{"id":85364,"date":"2008-08-13T07:14:52","date_gmt":"2008-08-13T07:14:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=85364"},"modified":"2008-08-13T07:14:52","modified_gmt":"2008-08-13T07:14:52","slug":"spuren-eines-sommers-wieder-eingesetzt-13-8-08","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/08\/13\/spuren-eines-sommers-wieder-eingesetzt-13-8-08\/","title":{"rendered":"SPUREN EINES SOMMERS &#8211; wieder eingesetzt\/13.8.08"},"content":{"rendered":"<p>Bei GOOGLE in der  Originalfassung wiedergefunden.<br \/>\nWie sch\u00f6n, wenn Google sichert, w\u00e4hrend Autoren ihre eigenen St\u00fccke wieder zer-schreiben. Wunschgem\u00e4\u00df werden dann Texte auch wieder heimgeschickt. Meistens werden sie dadurch nicht besser. Hier also wieder die&#8230;danke! von Google gesavte Originalfassung. Insgesamt hatte der Text, der auch schon einmal unter einem anderen Titel kurz hier online stand, etwa um die 50 LeserInnen, in der K\u00fcrze der Zeit und &#8222;angesichts der L\u00e4nge des Textes..&#8220; &#8211; schon erstaunlich, fast.<\/p>\n<p>\nJetzt bleibt die SHORT STORY.<br \/>Dies ist der Cache von Google von http:\/\/www.feminissima.de\/modules.php?op=modload&#038;name=News&#038;file=article&#038;sid=2754. Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 1. Aug. 2008 17:00:40 GMT angezeigt wurde. Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus. Weitere Informationen<\/p>\n<p>Nur-Text-VersionDiese Begriffe erscheinen nur in Links, die auf diese Seite verweisen: www feminissima de  <\/p>\n<p>Short Stories: Spuren eines Sommers..<\/p>\n<p>Verfasst 01. Aug 2008 &#8211; 04:33 AM<\/p>\n<p>\n Diesen Artikel per EMail verschicken   Druckerfreundliche Version<\/p>\n<p>\nvon: Rosan<\/p>\n<p><\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tr>\n<td style=\"background-image=url('images\/monet-heller.jpg')\"><font size=\"+1\"><\/p>\n<p>An einem jener staubigen Abende des Sommers, als ich auf meinem winzigen Balkon stand, und hinausstarrte, auf die vielspurige Ausfallstra\u00dfe und den \u00fcblichen Feierabend-Verkehr, ich, wie meistens irgendwie geistesabwesend, in Gedanken ganz woanders, ohne zu wissen, wo eigentlich, als der letzte Schimmer, der Abglanz einer gnadenlosen Sonne, dem diffusen, rosa-bl\u00e4ulich get\u00f6nten Zwielicht gewichen, die Dunkelheit ihr Nachtgewand im Begriff war, anzulegen, war mir j\u00e4h und wie zum erstenmal aufgefallen, wie ersch\u00f6pft meine lila-dunkelroten Petunien in ihren Blumenk\u00e4sten hingen. Jene Petunienpracht, die mir seit Wochen das Leben versch\u00f6nte. Mit ihrem Anblick. Ihrem feinen Duft. Sie bl\u00fchten und bl\u00fchten, und \u00fcberwucherten den von Autoabgasen dunkelgrau gewordenen Waschbeton der Balkonbalustrade.Und jetzt! Wie sahen sie aus! Ausgemergelt. Ausgebleicht.In dieser Sekunde durchfuhr mich der Strahl der Erkenntnis. Das Gef\u00fchl, alles zu wissen.Noch ehe ich die Vision begreifen konnte, war sie verl\u00f6scht.Ich suchte in meinem Hirn, versuchte den Bildern, dem Gef\u00fchl, wie einem Berg-Echo nachzulauschen, tief in mir, erfolglos. In Gedanken versunken gab ich meinen Blumen Wasser.Dieser Sommer.Er \u00fcbertraf schon l\u00e4ngst den Sommer 2003.Mit seinen \u201eandauernden Hitzeperioden\u201c, wie sie es in den Fernseh-Nachrichten noch immer, jedenfalls meist, strahlend verk\u00fcndeten, wenn wieder ein schier endloser, unertr\u00e4glich