{"id":85756,"date":"2009-04-17T13:27:57","date_gmt":"2009-04-17T13:27:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=85756"},"modified":"2009-04-17T13:27:57","modified_gmt":"2009-04-17T13:27:57","slug":"pessachfest-4-09","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2009\/04\/17\/pessachfest-4-09\/","title":{"rendered":"PESSACHFEST 4\/09"},"content":{"rendered":"<p>Quelle:<\/p>\n<p>schule.judentum.de \/ hagalil.com <\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tr>\n<td style=\"background-image=url('images\/monet-heller.jpg')\"><font size=\"+1\"><\/p>\n<p>Das Pessachfest <\/p>\n<p>Pessach wird als erstes der drei Wallfahrtsfeste im j\u00fcdischen Fr\u00fchlingsmonat Nissan, zur Zeit der ersten Gerstenernte in Israel gefeiert. Doch Pessach ist mehr als nur ein Erntedankfest. Wie alle j\u00fcdischen Feste ist auch das Pessachfest voll von Symbolen und hat eine ganz bestimmte Bedeutung im Hinblick auf die Leidensgeschichte des j\u00fcdischen Volkes: es erinnert an die Zeit des Exodus, an den Auszug der Israeliten aus \u00c4gypten, die Flucht vor Unterdr\u00fcckung und Sklaverei. Das Pessachfest ist also ein Fest der Freiheit. Aus diesem Zusammenhang leitet sich auch der Name Pessach ab, der so viel bedeutet wie &#8222;hinwegschreiten&#8220;, &#8222;verschonen&#8220;.  Er bezieht sich darauf, dass Gott die Israeliten verschonte, als er die \u00c4gypter mit den zehn Plagen bestrafte. W\u00e4hrend des einw\u00f6chigen Festes d\u00fcrfen sich keine ges\u00e4uerten Speisen im Haus befinden. Unges\u00e4uerte Speisen symbolisieren die Hast, mit der die Israeliten \u00c4gypten verlie\u00dfen: sie hatten einfach nicht gen\u00fcgend Zeit, ihre Speisen s\u00e4uern zu lassen. Der &#8222;Erfolg&#8220; des somit erforderlichen Fr\u00fchjahrsputzes wird durch einen am\u00fcsanten Brauch kontrolliert: die ganze Familie unter- nimmt einen lustigen Umzug durchs Haus, bei dem die Kinder absichtlich liegengelassene ges\u00e4uerte Lebensmittel finden und entfernen.<\/p>\n<p>In der Zeit des gesamten Pessachfestes werden Matzen, unges\u00e4uerte Brotfladen, gegessen, welche sowohl die \u00fcberst\u00fcrzte Flucht als auch das elende Sklavenleben der Israeliten in \u00c4gypten symbolisieren. Sie werden somit als Brot der Befreiung und Brot des Elends betrachtet. Man achtet streng darauf, dass wirklich alle Speisen unges\u00e4uert sind. Somit gibt es auch Gerichte, die speziell f\u00fcr diesen Anlass kreiert wurden, wie z.B. die sogenannten &#8222;Pessach Blinzes&#8220;:<\/p>\n<p>An den ersten beiden Abenden wird nach einem Gottesdienst in der Synagoge die Sederfeier begangen, ein Abendmahl nach genauen Vorschriften. Zu dieser Mahlzeit wird  Extra-Geschirr benutzt, da das Alltagsgeschirr durch die Ber\u00fchrung mit ges\u00e4uerten Speisen unbrauchbar ist. Fehlt das Geld f\u00fcr zus\u00e4tzliches Geschirr, kann man auch das Alltagsgeschirr koscher machen, indem man es rotgl\u00fchend macht oder es in hei\u00dfes Wasser tunkt. Dieser Vorgang wird Kaschern genannt. Auf einer Sedertafel m\u00fcssen sich ganz bestimmte symbolhafte Gegenst\u00e4nde befinden: <\/p>\n<p>&#8211; ein Buch mit den Pessach- Geschichten, die Haggada (&#8222;Erz\u00e4hlung&#8220;);<\/p>\n<p>&#8211; ein Becher, der viermal mit Wein gef\u00fcllt wird, als Zeichen der vier Versprechen Gottes;<\/p>\n<p>&#8211; ein weiterer mit Wein gef\u00fcllter Becher, der die Hoffnung auf einen kommenden Messias ausdr\u00fcckt;<\/p>\n<p>&#8211; drei Matzen, die die drei St\u00e4nde der Gemeinschaft Israels (Priester, Leviten, &#8222;Israeliten&#8220;) symbolisieren;<\/p>\n<p>&#8211; ein St\u00fcck einer am Rost gebratenen Keule, die das ehemals dargebrachte Opferlamm ersetzt;<\/p>\n<p>&#8211; ein Ei als Zeichen des Erwachens der Natur, welches genauso wie die Keule nicht gegessen wird;<\/p>\n<p>&#8211; ein Teller z.B. mit Petersilie und eine Schale Salzwasser, die Sch\u00f6nheit der Natur            versinnbildlichend, welche  durch die<\/p>\n<p>   Tr\u00e4nen und den Schwei\u00df der Sklaven bitter wurde<\/p>\n<p>&#8211; bittere Kr\u00e4uter wie Meerrettich zum Gedenken an die Sklaverei und<\/p>\n<p>&#8211; eine Sch\u00fcssel mit Charosset, einem br\u00e4unlichen Gemisch aus N\u00fcssen, \u00c4pfeln, Wein und Zimt, welches den    M\u00f6rtel darstellt, den die Juden f\u00fcr den Pharao mischen mussten.<\/p>\n<p>Alle diese Zutaten sind Teil des vorgeschriebenen Sederrituals. Sie werden in einer bestimmten Reihenfolge verzehrt, unterbrochen durch das Aufsagen verschiedener Gebete und der vier Versprechen Gottes:<\/p>\n<p>1.) Gott will die Israeliten aus \u00c4gypten f\u00fchren<\/p>\n<p>2.) Gott will die Israeliten befreien<\/p>\n<p>3.) Gott will die Israeliten erl\u00f6sen<\/p>\n<p>4.) Gott will die Israeliten als sein Volk annehmen<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird die Geschichte \u00fcber den Auszug aus \u00c4gypten erz\u00e4hlt, um die Kinder mit der Geschichte ihres Volkes vertraut zu machen. Nach dem rituellen Seder-Mahl werden oft noch bis tief in die Nacht hinein Lieder gesungen, die auch von der Not und Hoffnung der Juden berichten.<\/p>\n<p>Ziel und Sinn des Pessachfestes ist es also, die j\u00fcdische Geschichte lebendig und anschaulich zu erhalten, damit sich auch nachfolgende Generationen mit der Vergangenheit ihres Volkes identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\n N\u00e4heres zum Thema Pessach findet sich unter http:\/\/www.payer.de\/judentum\/jud509.htm           <\/p>\n<p>\nverfasst von:  Astrid Haynert<br \/>Materialien zur Religionswissenschaft<\/p>\n<p>Menora &#8212; der siebenarmige Leuchter nach Sacharja 4,2<\/p>\n<p>Judentum als Lebensform <br \/>\n9. Pessach<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>von Alois Payer<br \/>\npayer@Well.com<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Zitierweise \/ cite as:<\/p>\n<p>Payer, Alois <1944 - >: Judentum als Lebensform. &#8212; 9. Pessach. &#8212; Fassung vom 26. April 1999. &#8212; (Materialien zur Religionswissenschaft). &#8212; URL: http:\/\/www.payer.de\/judentum\/jud509.htm. &#8212; [Stichwort].