{"id":85443,"date":"2008-09-14T20:12:07","date_gmt":"2008-09-14T20:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=85443"},"modified":"2008-09-14T20:12:07","modified_gmt":"2008-09-14T20:12:07","slug":"unterlassene-hilfeleistung-aus-landleute-lahn-dill-revue-1998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/09\/14\/unterlassene-hilfeleistung-aus-landleute-lahn-dill-revue-1998\/","title":{"rendered":"\u00daNTERLASSENE HILFELEISTUNG &#8211; Aus &#8222;Land&#038;Leute-Lahn-Dill-Revue \/1998"},"content":{"rendered":"<p>ja, damals war FEMINISSIMA noch nicht online&#8230;1998..und hie\u00df auch anders: LAND &#038; LEUTE &#8211; Lahn-Dill-Revue..<br \/>Aus FEMINISSIMA fr\u00fchrer PRINT-Zeitschrift, <br \/>der bundesweit ersten und bislang wohl einzigen Hochglanz-RegionalZeitschrift:<br \/>LAND &#038; LEUTE &#8211; Lahn-Dill-Revue &#8211; <\/p>\n<p>regional-\u00fcberregional-international.<\/p>\n<p>Der Text von HEFT  2 \/Fr\u00fchjahr 1998<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>10 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>Leiden wir nicht immer ein wenig mit?<\/p>\n<p>Wenn wir die Todesanzeigen in der Tageszeitung<\/p>\n<p>lesen?<\/p>\n<p>Auch wenn es Fremde sind?<\/p>\n<p>Der namenlose Schmerz. Das Pl\u00f6tzliche.<\/p>\n<p>Das Unerwartete. Der oder die nach kurzer<\/p>\n<p>oder langer schwerer Krankheit<\/p>\n<p>Dahingeschiedene. Die j\u00e4he Leere, Verzweiflung.<\/p>\n<p>Die Sinnlosigkeit des eigenen<\/p>\n<p>Seins. Ein Mensch, ein vertrauter, ein geliebter,<\/p>\n<p>der von einer Sekunde auf die andere<\/p>\n<p>nicht mehr lacht, liebt, redet, nie<\/p>\n<p>mehr anwesend: der fern ist, f\u00fcr immer.<\/p>\n<p>Da ist noch sein Duft in seinem Zimmer.<\/p>\n<p>Was sagte er zuletzt?<\/p>\n<p>Wenn ein Mensch stirbt, gleich wie alt,<\/p>\n<p>welcher Herkunft, ist es als breite sich<\/p>\n<p>Dunkelheit \u00fcber das Leben der Verbliebenen<\/p>\n<p>aus. Ein Drama.<\/p>\n<p>Trauer, die sich in den wahnwitzigsten<\/p>\n<p>Reaktionen \u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Der Tod, er tritt auf, so vief\u00e4ltig wie das Leben.<\/p>\n<p>Am verzeihlichsten scheint sein Kommen,<\/p>\n<p>wenn er Hochbetagte trifft.<\/p>\n<p>Dann liest man vom \u201eHeimgehen\u201c vom<\/p>\n<p>\u201efriedlichen Ruhen\u201c, nach einem<\/p>\n<p>\u201eerf\u00fcllten Leben\u201c. Man nimmt teil an der<\/p>\n<p>Dankbarkeit der Hinterbliebenen, f\u00fcr das<\/p>\n<p>lange Leben des oder der Verstorbenen;<\/p>\n<p>seiner oder ihrer Aufopferung f\u00fcr die Familie.<\/p>\n<p>Und trotzdem: es tut weh, sich mit<\/p>\n<p>dem endg\u00fcltigen Abschied abzufinden.<\/p>\n<p>Der Tod, er hat seine Rituale. Man tr\u00e4gt<\/p>\n<p>Schwarz. Als sichtbares Zeichen des<\/p>\n<p>Verlusts, den man erlitten hat. Die Umgebung<\/p>\n<p>ist milde, verst\u00e4ndnisvoller als gew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Die Beerdigung. Die Trauerfeier.<\/p>\n<p>Der oder die Tote wird noch einmal<\/p>\n<p>geehrt. Ein vielf\u00e4ltiger letzter Gru\u00df<\/p>\n<p>wird ihm oder ihr zuteil. Der Tod, er f\u00fchrt<\/p>\n<p>zuweilen auch wieder zusammen, was<\/p>\n<p>vorher vielleicht zerstritten war. Der Tod,<\/p>\n<p>ja, er hat seine eigenen Gesetze. Die<\/p>\n<p>des Schmerzes. Und die der Tradition.<\/p>\n<p>Dies alles, das Verst\u00e4ndnisvolle, das<\/p>\n<p>Behutsame, das Psychoanalytische,<\/p>\n<p>die W\u00fcrde, die Stille, die Vornehmheit,<\/p>\n<p>die Ehrerbietung: damit ist es schlagartig<\/p>\n<p>vorbei, wenn ein Mensch das Pech<\/p>\n<p>hat, in einen Tod, seinen eigenen, verwickelt<\/p>\n<p>zu werden, der sich au\u00dferhalb<\/p>\n<p>der etablierten Norm ereignet, vollzieht.<\/p>\n<p>Jener junge Mann aus Leun. Anfang<\/p>\n<p>Zwanzig. So vielversprechend in seinem<\/p>\n<p>Sportverein. Beruflich in der Laufbahn.<\/p>\n<p>Sein Herz verschenkt. An seine<\/p>\n<p>Verlobte. Die Heirat absehbar. Der Augapfel<\/p>\n<p>seiner Eltern.<\/p>\n<p>Der einzige Sohn. Das einzige Kind.<\/p>\n<p>Vorfreude auf die Enkel.<\/p>\n<p>Anfang Juni 1996. Kirmes in<\/p>\n<p>Ehringshausen-Dillheim. Wie immer<\/p>\n<p>trifft einen aus der Clique das Los: okay,<\/p>\n<p>Du mu\u00dft \u201etrockenbleiben\u201c. Darfst in diesem<\/p>\n<p>Jahr nur Mineralwasser trinken,<\/p>\n<p>denn du bist der Fahrer.<\/p>\n<p>Das ist Tradition. Das ist \u00fcblich. Holger<\/p>\n<p>ist in diesem Jahr nicht der Fahrer. Die<\/p>\n<p>Stimmung ist gut, die Stimmung ist high.<\/p>\n<p>Es ist eine Sommernacht, lau und alles<\/p>\n<p>stimmt. Die Bruchst\u00fccke von Sekunden,<\/p>\n<p>die \u00fcber den weiteren Lebensweg<\/p>\n<p>oder den Tod<\/p>\n<p>entscheiden&#8230;wer kennt sie vorher?<\/p>\n<p>Niemand.<\/p>\n<p>Mit zunehmendem Alkohol stellt sich<\/p>\n<p>ja nicht immer nur Streit ein. Sondern<\/p>\n<p>das Gegenteil: wachsende Verbr\u00fcderung.<\/p>\n<p>Und das wie kindliche<\/p>\n<p>Sehnen, ach, nie wieder Alltag! Die<\/p>\n<p>Nacht ist so sch\u00f6n, diese Nacht! sie<\/p>\n<p>soll ewig dauern! Soll nie zu Ende<\/p>\n<p>gehen. Jeder hat solche N\u00e4chte erlebt.