{"id":85982,"date":"2009-11-09T16:32:20","date_gmt":"2009-11-09T16:32:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=85982"},"modified":"2009-11-09T16:32:20","modified_gmt":"2009-11-09T16:32:20","slug":"9-nov-1938-die-reichspogromnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2009\/11\/09\/9-nov-1938-die-reichspogromnacht\/","title":{"rendered":"9. Nov. 1938 &#8211; Die Reichspogromnacht"},"content":{"rendered":"<p>Zur Ged\u00e4chtnis-Auffrischung:<\/p>\n<p>http:\/\/www.dhm.de\/lemo\/html\/nazi\/antisemitismus\/kristallnacht\/index.html\/ Im ANSCHLUSS noch einmal die &#8222;MACHTERGREIFUNG&#8220;, 1933 und ihre unmittelbaren Folgen&#8230;<br \/>1933-39 <\/p>\n<p> Die Reichspogromnacht <\/p>\n<p>In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten j\u00fcdische Synagogen in ganz Deutschland. <\/p>\n<p>Angeh\u00f6rige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zertr\u00fcmmerten die Schaufenster j\u00fcdischer Gesch\u00e4fte, demolierten die Wohnungen j\u00fcdischer B\u00fcrger und mi\u00dfhandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 267 zerst\u00f6rte Gottes- und Gemeindeh\u00e4user und 7.500 verw\u00fcstete Gesch\u00e4fte &#8211; das war die &#8222;offizielle&#8220; Bilanz des Terrors. Tats\u00e4chlich starben w\u00e4hrend und unmittelbar in Folge der Ausschreitungen weit mehr als 1.300 Menschen, mit mindestens 1.400 wurden \u00fcber die H\u00e4lfte aller Synagogen oder Gebetsh\u00e4user in Deutschland und \u00d6sterreich stark besch\u00e4digt oder ganz zerst\u00f6rt. Weisung zu dem Pogrom war von M\u00fcnchen ausgegangen, wo sich die F\u00fchrung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) zum Gedenken an den 15. Jahrestag des Hitler-Putsches versammelt hatte. Am 10. November wurden mehr als 30.000 m\u00e4nnliche Juden in Konzentrationslager (KZ) verschleppt. <\/p>\n<p>\nAls Vorwand des von ihnen als angeblich spontanen Akt des &#8222;Volkszorns&#8220; deklarierten Terrors nutzten die Nationalsozialisten die Ermordung des Legationssekret\u00e4rs an der deutschen Botschaft in Paris, Ernst vom Rath, durch den erst siebzehnj\u00e4hrigen Herschel Grynszpan. Er wollte so auf die Abschiebung von 17.000 polnischen Juden, zu denen auch seine Eltern z\u00e4hlten, nach Polen aufmerksam machen. Die aufgrund der zerst\u00f6rten Schaufensterscheiben bald als &#8222;Reichskristallnacht&#8220; bekannt gewordenen Ausschreitungen waren bis dahin der H\u00f6hepunkt eines staatlichen Antisemitismus, der mit der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten 1933 begonnen hatte. Die Reaktionen der Bev\u00f6lkerung w\u00e4hrend des Pogroms waren zumeist von eingesch\u00fcchterter Reserviertheit und einem schockierten Schweigen gepr\u00e4gt. Nur wenige Menschen, die nicht der SA oder SS angeh\u00f6rten, beteiligten sich aktiv an den Zerst\u00f6rungen und den Brandschatzungen, auch nur wenige allerdings t\u00e4tigten Hilfe f\u00fcr ihre j\u00fcdischen Nachbarn. <\/p>\n<p>Das NS-Regime deklarierte den von der NSDAP gesteuerten Pogrom als &#8222;berechtigte und verst\u00e4ndliche Emp\u00f6rung des deutschen Volkes&#8220;, die nach der weiteren Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben rief. Zunehmende Entrechtung, Enteignungen und &#8222;Zwangsarisierungen&#8220; sollten die