<\/p>\n<p>Erstmals publiziert: 21. Februar 1998 <\/p>\n<p>\u00dcberarbeitungen: 26. 4. 1999 [Hinzuf\u00fcgung von Buchbestell-Links zu amazon.de]<\/p>\n<p>Anla\u00df: Lehrveranstaltung Wissenschaftskunde Religionswissenschaft \/ Theologie, HBI Stuttgart, WS 1995\/96<\/p>\n<p>Unterrichtsmaterialien (gem\u00e4\u00df \u00a7 46 (1) UrhG)<\/p>\n<p>\u00a9opyright: Dieser Text steht der Allgemeinheit zur Verf\u00fcgung. Eine Verwertung in Publikationen, die \u00fcber \u00fcbliche Zitate hinausgeht, bedarf der ausdr\u00fccklichen Genehmigung des Verfassers.<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>\u00dcbersicht<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>1. Zeitpunkt und Dauer von Pessach <br \/>\n2. Grundlage in der Thora <br \/>\n3. Mazzot &#8212; Matzen <br \/>\n4. Chamez &#8212; Ges\u00e4uertes <br \/>\n5. Seder <br \/>\n6. Omerz\u00e4hlen <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Zitate im Folgenden: <\/p>\n<p>[Hirsch] = Hirsch, Leo <1903 - 1943>: J\u00fcdische Glaubenswelt. &#8211; G\u00fctersloh : Bertelsmann, 1966. &#8211; S. 112 &#8211; 137 <br \/>\n[Donin] =  Donin, Chajim Halevy: J\u00fcdisches Leben. &#8212; Jerusalem : Zionistische Weltorganisation, \u00a91987. &#8212; Einheitssachtitel: To be a Jew. &#8212; S. 228 &#8211; 248. &#8211;{Wenn Sie HIER klicken, k\u00f6nnen Sie die englische Ausgabe dieses Buch direkt bei amazon.de bestellen} <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>1. Zeitpunkt und Dauer von Pessach<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Pessach &#8212; Passah &#8212; beginnt am 15. Nissan (Vollmond im M\u00e4rz\/April) und dauert in Israel sieben, in der Diaspora (Galut) acht Tage. Der Grund f\u00fcr den Unterschied ist, da\u00df man fr\u00fcher, als ein weltweit einheitlicher Kalender schwierig war, sicher gehen wollte, da\u00df alle Juden zur gleichen und zur rechten Zeit Pessach feiern. Da dieser Grund heute hinf\u00e4llig ist, feiern Reformjuden und manche Konservative auch au\u00dferhalb Israels Pessach nur sieben Tage lang.<\/p>\n<p>Pessach ist von allen Festen wohl das Fest, das die meisten Juden einhalten. So ergab eine Umfrage von 1980, da\u00df 99% der Juden Israels den ersten Pessachabend (Seder) feiern und da\u00df 82% an den Festtagen keine verbotenen Speisen essen. Sonst a\u00dfen 1980 nur 79% der Juden Israels grunds\u00e4tzlich koscheres Fleisch und nur 44% hielten sich an die Regeln des koscheren Essens.<\/p>\n<p>Pessach geh\u00f6rt mit Schawuot (dem Wochenfest) und Sukkot (dem Laubh\u00fcttenfest) zu den Wallfahrtsfesten, den Festen, die zur Zeit der beiden Tempel mit einer Pilgerfahrt nach Jerusalem und Opfern im Tempel begangen wurden. Pessach war der Anla\u00df f\u00fcr Jesus von Nazareth, nach Jerusalem zu ziehen, wo er gekreuzigt wurde. So ist Pessach der Ursprung der christlichen Kartage und des Osterfestes.<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>2. Grundlage in der Thora<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr das Feiern von Pessach sind folgende Thorastellen:<\/p>\n<p>ER sprach zu Moses und Aaron im Lande \u00c4gypten, sprach: \u00bbDiese Mondneuung sei euch Anfang der Mondneuungen, die anf\u00e4ngliche unter den Mondneuungen des Jahres sei sie euch. Redet zu aller Gemeinschaft Jisraels, sprechend. Am zehnten auf diese Neuung nehme sich jedermann ein Lamm, nach den V\u00e4terh\u00e4usern, ein Lamm auf das Haus. Sind aber im Haus zu wenige f\u00fcr ein Lamm, nehme ers und sein Anwohner, der seinem Hause nah ist, durch Beisteuer nach Seelenzahl, jedermann nach seinem E\u00dfanteil sollt zum Lamm ihr steuern. Ein heiles, m\u00e4nnliches, j\u00e4hriges Lamm seis euch, von den Schafen und von den Ziegen sollt ihrs nehmen. Und in Verwahr seis euch bis zum vierzehnten Tag auf diese Neuung, dann metze es alles Gesamt der Gemeinschaft Jisraels, zwischen den Abendstunden. Und vom Blut sollen sie nehmen und an die beiden Pfosten geben und an den T\u00fcrsturz, an den H\u00e4usern, darin sie es essen werden. Dann sollen sie in derselben Nacht das Fleisch essen, Feuerger\u00f6st, dazu Fladen, mit Bitterkr\u00e4utern sollen sies essen. E\u00dft nimmer davon roh, noch gesotten im Wassersud, sondern Feuerger\u00f6st Kopf neben Beinen nebst Eingeweide. La\u00dft davon aber nichts verbleiben bis an den Morgen, was davon an den Morgen verbleibt, sollt ihr im Feuer verbrennen. Und also sollt ihrs essen: eure H\u00fcften geg\u00fcrtet, eure Schuhe an euren F\u00fc\u00dfen, euren Stecken in eurer Hand, in Hast sollt ihr es essen &#8212; \u00dcbersprungsmahl ist es IHM. Durchschreiten will ich das Land \u00c4gypten in dieser Nacht und alljeden Erstling im Land \u00c4gypten schlagen, von Mensch zu Tier, an allen G\u00f6ttern \u00c4gyptens will ich Gericht tun, ICH bins. Das Blut aber werde zum Zeichen f\u00fcr euch an den H\u00e4usern, darin ihr seid: ich sehe das Blut und \u00fcberspringe euch; nicht euch zum Verderber sei der Sto\u00df, wenn auf das Land \u00c4gypten ich einschlage. <br \/>\nUnd der Tag werde euch zum Ged\u00e4chtnis, als Festreigengang IHM begeht ihn, f\u00fcr eure Geschlechter, als Weltzeit-Satzung, sollt ihr ihn begehn. Ein Tagsiebent sollt ihr Fladen essen, genau zum ersten Tag sollt ihr die G\u00e4re aus euren H\u00e4usern verabschieden, denn allwer Ges\u00e4uertes i\u00dft &#8212; vom ersten Tag bis zum siebenten Tag &#8211;: gerodet werde jenes Wesen aus Jisrael. Ausrufen von Heiligung am ersten Tag und Ausrufen von Heiligung sei euch am siebenten Tag, allerart Arbeit werde an ihnen nicht gemacht, nur was allen Wesen zu essen geh\u00f6rt, das einzig werde von euch zurechtgemacht. Und wahret die Fladen! Denn an eben diesem Tag habe ich eure Scharen aus dem Land \u00c4gypten gef\u00fchrt. Wahret diesen Tag, f\u00fcr eure Geschlechter als Weltzeit-Satzung. <\/p>\n<p>Im Anfangsmonat, am vierzehnten Tag auf die Neuung zu Abend sollt ihr Fladen essen bis zum einundzwanzigsten Tag auf die Neuung zu