br \/>Da es aber nur Alte waren, es sich um gesellschaftlich verortete Tote handelte, die nicht ber\u00fchmt, eher wohl \u201esozial schwach\u201c \u2013 wie sie es lieblos ausdr\u00fcckten, als sei Armut per se ein&nbsp; Gebrechen, wie &#8211; selbst schuld, nicht wahr \u2013 gab es keine Demonstationen auff\u00e4lliger Art. Proteste? Ja. Von ein paar Journalisten und Menschenrechtsorganisationen, aber die h\u00f6rte sowieso kein Mensch. F\u00fcr Wahlen ohne Belang. Mutige Weltverbesserer, Au\u00dfenseiter, die sich \u00fcber die entetzlich hohe Zahl von Toten in sogenannten Pflegeheimen beklagten. W\u00e4re es eine Welle gewesen, eine Woge, aber \u2013 selbst als in Paris Menschen, Migranten, in einem maroden Haus verbrannt waren, die heraush\u00e4ngenden Stomleitungen hatten sich entflammt, genannt \u201eKurzschlu\u00df\u201c: Die Emp\u00f6rung w\u00e4hrte nicht lange. Doch, wenigstens waren Worte geschrieben wurden, die echt und wahr klangen. \u201eUngerechtigkeit\u201c, H\u00e4user, die diese Bezeichnung nicht verdient h\u00e4tten. \u201eL\u00f6cher\u201c \u2013 statt menschenw\u00fcrdiger Unterk\u00fcnfte.. Wieder einmal war sichtbar geworden \u2013 um wen sich kein Mensch k\u00fcmmerte. Es folgten&nbsp; die Versprechungen der Politiker, altbekannt, jeder wu\u00dfte, die Reden waren das Papier nicht wert, auf dem sie standen.&nbsp; Hatte es R\u00fccktritte gegeben? Wohl eher nicht.<br \/>Wer interessiert sich schon f\u00fcr Namenlose. Das Erschauern h\u00e4lt nicht an. Ist vergessen mit der Schlagzeile vom n\u00e4chsten Tag. W\u00e4re es eine Prominenz gewesen, das Erschauern h\u00e4tte \u00fcber Jahre angedauert \u2013 \u201eWei\u00dft Du noch\u201c &#8230;. und man h\u00e4tte den Kopf gesch\u00fcttelt \u2013 \u201eWie war es blo\u00df m\u00f6glich, dass dieser Mensch ein Opfer der Hitze geworden war?\u201c Hitze also ein rein soziales Problem&#8230; Denn das Wort Klimakollaps wird noch immer sprachlich umschifft,&nbsp; ein gef\u00e4hrliches Riff, das es zu meiden gilt. Seitdem aber eine Welt\u00f6ffentlichkeit durch die Br\u00e4nde im doch so eleganten Paris, dank Fernsehkameras f\u00fcr ein paar Sekunden das Elend, das Ausma\u00df des Elends, gesehen hatten, in dem Menschen, weil sie Migranten waren ? hausen mu\u00dften? Menschen, mit Ratten unter einem Dach, nachdem sie das als kurzen Nachrichten Spot gesehen hatten, schien es eine Legitimation zu geben, \u00fcber das reale Ausma\u00df von Menschenverachtung mitten in Europa zu reden und gar zu schreiben, zu diskutieren, ohne zu riskieren, von seiner Redaktion gefeuert zu werden. Und waren es nicht die Ratten gewesen, die die Kabel angefressen hatten, in jener grausamen Unwirtlichkeit, in die man Migranten, Familien mit ihren Kindern, gepfercht hat\nte. Ein Wunder, dass sich dort nicht schon l\u00e4ngst jemand einen Stomschlag geholt hatte. Aber die Emp\u00f6rung hielt nicht an. Es war eine ironische Koinzidenz des Schicksals, dass ausgerechnet in jenem \u201eW\u00fcstensommer\u201c 2003, als die Alten wegstarben, in den europ\u00e4ischen Pflegeheimen, sich zeitgleich jene Trag\u00f6die ereignete, im stolzen Frankreich. Dass afrikanische Migranten ausgerechnet in Paris in&nbsp; einer Bruchbude! verbrannt waren. Bitte nicht allzu lange dar\u00fcber berichten! Und m\u00f6glichst keine Details!