{"id":85487,"date":"2008-10-08T01:11:26","date_gmt":"2008-10-08T01:11:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=85487"},"modified":"2008-10-08T01:11:26","modified_gmt":"2008-10-08T01:11:26","slug":"raf-film-pontos-witwe-gibt-bundesverdienstkreuz-zurueck-10-08","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/10\/08\/raf-film-pontos-witwe-gibt-bundesverdienstkreuz-zurueck-10-08\/","title":{"rendered":"RAF-Film: Pontos Witwe  gibt Bundesverdienstkreuz zur\u00fcck\/10\/08"},"content":{"rendered":"<p>PRESSE-SHOW: welt-online. Das Gespr\u00e4ch mit Der Tochter Pontos f\u00fchrte Bettina R\u00f6hl, die Tochter von Ulrike Meinhof. Hervorragend! mehr:<br \/>   Der RAF-Film verletzt die Menschenw\u00fcrde<\/p>\n<p>von Bettina R\u00f6hl, Journalistin und Publizistin<\/p>\n<p>07.10.2008 &#8211; 13.18 Uhr <\/p>\n<p>Seit fast vier Wochen wird der neue RAF-Film in den Medien beworben. Seit 14 Tagen l\u00e4uft er in den Kinos. Nun hat sich Frau Corinna Ponto, die Tochter des 1977 ermordeten Dresdner Bankchefs J\u00fcrgen Ponto, den Film angesehen und ist entsetzt. Ihrer Mutter, Ignes Ponto, reichten bereits die Werbetrailer, die die Erschie\u00dfung ihres Mannes immer wieder auf allen Kan\u00e4len im Fernsehen zeigten, um zu einem Entschluss zu kommen. Gestern hat Ignes Ponto das ihr einst f\u00fcr Jugendarbeit verliehene Bundesverdienstkreuz demonstrativ an diesen Staat, an den Bundespr\u00e4sidenten, zur\u00fcck gegeben. Corinna Ponto erkl\u00e4rt exklusiv in diesem Interview, warum sie und ihre Familie sich jetzt \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern und warum sie sich als Familie im Kern ihrer Menschenw\u00fcrde getroffen f\u00fchlen. Das Interview f\u00fchrte Bettina R\u00f6hl. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Sehr geehrte Frau Ponto, lassen Sie mich ganz schn\u00f6rkellos fragen: Wie oft haben Sie Ihren Vater, J\u00fcrgen Ponto, im Film \u201eDer Baader-Meinhof-Komplex\u201c in den letzten Wochen im deutschen Fernsehen sterben sehen, bzw. gesehen, wie er erschossen wird?<\/p>\n<p>Corinna Ponto:  Meine erste Begegnung mit dieser Szene war, als ich am 15. September sp\u00e4tabends die Sendung \u201eBei Beckmann\u201c sah, in der die US-Schauspielerin Shirley McLaine kurz nach der gezeigten Szene der Ermordung meines Vaters Zweifel \u00e4u\u00dferte, ob die gezeigten RAF-Opfer \u201ewirklich nur Opfer waren\u201c. Beckmann fiel ihr, lapidar \u00fcberleitend, ins Wort: \u201e Ja, sie sind Opfer, also, es sind viele Opfer dabei gewesen, die wirklich daf\u00fcr nichts konnten, wenn ich an die Entf\u00fchrung der Landshut denke &#8230; und dann f\u00fchrte er aus, dass die Schauspielerin Nadja Uhl in zwei unterschiedlichen Filmen einmal eine RAF-T\u00e4terin und eine \u00dcberlebende der Landshut-Entf\u00fchrung spielt.  Genauso wie im Film, in dem mein Vater nur zu dem Zweck ermordet wird, damit die T\u00e4ter durch ihre Tat pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnen, wurde in dieser Talkshow verfahren. Die Filmszene wurde in voller L\u00e4nge nur deshalb gezeigt, um eine Schauspielerin zu fragen, wie sie sich f\u00fchlt die M\u00f6rderin zu spielen. Und keiner fragte, wie sich die Familie f\u00fchlt, die die Ermordung ihres Mannes und Vaters auf diese Weise das erste Mal im Fernsehen zu sehen bekommt, mit dem Wissen, dass Millionen andere Menschen diese Szene gleichzeitig sehen. Das war wirklich entsetzlich.