Juden zur Auswanderung zwingen. Nach dem &#8222;\u00f6ffentlichen&#8220; Novemberpogrom 1938 erhielt die Verfolgung einen neuen Charakter: Nun begann die &#8222;stille&#8220; Eliminierung der Juden. Auch die Zeugnisse ihrer religi\u00f6sen Kultur fielen der Vernichtung zum Opfer. <\/p>\n<p>(cj) <\/p>\n<p> Josepha von Koskull: Reichspogrom<\/p>\n<p>1933-39 <\/p>\n<p> Etablierung der NS-Herrschaft <\/p>\n<p>Als am Abend des 30. Januar 1933 Anh\u00e4nger der Nationalsozialisten den lang ersehnten &#8222;Tag der Macht\u00fcbernahme&#8220; mit Fackelz\u00fcgen durch das Brandenburger Tor feierten, markierten die triumphierenden Kundgebungen auch symbolisch das Ende der Weimarer Republik. Wenige Stunden zuvor hatte Reichspr\u00e4sident Paul von Hindenburg den Vorsitzenden der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), Adolf Hitler, zum neuen Reichskanzler ernannt. Hitlers Absicht, eine von jeder Kontrolle durch den Reichstag befreite, autorit\u00e4re Regierung zu etablieren, die das von vielen Deutschen empfundene &#8222;demokratische Chaos&#8220; der Weimarer Jahre \u00fcberwinden sollte, verwirklichten die Nationalsozialisten innerhalb k\u00fcrzester Zeit. Unter Wahrung des Anscheins verfassungsm\u00e4\u00dfiger Legitimit\u00e4t verstanden sie es, politische Gegner auszuschalten und sich der staatlichen Machtinstrumente zu bem\u00e4chtigen. Als diese &#8222;nationale Erhebung&#8220; im Sommer 1934 ihren Abschlu\u00df fand, waren Demokratie und Pluralismus in Deutschland zerst\u00f6rt, ohne da\u00df es zu nennenswerter Gegenwehr gekommen w\u00e4re. <br \/>\nIn Hitlers Kabinett der &#8222;nationalen Konzentration&#8220; waren mit Reichsinnenminister Wilhelm Frick und Hermann G\u00f6ring als Minister ohne Gesch\u00e4ftsbereich zun\u00e4chst nur zwei weitere Nationalsozialisten vertreten. Acht deutschnational-konservative Regierungsvertreter besa\u00dfen das \u00dcbergewicht, durch die sich Vizekanzler Franz von Papen eine &#8222;Z\u00e4hmung&#8220; der Nationalsozialisten versprach. <\/p>\n<p>Dem illusorischen Z\u00e4hmungskonzept wurden bereits mit der von Hitler geforderten Reichstagsaufl\u00f6sung am 1. Februar 1933 sowie mit der notwendigen Neuwahl des Reichstags die Grundlagen entzogen. Nunmehr vom Regierungsbonus beg\u00fcnstigt, begann die NSDAP unter der Parole &#8222;Kampf dem Marxismus&#8220; einen Wahlkampf staatlich sanktionierten Terrors gegen die Opposition, allen voran gegen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). <\/p>\n<p>Mit Reichsinnenminister Frick und G\u00f6ring als kommissarischem preu\u00dfischem Innenminister waren zwei Schaltstellen der Macht mit Nationalsozialisten besetzt, die \u00fcber die Polizeigewalt verf\u00fcgten. Der preu\u00dfischen Polizei verordnete G\u00f6ring sogleich in einem &#8222;Schie\u00dferla\u00df&#8220; vom 17. Februar den r\u00fccksichtslosen Gebrauch der Schu\u00dfwaffe gegen alle politischen Gegner. Von ihm f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter in Preu\u00dfen aufgestellte Hilfspolizeiverb\u00e4nde aus 50.000 Angeh\u00f6rigen der Sturmabteilung (SA), der Schutzstaffel (SS) sowie des &#8222;Stahlhelms&#8220;, die ihre Uniformen mit einer &#8222;amtlichen&#8220; wei\u00dfen Armbinde versahen, nahmen bis Ende April 1933 ca. 25.000 