&nbsp;<br \/>Diese einst schm\u00e4chtigen Blumenst\u00f6cke mit lila und dunkelroten Petunien, sie hatten gegeben, was sie konnten. Sie hatten sich vermehrt und gebl\u00fcht&#8230; ich hatte sie sogar in gr\u00f6\u00dfere T\u00f6pfe umpflanzen m\u00fcssen. Sie hatten das Dunkelgrau der Balkonballustrade mit ihren Bl\u00fcten in lila und dunkelrot \u00fcberwuchert, mich t\u00e4glich begr\u00fc\u00dft mit ihrem Anblick, ihrem Duft&#8230;<br \/>Ich hatte sie an einem&nbsp; halb verungl\u00fcckten, staubigen Tag erstanden, bei einem Vietnamesen, in Sch\u00f6neberg, dazu zwei unbestimmte, ros\u00e9farbene Pfl\u00e4nzlein, Kleinbl\u00fchendes \u2013&nbsp; innerhalb k\u00fcrzester Zeit ein Bl\u00fctenteppich.. auf meinem winzigen Balkon.<\/p>\n<p>Ich hatte die Pflanzen zwischen anderen Regalen entdeckt. Eigentlich war es ein Lebensmittelgesch\u00e4ft, in einer eher unauff\u00e4lligen Nebenstra\u00dfe. Ich hatte gegen\u00fcber, auf der anderen Stra\u00dfenseite gesessen, im gro\u00dfen, leeren Biergarten eines italienischen Restaurants. Es war einer dieser besonders schw\u00fclen Nachmittage. So gegen Vier.&nbsp; Ich hatte das Restaurant gesehen, als ich aus dem Bus gestiegen war, ohne bestimmtes Ziel. Wie gereizt der Wirt, er sah so aus, als sei er der Wirt, reagiert hatte, als ich ihn auf das Angebot ansprach, das vor der T\u00fcr auf einer gro\u00dfen Schiefertafel geschrieben stand :<br \/>\u201eWein direkt aus dem Fass!\u201c<br \/>Ob ich den Wein vorab probieren k\u00f6nne, hatte ich gefragt, freundlich, ein wenig sch\u00fcchtern, eher vorsichtig, glaube ich, und f\u00fcgte hinzu: \u201eIch wei\u00df ja nicht, ob der Wein mir schmeckt!Und ehe ich mir gleich ein Glas bestelle&#8230;w\u00fcrde ich den Wein gerne probieren..\u201c<br \/>Der Wirt hatte mir einen erbosten Blick zugeworfen. Schob mir ein kleines Glas mit einem Schluck Wein wortlos \u00fcber den Tresen. Er wu\u00dfte wohl auf einen Blick, an mir w\u00fcrde er nichts verdienen, wozu sich da ein L\u00e4cheln abringen.<br \/>Der Wein schmeckte mir nicht. S\u00e4uerlicher Rotwein.<br \/>\u201eIch nehme einen Kaffee!\u201c sagte ich, und erg\u00e4nzte, um nicht unh\u00f6flich zu sein,<br \/>\u201eEs ist ja auch noch zu fr\u00fch f\u00fcr einen Wein!\u201c Es war dieser Zustand zwischen den Zeiten, ob nun drei oder&nbsp; vier Uhr war letztlich egal. Der Nachmittag war schw\u00fcl, versunken in anonymen, konturlosen Sitzen eines Stadtbusses ohne Klima-Anlage. Einer dieser sinnlosen Nachmittage, die ich damit verbracht hatte, wieder einmal eine dieser Wohnungen zu besichtigen, die ich doch nie nahm. Diese letzte war besonders deprimierend gewesen, und der im Inserat als \u201eGarten\u201c apostrophierte Flecken verdorrter Erde hinter dem Haus, mit Teppichstangen dazwischen, Teppichstangen!!&nbsp; hatte meine Stimmung g\u00e4nzlich ruiniert.