<\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Sie sind also, wenn ich es so hart ausdr\u00fccken darf wie es ist, \u00fcber das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen \u201einformiert\u201c worden, wie die Ermordung Ihres Vaters, J\u00fcrgen Ponto, filmisch umgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Dieses erste Mal konnte ich bei der Szene selbst noch rechtzeitig den Blick abwenden, h\u00f6rte aber noch die ganze grausame Tonspur. Tags darauf musste ich zus\u00e4tzlich f\u00fcr mich eine neue Begegnung mit deutscher Fernsehwirklichkeit machen. Um 20.11 Uhr sendete der Kooperationspartner des Films, die ARD, in der Tagesschau dieselbe Szene, quasi als Nachricht verpackt. Tats\u00e4chlich war es eine  Marketingma\u00dfnahme  \u2013 eine Symbiose zwischen Nachrichtsendung und Spielfilmwerbung, die ich bis dahin nicht kannte. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: In der ARD wurde k\u00fcrzlich sogar ein Film \u00fcber den Film ausgestrahlt, in dem sich Edel, Eichinger, Aust und die Schauspieler nach allen Regeln der Kunst spreizen. Die Ermordung von J\u00fcrgen Ponto durch die RAF ist jedenfalls in den vergangenen Wochen unendlich h\u00e4ufig sogar auch als Werbung \u00fcber die Bildschirme geflimmert und im Internet sogar als Anklick-Trailer \u00fcber hunderte von Medien verbreitet worden.<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Richtig hingesehen habe ich erst vor zehn Tagen. Da wir nicht zu dem auserw\u00e4hlten vorinformierten Kreis geh\u00f6rten, der den Film vor dem Kinostart sehen durften, habe ich mir nach dem offiziellen Start eine Kinokarte gekauft. Deswegen kann ich mich auch jetzt erst zu dem Film \u00e4u\u00dfern. Ich war, ehrlich gesagt, noch entsetzter von dem Film, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte bef\u00fcrchtet, die Gewaltszenen w\u00fcrden mich martern, aber es war etwas Anderes, zus\u00e4tzlich best\u00fcrzend: Die geschickt versteckte, doch latent vorhandene Grundpsychologie: Hier die Charakter- und Rollen-Studien der Terroristen und dort die klischee-, karikaturnahen Opfer-Darstellungen. Das war der wirkliche Schock. Und eine Furcht kommt dazu: Genau dieses Muster pubertierenden Schulkindern als Geschichtsdarbietung zu pr\u00e4sentieren, wie es die Filmfirma vorhat und auf ihrer Website anbietet. Ich habe zwei Kinder, die zur Schule gehen. Und ich m\u00f6chte nicht, dass meine Kinder sich \u00fcber die Ermordung ihres Gro\u00dfvaters auf der Basis eines solchen verf\u00e4lschenden Filmes, der auch noch angereichert ist mit \u00fcberfordernden Gewaltexzessen, mit ihren Schulkameraden auseinander setzen m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl:  Wie hat Ihre Mutter die letzten Wochen der permanenten Medienpr\u00e4senz des RAF-Films, seiner Macher und der Schauspieler erlebt?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Meine Mutter Ignes Ponto, sie ist 79 Jahre alt, erlebte sprachlos die mehrfach verantwortungslos verf\u00e4lschte, \u00f6ffentlich dargebotene filmische Hinrichtung ihres Mannes in vielen verschiedenen Programmen der \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Ihr und uns, einschlie\u00dflich der noch sehr jungen Familienmitglieder, wurde zugemutet, als unvorbereitete Zuschauer die Szene dieses filmisch inszenierten Attentats ertragen zu m\u00fcssen &#8211; als Vermarktungs-Thriller, unkommentiert, sogar hin und wieder angeregt angek\u00fcndigt unter dem Motto \u201eLet\u00b4s go Oscar!\u201c. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Die Filmemacher r\u00fchmen auf vielen Kan\u00e4len gleichzeitig ihre besondere Detailtreue und die von ihnen gelieferte Authentizit\u00e4t.