hei\u00dfer Tag bevorstand. Vor dem es kein Entrinnen gab, es sei denn, du verlegst dein Leben an den Strand eines Meeres, an das Ufer eines Sees, oder bleibst im kalten Wasser der Badewanne liegen&#8230;jene Tage, da diese gl\u00fchende, sengend-versengende Sonne ungebremst auf mein S\u00fcdseiten-Appartement knallte, all das sch\u00f6ne S\u00fcdlicht, auf das ich mich eigentlich so gefreut hatte, vor dem es jetzt kein Entkommen mehr zu geben schien, \u00fcber Wochen und Monate, und auch nachts kaum eine Abk\u00fchlung, bei mir jedenfalls nicht, in meinem Raum, auf meinem winzigen Balkon im dritten Stock, \u00fcber den Bl\u00e4ttern einer dahinsterbenden Linde. Seit einiger Zeit berichteten sie t\u00e4glich oder fast t\u00e4glich in diesen Programmen, die dir vorgesetzt werden und du schaust sie dir an, weil dir gerade nichts Besseres einf\u00e4llt, von der Hitze. Dieser Hitze. Und sie schm\u00fcckten sie mit allerlei verschroben bis skurrilen Vorsilben oder Erg\u00e4nzungen aus, wie etwa \u201eW\u00fcstensommer,\u201c denn es fiel ihnen auch bald nichts mehr ein.Weil sie ja das Wort Klimakatastrophe wohl auch nicht in den Mund nehmen durften. Das war sicher verboten. L\u00e4ngst. Und wenn sie vom Sommer 2003 sprachen, dachtest du sofort an die rund 40.000 Hitzetoten. Und du merktest, wie diese merkw\u00fcrdige Journalistensprache bereits in dein eigenes Gehirn gesickert war:\u201eRund 40.000 Hitzetote\u201c. Hatten sie fr\u00fcher nicht Wert auf genaue Definitionen gelegt?Auf Pr\u00e4zision und Genauigkeit?Seit einiger Zeit hatten andere Worte das Regiment \u00fcbernommen.Sie wurden eingesetzt wie Soldaten.Uns das Hirn zu zerm\u00fcrben und aufzuweichen, bis wir nichts mehr merkten.Das W\u00f6rtchen \u201erund\u201c hatte seit einiger Zeit \u201eungef\u00e4hr\u201c abgel\u00f6st&#8230;\u201eungef\u00e4hr rund&#8230;40.000 Hitzetote..\u201c in Westeuropa, im Sommer 2003..Vielleicht war \u201eungef\u00e4hr\u201c zu unjournalistisch. Nicht so kurz und griffig wie \u201erund\u201c.Vielleicht war \u201eungef\u00e4hr\u201c zu vage, zu ungef\u00e4hr eben. Mit \u201erund\u201c hattest du alles rundum im Griff.Aber hattest dich trotzdem nicht festgelegt.Du konntest ahnen, wenn du wolltest, wie die Aussage von: \u201eziemlich gewi\u00df\u201c \u2013 oder:\u201emit gro\u00dfer Gewissheit\u201c \u2013 zu deuten war. Dass davon auszugehen war, da\u00df mindestens&#8230;40.000 Hitzetote&#8230;oder?Die Zahlen schwankten. Doch es waren wohl 40.000 Menschen, die der Hitze zum Opfer gefallen waren, allein in Europa. Sie hatten anfangs, und auch mehrfach, die Zahlen klein gehalten, wiederholt korrigiert:Einmal waren es angeblich \u201enur\u201c 20.000, aber letztlich mu\u00dften es wohl doch 40.000 gewesen sein. Du h\u00f6rtest diese Zahlen. Es hanelte sich wirklich um Menschen. Nicht blo\u00df um reine, nackte, abstrakte Zahlen. W\u00e4ren die ein einem Krieg gefallen, in einem einzigen Sommer, die Welt\u00f6ffentlichkeit h\u00e4tte aufgeschrien. Nach Sanktionen verlangt. Nach Vergeltung. Nach Rache. Nach allem. Aber wenn Menschen einfach in den modernsten Industriestaaten, dazu im selbstverliebten Europa, an Hitze und Austrocknen sterben, wird kaum Aufhebens gemacht. Einsilbig statt vielsilbig, die Berichterstattung. Ist sie noch erlaubt \u00fcberhaupt? Es traf, nein, der Tod traf vor allem richtig alte Leute, und, erstaunlich genug, vor allem