&nbsp;<br \/>Ich setzte mich in den Biergarten. Ich war der einzige Gast. Unter den B\u00e4umen, ich habe vergessen, welche B\u00e4ume es waren, und hinter den hohen Hecken, die den Biergarten zur Stra\u00dfe hin abgrenzten, f\u00fchlte ich mich f\u00fcr einen Augenblick lang sicher und geborgen. Ich suchte in meiner Stoff-Handtasche nach einer der letzten Zigaretten, und mir fielen die Fotos in die Hand, die ich vormittags abgeholt hatte. Ich liebe meine Fotos. Sie machen mich gl\u00fccklich. Es sind meist Portraits von Landschaften, von einem Baum, einer Wiese, einem Gras, was wei\u00df ich, was mich gerade fasziniert, beinah suchthaft, die Ausschnitte von der Welt, wie ich sie sah, wie ich sie am liebsten sah, festzuhalten.&nbsp; Ich hatte sogar schon Bilder verkauft. Ohne Absicht eigentlich. Und nicht in Berlin.<\/p>\n<p>Ich hatte den Kaffee ausgetrunken. Er war \u00fcbrigens ausgezeichnet, wie meist bei Italienern, auch wenn es kein Espresso war. Ein \u00e4lterer Kellner hatte ihn mir mit Grandezza und einer leichten Verbeugung serviert. Wie liebensw\u00fcrdg. Ich quittierte es mit einem kleinen L\u00e4cheln und sagte Mille Grazie, und kam mir ein wenig wie eine Zechprellerin vor. Nur einen einzigen Kaffee konsumierend und im sch\u00f6nen Biergarten ganz allein herumhockend. Es war ein schw\u00fcler, lichtloser Tag im Sommer. Mitten in der Woche. Der Nachmittag schon strapaziert.. Keine Mittagspause mehr und noch kein Abendgesch\u00e4ft. Eigentlich verst\u00e4ndlich, dass der Wirt mi\u00dfmutig war. Wer wollte an so einem Tag, da die Hitze auch ohne Sonne dr\u00fcckte, noch nachmittags an dem halb abgenagten \u201eBusiness-Lunch-Buffet\u201c sein Geld verschwenden, und so ahnte der Wirt wohl, dass er den Rest des \u201eBusiness-Lunch-Buffets w\u00fcrde wegkippen m\u00fcssen, und m\u00f6glicherweise auch noch den Wein aus dem Fass.<br \/>Als ich gezahlt hatte, und aufgestanden war, sah ich die Etag\u00e8ren mit Topfpflanzen vor dem kleinen Laden in der Nebenstra\u00dfe. Ich ging hin\u00fcber und sah mir die Pflanzen an. Ich fand sie ungew\u00f6hnlich sch\u00f6n, auch wenn sie klein und verh\u00e4rmt aussahen und halb vertrocknet waren. Schon l\u00e4ngst hatte ich mir in diesem Sommer noch Petunien g\u00f6nnen wollen, die ich so mochte: Ihre samtenen zarten Bl\u00fcten, die intensiven Farben, ja, und ihren feinen, unbestimmten Duft.&nbsp;<br \/>Mein handbreiter, also schmaler, l\u00e4nglicher Balkon, war noch immer kahl. (Hin und wieder ruhte sich auf der Br\u00fcstung ein taubengraues Taubenp\u00e4rchen aus). In diesem Sommer 2006, der als der hei\u00dfeste Sommer seit einhundert Jahren gilt, so die letzte Steigerung der Berichte \u00fcber das Wetter, nein, genauer, das Klima. Oder wie sie sagen: \u201eSeit Beginn der Wetteraufzeichnungen\u201c oder so \u00e4hnlich. Ich kann mir all diese Worte, diese Aufz\u00e4hlungen nicht mehr behalten, sie langweilen mich.<\/p>\n<p>Denn das eigentliche Problem, der fortschreitende&nbsp; Klimakollaps, bleibt ungenannt.&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Wie sch\u00f6n die Sonne wieder scheint.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eT\u00f6dlich hei\u00dfer Juli\u201c h\u00e4tte mir besser gefallen.