Abend. Ein Tagsiebent werde nicht G\u00e4re in euren H\u00e4usern gefunden, denn allwer S\u00e4uerndes i\u00dft, gerodet werde jenes Wesen aus der Gemeinschaft Jisraels, seis Gast seis Landesspro\u00df. Allerart S\u00e4uerndes sollt ihr nicht essen, Fladen sollt ihr essen in all euren Siedlungen. &#8230;\u00ab<\/p>\n<p>Exodus 12 <\/p>\n<p>Dies sind des Herrn Festzeiten mit heiliger Versammlung, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit: Im ersten Monat, am 14 Tag des Monats, gegen Abend ist Pessach f\u00fcr den Herrn. Am 15. Tage dieses Monats ist das Fest der unges\u00e4uerten Brote f\u00fcr den Herrn. Da d\u00fcrft ihr sieben Tage lang nur unges\u00e4uerte Brote essen. Am ersten Tag ist heilige Versammlung f\u00fcr euch; da d\u00fcrft ihr keinerlei Sklavenarbeit verrichten. Sieben Tage lang bringt dem Herrn ein Feueropfer dar; am siebenten Tage aber finde eine heilige Versammlung statt. Auch da d\u00fcrft ihr keinerlei Sklavenarbeit verrichten.<\/p>\n<p>Leviticus 23, 4-8<\/p>\n<p>&#8230; I\u00df nicht dazu Ges\u00e4uertes, ein Tagsiebent dazu noch sollst du Fladen essen, Notstandsbrot, denn in Hast bist du aus dem Land \u00c4gypten gefahren &#8230;<\/p>\n<p>Deuteronomium 16, 1-8 <\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>&#8222;Pessach ist das Fest der unges\u00e4uerten Brote der Mazzot, die man im Gedenken an die unges\u00e4uerten Brote unserer Vorfahren i\u00dft: Der Auszug aus \u00c4gypten mu\u00dfte so rasch vollzogen werden, da\u00df zum S\u00e4uern und G\u00e4hrenlassen der Brote keine Zeit mehr blieb. Nun i\u00dft man die ganzen acht Tage des Pessachfestes kein Brot, nur Mazzot, und darf auch nichts Ges\u00e4uertes im Haus behalten, so da\u00df eine Umstellung des ganzen Haushaltes erforderlich ist, das gr\u00f6\u00dfte Reinemachen erfolgt und fast alles Geschirr ausgewechselt werden mu\u00df.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>3. Mazzot &#8212; Matzen<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>&#8222;Mazza [Plural Mazzot &#8212; Matze, unges\u00e4uertes Brot] ist eine unges\u00e4uerte d\u00fcnne Waffel, die aus Wasser und einer der f\u00fcnf Getreidearten &#8212; Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Spelt [Dinkel]  &#8212; gebacken ist. Daher mu\u00df dieses Getreide und das Mehl, das aus ihm gewonnen wird, sorgf\u00e4ltig beaufsichtigt werden, um jeden verfr\u00fchten Kontakt mit Wasser oder einem anderen S\u00e4uerungsmittel zu vermeiden. Der ganze Backproze\u00df, von der Zeit, wo das Mehl mit Wasser zu einem Teig vermischt wird bis zur fertig gebackenen Mazza darf 18 Minuten nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Heutzutage werden die meisten Mazzot mit Maschinen gebacken, obgleich es Leute gibt, die weiterhin handgebackene Mazzot vorziehen. Die Entwicklung der modernen Maschinen zum Teigkneten usw. hat es nicht nur erm\u00f6glicht, Mazzot von gleichm\u00e4\u00dfiger Qualit\u00e4t und Standard zu produzieren, sondern hat auch dem Proze\u00df gr\u00f6\u00dfere Geschwindigkeit garantiert und dadurch die Gefahr des S\u00e4uern sehr verringert.<\/p>\n<p>Es ist unwichtig, ob die Mazzot rund oder quadratisch sind; die Form hat keinerlei Bedeutung.<\/p>\n<p>Wenn die Mazzot einmal fertig gebacken sind, besteht keine S\u00e4uerungsgefahr mehr. Daher werden aus fertigen Mazzot verschiedene Produkte hergestellt, wie Mazza-Farfel oder Mazza-Mehl (ein mehlartiges Produkt, das zum Kuchenbacken usw. benutzt werden kann).&#8220; [Donin]<\/p>\n<p>Abbildung: Matzen (Mazzot)<\/p>\n<p>&#8222;Der Weizen f\u00fcr die Mazzot wird wenigstens vier Wochen vor Pessach gemahlen. Er darf weder ausgewachsen noch je vorher na\u00df gewesen sein, damit jede Art von G\u00e4rungsproze\u00df vermieden bleibt. Die M\u00fchle, worin man den Weizen mahlt, mu\u00df nur f\u00fcr diesen Zweck gebraucht oder doch mindestens vorher von allem Mehlstaub auf das peinlichste gereinigt, der M\u00fchlstein sorgf\u00e4ltig \u00fcberhauen, ein neuer oder mit neuem Leinen ausgeschlagener Mahlkasten und ein neuer Trichter \u00fcber der \u00d6ffnung des M\u00fchlsteins angebracht werden, die selbst immer zugedeckt bleiben soll, und das Mehl soll dann auch durch einen neuen Beutel oder Flor laufen. Schon das Mahlen des Weizens hat unter der Aufsicht frommer und zuverl\u00e4ssiger Sachverst\u00e4ndiger zu geschehen. Auch die S\u00e4cke, in denen das Mehl aus der M\u00fchle geschafft wird, sind zuvor zu waschen und zu trocknen und fortan vor jeder N\u00e4sse zu sch\u00fctzen, und der Boden, auf dem sie aufbewahrt werden, mu\u00df trocken sein. Das Wasser, das man zum Mazzotbacken braucht, mu\u00df reines Quellwasser sein und von einem Juden am Abend vor der Verwendung, zwischen Sonnenuntergang und Sternaufgang, in einem besonderen Gef\u00e4\u00df geseiht werden. &#8230; All diesen Vorschriften entsprechend wird auch in modernen Mazzotb\u00e4ckereien vorgegangen, die mit Maschinen f\u00fcr jede Teilhandlung des Prozesses ausgestattet sind.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>&#8222;Und einige Tage vor dem Fest pflegt der ganze Haushalt mitten in seiner gr\u00f6\u00dften Revolution zu sein. Eiserne Geschirre, die man das Jahr \u00fcber verwendet hat und auch f\u00fcr Pessach nicht entbehren kann (die meisten hat man ja f\u00fcr Pessach allein), m\u00fcssen &#8218;gekaschert&#8216;, das hei\u00dft f\u00fcr Pessach koscher gemacht werden: in dem Kessel, worin man es tut, mu\u00df reines kochendes Wasser sein, das Geschirr, das aber schon vorher reingewaschen, gerieben und geputzt ist, wird hineingetan, bis es ganz von siedendem Wasser bedeckt ist, dann herausgezogen und mit kaltem Wasser \u00fcbergossen; metallenes Geschirr wird gegl\u00fcht. &#8230; Kurzum, es ist die klassische Zeit f\u00fcrs Schrubben und Putzen.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Chamez-Verbot (s. unten) f\u00fcr die ganze Pessach-Woche gilt, gilt das Gebot, Mazza zu essen, nur f\u00fcr die Sedernacht &#8222;und dann erf\u00fcllt man das Gebot, indem man ein St\u00fcck i\u00dft, das nicht kleiner als eine gro\u00dfe Olive ist. Nach der ersten Nacht ist das Essen von Mazza v\u00f6llig freigestellt. Kein Gebot wird verletzt, wenn man keine Mazza i\u00dft, solange man kein Chamez zu sich nimmt.