<\/p>\n<p>So l\u00e4\u00dft sich Holger breitschlagen,<\/p>\n<p>von einem Freund oder Halbfreund,<\/p>\n<p>man wei\u00df es nachher nicht mehr so<\/p>\n<p>genau, einem emotionalen Freund,<\/p>\n<p>Sp\u00e4taussiedler, im Volksmund hier<\/p>\n<p>auch \u201edie Deutsch-Russen\u201c genannt,<\/p>\n<p>noch \u201emitzugehen\u201c. Dorthin,<\/p>\n<p>wo er wohnt, mit anderen seiner Herkunft<\/p>\n<p>wohnt, um noch irgendwie, wie<\/p>\n<p>auch immer, weiterzufeiern. Holger<\/p>\n<p>widersteht dem Dr\u00e4ngen seiner<\/p>\n<p>Freunde, seiner Clique, nun im Wagen<\/p>\n<p>mit \u201eheimzufahren\u201c, zur\u00fcck<\/p>\n<p>nach Leun. Nein, er will seinen \u201erussischen<\/p>\n<p>Freund\u201c begleiten.<\/p>\n<p>Was dann geschieht, die wirkliche<\/p>\n<p>Wahrheit, um diesen Pleonasmus zu<\/p>\n<p>benutzen, und falls es denn wirklich<\/p>\n<p>eine gibt, wird wohl nie das Licht des<\/p>\n<p>Tages erblicken. Wer wann was, wieviel<\/p>\n<p>und warum vertuscht hat, ob es<\/p>\n<p>\u201eechte\u201c Zeugen gab, sicherlich, aber<\/p>\n<p>die sehen vielleicht nur \u201eihre\u201c Wahrheit,<\/p>\n<p>es gibt nur Rekonstruktionen.<\/p>\n<p>Fakt ist, gegen\u00fcber des Hauses f\u00fcr<\/p>\n<p>die Sp\u00e4taussiedler wohnen t\u00fcrkische<\/p>\n<p>Familien. Oder eine Familie.<\/p>\n<p>Oder wie auch immer. Die Stimmung<\/p>\n<p>ist nicht gut. Die T\u00fcrken f\u00fchlen sich<\/p>\n<p>von dem L\u00e4rm und den Festen der<\/p>\n<p>\u201eRussen\u201c oft bel\u00e4stigt. Umgekehrt<\/p>\n<p>gibt es ebenfalls Beschwerden. Offenbar<\/p>\n<p>mu\u00dfte beim Kontrast dieser<\/p>\n<p>Mentalit\u00e4ten in der Vergangenheit<\/p>\n<p>schon mehrfach die Polizei eingreifen.<\/p>\n<p>Oder wurde wegen beidseitiger<\/p>\n<p>\u201eRuhest\u00f6rung\u201c gerufen.<\/p>\n<p>Wie auch immer. Holger, der keine<\/p>\n<p>Aussagen mehr machen kann, der<\/p>\n<p>UNTERLASSENE<\/p>\n<p>HILFELEISTUNG:<\/p>\n<p>Gelten f\u00fcr \u00c4rzte und<\/p>\n<p>Polizisten andere Gesetze?<\/p>\n<p>von Roswitha Sch\u00e4fer-Neubauer<\/p>\n<p>11 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>ins Freie trat, vielleicht wurde im<\/p>\n<p>Haus der \u201eRussen\u201c noch gefeiert,<\/p>\n<p>gelacht, getrunken, gestritten, wir<\/p>\n<p>wissen es nicht, waren nicht dabei,<\/p>\n<p>alles Gemunkel: Holger betritt die<\/p>\n<p>Stra\u00dfe, die im Juni um diese Uhrzeit<\/p>\n<p>den Schimmer des Tages tr\u00e4gt, des<\/p>\n<p>aufkeimenden Tageslichts, vielleicht<\/p>\n<p>will er irgendwo ein Taxi rufen, doch<\/p>\n<p>lieber nach Hause fahren, vielleicht<\/p>\n<p>ist ihm jetzt, um diese Uhrzeit, auch<\/p>\n<p>alles zu laut, oder er f\u00fchlt sich nicht<\/p>\n<p>gut, weil er doch getrunken hat, in<\/p>\n<p>dieser langen Kirmesnacht und<\/p>\n<p>dann noch bei dem russischen<\/p>\n<p>Freund. Er ist m\u00fcde. Er will nach<\/p>\n<p>Hause. Die Nacht ist zu Ende.<\/p>\n<p>Holger konnte nicht ahnen, da\u00df es<\/p>\n<p>die letzte Nacht seines Lebens war.<\/p>\n<p>Schicksal? Zur falschen Zeit, am falschen<\/p>\n<p>Ort? J\u00e4h involviert in einen<\/p>\n<p>Konflikt, der nicht ihn betrifft. Offenbar<\/p>\n<p>st\u00fcrzen sich zwei junge T\u00fcrken auf ihn,<\/p>\n<p>schlagen ihn nieder. Oder nur einer.<\/p>\n<p>Oder mehrere.<\/p>\n<p>Vielleicht halten sie ihn f\u00fcr einen der<\/p>\n<p>verha\u00dften Russen, man wei\u00df es nicht.<\/p>\n<p>Vielleicht ist da auch ein Ha\u00df auf Deutsche,<\/p>\n<p>man wei\u00df das ebenfalls nicht.<\/p>\n<p>Ehringshausen, eine der dunkelsten<\/p>\n<p>NPD-Ecken im Dillkreis.<\/p>\n<p>Niemand wei\u00df, was genau vielleicht jener<\/p>\n<p>t\u00fcrkischen Familie bereits an Geh\u00e4ssigkeiten<\/p>\n<p>und Ausl\u00e4nderha\u00df<\/p>\n<p>entgegengeschlagen ist. Ob es Holger<\/p>\n<p>\u201etraf\u201c, weil er Deutscher war, oder weil<\/p>\n<p>man glaubte, er sei einer der \u201eRussen\u201c,<\/p>\n<p>mit denen st\u00e4ndige Fehde angesagt<\/p>\n<p>war. Man wei\u00df es nicht.<\/p>\n<p>Wer eigentlich die Polizei und die<\/p>\n<p>Rettungssanit\u00e4ter rief, auch das, in dem<\/p>\n<p>Wust von Papieren, Unterlagen, nicht<\/p>\n<p>wirklich rekonstruierbar.<\/p>\n<p>Die Polizei und die Rettungssanit\u00e4ter<\/p>\n<p>w\u00fc\u00dften es, aber sie unterliegen der \u00fcblichen<\/p>\n<p>Schweigepflicht. Es ist ja auch<\/p>\n<p>alles heikel. Ein deutsch-russisch-t\u00fcrkisches<\/p>\n<p>Debakel. Denn Holger, der sich,<\/p>\n<p>obwohl selbst Sportler und k\u00f6rperlich<\/p>\n<p>topfit, aufgrund seines Alkoholkonsums<\/p>\n<p>kaum wehren konnte, er scheint<\/p>\n<p>schwerverletzt. Jedenfalls erkennen<\/p>\n<p>dies, soviel scheint verb\u00fcrgt, Polizei nd<\/p>\n<p>Rettungssanit\u00e4ter unisono.<\/p>\n<p>Mit Blaulicht wird Holger, es ist um die<\/p>\n<p>f\u00fcnf Uhr morgens, nach Ehringshausen<\/p>\n<p>ins Krankenhaus gebracht. Typische<\/p>\n<p>Wochenendsituation:<\/p>\n<p>ein einziger Arzt, ein Assistenzarzt, der<\/p>\n<p>f\u00fcr das gesamte Krankenhaus verantwortlich<\/p>\n<p>ist.<\/p>\n<p>Damit stehen die Verwaltung, die F\u00fchrung,<\/p>\n<p>steht der Chefarzt am Pranger.<\/p>\n<p>Bequemes Leben f\u00fcr die Etablierten.<\/p>\n<p>Die jungen, eher unerfahrenen \u00c4rzte<\/p>\n<p>haben Rund-Um-die-Uhr-Dienste zu<\/p>\n<p>leisten.<\/p>\n<p>Nicht ungew\u00f6hnlich, sondern die<\/p>\n<p>Norm. Nicht nur in l\u00e4ndlichen Krankenh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Der Assistenzarzt, von den Rettungssanit\u00e4tern<\/p>\n<p>alarmiert, tut zun\u00e4chst das<\/p>\n<p>Richtige: Holger soll in die Notfall-Aufnahme<\/p>\n<p>gebracht werden.