in Frankreich. In den \u00fcberhitzten Altersheimen. Bis zu dem Brand in den H\u00e4usern f\u00fcr die Immigranten aus Afrika, unl\u00e4ngst, eher unl\u00e4ngst, ein sch\u00f6nes ungenaues Wort, aber besserklingend denn \u201erund\u201c &#8211; wenngleich in bezug auf die Zeit ebenso unbestimmt, wie \u201erund\u201c auf die Summe einer Zahl von Hitzetoten, jedenfalls, um zum Anfang des Gedankens zur\u00fcckzukehren, h\u00e4ttest du geglaubt, Paris best\u00fcnde mehr oder weniger lediglich..aus den Champs-Elys\u00e9es und so und nat\u00fcrlich Montmartre, dem Boul\u2019 St. Michel im Studentenviertel Montparnasse oder war das doch woanders, egal, seitdem diese H\u00e4user in Brand geraten waren, in Paris, in Arondissements, also Stadtvierteln, die du nur von ihrer Stadtviertel-Zahl her kanntest, hatte sich meine Sicht auf la belle France und vor allem Paris, meiner Lieblingsstadt, wie ich immer dachte und glaubte, verschoben, sehr sogar, und was ich eigentlich sagen wollte, war, dass ich bis dahin, bis zum Sommer 2003, und bis zum Brand der Immigrantenh\u00e4user nicht gedacht h\u00e4tte, dass es \u00fcberhaupt Altenwohnheime in Frankreich g\u00e4be. Und erst recht nicht in Paris; immer war ich hundert Pro davon \u00fcberzeugt gewesen, dass in Frankreich die Familien (noch) zusammenlebten, die grand\u2019 m\u00e8re irgendwo unentbehrlich dazwischen, in diesen feudalen gro\u00dfen Pariser Wohnungen, die du aus den Filmen der nouvelle vague kennst, aber erst recht aus den modernen konventionellen Filmen. Es wirkt immer gro\u00dfb\u00fcrglich, l\u00e4ssig und gro\u00dfz\u00fcgig alles, irgendwie. Geld oder fehlendes Geld scheint keine Rolle zu spielen. In diesen franz\u00f6sischen Filmen jedenfalls. Dabei f\u00e4llt mir ein, dass in Wirklichkeit Gro\u00dfm\u00fctter eigentlich nicht auftauchten, weder in den ultramodernen Filmen der alten Nouvell-Vague, noch in den modernen-herk\u00f6mmlichen, nichtssagenden der Gegenwart. Stimmt eigentlich. Wenn, dann hockten sie in einem fernen Landhaus in der Provence oder der Normandie, und sie wurden hin und wieder besucht, eher unfreiwillig und man mochte sie nicht wirklich, im Film. Ich wei\u00df nicht genau, woher sich in meinem Hirn sofort dieses Spinnengewebe, gedanklich, meine ich, mein eigenes gedankliches Spinnengewebe, zwischen den gro\u00dfm\u00fctterlichen und gro\u00dfv\u00e4terlichen Hitzetoten und den verbrannten Immigranten in Frankreich gesponnen hat und doch ist es f\u00fcr mich naheliegend und logisch. Unnat\u00fcrlich, extrem unnat\u00fcrlich zu Tode gekommen. Durch zu gro\u00dfe Hitze. Vertrocknet die einen, verbrannt die anderen. Und sonderbar genug, keine Prominenten darunter..womit sich sicher die Einsilbigkeit erkl\u00e4rt, denn wer interessiert sich schon f\u00fcr Namenlose, nicht? Nein, als die H\u00e4user der Immigranten brannten, und ihre Bewohner verbrannten, da durfte eine Presse kurzfristig aufschreien. Denn diese Ungerechtigkeit, nicht wahr. Und dass die afrikanischen Immigranten in solchen L\u00f6chern untergebracht waren, von H\u00e4usern konntest du eigentlich wirklich nicht reden, nein, das relativierende \u201ewirklich\u201c hatten sie sogar weggelassen, sie sagten und schrieben, dass dies beileibe keine menschenw\u00fcrdigen Unterk\u00fcnfte und sie fanden Worte, echte und wahre, und treffende, wenngleich nur kurzzeitig. Seitdem durch die Br\u00e4nde, die durch