<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Da m\u00fcssen wir vehement widersprechen. An der Darstellung unserer Geschichte ist so gut wie alles falsch! W\u00e4hrend man sich anderswo bis zu korrekten Fahrzeug-Kennzeichen zu den historischen Details bekennt, verf\u00e4hrt man in dieser Szene frei nach Phantasie, was Haus, Interieur und Geschehen angeht. Von dem RAF-Attentat auf meinen Vater gab es bisher keine Bilder. Das war f\u00fcr uns immer ein gewisser Trost und auch ein Schutz. Diese falsche \u00dcberschreitung der Film-Version ins Private empfinde ich als besondere Perfidie. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Daf\u00fcr sind die Filmemacher verantwortlich, aber sicher ist daf\u00fcr auch die notorische \u00f6ffentliche Fehlverarbeitung der RAF mit urs\u00e4chlich &#8230;<\/p>\n<p>Corinna Ponto: &#8230; und f\u00fcr diese \u00dcberschreitungen sind nat\u00fcrlich auch Politiker in den Medienr\u00e4ten der Fernsehanstalten zust\u00e4ndig. Nach jahrelangen Erfahrungen mit der Aufarbeitung der RAF-Thematik, die inzwischen f\u00fcr mich mindestens so interessant ist wie das Thema selbst, wurde ein neuer Umgang mit den Opfern \u201egefunden\u201c: Vom ewigen Verdr\u00e4ngungsobjekt zum Nutzungsobjekt, ehrlich gesagt, eine noch schlimmere Variante.<\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Ihre Mutter hat jetzt einen gro\u00dfen Schritt getan. Sie hat das ihr 1988 verliehene Bundesverdienstkreuz zur\u00fcckgegeben. Eine so hohe Auszeichnung gibt man nur zur\u00fcck, wenn man einen wichtigen Grund daf\u00fcr hat.<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Das ist richtig. Unterschiedliche Gef\u00fchle und auch Erkenntnisse der letzten Wochen haben dazu gef\u00fchrt. Der Hauptgrund ist, dass meine Mutter seit dem Tod ihres Mannes zwar gewohnt ist, mit Verletzungen durch die \u00d6ffentlichkeit und deren Umgang mit der RAF umzugehen, dass jetzt aber eine neue Stufe der \u00f6ffentlichen Dem\u00fctigungen hinzugekommen ist. Hier werden die Menschenw\u00fcrde meiner Mutter und der ganzen Familie in ihrem Kern getroffen sowie Piet\u00e4t und Andenken eines Toten in geschmacklosester Weise verletzt. Dar\u00fcber ist sie so emp\u00f6rt, dass sie nur mit dieser Geste ihren Protest zeigen kann.<\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten vermag dieser Staat nicht, den Opfern des nationalen Terrorismus (RAF), wie ich das Ph\u00e4nomen nenne, eine Gedenktafel zu widmen. Statt Aufkl\u00e4rung in wirklich bem\u00fchter Weise zu betreiben, wozu zum Beispiel eine genaue historische Erforschung des von der DDR unterst\u00fctzten Terrorismus und die \u00d6ffnung von Akten geh\u00f6rt, teilfinanziert dieser Staat mittels der von ihm gebildeten Institutionen, zum Beispiel der \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten und durch den von Staatsminister Neumann gegr\u00fcndeten \u201eFilm F\u00f6rder Fonds\u201c, diesen trickreich unhistorischen und gef\u00e4hrlich auch zur Gewalt verf\u00fchrenden Film und f\u00f6rdert ihn damit auch ideell. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Was war Grund und Anlass f\u00fcr die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Ihre Mutter?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Meine Mutter hat 1988 das Bundesverdienstkreuz u. a. f\u00fcr die Gr\u00fcndung und Begleitung der \u201eBundesbegegnung Schulen musizieren\u201c im Zusammenwirken mit dem Schulmusik-Lehrerverband erhalten. Da sie massive Einw\u00e4nde hat, diesen Film gerade Schulen f\u00fcr den Unterricht zur Verf\u00fcgung zu stellen, ist ihr dieser Akt der R\u00fcckgabe ihres Bundesverdienstkreuzes sehr wichtig. Unverantwortlich ist es eben, dass der Film als \u201ebesonders wertvoll\u201c eingeordnet und \u201eab 12 Jahren freigegeben\u201c wurde, indessen