<\/p>\n<p>Der dort diensthabende Arzt f\u00e4llt in der<\/p>\n<p>D\u00e4mmerung des fr\u00fchen Morgens und<\/p>\n<p>auf die Schnelle die falsche Diagnose:<\/p>\n<p>Holger leide an einer Alkohol-Intoxikation,<\/p>\n<p>also Alkoholvergiftung, er m\u00fcsse<\/p>\n<p>zur\u00fcck auf Station.<\/p>\n<p>Die Sanit\u00e4ter hatten ihrerseits betont,<\/p>\n<p>vermutlich habe Holger eine Sch\u00e4del-<\/p>\n<p>Hirn-Verletzung. Diese Anmerkung, sie<\/p>\n<p>stie\u00df morgens um F\u00fcnf und bei dem<\/p>\n<p>Atem von Markus, der Alkoholgenu\u00df<\/p>\n<p>verriet, bei Notfall-Arzt als auch Stations-<\/p>\n<p>Assistenzarzt: auf taube Ohren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck mit Holger also auf Station. F\u00fcnf<\/p>\n<p>Uhr morgens. In Ehringshausen. Wochenende.<\/p>\n<p>Damit Marginalbesetzung.<\/p>\n<p>Auch das \u00fcblich. Und nicht nur in l\u00e4ndlichen<\/p>\n<p>Provinzkrankenh\u00e4usern. Vielleicht<\/p>\n<p>war es nicht der junge Arzt, der<\/p>\n<p>die f\u00fcr Holger t\u00f6dliche Fehl-Entscheidung<\/p>\n<p>traf. Vielleicht war er es doch, vielleicht<\/p>\n<p>waren es auch Einfl\u00fcsterungen:<\/p>\n<p>\u201eAch, das kennen wir, hier in der Provinz,<\/p>\n<p>die saufen wie verr\u00fcckt bei so einer<\/p>\n<p>Kirmes, der soll erst mal seinen<\/p>\n<p>Rausch ausschlafen, dann sehen wir<\/p>\n<p>weiter!\u201c<\/p>\n<p>Holger, der nicht bei Bewu\u00dftsein war,<\/p>\n<p>was auf seinen Alkoholpegel zur\u00fcckgef\u00fchrt<\/p>\n<p>wurde: er wurde nicht untersucht.<\/p>\n<p>Keine Vitalreflex-Kontrolle, kein R\u00f6ntgen<\/p>\n<p>seines Sch\u00e4dels, keine Aufnahme<\/p>\n<p>seiner Personalien: nichts. Stattdessen<\/p>\n<p>wurde er, so wie er war, in seinen<\/p>\n<p>Jeans, in seinen Klamotten, auf einer<\/p>\n<p>Art Bahre, verdreckt, mit Blutspuren,<\/p>\n<p>und ohne Bewu\u00dftsein, in einen Laborraum<\/p>\n<p>geschoben, und dort sich selbst<\/p>\n<p>\u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Es war rund sechs Stunden sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Sonntagmorgen. Als ein Oberarzt der<\/p>\n<p>n\u00e4chsten Schicht, ohne von der Nachtschicht<\/p>\n<p>\u00fcber die Anwesenheit von Holger<\/p>\n<p>im Laborraum informiert worden zu<\/p>\n<p>12 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>sein, zuf\u00e4llig an diesem Raum vorbeiging<\/p>\n<p>und St\u00f6hnen h\u00f6rte.<\/p>\n<p>Dort fand er Holger. Ungereinigt, in seinen<\/p>\n<p>Exkrementen liegend, jenseits des<\/p>\n<p>St\u00f6hnens kaum bei Bewu\u00dftsein.<\/p>\n<p>Da Holger nicht offiziell \u201eaufgenommen\u201c<\/p>\n<p>worden war, war nicht beweisbar,<\/p>\n<p>da\u00df er sich im Krankenhaus befand<\/p>\n<p>und wer er eigentlich war. Zufall, da\u00df<\/p>\n<p>der Arzt wu\u00dfte, da\u00df es Holger war: er<\/p>\n<p>kannte dessen Vater, der, nun im Ruhestand,<\/p>\n<p>Rettungssanit\u00e4ter in der chirurgischen<\/p>\n<p>Unfall-Ambulanz der Uniklinik<\/p>\n<p>Gie\u00dfen gewesen war.<\/p>\n<p>Unverz\u00fcglich rief er den Vater an, Dein<\/p>\n<p>Sohn liegt hier. Der schrie: \u201eBringt ihn<\/p>\n<p>sofort nach Gie\u00dfen, in die Neurochirurgie!\u201c<\/p>\n<p>Aber es geschah nichts, bis der Vater<\/p>\n<p>von Leun herbeigerast kam.<\/p>\n<p>Und ersch\u00fcttert feststellen mu\u00dfte, da\u00df<\/p>\n<p>sein Sohn, sein einziges Kind, im<\/p>\n<p>Laborraum abgelegt worden war, als<\/p>\n<p>sei er kein Mensch, sondern irgendein<\/p>\n<p>beliebiges Objekt, das man weglegt<\/p>\n<p>und vergi\u00dft.<\/p>\n<p>Sechs bis sieben Stunden \u201ezu sp\u00e4t\u201c,<\/p>\n<p>gelangt Holger endlich in die Neurochirurgie<\/p>\n<p>der Universit\u00e4tsklinik Gie\u00dfen.<\/p>\n<p>Sein Sch\u00e4delbruch, seine Hirnblutungen,<\/p>\n<p>sie sind inzwischen zu weit<\/p>\n<p>fortgeschritten, als da\u00df Holger noch gerettet<\/p>\n<p>werden k\u00f6nnte. Im Juni 1996.<\/p>\n<p>Aus der Neurochirurgie Gie\u00dfen verlautete<\/p>\n<p>damals, Holger sei auf jeden Fall<\/p>\n<p>zu retten gewesen, bei sofortiger Einlieferung<\/p>\n<p>nach der \u201eSchl\u00e4gerei\u201c. Wegen<\/p>\n<p>des allerdings schwebenden Verfahrens,<\/p>\n<p>der Anzeige der Familie gegen<\/p>\n<p>das Ehringshausener Krankenhaus,<\/p>\n<p>bzw. zwei \u00c4rzte, d\u00fcrfe man keine offizielle<\/p>\n<p>Stellung beziehen.<\/p>\n<p>Als nun, kurz vor Redaktionsschlu\u00df dieser<\/p>\n<p>Ausgabe, L&#038;L den Chef der Neurochirurgie<\/p>\n<p>der Universit\u00e4tsklinik Gie\u00dfen,<\/p>\n<p>Professor Dr. B\u00f6ker, um ein Statement<\/p>\n<p>zu \u201eHolger\u201c bat, gab dieser die Antwort,<\/p>\n<p>es werde keine Aussage gemacht.<\/p>\n<p>Ein von der Verfasserin dieses Artikels<\/p>\n<p>damals telefonisch angesprochener<\/p>\n<p>Arzt im Ehringshausener Krankenhaus,<\/p>\n<p>dessen Tr\u00e4ger die Evangelische<\/p>\n<p>Frauenhilfe, Bonn ist, Leiter: ein Pastor,<\/p>\n<p>reagierte so:<\/p>\n<p>\u201eSie wollen doch nicht hier ganze Familien,<\/p>\n<p>Existenzen zerst\u00f6ren, indem Sie<\/p>\n<p>dies an die gro\u00dfe Glocke h\u00e4ngen? Das<\/p>\n<p>kann doch \u00fcberall passieren! Das war<\/p>\n<p>doch keine Absicht! Das hat doch keiner<\/p>\n<p>gewollt!\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd das Leben des jungen Mannes?<\/p>\n<p>Sein Tod? Seine Familie? Seine Verlobte?<\/p>\n<p>Seine Lebenspl\u00e4ne? Konnte<\/p>\n<p>Holger daf\u00fcr, da\u00df zwei \u00c4rzte eine<\/p>\n<p>schnelle, falsche Diagnose stellten?