Kurzschl\u00fcsse ausgel\u00f6st worden waren, erstmals die \u00d6ffentlichkeit via Television vom Ausma\u00df des Elends, von dem du nicht gedacht h\u00e4ttest, dass es so existiert, mitten in Paris, erfuhr, und f\u00fcr einen kurzen Augenblick lang so tat, als interessiere sie sich f\u00fcr das Schicksal dieser Menschen, die mit Ratten unter einem Dach hausten, schien es eine Legitimation zu geben, \u00fcber das seit langem reale Ausma\u00df von Menschenverachtung zu r<br \/>\neden und zu schreiben, in bezug auf die Immigranten, f\u00fcr ein paar Tage oder zwei bis drei Wochen, vielleicht waren es ja auch Ratten gewesen, die die Kabel angefressen hatten, was vieleicht ja zu einem Kurzschlu\u00df und zum Brand der H\u00e4user gef\u00fchrt haben k\u00f6nnte: sie hingen ja lose herum, die Kabel, wie zur Selbstbedienung f\u00fcr die hungrigen Nager, ein Wunder eigentlich, dass sich dort nicht schon l\u00e4ngst ein Mensch einen Stromschlag geholt hatte. Warum der Anblick der lila Petunien auf dem Balkon heute Abend zu derartigen Ausschweifungen meiner Gedanken Anla\u00df gegeben hat, wei\u00df ich nicht, k\u00f6nnte ich sagen, aber irgendwie wei\u00df ich es doch. Dieses Ausgemergelte. Die Petunien hatten gegeben, was sie konnten. Mehr als das. Sie hatten angefangen zu bl\u00fchen, sich zu vermehren, wie verr\u00fcckt, aus zwei kleinen Blumenst\u00f6cken mit lila Petunien, die ich an einem irgendwie halb verungl\u00fcckten staubigen Tag, der sich dann aber doch noch gemacht hatte, bei einem Vietnamesen erstanden hatte, in Sch\u00f6neberg, dazu zwei kleine unbestimmte, rosa blickende Pfl\u00e4nzlein, so Kleinbl\u00fchendes irgendwie \u2013 ja, als h\u00e4tten diese Pflanzen, Blumen, nur darauf gewartet, von mir aus der \u00d6de der ausgestellten \u2013 Kauft-mich-Blumen-Etag\u00e8re vor dem Laden unweit des Innsbrucker Platzes befreit und mitgenommen zu werden; gegen\u00fcber ein Italiener, ein italienisches Restaurant, mit einem riesigen, aber leeren Biergarten seitlich des Restaurants, abgekehrt von der Hauptstra\u00dfe, in einer kleinen Nebenstra\u00dfe, der Biergarten, wie gesagt, was dir ein spontanes Gef\u00fchl von Frische und Schutz vor der Hitze des Augusts und des Dauer-Auto-L\u00e4rms der Hauptstra\u00dfe suggerierte, sie sagen Biergarten, dabei sitzt man dort und trinkt nicht unbedingt Bier, es war ein besonders schw\u00fcler Tag, f\u00e4llt mir ein, und ich war in das Restaurant gegangen, als ich aus dem Bus gestiegen war, einfach so ausgestiegen war, weil mir die Stra\u00dfe interessant erschien, ich eigentlich woanders hinwollte, eigentlich nirgends, aber das ist egal, und ich war \u00fcberrascht, wie gereizt der Wirt, er sah aus, als sei er der Wirt, reagierte, als ich auf das Angebot zur\u00fcckkam, das vor der T\u00fcr auf einer Schiefertafel geschrieben stand:\u201eWein direkt aus dem Fa\u00df!\u201cOb ich mal probieren k\u00f6nne, hatte ich gefragt, freundlich, aber ein wenig sch\u00fcchtern, wie das im Grunde meine Art ist, was nicht immer sofort auff\u00e4llt \u2013 und ich f\u00fcgte hinzu \u2013 \u201eich wei\u00df ja nicht, ob der Wein mir schmeckt!\u201cDer Wirt hatte mir einen erbosten Blick zugeworfen, dann aber ein kleines Glas mit einem na, doch sichtbaren Schluck Wein gef\u00fcllt und es mir wortlos und leicht ver\u00e4chtlich gereicht, er wu\u00dfte wohl sofort, an mir konnte er nichts verdienen, wozu sollte er sich da die M\u00fche eines L\u00e4chelns abringen. Der Wein schmeckte tats\u00e4chlich nicht.