Constantin die Verwendung f\u00fcr Sch\u00fcler ab 15 Jahren empfiehlt. Mit diesem Signal kann meine Mutter auch nicht warten bis die ersten Filmpreise verliehen und durch Innenminister oder Ministerpr\u00e4sidenten \u00fcberreicht werden. Ich unterst\u00fctze diesen Entschluss meiner Mutter, und er ber\u00fchrt mich sehr, denn es stehen sich zwei Positionen gegen\u00fcber: mehrere Herren und Damen, die in einem Kapitalismus-Tanz pur um Ehrungen und Geldpreise f\u00fcr diesen Film ringen und auf der anderen Seite eine einzelne Pers\u00f6nlichkeit, die ihre f\u00fcr jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit erhaltene hohe Auszeichnung zur\u00fcckgibt. Sie hat auch nur diese eine moralische M\u00f6glichkeit, Haltung zu zeigen, denn es gab nie eine Lobby, Anw\u00e4lte oder Historiker an unserer Seite.<\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: &#8230; und die Massenbewegung, die die RAF getragen hat, hat deren Opfer immer als eine Nebens\u00e4chlichkeit verachtet und ihrer schizophrener Weise gleichzeitig mit \u201eklammheimlicher Freude\u201c gedacht. Ich denke an die damalige \u00c4u\u00dferung von Joschka Fischer \u00fcber die Ermordung von Siegfried Buback, J\u00fcrgen Ponto und Hanns Martin Schleyer, dass ihm bei diesen \u201edrei Herren\u201c keine \u201erechte Trauer\u201c kommen k\u00f6nne &#8230; und nun kommt der Film und ihm kommt auch keine rechte Trauer. Und so sind wohl auch die Bilder, die Ihre Familie betreffen, von drei Alt-68ern, die nicht \u00fcber den Tellerrand ihrer eigenen Biographien hinweg schauen k\u00f6nnen, inszeniert worden.<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Der Film besch\u00f6nigt nichts\u201c \u2013 so hie\u00df es allenthalben. Das sehen wir speziell f\u00fcr \u201eunsere Szene\u201c kontr\u00e4r anders. An unserer Szene ist, wie ich bereits sagte, fast alles falsch! Exaktheit und Phantasie werden in diesem Film unklar verteilt: Geschichtlich sehen wir ein Berlin ohne Mauer und ein Deutschland ohne DDR. Wenn es aber um die dargestellte Umgebung der Terroristen geht, wurde genau recherchiert; so wurden die Klo-Sch\u00fcsseln im Stammheimer Gef\u00e4ngnis originalgetreu rekonstruiert oder wieder verwendet. Stammheimer Prozess-Tonb\u00e4nder wurden von den Schauspielern 200 Mal als historisches Material angeh\u00f6rt, um m\u00f6glichst den authentischen Ton zu treffen. Bei den Umst\u00e4nden des 30. Juli 1977 hingegen beruft man sich auf die spielfilmbezogene \u201ek\u00fcnstlerische Freiheit\u201c, vermutlich auch als juristische Absicherung. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Worin bestehen die historischen, tats\u00e4chlichen Fehler genau?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Die vier verantwortungslosesten Fehler sind: Erstens: Meine Mutter sa\u00df nicht, wie im Film dargestellt, ladylike und unbeteiligt w\u00e4hrend des Attentates auf der Terrasse, sondern sie sa\u00df im ziemlich abgedunkelten Raum erstarrt am Telefon, sieben Meter von ihrem Mann entfernt, als er erschossen wurde. Sie wurde also zu einer direkten Zeugin der Mordtat. W\u00e4re diese korrekte Darstellung eine allzu parteiergreifende  Emotionalisierung gewesen? Stellen Sie sich bitte einen Film \u00fcber das Attentat auf Kennedy vor, und Jackie Kennedy s\u00e4\u00dfe in einem folgenden Begleitfahrzeug. Ginge dies auch als k\u00fcnstlerische Freiheit durch?