<\/p>\n<p>Diese Petunien, die ich in dem Laden des freundlichen Vietnamesen gekauft hatte, der alles M\u00f6gliche verkaufte, die Blumen waren nur ein Dazu, eigentlich war es ein unaufger\u00e4umter Lebensmittel-Laden, sie vermittelten mir ein gutes Gef\u00fchl. Und jetzt sehen sie so mitgenommen aus. Es ist ja auch schon l\u00e4ngst August, fast Ende August. Und ich wei\u00df auch gar nicht, wie ich den Juli und den August bis jetzt \u00fcberstanden habe. Aber ich wu\u00dfte, dass ich f\u00fcr sie zu sorgen hatte, und f\u00fcr meine Katze. Ich gab ihnen Wasser, mehrfach t\u00e4glich, den Blumen, wenn ich es einmal vergessen hatte, f\u00fchlte ich mich schuldig. Auch der Katze gab ich mehrfach Wasser am Tag. Aber sie&nbsp; trank inzwischen lieber das Wasser aus der runden Sch\u00fcssel, das eigentlich zum K\u00fchlen meiner F\u00fc\u00dfe und Kn\u00f6chel bestimmt war. So&nbsp; stellte ich der Katze daher eine eigene Sch\u00fcssel hin.&nbsp;<\/p>\n<p>Es gab jetzt tragbare Klima-Anlagen. Die Preiswerten waren&nbsp; ausverkauft,&nbsp; und keiner hindert dich daran, mit den F\u00fc\u00dfen im Wasser nachmittags vor dem Fernseher zu hocken und in fremde Leben zu starren, warum auch nicht. Ich hatte keine Termine. Du bist eine von jenen Namenlosen, die sich t\u00e4glich in diese Stadt sp\u00fclen lassen, diese Stadt, die sich Hauptstadt nennt, und von der alle die t\u00e4glichen Wunder erwarten. Eine Stadt, \u00fcber die alle Welt redet und redet und redet, und ebenso von und \u00fcber all die Kreativen, die hier ihre Zelte aufschlagen. Kreative, klingt immer gut. Vielversprechend. Dort die Kellergalerie mit ihrer Besitzerin, bleichgeschminkt, daf\u00fcr die Augen schwarz umrandet, um sich jenen Hauch von Verruchtheit und Morbidit\u00e4t anzumalen, der zu ihrer spr\u00f6den Stimme passt, dem schlaffen H\u00e4ndedruck einer kalten, d\u00fcnnen und irgendwie ermatteten Hand. Sie tr\u00e4gt, wie alle, einen langen Schal. Immer.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Die m\u00e4nnlichen Kreativen in ihren Lederjacken, die vergilbt und verkommen auszusehen hatten, undsoweiter undsoweiter. Wie sie \u00fcber die Runden kamen? Kein Mensch wu\u00dfte das. Fragte auch niemand danach. Die Events waren wichtig. Es war schick, trockenes Graubrot zum Wein zu reichen, der aus der Literflasche ausgeschenkt wurde. Wer wollte oder konnte \u2013 ein Sch\u00e4lchen f\u00fcr milde Gaben stand diskret auf einem Klavier ohne Tasten&#8230; Ja, die Kreativen. Alle wollten sie, und schrieben und redeten \u00fcber sie. Warum auch nicht. Wie auch \u00fcber die Projekte, klar, jede Woche ein neues \u201eProjekt\u201c, die alle ins Leere f\u00fchrten. Aber genug Grund boten, f\u00fcr ein Fest, ein Treffen, und um \u00fcber neue Projekte zu diskutieren, und zu trinken.&nbsp; Der letzte Schrei war ein Projekt, das auf die Geschmacklosigkeit der Stadt hinweisen sollte. Aber \u00fcber das &#8222;Wie&#8220; gab es noch &#8222;keinen Konsens.&#8220; Der&nbsp; einst als so m\u00f6rderisch verschrien, der ehemalige Gerichtshof, wo keine echten Urteile, sondern Todesurteile gef\u00e4llt worden waren &#8211; ein wuchtiges Haus des Grauens &#8211;&nbsp; sollte zu einem Apartmenthaus umgebaut werden. Beste Lage, quasi gegen\u00fcber des&nbsp; Lietzensees in Charlottenburg.&nbsp; Die Proteste waren verstummt. Hatten keinen Baustopp durchsetzen k\u00f6nnen. Die Morbidit\u00e4t dieser Stadt war sichtbar. Brauchte nicht auf verblichene Gesichter gemalt zu werden.