&#8220; [Donin]<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>4. Chamez &#8212; Ges\u00e4uertes<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Chamez (Ges\u00e4uertes)  ist: <\/p>\n<p>jede der f\u00fcnf Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Spelt, die f\u00fcr mindestens 18 Minuten mit Wasser in Kontakt kam. Von solchem Korn oder Mehl wird angenommen, da\u00df der S\u00e4uerungsproze\u00df begonnen hat <br \/>\njede Speise oder jedes Getr\u00e4nk, das aus einer dieser Getreidesorten hergestellt ist oder sie, wenn auch in winzigsten Mengen, enth\u00e4lt. Die einzige Ausnahme sind Matzen, die vorschriftsgem\u00e4\u00df hergestellt wurden (Achtung: es gibt auch Matzen f\u00fcr den Alltagsgebrauch, auf deren Verpackung steht: &#8222;Nicht f\u00fcr Pessach&#8220;) <br \/>\nGeschirr und Ger\u00e4te, die, wenn auch winzigste, Spuren von Chamez absorbiert haben. Solch Geschirr und Ger\u00e4te darf an Pessach nur benutzt werden, wenn sie vor Pessach gekaschert wurden <br \/>\n\u00d6fen und Herde, die das ganze Jahr \u00fcber gebraucht werden, d\u00fcrfen an Pessach nur benutzt werden, wenn sie vorher gr\u00fcndlich gereinigt und dann gekaschert wurden <br \/>\nReis, Mais, Erdn\u00fcsse und H\u00fclsenfr\u00fcchte sind nicht Chamez; dennoch haben fromme aschkenasische Juden den Brauch, sie an Pessach wie Chamez zu behandeln, um Verwechslungen mit echtem Chamez zu vermeiden <br \/>\nKein Chamez sind: <\/p>\n<p>Fleisch, Gefl\u00fcgel, Fisch <br \/>\nalle Fr\u00fcchte <br \/>\nalles Gem\u00fcse (Ausnahme: Reis, Mais, Erdn\u00fcsse und H\u00fclsenfr\u00fcchte bei aschkenasischen Juden) <br \/>\nalle Gew\u00fcrze <br \/>\nMilchprodukte <br \/>\naus Chamez hergestellte Produkte, die weder f\u00fcr Menschen noch f\u00fcr Tiere e\u00dfbar sind <br \/>\nAus Chamez darf man w\u00e4hrend Pessach keinen Nutzen ziehen, deshalb darf man in dieser Zeit auch nicht sein Vieh oder seine Haustiere mit Chamez f\u00fcttern. &#8222;Wenn es unm\u00f6glich ist, das Futter der Tiere so zu \u00e4ndern, da\u00df es kein Chamez enth\u00e4lt, sollte man das Tier einem Nichtjuden verkaufen und es dem K\u00e4ufer auch \u00fcbergeben. Man darf aber dem Nichtjuden zu verstehen geben, da\u00df man es nach Jomtow eventuell zur\u00fcckkaufen w\u00fcrde, sogar zu einem h\u00f6heren Preis.&#8220; [Donin]<\/p>\n<p>Exodus 12,19 verbietet Hamez w\u00e4hrend der sieben Pessachtage 15. &#8211; 21. Nissan.<\/p>\n<p>&#8222;Chamez ist alles Ges\u00e4uerte, besonders Brotreste und \u00e4hnliches, und die Furcht davor ist besonders stark: Wenn nur ein Weizenk\u00f6rnchen in einem Brunnen gefunden wurde, darf man das Wasser ganz Pessach nicht benutzen; am Abend vor Erew Pessach, dem Tag vor dem Fest, untersucht der Hausherr selbst, ein Licht in der Hand, noch einmal alle Ecken und Winkel, ob auch alles Ges\u00e4uerte fortgeschafft ist, nachdem er vor der Suche \u00fcber diese Pflicht noch den Segen gesprochen hat.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>Abbildung: Suche nach Ges\u00e4uertem (Chamez) in der Nacht vor Pessach<br \/>\nStich von Picart, 1727<\/p>\n<p>Danach spricht der Hausherr:<\/p>\n<p>Aller Sauerteig und alles Ges\u00e4uerte, das sich in meinem Bereiche befindet, das ich jedoch nicht gesehen und darum nicht fortgeschafft habe, soll niemand geh\u00f6rig, vernichtet und dem Staub der Erde gleich gehalten sein.<\/p>\n<p>\n&#8222;Den gleichen Spruch sagt man andern Morgens, am Erew Pessach etwa um zehn Uhr vormittags, wenn man alles Ges\u00e4uerte, das man bei der Untersuchung gefunden und zusammengescharrt hat, in einem besonders dazu angelegten Feuer verbrennt. &#8230;<\/p>\n<p>Alles Chamez aber, das man ja \u00fcber Pessach nicht im Haus behalten darf, aber auch nicht gut verbrennen mag, Lebensmittel, Geschirr, Gef\u00e4\u00dfe und Ger\u00e4te, tr\u00e4gt man zusammen, packt es in Kisten und Kasten, schlie\u00dft es in einen eigenen Raum im Keller oder auf dem Boden und verkauft, verschenkt oder vermietet den Raum wie den Inhalt einem Nichtjuden.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>&#8222;H\u00e4tte es keine Alternative [zur Vernichtung von Chamez] gegeben, so h\u00e4tten auch solche Verluste keine Schranke f\u00fcr Toratreue bedeutet, um die Gebote zu erf\u00fcllen. Aber es gibt eine legale Alternative: m&#8217;chirat chamez, der Verkauf des Chamez an einen Nichtjuden, mit einer Pro-Forma-Rechnung, die eine genaue Aufstellung des Chamez, seines Werts usw. enthielt, sowie einer Anzahlung daf\u00fcr durch den nichtj\u00fcdischen K\u00e4ufer. Obgleich man den Verk\u00e4ufer beschuldigen kann, da\u00df er nur an einem Verkauf  &#8218;auf dem Papier&#8216; interessiert ist, ist die Legalit\u00e4t eines Verkaufs niemals von den Gef\u00fchlen oder den Absichten des K\u00e4ufers oder des Verk\u00e4ufers abh\u00e4ngig. Und da es eine legale Transaktion ist, gen\u00fcgt sie, um sich des Chamez auf legale Weise zu entledigen.<\/p>\n<p>Der nichtj\u00fcdische K\u00e4ufer wei\u00df gew\u00f6hnlich, da\u00df er dem Verk\u00e4ufer nach Pessach die Ware zu einem etwas h\u00f6heren Preis zur\u00fcckverkaufen kann und dadurch einen kleinen Profit aus dem Handel macht, den der Verk\u00e4ufer ihm gern g\u00f6nnt. Obwohl der Jude dem Nichtjuden versichern darf, da\u00df er das Chamez zur\u00fcckkaufen wird und ihm einen Gewinn an dem Handel anbieten kann, darf der Kaufvertrag unter keinen Umst\u00e4nden die Bedingung enthalten, da\u00df sich der Nichtjude zum R\u00fcckverkauf, oder der Jude sich zum R\u00fcckkauf verpflichtet.&#8220; [Donin]<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>5. Seder<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>&#8222;Zu Haus beginnt das eigenartigste Fest, der st\u00e4rkste Eindruck aller j\u00fcdischen Kinder, schon fast im Anblick des f\u00fcr den Seder bereiteten Tisches. Seder hei\u00dft nur Ordnung, hier ist die Ordnung gemeint, wonach die gro\u00dfe h\u00e4usliche Zeremonie der ersten beiden Festabende sich vollzieht, und so nennt man diese die Sederabende.