<\/p>\n<p>Der zweite schwerwiegende Fehler ist die verniedlichende, fast verspielte Darstellung der Susanne Albrecht  \u2013 eine komplette Fehlbesetzung. Die damals 27 Jahre alte, gro\u00df gewachsene Susanne Albrecht hatte zu der Zeit einen athletisch gut trainierten, braun gebrannten K\u00f6rper, wahrscheinlich von Ausbildungscamps gekr\u00e4ftigt; die Backen und Augenlider waren drogen-geschwollen; sie hatte an dem Tag eine fast per\u00fcckenartige Lockenfrisur. Sie sprach und bewegte sich sehr schnell. Und essentiell wichtig, um ihre Tat korrekt einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen: es fehlen im Film ihre beiden vorbereitenden Spionagebesuche inklusive \u00dcbernachtung in den zwei Monaten zuvor, bei denen ich sie selbst erlebt habe. \u00dcbrigens fehlt im Film auch der nach der Ermordung meines Vaters am 30. 7. 1977 erfolgte, bis heute unaufgekl\u00e4rte Sprengstoffanschlag am 5. August im bewachten Garten. <\/p>\n<p>Dritter Fehler: Brigitte Mohnhaupt trug, passend zum Kost\u00fcm, ein gelbes Rundum-Kopftuch, aus dem keine einzige Haarspitze hervorkam. Auch hier ein Beispiel f\u00fcr gravierende Besch\u00f6nigung. Denn nur mit Haarband und voller Haarpracht konnte man nat\u00fcrlich die Figur der Terror-Barbie Mohnhaupt im Film so sexy entwickeln. Das Kopftuch war aber der Grund, weshalb meine Mutter und auch zweite Zeuge, Herr M., die T\u00e4terin Mohnhaupt zun\u00e4chst nicht identifizieren konnten. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Was war der vierte Fehler?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Der wohl unverzeihlichste Fehler ist die Darstellung des Todes meines Vaters selbst. Es war ein lautloser, fast ger\u00e4uschloser, unheimlich stiller Tod, denn die Pistolen hatten Schalld\u00e4mpfer, und es ging alles sehr schnell. Das l\u00e4rmende Knallen der Pistolen, das ausgekostete R\u00f6cheln und der brutalisierte Todeskampf sind von der Regie erfunden worden.  <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Der Film zeigt  kurz einen mit Ach und Krach halbwegs nett dargestellten J\u00fcrgen Ponto, der aber keine Rolle hat und nur auftritt, um ermordet zu werden &#8230;<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Ja, und Tr\u00e4nen und Schmerz gibt es nat\u00fcrlich nur bei Susanne Albrecht, auf deren Person dann der Film das Mitgef\u00fchl des Zuschauers lenkt &#8230;<\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Eine der dramatischsten Szenen des ganzen Films. Der Zuschauer erlebt in der Tat, wie sich Albrecht (gespielt von der Schauspielerin Hannah Herzsprung) vor Schuldgef\u00fchlen windet, heult und schreit. Die Filmemacher zocken das Mitleid des Zuschauers zu Gunsten der Terroristin &#8230;<\/p>\n<p>Corinna Ponto: &#8230; wie auch in verschiedenen anderen Szenen ausnahmslos Verzweiflung, Trauer und Schmerz bei den T\u00e4tern gezeigt werden. Bei den Opfern werden sie stets weggelassen, weg geschnitten. Es gilt: Alles f\u00fcr die Cuts.<\/p>\n<p>Makaber ist im Film auch der erschrockene Sekundenblick der Darstellerin meiner Mutter nach dem Attentat, der her\u00fcberkommt nach dem Motto: \u201eOh, die Kaffeekanne ist umgefallen!\u201c Ich k\u00f6nnte mit dieser Aufz\u00e4hlung noch essayhaft lange weiter sprechen &#8211; wir brechen hier jetzt einmal ab. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Uli Edel sagte neulich im Fernsehen, dass er versucht hat, alles nach der Zeugin Frau Ponto, Ihrer Mutter, allerdings nach Aktenlage, zu rekonstruieren, dass er aber, was die T\u00e4terseite anbelangt, sich nicht auf die Akten beschr\u00e4nkt hat, sondern Gespr\u00e4che mit den Ex-Terroristen gef\u00fchrt hat.  