Regimegegner in &#8222;Schutzhaft&#8220;. Noch im Fr\u00fchjahr 1933 begannen SA und SS mit der Errichtung erster Konzentrationslager (KZ) in Dachau und Oranienburg. <\/p>\n<p>Den entscheidenden gesetzlichen Rahmen f\u00fcr die Verfolgung politischer Gegner und die gleichzeitige Festigung uneingeschr\u00e4nkter Machtverh\u00e4ltnisse bildete f\u00fcr die Nationalsozialisten die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933. Die einen Tag nach dem Reichstagsbrand vom Reichspr\u00e4sidenten unterzeichnete Notverordnung setzte die verfassungsm\u00e4\u00dfigen Grundrechte der pers\u00f6nlichen Freiheit, der Meinungs-, Vereins- und Versammlungsfreiheit au\u00dfer Kraft. \u00dcber das Deutsche Reich wurde auf scheinbar legalem Weg ein permanenter, w\u00e4hrend des NS-Regimes nie aufgehobener Ausnahmezustand verh\u00e4ngt. <\/p>\n<p>In diesem Klima der Rechtsunsicherheit besa\u00df die Reichstagswahl vom 5. M\u00e4rz 1933 keinerlei freien Charakter. Gemessen an dem hohen Ma\u00df an Einsch\u00fcchterung und propagandistischer Beeinflussung waren die 43,9 Prozent f\u00fcr die NSDAP eine tiefe Entt\u00e4uschung. Nur zusammen mit den acht Prozent der &#8222;Kampffront Schwarz-Wei\u00df-Rot&#8220; aus Deutschnationaler Volkspartei (DNVP) und &#8222;Stahlhelm&#8220; erreichte die NSDAP eine parlamentarische Regierungsmehrheit im Reichstag. <\/p>\n<p>Die Nationalsozialisten bauten bei der Etablierung des NS-Regimes neben dem allgegenw\u00e4rtigen Terror vor allem auf ihre Propaganda, die Emotionen befriedigte und eine verf\u00fchrerische Faszination aus\u00fcbte. Hakenkreuzfahnen pr\u00e4gten nach dem 30. Januar 1933 das \u00f6ffentliche Stra\u00dfenbild. Riesige Parteiaufz\u00fcge und Aufm\u00e4rsche sollten Zustimmung f\u00fcr die von der NSDAP propagierte &#8222;nationalsozialistische Revolution&#8220; entfachen. Brosch\u00fcren, Postkarten und Plakate mit dem Konterfei Hitlers begr\u00fcndeten einen Personenkult bisher unbekannten Ausma\u00dfes. In Huldigungen wurde er als &#8222;Retter des Vaterlands&#8220; gefeiert. Immer wieder beschwor der am 13. M\u00e4rz 1933 zum Reichspropagandaminister ernannte Joseph Goebbels zudem \u00f6ffentlich das &#8222;Dritte Reich&#8220;, das Tradition und Machtanspruch des untergegangenen Kaiserreichs fortsetzen und die Dem\u00fctigungen des Versailler Vertrags von 1919 revidieren w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Symbolisch reichte das neue, das nationalsozialistische Deutschland dem Kaiserreich beim von Goebbels \u00e4u\u00dferst erfolgreich inszenierten &#8220; Tag von Potsdam&#8220; am 21. M\u00e4rz 1933 die Hand, als sich Hitler in dunkler Zivilkleidung ehrfurchtsvoll vor Reichspr\u00e4sident von Hindenburg in kaiserlicher Uniform verneigte. Im In- und Ausland verfehlte diese Geste nicht ihre Wirkung. <\/p>\n<p>Auf den Wogen nationaler Euphorie vollendete Hitler zwei Tage sp\u00e4ter sein n\u00e4chstes Vorhaben. Mit 444 zu 94 Stimmen nahm der Reichstag inmitten drohender SA-Verb\u00e4nde das &#8220; Erm\u00e4chtigungsgesetz&#8220; an, mit dem die Regierung Gesetze ohne Reichstag und Reichsrat verabschieden konnte. Alle anwesenden SPD-Abgeordneten hatten die Selbstentmachtung des Parlaments abgelehnt, die Abgeordneten der KPD waren verhaftet oder bereits im Untergrund. Die