<\/p>\n<p>So hell wie nur m\u00f6glich ist das Zimmer erleuchtet, und in den gl\u00e4nzenden, spiegelnden Leuchtern brennen die beiden festlichen Lichter. Der Tisch ist strahlend wei\u00df gedeckt, und der Hausherr zieht den wei\u00dfen Kittel an, in den er einst von fremden H\u00e4nden gekleidet werden wird &#8230; , er setzt das wei\u00dfseidene, mit Gold- oder Silberbrokat bestickte K\u00e4ppchen auf und bindet den schmalen, wei\u00dfleinenen G\u00fcrtel um, denn geg\u00fcrtet und wegbereit sollten unsere Vorfahren in \u00c4gypten das Pessachmahl verzehren, ehe sie in die Freiheit gingen. Ehrf\u00fcrchtig und staunend betrachten die Kinder den Tisch. Eine Haggada (&#8218;Die Erz\u00e4hlung&#8216;, das Buch dieser beiden Abende) liegt auf jedem Platz, ein Becher steht dahinter.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>Abb.: Titelblatt und zwei Seiten einer amerikanischen Pessach Haggada von 1987<\/p>\n<p>&#8222;Vier Becher Wein soll am Sederabend jeder trinken, Mann und Frau, alt und jung, arm und reich, unter Aufsicht geernteten, vergorenen, verpackten und als solchen bezeichneten Pessachwein oder auch Rosinenwein, den man allein bereiten kann und der den Kindern schmeckt und nicht schadet. Der Becher soll nicht zu klein sein und jedes von den vier obligatorischen Malen wenigstens halb geleert werden. Man trinkt ihn links angelehnt, besonders der Hausherr h\u00e4lt den Seder links angelehnt, wie ein freier Mann, denn dies war einst das Zeichen freier M\u00e4nner im Morgenland, und am Pessach wurden wir freie M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Wie ein gro\u00dfes Geheimnis steht die Sedersch\u00fcssel vor dem Platz des Hausherrn. Es ist eine gro\u00dfe Platte oder Sch\u00fcssel mit mancherlei Zierat&#8220;. [Hirsch]<\/p>\n<p>Abb.: Sedersch\u00fcssel und Sedersch\u00e4lchen; 18.\/19. Jhdt. Aufschrift: &#8222;Und ihr sollt Fladen essen&#8220; (Exodus 12,17) (Basel, J\u00fcdisches Museum)<\/p>\n<p>&#8222;Auf der Sch\u00fcssel liegen drei besondere Mazzot, dickere als die \u00fcblichen; jede ist von den anderen durch ein Tuch geschieden oder in einem eigenen Deckchenfach, jede ist besonders gekennzeichnet, und jede hat ihren eigenen Namen nach dem kultischen Rang unserer Vorfahren: die oberste Mazza Kohen, Priester, die mittlere Levi, Levite, die unter Jisrael, allgemeiner Israelit. Auf dem Tuch oder der Decke dar\u00fcber liegen in der Anordnung wie sie gebraucht werden, die anderen Symbole der Feier: <\/p>\n<p>Petersilie (Eppich, Sellerie oder Kartoffeln) als Frucht der Erde <br \/>\ndaneben links das kleine Gef\u00e4\u00df mit Salzwasser oder Essig <br \/>\ndas Maror, ein Bitterkraut, Lattich oder Meerrettich als Zeichen der Bitterkeit der Knechtschaft zu \u00c4gypten &#8230; <br \/>\nCharosset, eine Mischung aus Apfel- und Feigenst\u00fcckchen, N\u00fcssen oder Mandeln, mit ein wenig Essig oder Wein zusammengeknetet, etwas Zimt, Kaneel oder Ingwer dar\u00fcber gemahlen, von der Farbe des Lehms, den unsere Ahnen in \u00c4gyptens Fron bearbeiten mu\u00dften &#8230; <br \/>\nein gesottenes Ei, zum Zeichen der immer runden, rollenden Wandelbarkeit und Gebrechlichkeit menschlicher Geschicke &#8230; zum Zeichen auch der j\u00fcdischen Fruchtbarkeit &#8230; und zum Zeichen der Trauer um das zerst\u00f6rte Heiligtum zu Jerusalem &#8230; <br \/>\nder ger\u00f6stete Knochen, woran noch etwas Fleisch sein mu\u00df, zum Zeichen des Pessachlamms, das unsere Ahnen noch schlachten und wegbereit verzehren sollten, als die Stunde des Auszugs aus \u00c4gypten gekommen war. <br \/>\nUnd schlie\u00dflich steht noch ein Becher auf dem Tisch, der dem Propheten Elia bestimmt ist, dessen Gegenwart man am Sederabend noch sehnlicher als sonst erwartet. Oben an der Tafel ist der Sessel des Hausherrn fast morgenl\u00e4ndisch mit Kissen belegt.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>Abbildung: Sedermahl jemenitischer Juden in Jerusalem<\/p>\n<p>Seder &#8212; die Ordnung &#8212; umfa\u00dft nach traditioneller Gliederung 15 Teile, die jeweils mit einem aram\u00e4isch-hebr\u00e4ischen Begriff bezeichnet werden:<\/p>\n<p>1. Kaddesch<br \/>\n &#8222;Der Hausherr erhebt seinen Becher Wein, und mit dem Segen dar\u00fcber beginnt er den Kiddusch, die heiligende Er\u00f6ffnung des Seders &#8230; Nun folgt die Beracha, der Segen, den man \u00fcber alles Neue, zu jeder Einweihung und Er\u00f6ffnung spricht, der Dank &#8218;da\u00df du uns am Leben und bei Wohlsein erhalten und diese Zeit hast erreichen lassen&#8216;. Danach lehnt man sich zur\u00fcck und trinkt den ersten Becher Wein.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>2. Rechaz (uRechaz)<br \/>\n &#8222;Der Hausherr l\u00e4\u00dft sich das Gef\u00e4\u00df zum Waschen reichen, \u00fcbersp\u00fclt und trocknet, doch noch ohne Segen, die H\u00e4nde.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>3. Karpas<br \/>\n Der Hausherr &#8222;nimmt ein wenig Petersilie oder Kartoffel, taucht dies in das Salzwasser oder den Essig und spricht den Dank f\u00fcr die Erschaffung der Erdfr\u00fcchte, i\u00dft davon und teilt auch den andern reihum von der Erdfrucht mit, damit auch sie den Dank sprechen und davon genie\u00dfen.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>4. Jachaz<br \/>\n &#8222;Der Hausherr bricht die H\u00e4lfte von der mittleren Mazza, dem Levi, und bewahrt sie zum Afikoman [Nachspeise] &#8230; Dann legt der Hausherr Ei und Knochen zur Seite, erhebt, und mit ihm heben die Tischgenossen die Sedersch\u00fcssel empor und weisen sie gleichsam aller Welt mit dem Ausruf:<br \/>\n\u00bbDies ist das Brot des Elends, das unsere V\u00e4ter zu Israel a\u00dfen! Wer hungrig ist, komme und esse! Wer&#8217;s entbehrt, komm und halte Pessach mit! Dies Jahr hier &#8212; im kommenden Jahre im Lande Jisrael! Dies Jahr noch in der Fron &#8212; im kommenden Jahre frei!