\u201eIch nehme einen Kaffee!\u201c sagte ich, und erg\u00e4nzte, um nicht unh\u00f6flich zu sein,\u201ees ist ja auch noch zu fr\u00fch f\u00fcr einen Wein!\u201cEs war irgendwo zwischen 15 und 16 Uhr, und ich hatte wieder einmal eine dieser Wohnungen besichtigt, die ich doch nie nahm, und diese war dazu noch h\u00e4\u00dflich, und der im Inserat als Garten apostrophierte Flecken verdorrter Erde hinter dem Haus, mit Teppichstangen dazwischen, na, lassen wir das. Jedenfalls hatte ich mich in den Biergarten gesetzt. Au\u00dfer mir sa\u00df niemand dort. Unter den B\u00e4umen, ich habe vergessen, was f\u00fcr B\u00e4ume es waren und neben den hohen Hecken, die den Biergarten zur Nebenstra\u00dfe hin abgrenzten, f\u00fchlte ich mich f\u00fcr einen Augenblick lang sicher und geborgen.. Ich suchte in meiner Stoff-Handtasche nach einer der letzten Zigaretten und mir fielen die Fotos in die Hand, die ich vormittags abgeholt hatte. Ich liebte meine Fotos. Ich fand sie wunderbar. Sie machten mich gl\u00fccklich. Es waren meist Portraits von Landschaften, von einem Baum, einer Wiese, einem Gras, was wei\u00df ich..was mir so gerade faszinierend erschien und ich sozusagen ganz aus der N\u00e4he sehen und auch behalten wollte, als Bild, vielleicht auch sogar vergr\u00f6\u00dfert&#8230;es gab immer diese Wellen in mir&#8230;von suchthaftem Verhalten, alles fotografieren zu wollen, zu m\u00fcssen, wie um die Welt und das Licht festzuhalten, eigentlich kindlich-kindhaft, hatte ich schon gedacht&#8230;.Ich hatte den Kaffee getrunken, er war \u00fcbrigens ausgezeichnet, das sind die italienischen Kaffees meist, er war mir von einem \u00e4lteren Kellner mit Grandezza und einer leichten Verbeugung serviert worden, ich quittierte dies mit einem anerkennenden L\u00e4cheln und merkte, wie schw\u00fcl es war. Und irgendwie lichtlos, der Nachmittag. Ein schw\u00fcler, lichtloser Sommertag. Eigentlich zu verstehen, dass der Wirt nicht gut drauf war. Wer wollte an so einem Tag schon noch nachmittags an dem halb abgenagten Business-Lunch-Buffet sein Geld verschwenden, und so ahnte der Wirt wohl, dass er den Rest des \u201eBusiness-Lunch-Buffets\u201c wohl w\u00fcrde wegkippen m\u00fcssen, und dazu noch der Wein aus dem Fass, den auch keiner wollte, m\u00f6glicherweise.Als ich gezahlt hatte und aufgestanden war, sah ich auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite, es war eine Nebenstra\u00dfe, wie schon gesagt, die von der Hauptstra\u00dfe abzweigte, oder in die Hauptstra\u00dfe einm\u00fcndete, je nachdem, wie du es sehen willst, diese Auslage mit den Blumen-Topf-Pflanzen. Ich \u00fcberquerte die Stra\u00dfe und sah mir die Auswahl der angebotenen Blumen n\u00e4her an.Sie waren ungew\u00f6hnlich sch\u00f6n. Wirklich. Nicht diese Nullachtf\u00fcnfzehns, sondern jemand mu\u00dfte diese Blumenst\u00f6cke mit einer Liebe ausgesucht haben, einer Liebe zu sch\u00f6nen Pflanzen und Blumen, und ausgefallenen dazu.Schon l\u00e4ngst hatte ich mir in diesem Sommer wieder Petunien g\u00f6nnen wollen. Und jene waren lila, nicht dieses blauget\u00f6nte Lila, sondern dieses leicht altrosa get\u00f6nte Lila, mehr Dunkelrosa, eher dunkelrosa-dunkel-r\u00f6tlich-lila, ja, das trifft es am ehesten. Kurz, ein r\u00f6tliches Lila.Mein winziger Balkon war noch immer