Ablehnung des Gesetzes durch die SPD best\u00e4tigte die konservativen Parteien in ihrer Auffassung, auf der richtigen, auf der &#8222;antibolschewistischen&#8220; Seite unter F\u00fchrung der NSDAP zu stehen. Viele Deutsche glaubten ernsthaft an die Gefahr eines sozialistischen Aufstands. Da\u00df mit der Ausschaltung organisatorischer Strukturen der Linken durch die Zerschlagung der Gewerkschaften und durch die Errichtung des Einparteienstaats im Sommer 1933 eine vermeintlich feste &#8222;nationale Ordnung&#8220; herrschte, entsprach grunds\u00e4tzlich auch ihren W\u00fcnschen. <\/p>\n<p>Die rasante Besetzung von wichtigen Schl\u00fcsselpositionen im Staat durch Angeh\u00f6rige der NSDAP f\u00f6rderte das &#8220; Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&#8220; vom 7. April 1933, welches die Entlassung aller im Sinne der neuen Machthaber politisch unzuverl\u00e4ssigen oder j\u00fcdischen Beamten erm\u00f6glichte. <\/p>\n<p>Die staatlich sanktionierte Verfolgung der als rassisch minderwertig diffamierten Juden hatte unmittelbar mit Beginn der Macht\u00fcbernahme eingesetzt. Mit dem &#8220; Arierparagraph&#8220; erhielt zum ersten Mal ein verordneter Antisemitismus Eingang in Gesetze. Bereits Anfang April 1933 kam es zu ersten Boykottma\u00dfnahmen gegen j\u00fcdische Gesch\u00e4fte und Einrichtungen. Bis Fr\u00fchjahr 1934 verlie\u00dfen rund 37.000 Juden das Land, die meisten blieben jedoch trotz Verfolgung und Repressalien in Deutschland. <\/p>\n<p>Ab Fr\u00fchjahr 1933 waren nahezu alle Lebensbereiche einer erzwungenen Gleichschaltung unterworfen. Die Gleichschaltung der L\u00e4nder sowie die ideologische und organisatorische Ausrichtung aller politischen und gesellschaftlichen Institutionen, Verb\u00e4nde und schlie\u00dflich jedes einzelnen B\u00fcrgers auf die Weltanschauung und Ziele des Nationalsozialismus sollte die Meinungsvielfalt rigoros beseitigen. Eine von nationalsozialistischen Studenten und Professoren initiierte Kampagne &#8222;gegen den undeutschen Geist&#8220; gipfelte in der B\u00fccherverbrennung am 10. Mai 1933. Mit der Durchdringung und Kontrolle der Bev\u00f6lkerung forcierte die NSDAP ihren Drang nach totaler Macht. Zwangsweise \u00fcberf\u00fchrt wurden die gleichgeschalteten Verb\u00e4nde in riesige, der NSDAP angeschlossene Einheitsorganisationen wie die Deutsche Arbeitsfront (DAF) oder NS-Volkswohlfahrt (NSV). <\/p>\n<p>Die von den Nationalsozialisten als &#8222;undeutsch&#8220; empfundene pluralistische Gesellschaft sollte durch eine solidarische Volksgemeinschaft ersetzt werden, die durch das Winterhilfswerk (WHW) oder Kraft durch Freude (KdF) massenwirksam inszeniert wurde. F\u00fcr Behinderte oder &#8222;Asoziale&#8220; gab es in der Volksgemeinschaft keinen Platz. Das am 14. Juli 1933 beschlossene &#8220; Gesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses&#8220; erlaubte die Zwangssterilisation, wenn mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit Nachkommen mit schweren k\u00f6rperlichen oder geistigen Sch\u00e4den zu erwarten waren. <\/p>\n<p>Ihr charakteristisches Strukturelement erhielt die Volksgemeinschaft durch das &#8222;F\u00fchrerprinzip&#8220;, das die Einheit von Volk und F\u00fchrer postulierte sowie unbedingte Treue und Gehorsam forderte. Von Teilen