<\/p>\n<p>Ohne Untersuchung? \u201e<\/p>\n<p>Daraufhin wurde von der Gegenseite<\/p>\n<p>der H\u00f6rer aufgelegt. Der Chef der<\/p>\n<p>Evangelischen Frauenhilfe in Bonn war<\/p>\n<p>niemals zu sprechen.<\/p>\n<p>Die \u00c4rzte &#8211; sie sind straffrei geblieben.<\/p>\n<p>Das Ermittlungsverfahren wegen Unterlassener<\/p>\n<p>Hilfeleistung und wegen Fahrl\u00e4ssiger<\/p>\n<p>T\u00f6tung wurde von der Staatsanwaltschaft<\/p>\n<p>Limburg, Zweigstelle<\/p>\n<p>Wetzlar, eingestellt.<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge aus der Begr\u00fcndung:<\/p>\n<p>&#8230;.\u201cDie Einweisungsdiagnose von Dr. &#8230;.<\/p>\n<p>lautete auf Alkoholintoxikation und war<\/p>\n<p>somit, da unvollst\u00e4ndig, falsch.<\/p>\n<p>Auch die Behandlung des Patienten im<\/p>\n<p>Krankenhaus in Ehringshausen war<\/p>\n<p>kunstfehlerhaft. Das Gesetz bestraft jedoch<\/p>\n<p>nicht den Kunstfehler selbst, sondern<\/p>\n<p>ein kunstfehlerhaftes Verhalten,<\/p>\n<p>das objektiv h\u00e4tte verhindert werden<\/p>\n<p>k\u00f6nnen, wenn nach den anerkannten<\/p>\n<p>Regeln der \u00e4rztlichen Kunst gehandelt<\/p>\n<p>worden w\u00e4re und dadurch eine k\u00f6rperliche<\/p>\n<p>Beeintr\u00e4chtigung vermieden worden<\/p>\n<p>w\u00e4re oder das Leben des Patienten<\/p>\n<p>mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit<\/p>\n<p>zu retten gewesen<\/p>\n<p>w\u00e4re&#8230;.\u201c<\/p>\n<p>&#8230;\u201cAusweislich des Gutachtens des Instituts<\/p>\n<p>f\u00fcr Rechtsmedizin der Justus-<\/p>\n<p>Liebig-Universit\u00e4t in Gie\u00dfen vom 14. 10.<\/p>\n<p>1996 (Holger starb Anfang Juni 1996)<\/p>\n<p>war das Leben des Patienten Holger H.<\/p>\n<p>aber selbst bei sofortiger optimaler medizinischer<\/p>\n<p>Versorgung nicht mit an Sicherheit<\/p>\n<p>grenzender Wahrscheinlichkeit<\/p>\n<p>zu retten gewesen.\u201c<\/p>\n<p>Nun wird das Gutachten der Rechtsmedizin<\/p>\n<p>zitiert:<\/p>\n<p>&#8230;.\u201ckann die Gr\u00f6\u00dfe des epiduralen H\u00e4matoms<\/p>\n<p>von uns nicht mehr beurteilt<\/p>\n<p>werden, da dieses in der Neurochirurgischen<\/p>\n<p>Klinik des Klinikums der JLU<\/p>\n<p>Gie\u00dfen operativ ausger\u00e4umt worden<\/p>\n<p>war.\u201c<\/p>\n<p>Das Gutachten r\u00e4umt ferner ein:<\/p>\n<p>\u201eEine entscheidende Rolle spielen<\/p>\n<p>auch die zeitlichen Verh\u00e4ltnisse zwischen<\/p>\n<p>dem Gef\u00e4\u00dfri\u00df als Blutungsquelle<\/p>\n<p>und der operativen<\/p>\n<p>Intervention&#8230;..Wie bereits im Vorgutachten<\/p>\n<p>ausf\u00fchrlich kommentiert,<\/p>\n<p>kommt dabei der Untersuchung und<\/p>\n<p>der \u00dcberwachung des Patienten eine<\/p>\n<p>entscheidende Rolle bei. F\u00fcr die Qualit\u00e4t<\/p>\n<p>der Untersuchung ist selbstverst\u00e4ndlich<\/p>\n<p>neben der klinischen Beobachtung<\/p>\n<p>der Einsatz moderner diagnostischer<\/p>\n<p>Verfahren von Bedeutung&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Holger wurde indessen nicht untersucht.<\/p>\n<p>Sondern \u201eliegengelassen\u201c. Sich<\/p>\n<p>selbst \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Das Gutachten zielt nach seinen einleitenden<\/p>\n<p>S\u00e4tzen auf die \u201eWirksamkeit\u201c<\/p>\n<p>einer sogenannten Rechtsfigur ab, die<\/p>\n<p>bei vielen Juristen, insbesondere<\/p>\n<p>13 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>Rechtsanw\u00e4lten, seit langem auf Unbehagen<\/p>\n<p>st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Der Begriff lautet: \u00dcBERHOLENDE<\/p>\n<p>KAUSALIT\u00c4T.<\/p>\n<p>Dies bedeutet, sehr vereinfacht ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n<p>Wenn jemand \u201esowieso\u201c gestorben<\/p>\n<p>w\u00e4re, weil er so schwer verletzt<\/p>\n<p>war, da\u00df auch sofortige fachm\u00e4nnische<\/p>\n<p>Hilfe nichts mehr gen\u00fctzt h\u00e4tte, um jemandes<\/p>\n<p>Leben zu retten, dann f\u00e4llt<\/p>\n<p>auch die Unterlassene Hilfeleistung als<\/p>\n<p>strafbare Handlung juristisch unter den<\/p>\n<p>Tisch! Und das Verfahren wird eingestellt.<\/p>\n<p>H\u00e4tte das Gutachten hingegen argumentiert,<\/p>\n<p>da\u00df Holgers Leben bei sofortiger<\/p>\n<p>fachkundiger Behandlung zu retten<\/p>\n<p>gewesen w\u00e4re, dann st\u00fcnden die beiden<\/p>\n<p>\u00c4rzte wegen der ja tats\u00e4chlich von<\/p>\n<p>ihnen begangenen und strafbaren \u201eUnterlassenen<\/p>\n<p>Hilfeleistung\u201c vor Gericht.<\/p>\n<p>So aber gelangen Hochrechnungen,<\/p>\n<p>Zitate aus Wissenschaftlicher Literatur,<\/p>\n<p>letztlich Spitzfindigkeiten, zum entgegengesetzten<\/p>\n<p>Ziel und f\u00fchren zur Straffreiheit<\/p>\n<p>der \u00c4rzte:<\/p>\n<p>Zitat Gutachten:<\/p>\n<p>\u201e&#8230;Es handelt sich dabei um sehr<\/p>\n<p>schwere Hirnverletzungen, die es geraten<\/p>\n<p>erscheinen lassen, das individuelle<\/p>\n<p>Letalit\u00e4ts (Sterbe)-Risiko von Herrn H.<\/p>\n<p>im oberen Bereich der genannten Zahlen<\/p>\n<p>anzusiedeln&#8230;Aber selbst wenn man<\/p>\n<p>dies nicht wollte, sondern die von M\u00fcller<\/p>\n<p>(wissenschaftliche Literatur) bezeichnete<\/p>\n<p>Letalit\u00e4tsrate von 5% in Sonderf\u00e4llen<\/p>\n<p>heranzieht, h\u00e4tte Herr H.<\/p>\n<p>OHNE BER\u00dcCKSICHTIGUNG DES BIS<\/p>\n<p>ZUM TODE ZU BEOBACHTENDEN<\/p>\n<p>KRANKHEITSVERLAUFS (es hatte nur<\/p>\n<p>niemand diesen Krankheitsverlauf beobachtet&#8230;!)