\u00ab&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>\n5. Maggid<br \/>\n &#8222;Die Haggadot, die B\u00fcchlein der Pessacherz\u00e4hlung liegen aufgeschlagen vor jedem Platz, doch die Erz\u00e4hlung wird erst beginnen. Einer von den Tischgenossen, die Flasche oder Kanne in der Hand, geht um die Tafel und f\u00fcllt die Becher wieder. Alle Augen sind auf den J\u00fcngsten des Hauses gerichtet, der den Anla\u00df zur Haggada, zur Erz\u00e4hlung geben wird und nun zu fragen beginnt:<br \/>\n\u00bbMa nischtana halajla haseh &#8212; Was zeichnet diese Nacht vor allen N\u00e4chten aus? <\/p>\n<p>Jede Nacht sonst essen wir doch ges\u00e4uertes und unges\u00e4uertes Brot &#8212; heute nur Mazzot? <br \/>\nSonst essen wir die verschiedensten Kr\u00e4uter &#8212; heute nur Bitterkraut? <br \/>\nSonst brauchen wir nichts einzutunken &#8212; heute zweimal? <br \/>\nSonst sitzen wir beim Essen frei oder angelehnt &#8212; heute nur angelehnt?\u00ab <br \/>\nNach diesem vierfachen Warum des J\u00fcngsten f\u00e4ngt die Antwort an, die Erz\u00e4hlung, und alles ist schon mitten in der besonderen Stimmung des Seder, die [Heinrich] Heine im \u00bbRabbi von Bacharach\u00ab beschrieb &#8230; Im herk\u00f6mmlich singenden Ton beginnt man die Antwort auf die Fragen des J\u00fcngsten, die Haggada, die aus Berichten, Gebeten und Erkl\u00e4rungen, Geschichte und Geschichten, biblischem Beispiel und talmudischer Erl\u00e4uterung in eine gro\u00dfe, einzigartige, festliche Auskunft und Verherrlichung zusammengewachsen ist:&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>\nHaggadah<br \/>\n\u00bbDienstbar waren wir dem Pharao zu \u00c4gypten, aber der Ewige, unser Gott, f\u00fchrte uns heraus mit starker Hand und ausgestrecktem Arm. H\u00e4tte der Heilige, gelobt sei ER, unsere V\u00e4ter nicht aus \u00c4gypten gerettet, sieh, wir und unsere Kinder und die Kinder unserer Kinder w\u00e4ren noch immer in Pharaos Fron zu \u00c4gypten. Und w\u00e4ren wir auch alle weise, alle voller Vernunft, alle voller Erfahrung, alle Kenner der Lehre, so bliebe es dennoch unsere Pflicht, vom Auszug aus \u00c4gypten zu erz\u00e4hlen, und wer viel davon erz\u00e4hlt, der ist zu loben. So waren einmal am Pessachabend Rabbi Akiba Elieser, Rabbi Jehochna, Rabbi Elasar ben Asarja, Rabbi Akiba und Rabbi Tarfon zu Bne Berak beisammen und besprachen sich \u00fcber den Auszug aus \u00c4gypten die ganze Nacht hindurch, bis ihre Sch\u00fcler kamen und ihnen sagten: Unsere Lehrer, es ist ja schon Zeit f\u00fcrs Morgengebet! <br \/>\nIch bin fast siebzig, sagte Rabbi Elasar ben Asarja, und konnte doch auf keine Erkl\u00e4rung kommen, warum man denn auch des Nachts von jenem Auszug zu sprechen verpflichtet ist, bis mir es Ben Soma erkl\u00e4rte: Der Bibelvers hei\u00dft: &#8230;damit du dich deines Auszugs erinnerst alle Tage deines Lebens. Die Tage des Lebens, damit w\u00e4ren nur die Tage gemeint, aber: alle Tage deines Lebens: da rechnen auch die N\u00e4chte mit. \u00dcbrigens erweitern unsere Weisen diese Deutung: die Tage deines Lebens hie\u00dfe: nur auf dieser Welt; alle Tage deine Lebens, das bedeute: auch die messianische Zeit.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>\nEs folgt u.a. die eigentliche Erz\u00e4hlung, basierend auf Deuteronomium 26.<\/p>\n<p>Bei der Aufz\u00e4hlung der zehn Plagen, die Gott \u00fcber \u00c4gypten schickt, sch\u00fcttet man bei jeder Plage einen Tropfen Wein zu Boden. Dann f\u00e4hrt die Haggada fort:<\/p>\n<p>&#8222;Rabbi Jossej aus Galil\u00e4a erkl\u00e4rte, da\u00df diesen zehn Plagen in \u00c4gypten f\u00fcnfzig Plagen am Meere folgten, Rabbi Elieser, da\u00df jede Plage aus vier verschiedenen Plagen zusammengesetzt, Rabbi Akiba, da\u00df jede Plage f\u00fcnff\u00e4ltig war, also da\u00df die \u00c4gypter zuerst f\u00fcnfzigfach und dann zweihundertf\u00fcnfzigfach gestraft wurde.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>Dann singt man:<\/p>\n<p>H\u00e4tte uns Gott nur aus \u00c4gypten gef\u00fchrt, und kein Gericht an jenen ge\u00fcbt &#8212; es w\u00e4re genug f\u00fcr uns.<br \/>\nH\u00e4tte ER sie gerichtet, nicht auch ihre G\u00f6tter &#8212; es w\u00e4re genug f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>H\u00e4tte ER ihre G\u00f6tter gerichtet, nicht auch ihre Erstgeburt &#8212; es w\u00e4re genug f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>H\u00e4tte ER ihre Erstgeburt genommen und und uns nicht ihren Besitz gegeben &#8212; es w\u00e4re genug f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>&#8230; doch ER hat all dies getan und das Meer gespalten, uns trockenen Fu\u00dfes hindurchgef\u00fchrt, unsere Feinde darein versenkt, uns vierzig Jahre durch die W\u00fcste geleitet, uns mit Manna gespeist, uns den Schabbat gegeben, uns zum Sinai gebracht, uns die Thora verliehen, uns ins Heilige Land gef\u00fchrt und uns den Tempel gebaut zur S\u00fchne aller S\u00fcnden.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wer am Pessach nicht diese drei erw\u00e4hnt, pflegte Raban Gamaliel zu sagen, der hat seine Schuldigkeit vers\u00e4umt, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p>das Pessachopfer <br \/>\ndie Mazza <br \/>\nund das Bitterkraut. <br \/>\nDas Pessachlamm &#8212; die Rechte des Hausherrn weist hin auf den Knochen &#8211;, das zur Zeit des Tempels unsere V\u00e4ter a\u00dfen, hei\u00dft \u00dcberschreitungsopfer, denn \u00bbSchlachtmahl des \u00dcbergangs ist es IHM, der die H\u00e4user der S\u00f6hne Jisraels \u00fcberging in \u00c4gypten, als er in \u00c4gypten hinstie\u00df und unsere H\u00e4user ausnahm\u00ab. <br \/>\nDie Mazza hier &#8212; die Rechte des Hausherrn weist hin auf die Mazzot &#8212; bedeutet den Mundvorrat unserer V\u00e4ter, die keine Zeit mehr hatten, ihr Brot zu s\u00e4uern, und so mit Unges\u00e4uertem aus dem Lande gingen. <br \/>\nUnd dies Bitterkraut &#8212; die Hand des Hausherrn weist hin auf das Bitterkraut &#8211;, das wir heute essen, bedeutet das bittere Leben und die harte Arbeit mit Lehm und Ziegeln, wozu unsere V\u00e4ter gezwungen wurden. <br \/>\nIn jedem Geschlecht und Alter ist jeder verpflichtet sich so zu betrachten, wie wenn er selbst aus \u00c4gypten gezogen w\u00e4re.