Haben sich die Filmmacher nie mit Ihnen in Verbindung gesetzt? <\/p>\n<p>Corinna Ponto: Nein, es gab nur einen unbeholfenen, unprofessionellen Versuch, der sofort im Sande verlief; vermutlich aus dem Grund, wie Herr Aust w\u00f6rtlich sagte, die Darstellung dieser Szenen \u201em\u00fcssten wir uns schon selber zutrauen\u201c. Und, wie Regisseur Edel bemerkte: \u201eDie Opfer seien nicht so interessant, weil sie ja nur aus ihren normalen Leben gefallen sind\u201c. Ich unterstelle jedenfalls den Profis Aust, Edel und Eichinger, dass sie dies alles genau so gewollt haben. So wie ich Chronist Aust unterstelle, dass er bei all den Badeszenen eine sehr wichtige wegl\u00e4sst: N\u00e4mlich das erfrischende Baden und Gitarrenspiel von Teilen der RAF in der ersten August-H\u00e4lfte 1977 auf einer kleinen griechischen Insel n\u00f6rdlich von Kalymnos zur Erholung vom Morden am 30. Juli und zur Vorbereitung der Entf\u00fchrung Hanns-Martin Schleyers. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Wenn jemand leicht fahrl\u00e4ssig einen Verkehrsunfall verursacht und dabei der Ern\u00e4hrer einer Familie zu Tode kommt, kann es zu Schadenersatzverpflichtungen zu Gunsten Familie kommen. Haben die Terroristen Ihrer Familie je einen finanziellen Schadenersatz gezahlt?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Diese Frage wurde \u00fcberhaupt noch nie aufgeworfen.<\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Was w\u00fcrden Sie sich w\u00fcnschen, was ist Ihr Anliegen?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Zun\u00e4chst einmal ist es unsere Verpflichtung, uns zu \u00e4u\u00dfern, denn sonst w\u00fcrde das gro\u00dfe Missverst\u00e4ndnis entstehen: Wer schweigt, stimmt zu. Ich m\u00f6chte, dass dieser Film mit anderem, gesch\u00e4rftem Blick gesehen wird. Er ist kein Beitrag zur Aufkl\u00e4rung und Aufarbeitung des RAF-Terrorismus, sondern ein Spiel- und Unterhaltungsfilm, auf Kosten der historischen Fakten. Zudem kann man nicht den nationalen Terrorismus der RAF auf Baader, Meinhof &#038; Co verengen und die Geschichte auf zehn Jahre ab 1967 reduzieren; das ist eine Respektlosigkeit den vielen anderen Opfern gegen\u00fcber und ja auch ein bekannter Mangel der Vorlage, Stefan Austs Buch. <\/p>\n<p>Filmhistoriker, Soziologen, Psychologen sollten diesen Film, auch unter den oben genannten Aspekten, genau analysieren. Dazu geh\u00f6ren auch die \u00e4sthetische Analyse und die Untersuchung der hier besonders aufschlussreich tendenziell, sprich zu Gunsten der T\u00e4ter, verwendeten Musik. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Warum greifen Sie die Filmszene, die Ihre Familie betrifft nicht gerichtlich an?<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Als Privatperson ist es einem nicht zuzumuten gegen einen solchen Film, der von den gr\u00f6\u00dften Medienanstalten Deutschlands und nat\u00fcrlich auch von vielen Zeitungen und Zeitschriften mit redaktioneller Werbung so einzigartig beworben wird, wie es f\u00fcr diesen Film geschieht, gerichtlich vorzugehen. Um hier das eigene Pers\u00f6nlichkeitsrecht durchzusetzen, m\u00fcsste man vor Gerichte ziehen, die im Zweifel vom selben Zeitgeist gefangen sind. <\/p>\n<p>Bettina R\u00f6hl: Nach dem der Film vom  Steuer- und Rundfunkgeb\u00fchren-Zahler im Wesentlichen bezahlt wurde, sehen Sie die Intendanten und die Politiker in der Pflicht jetzt zu handeln? Ich meine, es ist ja nie zu sp\u00e4t etwas richtig zu stellen.<\/p>\n<p>Corinna Ponto: Im Grunde genommen haben Sie recht, aber so stark f\u00fchlen wir uns nicht. Gleichwohl wollten wir jetzt etwas tun, und meine Mutter hat jetzt ein Signal gesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSE-SHOW: welt-online. Das Gespr\u00e4ch mit Der Tochter Pontos f\u00fchrte Bettina R\u00f6hl, die Tochter von Ulrike Meinhof. 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