<\/p>\n<p>eine \u00dcberlebenschance<\/p>\n<p>von etwa 95 % gehabt.<\/p>\n<p>DIE MIT AN SICHERHEIT GRENZENDE<\/p>\n<p>WAHRSCHEINLICHKEIT LIEGT JEDOCH<\/p>\n<p>BEI 99,73 %.\u201c<\/p>\n<p>Weil also in den Berechnungen des<\/p>\n<p>Gutachtens, das sich \u00fcberwiegend auf<\/p>\n<p>\u201eLiteraturbeweise\u201c st\u00fctzt, 4,73 % an Holgers<\/p>\n<p>\u201emit an Sicherheit grenzender\u201c<\/p>\n<p>\u00dcberlebens-Chance fehlen, auf Grund<\/p>\n<p>der Schwere seiner Sch\u00e4del-Hirn-Verletzungen:<\/p>\n<p>greift die \u00fcberholende Kausalit\u00e4t<\/p>\n<p>und die die Hilfe schuldig gebliebenen<\/p>\n<p>\u00c4rzte gelten als unschuldig.<\/p>\n<p>Oder anders ausgedr\u00fcckt: Jede \u201e\u00dcberlebens-<\/p>\n<p>Chance\u201c, die unterhalb von<\/p>\n<p>99,73 % liegt, z\u00e4hlt nicht, um \u00c4rzte oder<\/p>\n<p>Polizisten strafrechtlich wegen Unterlassener<\/p>\n<p>Hilfeleistung und\/oder Fahrl\u00e4ssiger<\/p>\n<p>T\u00f6tung zur Verantwortung zu<\/p>\n<p>ziehen!<\/p>\n<p>Jedenfalls schlie\u00dft die Staatsanwaltschaft<\/p>\n<p>Limburg, Zweigstelle Wetzlar,<\/p>\n<p>ihre Begr\u00fcndung zur Einstellung des<\/p>\n<p>Ermittlungsverfahrens gegen die beiden<\/p>\n<p>\u00c4rzte mit dem netten Satz:<\/p>\n<p>\u201eDAS ERMITTLUNGSVERFAHREN<\/p>\n<p>WAR DAHER TROTZ EINES NICHT<\/p>\n<p>UNERHEBLICHEN TATVERDACHTS<\/p>\n<p>EINZUSTELLEN.\u201c<\/p>\n<p>Die unverz\u00fcgliche Beschwerde der<\/p>\n<p>Angeh\u00f6rigen von Holger gegen diesen<\/p>\n<p>Beschlu\u00df bei der Staatsanwaltschaft<\/p>\n<p>beim Oberlandesgericht Frankfurt am<\/p>\n<p>Main, der Generalstaatsanwaltschaft<\/p>\n<p>also, wird, mit Datum vom 17. 4. 1997:<\/p>\n<p>v e r w o r f e n.<\/p>\n<p>GR\u00dcNDE:<\/p>\n<p>\u201eDie Einstellungsverf\u00fcgung der Staatsanwaltschaft<\/p>\n<p>(Limburg) wurde \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Sie ist IM ERGEBNIS nicht zu beanstanden.<\/p>\n<p>Soweit vorliegend gegen die Beschuldigten<\/p>\n<p>der Anfangsverdacht wegen<\/p>\n<p>fahrl\u00e4ssiger T\u00f6tung durch Unterlassen<\/p>\n<p>(Paragraphen 222, 13 StGB) bestand,<\/p>\n<p>haben die Ermittlungen ergeben, da\u00df<\/p>\n<p>ein Nachweis der erforderlichen Kausalit\u00e4t<\/p>\n<p>zwischen dem Verhalten der Beschuldigten<\/p>\n<p>und dem Tod des Sohns<\/p>\n<p>des Beschwerdef\u00fchrers nicht mit der<\/p>\n<p>zur Anklageerhebung erforderlichen<\/p>\n<p>Sicherheit zu f\u00fchren ist. \u201e<\/p>\n<p>Und nun tritt wieder die Freisprech-Formel<\/p>\n<p>\u201e\u00dcberholende Kausalit\u00e4t\u201c auf den<\/p>\n<p>Plan:<\/p>\n<p>\u201e&#8230;Den Beschuldigten k\u00f6nnte der Tod<\/p>\n<p>ihres Patienten nur dann zugerechnet<\/p>\n<p>werden, wenn feststellbar w\u00e4re, da\u00df<\/p>\n<p>durch ihr rechtzeitigeres Handeln der<\/p>\n<p>Verstorbene MIT AN SICHERHEIT<\/p>\n<p>GRENZENDER WAHRSCHEINLICHKEIT<\/p>\n<p>nicht zu dieser Zeit und auf diese<\/p>\n<p>Weise gestorben w\u00e4re (vgl. Dreher\/<\/p>\n<p>Tr\u00f6ndle, a. a. O. m.w.N.)\u201c.<\/p>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<p>\u201eNach den vorliegenden \u00e4rztlichen<\/p>\n<p>Gutachten &#8211; an deren Objektivit\u00e4t nicht<\/p>\n<p>zu zweifeln ist &#8211; kann diese Aussage so<\/p>\n<p>nicht getroffen werden..\u201c<\/p>\n<p>Aber wenngleich die Staatsanwaltschaft<\/p>\n<p>beim OLG Frankfurt letztlich der<\/p>\n<p>Einstellungsverf\u00fcgung der benachbarten<\/p>\n<p>Beh\u00f6rde in Wetzlar zustimmt, so<\/p>\n<p>doch auf letztlich anderem Weg, anderer<\/p>\n<p>Argumentation, die auch nicht<\/p>\n<p>gl\u00fccklicher macht.<\/p>\n<p>Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hebt<\/p>\n<p>zwar einerseits die Bedeutung des<\/p>\n<p>Strafrechtsparagraphen der Unterlassenen<\/p>\n<p>Hilfeleistung (Paragraph<\/p>\n<p>323 c StGB) insofern hervor, indem sie<\/p>\n<p>feststellt:<\/p>\n<p>\u201eist Paragraph 323 c StGB kein Erfolgsdelikt<\/p>\n<p>und macht die Strafbarkeit des<\/p>\n<p>Beschuldigten eben nicht davon abh\u00e4ngig,<\/p>\n<p>ob ihm ein bestimmter Erfolg<\/p>\n<p>zuzurechnen ist. Hier wird &#8211; im Gegensatz<\/p>\n<p>zum Vorwurf bei der fahrl\u00e4ssigen<\/p>\n<p>T\u00f6tung durch Unterlassen &#8211; jeder unter<\/p>\n<p>Strafe gestellt, der bei einem Ungl\u00fccksfall<\/p>\n<p>nicht Hilfe leistet, obwohl er h\u00e4tte<\/p>\n<p>Hilfe leisten m\u00fcssen und k\u00f6nnen, unabh\u00e4ngig<\/p>\n<p>davon, welche Auswirkungen<\/p>\n<p>sein Unterlassen hat und welche Erfolgsaussichten<\/p>\n<p>sein Handeln gehabt<\/p>\n<p>h\u00e4tte..\u201c<\/p>\n<p>Das sind klare und wichtige Worte zum<\/p>\n<p>Straftatbestand Unterlassene Hilfeleistung.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dfen sogar die Rechtsfigur<\/p>\n<p>\u201e\u00dcberholende Kausalit\u00e4t\u201c aus.<\/p>\n<p>Doch sind auch diese Erkenntnisse<\/p>\n<p>das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt<\/p>\n<p>sind, denn die n\u00e4chste Einschr\u00e4nkung<\/p>\n<p>folgt sofort:<\/p>\n<p>14 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>\u201eIm Ergebnis aber mu\u00df auch eine Strafbarkeit<\/p>\n<p>nach Par. 323 c StGB im vorliegenden<\/p>\n<p>Fall verneint werden. Die Ermittlungen haben<\/p>\n<p>keinen Anhaltspunkt daf\u00fcr erbracht,<\/p>\n<p>da\u00df die Beschuldigten ERKANNT HATTEN,<\/p>\n<p>in welcher unmittelbaren Gefahr der sp\u00e4tere<\/p>\n<p>Verstorbene sich befand, da\u00df also m\u00f6glicherweise<\/p>\n<p>ein Ungl\u00fccksfall i.S. dieser Bestimmung<\/p>\n<p>vorlag. Daran scheitert eine<\/p>\n<p>Strafbarkeit nach Par. 323 c, StGB, denn<\/p>\n<p>diese erfordert VORSATZ, wobei bedingter<\/p>\n<p>gen\u00fcgen w\u00fcrde (vgl. Dreher, Tr\u00f6ndle a.a. O. ,<\/p>\n<p>RNR. 10 zu Paragraph 323 c)\u201c.