<\/p>\n<p>Als ich ankam, in Berlin, es war ein fr\u00f6stelnder Februartag 2003, waren die Gl\u00fccksritter einer Abstiegs-Moderne l\u00e4ngst schon alle da. Oder bereits &#8222;durch mit Berlin&#8220;. Ich war Zaungast. Nippte an den billigen Weinen \u2013 und heuchelte Interesse f\u00fcr die Kunstausstellung, dabei waren es doch die G\u00e4ste, die das spannendste Anschauungsmaterial lieferten&#8230; Und spannende Gespr\u00e4che des Garnichts, von jetzt auf gleich, sofort, spontan, zugewandt, zustimmendes Nicken, ja, doch, unbedingt, tolle Ausstellung, finde ich auch, und Weitergehen, wir sehn uns noch, nachher. Klar.<\/p>\n<p>Nur die Anglosachsen haben das wunderbare Wort &#8222;small talk&#8220; daf\u00fcr gefunden.&nbsp; Abende mit Fremden und Reden \u00fcber gar nichts zu verbringen.&nbsp; Zum Mond mit last minute. Nat\u00fcrlich. Warum auch nicht. Das Bild gefiel mir. Eine Figur hing an einem Luftballon in Richtung eines goldgelben Vollmonds&#8230; Ich bin auch gelandet, auf einer Art von Mond&#8230;in diese riesige, geile, ruppige Stadt. Du konntest Berlin auch sch\u00f6n finden. Dann und wann. Und je nachdem, wie du gerade drauf bist, und wo du wohnst. Ob du gerade einsam bist oder nicht. Ob du gerade Kohle hast, oder nicht.<br \/>Mir geht es wie meinen Petunien. Ausgemergelt, ausgebleicht. Mir fehlt Wasser. Mir fehlt der Brunnen. Bring me to the water&#8230; Meine kleinen mageren Petunien und das kleinw\u00fcchsige Gew\u00e4chs, dessen Namen ich nicht kannte, sie hatten Wasser bekommen, sie waren bewundert worden, von mir, ich hatte sie von ihrem namenlosen Dasein auf einer Etagere in einer Seitenstra\u00dfe befreit. Sie dankten es mir, sie hatten es mir gedankt, wochenlang, Hunderte von Bl\u00fcten, mindestens, \u00e4hnlich dieser wundersamen Vermehrung von Seifenblasen, wenn du pustest, und dann quellen sie heraus aus dem kleinen Ring, den du in die Seifenlauge getaucht hattest, schillernde Seifenblasen, gro\u00df oder winzig, bunte Luftblasen, schwerelos&#8230;die durch die Luft gleiten, ehe sie mit einem leisen Plopp verschwanden, sich aufgel\u00f6st hatten, als w\u00e4ren sie nie dagewesen.<br \/>Aber die Petunien sind konkret. Und ich bin w\u00fctend. Verhalten w\u00fctend jedenfalls. Dass ich die Petunien habe so verkommen lassen. Sie brauchen neue Erde. D\u00fcnger vielleicht. Es kann noch Hoffnung f\u00fcr sie geben. Dass sie bis zum Herbst bl\u00fchen, bei mir bleiben. Mindestens. Das Gesamtkunstwerk. Das obergeliebte Wort sich windender und wendender Lebensk\u00fcnstler.. Meine Petunien sind mein Gesamtkunstwerk. Und ich mu\u00df wieder an den Vietnamesen denken, bei dem ich sie erstanden hatte. Er wirkte alterslos und vergn\u00fcgt, der Vietnamese, aber vielleicht weil Vietnamesen wie von Natur aus so freundlich wirken, sie l\u00e4cheln \u00f6fter als Deutsche. Aber ich hatte auch andere erlebt, vor einiger Zeit, als sie sich mit einem Deutschen auf der Stra\u00dfe stritten.