<\/p>\n<p>\n&#8222;Man bedeckt die Mazzot, hebt seinen Becher und spricht laut:&#8220;<\/p>\n<p>Darum sind wir schuldig, zu danken, zu r\u00fchmen, zu verherrlichen, zu preisen, zu erheben, zu loben, zu benedeien, hochzuachten und zu verehren IHN, der unseren Ahnen und uns all diese Wunder tat, der aus der Fron zur Freiheit, aus Elend zur Freude, aus Trauer zum guten Tag, aus Finsternis zum gro\u00dfen Licht, aus aller Knechtseligkeit sie erl\u00f6st hat: so la\u00dft uns IHM singen das Lied: Halleluja <\/p>\n<p>Man stellt die Becher wieder hin, deckt die Mazzot auf und singt die beiden ersten Hallel-Psalmen (Psalm 113 und 114).<\/p>\n<p>&#8222;Man bedeckt von neuem die Mazzot, man nimmt den Becher zur Hand, man spricht den Segen und dankt dem Gott, der unsere V\u00e4ter aus \u00c4gypten erl\u00f6st und uns bis zu dieser Nacht geleitet, Mazza und Maror zu essen.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>So la\u00df uns, Gott, auch fernerhin die Feste in Frieden erreichen, freudvoll durch Wiederaufrichtung deiner Stadt, froh in deinem Dienst &#8230; Dann wollen wir dir ein neues Danklied singen. Gepriesen seist du, Ewiger, Erl\u00f6ser Jisraels. <\/p>\n<p>&#8222;Man spricht den Segen \u00fcber den Wein und lehnt sich zur\u00fcck, um den zweiten Becher zu leeren.&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>6. Rechazah<br \/>\n &#8222;Man w\u00e4scht sich die H\u00e4nde wie gew\u00f6hnlich vor dem Essen und spricht den Segen.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>7. Mozi und 8. Mazza<br \/>\n &#8222;Der Hausherr erhebt die drei Mazzot und macht Ha-mozi, spricht den Segen \u00fcber das aus der Erde hervorgebrachte Brot und einen besonderen Segen \u00fcber die Mazzot. Dann bricht er von der obersten Mazza ein etwa olivengro\u00dfes St\u00fcck, ein gleiches von der schon angebrochenen mittlere, und i\u00dft beide St\u00fccke.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>9. Maror<br \/>\n &#8222;Man spricht den Segen \u00fcber die uns verliehenen Gebote und das Besondere: Bitterkraut zu essen, und i\u00dft vom Maror, dem Bitterkraut, das man zuvor in Charosset, die s\u00fc\u00dfe, den Lehm versinnbildlichende Mischung, getunkt hat.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>10. Korech<br \/>\n &#8222;Man nimmt Meerrettich oder jedenfalls ein anderes Bitterkraut als zuvor, etwa ein Salat, bricht ein St\u00fcck von der untersten Mazza und i\u00dft es zusammen nach den Worten: Also tat zur Zeit des Tempels Hillel: er verband Mazza und Maror und a\u00df es in einem, um den Schriftvers zu erf\u00fcllen: \u00bbMit Unges\u00e4uertem und Bitterkraut sollen sie es essen.\u00ab&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>11. Schulchan orech<br \/>\n &#8222;Dann wird, wie es meist in den Haggadot hei\u00dft, nach Belieben gespeist. Eine gro\u00dfe Abendmahlzeit.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>12. Zafun<br \/>\n &#8222;Nach dem Essen nimmt der Hausherr die halbe Mazza, die er zu Anfang weggelegt hatte, i\u00dft ein St\u00fcck als Afikoman und gibt auch allen anderen davon. Man singt den Psalm: \u00bbWenn Gott uns nach Zion heimf\u00fchrt, werden wir sein wie im Traum &#8230;\u00ab&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>13. Barech<br \/>\n &#8222;Man spricht den Tischdank, nachdem zum drittenmal die Becher gef\u00fcllt worden sind, man spricht nach dem Benschen [Segensspruch] den Weinsegen und trinkt angelehnt den dritten Becher Wein.&#8220; [Hirsch] <\/p>\n<p>&#8222;Man \u00f6ffnet die T\u00fcr ins Freie &#8212; dem Propheten Elia, Gottes ewigem Sendboten, f\u00fcr den ein voller Becher Wein bereit auf dem Tische steht, und den Menschen, denen die folgenden Worte gelten &#8212; und ruft diese Worte aus &#8230;:&#8220; [Hirsch]<\/p>\n<p>Sch\u00fctte deine Glut aus \u00fcber die St\u00e4mme, die dich nicht kennen wollen, \u00fcber die Sippen, die deinen Namen nicht rufen! Denn sie verzehren Jaakob, verzehren ihn, sie verheeren ihn, seine Trift verstarren sie! Sch\u00fctte deine Glut \u00fcber sie aus! Dein brennender Grimm treffe sie! Verfolge mit Wut und vertilge sie, da\u00df sie nicht mehr zu finden sind unter Gottes Himmel! <\/p>\n<p>14. Hallel und 15. Nirza<br \/>\n &#8222;Und &#8230; ist die T\u00fcr ins Freie geschlossen &#8230; zum viertenmal werden alle Becher gef\u00fcllt, und das Hallel, der gro\u00dfe Preisgesang, den man vor der festlichen Mahlzeit begonnen, wird nun in immer steigenden, immer liedhafteren Melodien vollendet:&#8220; [Hirsch]<br \/>\nPsalm 115 <br \/>\nPsalm 116 <br \/>\nPsalm 117 <br \/>\nPsalm 118 <br \/>\nPsalm 136 (gro\u00dfes Hallel): der Hausherr singt die Aufrufe, alle den Refrain: &#8222;denn ewig seine Gnade!&#8220; <br \/>\nNischmat: Die Seele allen Lebens r\u00fchmt seinen Namen &#8230; <\/p>\n<p>\nNun singt man mittelalterliche Lieder.<\/p>\n<p>Dann w\u00fcnschen sich alle:<\/p>\n<p>Leschana haba&#8217;a b&#8217;Jeruschalajim! &#8212; N\u00e4chstes Jahr in Jerusalem! <\/p>\n<p>Man spricht den Weinsegen, trinkt das letztemal den Becher leer und sagt das Dankgebet. Dann singen alle:<\/p>\n<p>Die Pessachordnung ist vollbracht <br \/>\nnach Form und Br\u00e4uchen dieser Nacht,<br \/>\nwie wir&#8217;s in Worten vorgebracht,<br \/>\nso sei&#8217;s uns in der Tat gemacht! <br \/>\nVon oben, Herr, gib einen Blick,<br \/>\nricht auf dein Volk, es ist geb\u00fcckt,<br \/>\nerhalt die Sprossen deines Baums.<br \/>\nF\u00fchr froh nach Zion uns zur\u00fcck! <\/p>\n<p>Es folgen verschiedene Lieder: <\/p>\n<p>&#8222;Adir hu &#8212; M\u00e4chtig ER&#8220;: ein Lied, dessen Anfangsbuchstaben das ganze Alphabet ausmachen <br \/>\n&#8222;Echad mi jodea &#8212; Eins, wer wei\u00df es&#8220;: ein Kinderlied mit Fragen von eins bis dreizehn: Eins, wer wei\u00df es?