<\/p>\n<p>Damit nicht genug.<\/p>\n<p>\u201eWenn auch die im Beschwerdevorbringen<\/p>\n<p>dargelegten Anhaltspunkte daf\u00fcr, da\u00df die<\/p>\n<p>Beschuldigten bei sorgf\u00e4ltigerem Vorgehen<\/p>\n<p>das Vorliegen eines Ungl\u00fccksfalles und die<\/p>\n<p>Notwendigkeit sofortigen \u00e4rztlichen Handelns<\/p>\n<p>h\u00e4tten ERKENNEN K\u00d6NNEN ODER<\/p>\n<p>M\u00dcSSEN, gravierend sind, vermag dies<\/p>\n<p>den hier fehlenden zumindest bedingten<\/p>\n<p>Vorsatz nicht zu ersetzen. Hieraus k\u00f6nnte<\/p>\n<p>nur der Vorwurf fahrl\u00e4ssigen Unt\u00e4tigkeitsbleibens<\/p>\n<p>erwachsen.<\/p>\n<p>Das Ermittlungsverfahren wurde daher zu<\/p>\n<p>Recht wegen Fehlens eines hinreichenden<\/p>\n<p>Tatverdachts nach den Paragraphen 222,<\/p>\n<p>13 und 323 c StGB eingestellt.\u201c<\/p>\n<p>Die Unterlassene Hilfe, die Unt\u00e4tigkeit der<\/p>\n<p>\u00c4rzte, alles wird einger\u00e4umt, aber da kein<\/p>\n<p>nachweisbarer \u201eVorsatz\u201c erkennbar ist &#8211;<\/p>\n<p>Freispruch! Zuvor Freispruch, weil Holgers<\/p>\n<p>\u00dcberlebens-Chancen nicht entsprechend<\/p>\n<p>gegeben waren, laut Gutachten. Damit<\/p>\n<p>kann also jedes Unrecht, f\u00fcr den, der dies<\/p>\n<p>begangen hat, zu dessen Gunsten uminterpretiert<\/p>\n<p>werden. Feine Justiz.<\/p>\n<p>Und doch noch immer &#8211; irgendwo &#8211; an ein<\/p>\n<p>F\u00fcnkchen Gerechtigkeit glaubende Eltern,<\/p>\n<p>sie gehen nun in die letzte Instanz. Danach<\/p>\n<p>bliebe nur noch das Bundesverfassungsgericht.<\/p>\n<p>Sie reichen beim Oberlandesgericht Frankfurt<\/p>\n<p>am Main eine KLAGE-ERZWINGUNG<\/p>\n<p>wegen Unterlassener Hilfeleistung ein.<\/p>\n<p>Der Beschlu\u00df, der am 24. Juli 1997<\/p>\n<p>beim Anwalt der Eltern eingeht, erlaubt<\/p>\n<p>noch tiefgr\u00fcndigere Einblicke<\/p>\n<p>in deutsche Justiz. Beweist in erschreckendem<\/p>\n<p>Ma\u00df, wie Formalismus<\/p>\n<p>\u00fcber Sachentscheidungen<\/p>\n<p>siegt. Beweist, da\u00df die gr\u00f6\u00dfte (medizinische)<\/p>\n<p>Schlamperei, Pfusch<\/p>\n<p>und Gleichg\u00fcltigkeit juristisch letztlich<\/p>\n<p>gedeckt werden, indem sich<\/p>\n<p>ein Gericht vor einer<\/p>\n<p>Sachentscheidung herummogelt.<\/p>\n<p>Denn was in diesem \u201eAblehnungsbescheid\u201c<\/p>\n<p>als Begr\u00fcndung vorgegeben<\/p>\n<p>wird, trifft den Nerv von jedermann<\/p>\n<p>und man mag nicht glauben,<\/p>\n<p>da\u00df dies tats\u00e4chlicher juristischer<\/p>\n<p>Wahrheit entspricht.<\/p>\n<p>\u201eDer Antrag auf gerichtliche Entscheidung<\/p>\n<p>wird als unzul\u00e4ssig verworfen\u201c<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Zwar r\u00e4umt das OlG Frankfurt ein,<\/p>\n<p>da\u00df der Antrag auf eine gerichtliche<\/p>\n<p>Entscheidung zwecks Erhebung<\/p>\n<p>der \u00f6ffentlichen Klage gegen<\/p>\n<p>die Beschuldigten wegen unterlassener<\/p>\n<p>Hilfeleistung durchaus<\/p>\n<p>\u201estatthaft ist\u201c,<\/p>\n<p>\u201eIst aber in diesem Fall nicht zul\u00e4ssig,<\/p>\n<p>weil der Antragsteller nicht als<\/p>\n<p>Verletzter im Sinn der Paragraphen<\/p>\n<p>172 Abs. 1 der Strafproze\u00dfordnung,<\/p>\n<p>323 StG angesehen werden kann.<\/p>\n<p>Das Antragsrecht &#8230;..steht nur demjenigen<\/p>\n<p>zu, der durch die den Beschuldigten<\/p>\n<p>zur Last gelegte Tat<\/p>\n<p>verletzt sein kann. An diesem Erfordernis<\/p>\n<p>fehlt es hier.<\/p>\n<p>&#8230;Das dem Sohn etwa erwachsende<\/p>\n<p>Antragsrecht ist durch seinen<\/p>\n<p>Tod<\/p>\n<p>nicht auf den Antragsteller als Erben<\/p>\n<p>\u00fcbergegangen. Die Befugnisse,<\/p>\n<p>die Paragraph 172 Abs. 2, S. 1<\/p>\n<p>Strafproze\u00dfordnung dem Verletzten<\/p>\n<p>gew\u00e4hrt, ist ein rein pers\u00f6nliches<\/p>\n<p>Rechtsgut, das mit dem Tod des<\/p>\n<p>Verletzten erlischt .<\/p>\n<p>Der Antrag auf gerichtliche Entscheidung<\/p>\n<p>war hiernach als unzuverl\u00e4ssig<\/p>\n<p>zu verwerfen.\u201c<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: der tote Holger allein<\/p>\n<p>h\u00e4tte das Recht gehabt, gegen die<\/p>\n<p>ihm widerfahrene Unterlassene Hilfeleistung<\/p>\n<p>zu klagen, nicht aber sein Vater,<\/p>\n<p>nicht aber seine Mutter.<\/p>\n<p>Ja. Holgers Vater ist demnach \u201enicht<\/p>\n<p>antragsberechtigt\u201c gegen die seinem<\/p>\n<p>Sohn widerfahrene Unterlassene Hilfeleistung<\/p>\n<p>zu klagen!<\/p>\n<p>Justitia, quo vadis?<\/p>\n<p>Den Eltern von Holger ist es kein Trost<\/p>\n<p>mehr, aber in einem fast identisch verlaufenen<\/p>\n<p>Fall wie bei Holger: \u201eAch, der<\/p>\n<p>ist ja nur blau, der soll erst mal seinen<\/p>\n<p>Rausch ausschlafen\u201c &#8211; in Wirklichkeit<\/p>\n<p>schwere Hirnverletzungen, die den Tod<\/p>\n<p>zur Folge hatten, reagierte eine Wiesbadener<\/p>\n<p>Staatsanwaltschaft v\u00f6llig anders.<\/p>\n<p>Die \u00c4rztin, allerdings wieder<\/p>\n<p>Wochenendsituation, Marginalbesetzung,<\/p>\n<p>\u00fcbervolles Provinzkrankenhaus<\/p>\n<p>(Idstein) wurde bestraft,<\/p>\n<p>und vom Dienst suspendiert.