&nbsp; Aber dieser alterslose Vietnamese, eher \u00e4lter, sch\u00e4tzte ich, wie er mir all die Pflanzen eingepackt hatte, ja, doch &#8211; !f\u00fcrsorglich, und was ich sonst noch eingekauft hatte, es war nicht viel, denn es war hei\u00df drau\u00dfen, und ich f\u00fchlte mich sonderbar, nicht gut, meine ich damit, \u00fcberhitzt und leer und verloren, ich stehe mitten unter Fremden, die sich alle kennen, in dem Laden, miteinander schnattern, und wenn ich n\u00e4herkomme, stelle ich erleichtert fest, es ist nichts Besonderes, sie reden \u00fcber das Wetter, \u00fcber eine Krankheit, beklagen sich \u00fcber einen banalen \u00c4rger im Hausflur mit Nachbarn, aber sie kennen sich..Ich steige an einer beliebigen Stelle aus dem Bus aus, und versuche, Fu\u00df zu fassen. Ich finde mich im kleinen Laden einer Nebenstra\u00dfe wieder, wo die Kunden \u201eStammkunden\u201c sind, wie du sofort an ihrer Vertrautheit untereinander merkst. Ich bin eine Angesp\u00fclte. Einfach da. Raus dem bisherigen Leben.<\/p>\n<p>\u201eIch probiere etwas ganz Neues aus\u201c.<\/p>\n<p>Oder gern auch aufpoliert:<\/p>\n<p>\u201eIch beginne jetzt ein neues Leben!\u201c<\/p>\n<p>In einer anderen Stadt.<\/p>\n<p>Ganz weit weg.<\/p>\n<p>Eine ganz gro\u00dfe Stadt.<\/p>\n<p>Wo mich keiner kennt.<\/p>\n<p>Wo ich niemals einsam sein werde.<\/p>\n<p>Die Stadt hat Tag und Nacht ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Aber ich habe erst heute Abend gesehen, die Petunien sind durch. Sind fertig. Und dir fallen S\u00e4tze ein, im Taxi \u2013 die alle mit \u201ewenn\u201c anfangen und mit \u201ew\u00e4re\u201c enden. \u201eDann w\u00e4re ich heute nicht hier\u201c.<br \/>Was w\u00e4re wenn gewesen. Jawoll. Der Taxifahrer kennt das. Er nickt, ohne die Augen vom Lenkrad zu lassen. Ich gebe ihm 2 Euro Trinkgeld. Er freut sich und nickt und schenkt mir ein L\u00e4cheln. Er wei\u00df alles.&nbsp;<br \/>Hier sitze ich. Im L\u00e4rm. Im Krach. Im Staub. Kreischende Bremsen. Aufheulende Motoren. Gasgeben. Hitze.<br \/>Es ist Nacht. Inzwischen. Die Balkont\u00fcr leicht ge\u00f6ffnet. Noch ein schwacher Duft meiner Balkonbl\u00fcten. Sie hatten gebl\u00fcht, nur f\u00fcr mich gebl\u00fcht, wie, um mich am Leben zu halten. Und pl\u00f6tzlich kehrt die Erinnerung zur\u00fcck. An den Augenblick der Erkenntnis. Vorhin, als die Sonne unterging,&nbsp; als ich auf den Balkon betrat. Alle Bilder tauchen wieder gleichzeitig auf, in rasendem Tempo, sich gegenseitig \u00fcberlappend, sich \u00fcberschlagend, all das Elend, die Ungl\u00e4ubigkeit, dass das alles geschehen konnte :Hitzetote, brennende Migranten-Abri\u00dfh\u00e4user in Paris. Dahinwelkende Petunien auf meinem Balkon.&nbsp;<br \/>Es war \u2013 als h\u00e4tten sich Leben und Tod kurz und trocken \u2013 \u201eHallo!\u201c gesagt. En passant. Ihre Blicke kreuzten sich, kalt, emotionslos. Wer ist st\u00e4rker? Das Leben? Oder der Tod?<br \/>Die Petunien hatten wochenlang gebl\u00fcht,&nbsp; sich verschwendet.<\/p>\n<p>Hatten alles gegeben. F\u00fcr mich.<br \/>Ich verspreche ihnen D\u00fcnger.<br \/>Und neue Erde.<\/p>\n<p>Und eine Zukunft.&nbsp;<br \/>R.&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aktualisiert 2021 &#8211; und jetzt noch einmal &#8230;14.8. 2022 Hallo &#8211; Ja, diese Geschichte ist nicht so lang, aber eine echte Kurzgeschichte ist es auch nicht. 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