<br \/>\nEins, ich wei\u00df es!<br \/>\nEins ist unser Gott im Himmel und auf Erden. <br \/>\n&#8230;<\/p>\n<p>Dreizehn, wer wei\u00df es?<br \/>\nDreizehn, ich wei\u00df es!<br \/>\nDreizehn: die Eigenschaften Gottes.<br \/>\nZw\u00f6lf: die St\u00e4mme Jisraels.<br \/>\nElf: die Sterne in Josephs Traum<br \/>\nZehn: Gebote<br \/>\nNeun: Monde der Schwangerschaft<br \/>\nAcht: Tage bis zur Beschneidung<br \/>\nSieben: Wochentage<br \/>\nSechs: Ordnungen der Mischna<br \/>\nF\u00fcnf: B\u00fccher des Moses<br \/>\nVier: die M\u00fctter<br \/>\nDrei: die Erzv\u00e4ter<br \/>\nZwei: Bundestafeln<br \/>\nEins ist unser Gott im Himmel und auf Erden.<\/p>\n<p>\n&#8222;Chad Gaja &#8212; das Lied vom B\u00f6cklein&#8220; &#8212; nach der Art der weitverbreiteten Joggele-Lieder &#8212; \u00fcber die Katze, die den Pessachbraten gefressen hat und damit eine Kettenreaktion an Strafen ausl\u00f6ste: Ein B\u00f6cklein, ein B\u00f6cklein, das gekauft Vaterlein, er gab daf\u00fcr zwei Suslein; ein B\u00f6cklein, ein B\u00f6cklein. <br \/>\nEs kam ein K\u00e4tzlein und a\u00df das B\u00f6cklein, das gekauft Vaterlein &#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Es kam Gott das Herrlein und metzgete das Totenengelein, das gemetzget das Metzgerlein, das gemetzget das Stierlein, das getrunken das Wasserlein, das gel\u00f6scht das Feuerlein, das verbrannt das St\u00f6cklein, das geschlagen das H\u00fcndlein, das gebissen das K\u00e4tzlein, das gegessen das B\u00f6cklein, das gekauft Vaterlein, er gab daf\u00fcr zwei Suslein; ein B\u00f6cklein, ein B\u00f6cklein<\/p>\n<p>\nBevor man schlafen geht, spricht man nicht das volle Abendgebet, sondern nur das Kernst\u00fcck mit dem &#8222;Schema &#8212; H\u00f6re Jisrael&#8220;. Besonders Fromme lesen in dieser Nacht noch das ganze Hohelied.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr die Festtage gilt nat\u00fcrlich auch ein Arbeitsverbot wie f\u00fcr den Schabbat, jedoch ist es in mancher Hinsicht lockerer. So pflegt man auch am Jom tow kein neues Feuer anzuz\u00fcnden, aber ein schon brennendes zu benutzen.&#8220; W\u00e4hrend am Schabbat Rauchen verboten ist, darf man am Festtag rauchen, &#8222;nur allerdings pflegt man nicht ein Streichholz oder Feuerzeug zu benutzen, sondern die Zigarette an einem anderen, schon brennenden Feuer anzuz\u00fcnden. Und jede Arbeit f\u00fcr den Tagesbedarf, wie Kochen und Backen, ist erlaubt.<\/p>\n<p>Die zwischen den ersten und letzten beiden Hauptfeiertagen liegenden vier Tage &#8212; Chol hamoed &#8212; sind Halbfeiertage, an denen man nicht arbeiten soll, jedoch ist leichtere und jede n\u00f6tige Arbeit gestattet.&#8220; [Hirsch] So darf man an Halbfeiertagen z.B., im Gegensatz zum Schabbat, schreiben, kochen, heizen, einkaufen und dergleichen.<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>6. Omerz\u00e4hlen<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Dann z\u00e4hlt vom Tag nach dem Sabbat [dem ersten Tag des Pessach] &#8230; sieben volle Wochen bis zum Tage nach dem siebenten Sabbat, z\u00e4hlt also 50 Tage &#8230; <br \/>\nLeviticus 23, 18<\/p>\n<p>\nBeginnend am zweiten Pessachabend und danach jeden Abend ist es religi\u00f6se Pflicht, volle sieben Wochen (49 Tage lang) die Tage zu z\u00e4hlen. Der 50. Tag ist Schawuot (diesem Datum entspricht das christliche Pfingsten).<\/p>\n<p>Das Z\u00e4hlen geschieht so: Jeden Abend spricht man folgenden Segensspruch:<\/p>\n<p>Gelobt seist Du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, das Omer zu z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Dann sagt man, welcher Tag des Z\u00e4hlens dieser Tag ist, und wieviel Tage und Wochen das sind, z.B.: <\/p>\n<p>&#8222;Heute sind 5 Tage im Omer&#8220; <br \/>\n&#8222;Heute sind 14 Tage, das sind zwei Wochen im Omer&#8220; <br \/>\n&#8222;Heute sind 30 Tage, das sind vier Wochen und zwei Tage im Omer&#8220; <br \/>\n&#8222;Schon die aus der Kabbala tief ins Volk eingedrungene, bedeutende Auffassung der Sefira, der Omer-Z\u00e4hlung, deren H\u00f6hepunkt und Abschlu\u00df das Schawuotfest bildet, geht weit \u00fcber alles im Gottesdienst offiziell ge\u00fcbte hinaus. Die Kabbala kennt zehn Sefirot, Stufen zur sch\u00f6pferischen G\u00f6ttlichkeit, wovon nur sieben Sefirot diesseitig auf dieser Welt m\u00f6glich sind, und ihnen entsprechend hat jede einzelne Stufen wieder sieben Unterstufen. Die siebenmal sieben Sefirot entsprechen der siebenmal siebent\u00e4gigen Sefira, und mit jedem Sefiratag kommt man dem Offenbarungsfest um eine Unterstufe n\u00e4her, das Schawuot aber ist die h\u00f6chste Stufe.&#8220;  [Hirsch]<\/p>\n<p>In den ersten 33 Tagen des Omerz\u00e4hlens (Sefira) sollen im 2. Jahrhundert n. Chr. viele Tausend von Rabbi Akibas Sch\u00fclern an einer Plage gestorben sein, deshalb werden diese 33 Tage als teilweise Trauer begangen: <\/p>\n<p>es finden keine Hochzeiten statt <br \/>\nman l\u00e4\u00dft sich nicht die Haare schneiden <br \/>\nTanz und Feiern mit Musik sind verboten <br \/>\n&#8222;Da es unter den Weisen Meinungsverschiedenheiten gibt, warum gerade 33 von den 49 Tagen als teilweise Trauerzeit zu beobachten sind, haben verschiedene Gemeinden verschiedene Br\u00e4uche in dieser Beziehung entwickelt. Aber in jeder Stadt sollte ein einheitlicher Brauch gehalten werden, der sich auf die Entscheidung der dortigen religi\u00f6sen F\u00fchrung gr\u00fcndet.&#8220; [Donin]<\/p>\n<p>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Zum n\u00e4chsten Abschnitt: 10. Schawuot<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle:<\/p>\n<p>schule.judentum.de \/ hagalil.com <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-85756","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femkultur","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>PESSACHFEST 4\/09 - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2009\/04\/17\/pessachfest-4-09\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"PESSACHFEST 4\/09 - 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