<\/p>\n<p>Allerdings &#8211; der wesentliche Unterschied:<\/p>\n<p>Hier waren die Gutachter von<\/p>\n<p>der Rechtsmedizin Frankfurt gefragt,<\/p>\n<p>und nicht die von Gie\u00dfen.<\/p>\n<p>Das Gutachten war eindeutig: bei<\/p>\n<p>rechtzeitiger entsprechender Behandlung<\/p>\n<p>h\u00e4tte Markus (ebenfalls wie Holger<\/p>\n<p>Anfang 20) gerettet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Urteil erging 1996.<\/p>\n<p>Um noch einmal auf die Rolle der<\/p>\n<p>Rechtsmedizin der Uni Gie\u00dfen zur\u00fcckzukommen.<\/p>\n<p>Es war nur einen Monat nach Holgers<\/p>\n<p>Tod, im Juli 1996, da starb in der Ausn\u00fcchterungszelle<\/p>\n<p>der Herborner Polizeistation<\/p>\n<p>ein Mnn an \u201eungekl\u00e4rter Todesursache\u201c.<\/p>\n<p>15 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>Wie die Obduktion ergab, an Sch\u00e4delinnenblutungen,<\/p>\n<p>einem schweren<\/p>\n<p>Sch\u00e4del-Hirn-Trauma nach einem<\/p>\n<p>Sturz, vermutlich nach Alkoholgenu\u00df.<\/p>\n<p>F\u00fcr die beiden Polizeibeamten aber<\/p>\n<p>war es nur \u201eein Betrunkener\u201c, den sie<\/p>\n<p>nach einem Anruf einer Privatperson<\/p>\n<p>auf einer kleinen Stra\u00dfe, auf dem R\u00fckken<\/p>\n<p>liegend, ohne Bewu\u00dftsein vorfanden.<\/p>\n<p>Weil ihnen nicht im Traum die Idee<\/p>\n<p>kam, es handele sich um eine \u201ehilflose<\/p>\n<p>Person\u201c, riefen sie auch keinen Arzt.<\/p>\n<p>Sondern verfrachteten den Mann nicht<\/p>\n<p>gerade zimperlich (Zeugen) in ihren<\/p>\n<p>Streifenwagen und \u00fcberlie\u00dfen ihn in<\/p>\n<p>der Ausn\u00fcchterungszelle so lange sich<\/p>\n<p>selbst, bis er tot war.<\/p>\n<p>Der Anruf, dort l\u00e4ge ein Mann wie leblos<\/p>\n<p>auf der Stra\u00dfe, traf bei der Polizei<\/p>\n<p>gegen 5 Uhr morgens ein. Um 7 Uhr 20<\/p>\n<p>entdeckte ein Beamter der Fr\u00fchschicht,<\/p>\n<p>da\u00df der Mann nicht mehr atmete.<\/p>\n<p>Logisch beinah, liegt die Versuchung<\/p>\n<p>nahe, zu schreiben, da\u00df die Beamten,<\/p>\n<p>einer davon der Dienst-Gruppenf\u00fchrer<\/p>\n<p>jener Nacht, straffrei blieben.<\/p>\n<p>Keine Rede davon, da\u00df sie gegen jede<\/p>\n<p>auch nur vorhandene Polizeigewahrsamsordnung<\/p>\n<p>verstie\u00dfen, die<\/p>\n<p>gerade bei Verdacht auf Alkohol eine<\/p>\n<p>medizinische Haftf\u00e4higkeitspr\u00fcfung<\/p>\n<p>zwingend vorschreibt (Paragraph 15<\/p>\n<p>Polizeigewahrsamsordnung).<\/p>\n<p>Da\u00df sie einen quasi Sterbenden nicht<\/p>\n<p>einmal als \u201ehilflose Person\u201c erkannten.<\/p>\n<p>Da\u00df sie gleichg\u00fcltig, selbstherrlich und<\/p>\n<p>in jeder Weise falsch gehandelt hatten.<\/p>\n<p>Stattdessen, um der Unverfrorenheit die<\/p>\n<p>Krone aufzusetzen, wurde der unter<\/p>\n<p>den Augen der \u201eOrdnungsh\u00fcter\u201c an inneren<\/p>\n<p>Hirnblutungen Verstorbene, tags<\/p>\n<p>drauf vom Polizeipresse-Sprecher des<\/p>\n<p>Polizeipr\u00e4sidiums Gie\u00dfen, Kurt Maier, in<\/p>\n<p>einer offiziellen Pressemitteilung des<\/p>\n<p>Polizeipr\u00e4sidiums als ein \u201estadtbekannter<\/p>\n<p>Alkoholabh\u00e4ngiger\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>Was nicht nur eine Beleidigung und<\/p>\n<p>Verunglimpfung eines Toten darstellte,<\/p>\n<p>sondern auch eine Verleumdung.<\/p>\n<p>Die Strafanzeige der Angeh\u00f6rigen gegen<\/p>\n<p>Kurt Maier, sie wurde &#8211; von der<\/p>\n<p>Staatsanwaltschaft Limburg abgeschmettert.<\/p>\n<p>Das Attribut \u201estadtbekannt\u201c<\/p>\n<p>stelle keine Beleidigung, sondern<\/p>\n<p>eine \u201eTatsachenbehauptung\u201c<\/p>\n<p>dar, und eine solche sei nicht strafbar.<\/p>\n<p>Damit verdrehte der Staatsanwalt<\/p>\n<p>(Herchen), derselbe \u00fcbrigens, der in<\/p>\n<p>dieser Todesermittlungssache nun<\/p>\n<p>gegen die Polizisten, die die Unterlassene<\/p>\n<p>Hilfeleistung begangen hatten<\/p>\n<p>ermittelte, deutschen Sprachgebrauch.<\/p>\n<p>In jedem DUDEN ist nachzulesen,<\/p>\n<p>wenn man es als Staatsanwalt schon<\/p>\n<p>sonst nicht wei\u00df, da\u00df \u201estadtbekannt\u201c<\/p>\n<p>eines der Super-Negativ-Attribute<\/p>\n<p>subjektiven Inhalts (\u201emeinungsgebunden,<\/p>\n<p>niemals objektiv\u201c) darstellt.<\/p>\n<p>Ein Rufmord-Adjektiv. Wer als \u201estadtbekannt\u201c<\/p>\n<p>verschrien ist, gilt nach g\u00e4ngigem<\/p>\n<p>Sprachgebrauch, als das<\/p>\n<p>\u201eLetzte \u00fcberhaupt\u201c.<\/p>\n<p>Gleichzeitig, schien damit, da es sich<\/p>\n<p>ja um einen angeblich \u201eStadtbekannten\u201c<\/p>\n<p>handelte, offenbar erlaubt, sich<\/p>\n<p>\u00fcber jede Vorschrift zum Schutz von<\/p>\n<p>Leben hinwegzusetzen.<\/p>\n<p>Strafe f\u00fcr die Polizisten? Nein. Dank<\/p>\n<p>eines rechtsmedizinischen Gutachtens<\/p>\n<p>der Uni Gie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ein Gutachten, das die Schwere der<\/p>\n<p>Verletzungen des Mannes derart \u201egravierend\u201c<\/p>\n<p>einstuft, da\u00df auch bei \u201eentsprechender<\/p>\n<p>und sofortiger medizinischer<\/p>\n<p>Fachbehandlung\u201c das Leben<\/p>\n<p>des Mannes nicht mehr zu retten gewesen<\/p>\n<p>w\u00e4re..\u201c Die ber\u00fchmte, die ber\u00fcchtigte<\/p>\n<p>\u201e\u00dcberholende Kausalit\u00e4t\u201c!<\/p>\n<p>Hier tritt sie also schon wieder als<\/p>\n<p>Rettung f\u00fcr die eigentlich Schuldigen<\/p>\n<p>auf: deren Unterlassene Hilfeleistung<\/p>\n<p>ja nur durch den Tod des Mannes ans<\/p>\n<p>Licht des Tages kam.