der auf knapp vier Millionen Mitglieder angeschwollenen SA wurde die Gefolgschaft im Fr\u00fchjahr 1934 allerdings in Frage gestellt. Die SA hatte f\u00fcr die NSDAP bei der Festigung der politischen Macht unverzichtbare Dienste geleistet. Doch die Erwartung der SA-F\u00fchrung, durch die &#8222;nationalsozialistische Revolution&#8220; in f\u00fchrende Stellungen des neuen Staats zu gelangen, erf\u00fcllte sich nicht. <\/p>\n<p>Exponent der Unzufriedenheit war der Stabschef der SA, Ernst R\u00f6hm. Mit der Parteiarmee im R\u00fccken forderte er eine &#8222;Zweite Revolution&#8220;, um die SA zur dominierenden Kraft in Staat und Gesellschaft zu machen. Seine Vorstellung von der SA als Kern der bewaffneten Macht in Deutschland bedrohte die von Hitler im Februar 1933 zugesicherte Unabh\u00e4ngigkeit der Reichswehr. Als die internen Machtkonflikte eskalierten, nutzte Hitler im B\u00fcndnis mit der Reichswehrf\u00fchrung und der SS einen angeblich geplanten R\u00f6hm-Putsch, um die SA-F\u00fchrung sowie konservative Opponenten wie den letzten Reichskanzler der Weimarer Republik, Kurt von Schleicher, am 30. Juni 1934 ermorden zu lassen. <\/p>\n<p>Mit seinem entschlossenen Vorgehen bes\u00e4nftigte Hitler nicht nur eine durch \u00dcbergriffe und Machtmi\u00dfbrauch der SA verbreitete Mi\u00dfstimmung in der Bev\u00f6lkerung. Der Reichswehr versicherte er sich als eines zuverl\u00e4ssigen Verb\u00fcndeten. Nach dem Tod Hindenburgs und der Aufl\u00f6sung des Reichspr\u00e4sidentenamts am 2. August 1934 bot die Armeef\u00fchrung Hitler an, den Schwur auf ihn pers\u00f6nlich als &#8222;F\u00fchrer und Reichskanzler&#8220; zu leisten. Die weitreichende Bedeutung des Treueids im Zweiten Weltkrieg, als er Offiziere davon abhielt, gegen Hitler aktiv zu werden, war 1934 noch nicht abzusehen. Der Schwur festigte Hitlers totalit\u00e4re F\u00fchrerdiktatur endg\u00fcltig. Potentielle Gegner waren verhaftet, ermordet oder in der Emigration. Seinen &#8222;F\u00fchrerwillen&#8220; gedachte Hitler nicht durch geschriebene Normen einer neuen, wenn auch nationalsozialistisch ausgerichteten Verfassung binden zu lassen. Das &#8222;F\u00fchrerwort&#8220; besa\u00df Gesetzeskraft. Institutionell zwar v\u00f6llig irrelevant, existierte die Weimarer Verfassung bis zur deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg formal weiter. <\/p>\n<p>(as) <\/p>\n<p> Reportage aus der Reichskanzlei, 30. Januar 1933<br \/>\n Adolf Hitler: Regierungserkl\u00e4rung im Rundfunk, 2. Februar 1933<br \/>\n Adolf Hitler: Kundgebung im Berliner Sportpalast, 20. Februar 1933<br \/>\n Werner Mork: Macht\u00fcbernahme. Der 30. Januar 1933<br \/>\n Werner Mork: Die nationalsozialistische Machtergreifung<br \/>\n Helene Bornkessel: Macht\u00fcbernahme 1933 in meiner Schule<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Ged\u00e4chtnis-Auffrischung:<\/p>\n<p>http:\/\/www.dhm.de\/lemo\/html\/nazi\/antisemitismus\/kristallnacht\/index.html\/ Im ANSCHLUSS noch einmal die &#8222;MACHTERGREIFUNG&#8220;, 1933 und ihre unmittelbaren Folgen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-85982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fempolitik","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>9. 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