<\/p>\n<p>Sonst h\u00e4tte niemand davon erfahren.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen besticht dieses Gutachten,<\/p>\n<p>das die beiden Polizisten von jedem Vorwurf<\/p>\n<p>freispricht, auch von dem, vielleicht<\/p>\n<p>durch ihr Verhalten (unsachgem\u00e4\u00dfer<\/p>\n<p>Transport eines bereits im Sterben Liegenden?)<\/p>\n<p>den Tod des Mannes herbeigef\u00fchrt<\/p>\n<p>zu haben, durch eine Vielzahl<\/p>\n<p>von Widerspr\u00fcchen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend auch in diesem Gutachten, wie<\/p>\n<p>bei Holger, mit dem Zeitfaktor und<\/p>\n<p>wissenschaflticher Erfahrungsliteratur<\/p>\n<p>gearbeitet wird:<\/p>\n<p>der Mann habe bereits in komat\u00f6sem<\/p>\n<p>Zustand (durch seine vorher schon stundenlang<\/p>\n<p>stattgefundenen Hirnblutungen)<\/p>\n<p>beim Auffinden auf der Stra\u00dfe durch die<\/p>\n<p>Polizisten gelegen, wird an anderer Stelle<\/p>\n<p>erw\u00e4hnt:<\/p>\n<p>\u201eImponiert eine frische Blutung&#8230;. (Hirnblutung).\u201c<\/p>\n<p>Wissenschaftlich minuti\u00f6s listet das Gutachten<\/p>\n<p>die Vielzahl der Prellungen am<\/p>\n<p>Kopf des Toten auf, auch eine markst\u00fcckgro\u00dfe<\/p>\n<p>blutende Wunde an der rechten<\/p>\n<p>Schl\u00e4fe des Verstorbenen (sie soll<\/p>\n<p>entstanden sein, wei der sp\u00e4ter Tote den<\/p>\n<p>Polizisten beim Versuch, ihn in den Streifenwagen<\/p>\n<p>zu hieven, aus den Armen geglitten<\/p>\n<p>und mit dem Kopf auf den Asphalt<\/p>\n<p>gefallen sei). Ferner die vielf\u00e4ltigen,<\/p>\n<p>schweren inneren Sch\u00e4del-Hirnverletzungen.<\/p>\n<p>Die einen (von L&#038;L) zu Rate gezogenen<\/p>\n<p>Facharzt zu der Spontan\u00e4u\u00dferung verleiteten:<\/p>\n<p>\u201eSo etwas kann niemals von einem<\/p>\n<p>einfachen Sturz kommen!\u201c<\/p>\n<p>Wie auch immer. Die Polizisten bleiben<\/p>\n<p>straffrei.<\/p>\n<p>Die Angeh\u00f6rigen des Toten zogen erst<\/p>\n<p>gar nicht vor Gericht. Sie resignierten im<\/p>\n<p>Vorfeld.<\/p>\n<p>Und dabei wu\u00dften sie gar nicht, da\u00df sie<\/p>\n<p>sowieso, laut, siehe oben, Beschlu\u00df des<\/p>\n<p>OlG Frankfurt, als \u201eAngeh\u00f6rige kein<\/p>\n<p>16 Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Klagerecht\u201c gehabt h\u00e4tten, weil der,<\/p>\n<p>dem die Hilfe versagt worden blieb, ja<\/p>\n<p>tot war.<\/p>\n<p>Und nur der Tote selbst sich ja h\u00e4tte beschweren<\/p>\n<p>d\u00fcrfen, im Sinne einer \u201estatthaften,<\/p>\n<p>zul\u00e4ssigen Klage\u201c, da\u00df ihm Hilfe<\/p>\n<p>nicht zuteil geworden war.<\/p>\n<p>Das alles ist doch ein alter Hut!\u201c sagt<\/p>\n<p>Oberstaatsanwalt Rothenberger aus<\/p>\n<p>Wiesbaden.<\/p>\n<p>\u201eWie hoch die Dunkelziffer von auf diese<\/p>\n<p>Weise Verstorbenen ist, wei\u00df kein<\/p>\n<p>Mensch, aber sie ist hoch: so bald jemand<\/p>\n<p>ne Fahne hat, streiken offenbar<\/p>\n<p>die Helferinstinkte, der daf\u00fcr eigentlich<\/p>\n<p>Zust\u00e4ndigen.\u201c<\/p>\n<p>Dabei wei\u00df jeder Rettungssanit\u00e4ter,<\/p>\n<p>da\u00df schwere Sch\u00e4del-Hirn-Verletzungen<\/p>\n<p>und schwerer Rausch auf Anhieb<\/p>\n<p>in ihren Auswirkungen nicht voneinander<\/p>\n<p>zu unterscheiden sind. Da hilft nur<\/p>\n<p>eine sofortige Vital-Reflex-Kontrolle.<\/p>\n<p>Und ist jemand ohne Bewu\u00dftsein, mu\u00df<\/p>\n<p>mit allen Mitteln, und sei es durch Pieksen<\/p>\n<p>mit einer Nadel, nach Reflexen geforscht<\/p>\n<p>werden:<\/p>\n<p>der Patient mu\u00df unter allen Umst\u00e4nden<\/p>\n<p>wachzukriegen sein. Reagiert er nicht,<\/p>\n<p>ist mit bereits erfolgter Eintr\u00fcbung<\/p>\n<p>durch eine einsetzende oder begonnene<\/p>\n<p>Hirnblutung zu rechnen. Schnellstes<\/p>\n<p>Handeln ist Imperativ.<\/p>\n<p>R\u00f6ntgen, und das Lesenk\u00f6nnen von<\/p>\n<p>Sch\u00e4delrissen im R\u00f6ntgenbild..<\/p>\n<p>Im Zweifel eine Computertomographie<\/p>\n<p>und sofortiges Operieren.<\/p>\n<p>Wie sagte einer der Beamten, der<\/p>\n<p>Dienstgruppenleiter jener Nacht (24.<\/p>\n<p>Juli 1996), die f\u00fcr den aufgefundenen<\/p>\n<p>Mann die letzte sein sollte, an einer<\/p>\n<p>Stelle des Vernehmungsprotokolls der<\/p>\n<p>Kripo-Kollegen Dillenburg:<\/p>\n<p>\u201e&#8230;.Wir dachten nun, da\u00df es besser<\/p>\n<p>w\u00e4re, den Mann nicht aufzuwecken..\u201c<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n<p>Land &#038; Leute<\/p>\n<p>Report Regional<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ja, damals war FEMINISSIMA noch nicht online&#8230;1998..und hie\u00df auch anders: LAND &#038; LEUTE &#8211; Lahn-Dill-Revue..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-85443","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femrecht","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>\u00daNTERLASSENE HILFELEISTUNG - Aus &quot;Land&amp;Leute-Lahn-Dill-Revue \/1998 - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/09\/14\/unterlassene-hilfeleistung-aus-landleute-lahn-dill-revue-1998\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u00daNTERLASSENE HILFELEISTUNG - Aus &quot;Land&amp;Leute-Lahn-Dill-Revue \/1998 - Feminissima\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"ja, damals war FEMINISSIMA noch nicht online...1998..und hie\u00df auch anders: LAND &amp; 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