kahl, in diesem Juli 2006, der als der hei\u00dfeste Juli seit einhundert Jahren gilt oder wie sie sagen, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen oder so \u00e4hnlich, ich kann mir diese Worte nicht mehr behalten, weil sie mich so langweilen. T\u00f6dlich hei\u00dfer Juli, kann ich mir besser behalten. Diese Petunien, die ich in dem Laden gekauft hatten, bei dem freundlichen Vietnamesen, der alles m\u00f6gliche verkaufte, die Blumen waren nur ein Dazu, eigentlich handelte es sich um einen Lebensmittel-Laden, meine Petunien, sie sahen inzwischen mitgenommen aus. Es ist ja auch schon l\u00e4ngst August, fast Ende August. Und ich wei\u00df auch nicht, wie ich den Juli und den August eigentlich \u00fcberstanden haben. Aber ich wu\u00dfte, dass ich f\u00fcr die Blumen zu sorgen hatte und f\u00fcr meine Katze. Ich gab ihnen Wasser, t\u00e4glich. Den Blumen. Und auch der Katze, mehrmals t\u00e4glich. Aber die Katze trank lieber das Wasser aus der Sch\u00fcssel, das eigentlich f\u00fcr meine F\u00fcsse bestimmt war. Weil die Sch\u00fcssel nach richtig viel Wasser aussah. Ich gab der Katze also eine eigene Sch\u00fcssel voller Wasser, eine Salatsch\u00fcssel. Ich selbst wollte wenigstens die F\u00fc\u00dfe k\u00fchl haben, damit die Kn\u00f6chel nicht so anschwollen, von der Hitze, wenn ich in meinem Ein-Zimmer-Appartement sa\u00df, S\u00fcdseite, ohne Markise, und mit einem Boulevard unter dem wie gesagt winzigen Balkon. Je hei\u00dfer es wurde, desto lauter erschien mir der Verkehr auf dem Boulevard. Aber es war wohl blo\u00df diese Empfindlichkeit, durch die Hitze, die Trockenheit, diese D\u00f6rre, ich sage D\u00f6rre, von \u201eausgedorrt\u201c, eigentlich hei\u00dft es wohl D\u00fcrre, dabei hat sie nichts mit d\u00fcrr zu tun, diese Hitze, sondern sie dorrt aus, von ausgedorrt oder so, ja, aber Ausgedorrtheit ist etwas anderes als D\u00f6rre, und ich bleibe bei D\u00f6rre, und es war d\u00f6rrig drau\u00dfen, daher vielleicht auch diese Empfindlichkeit oder \u00dcberempfindlichkeit, die diese Hitze in dir verursacht und du gleichzeitig merkst, du hast nichts zu sagen, du hast nichts zu leben, ob es hei\u00df ist oder kalt, aber die Hitze treibt alles auf die Spitze, irgendwie, weil es kein Entkommen gibt, du dir keine Nacht in einem klimatisierten Hotelzimmer leisten kannst oder gar eine der neuen, noch so \u201ejetzt-im Angebot\u201c- Klima-Anlagen f\u00fcr dein vergleichsweise letztlich ja nicht gerade kleines Zimmer, und du l\u00e4sst dich treiben, aber es<br \/>\n ist schwei\u00dftreibend, egal ob du dich bewegst oder nicht, und keiner hindert dich daran, etwa mit den F\u00fc\u00dfen im Wasser nachmittags vor dem Fernseher zu hocken und in fremde Leben zu starren, warum auch, weil sich eh keiner f\u00fcr dich interessiert. Du bist eine von diesen Namenlosen, die t\u00e4glich in diese Stadt gesp\u00fclt werden, und \u00fcber die alle Welt dann redet und redet und redet, und die aber in Wirklichkeit kein Mensch kennt. Jene Kreativen, wie man sie gerne nennt, die sich von der Stadt angezogen f\u00fchlen. Kreativ macht sich immer gut. Denn das steht f\u00fcr alles oder doch eher nichts. So die Einsch\u00e4tzung von au\u00dfen. Wie die Projekte, von denen die Kreativen in dieser Stadt so angezogen, in die Leere f\u00fchren, letztlich, aber nicht immer, nat\u00fcrlich nicht, sonst g\u00e4be es ja keine Gr\u00fcnde daf\u00fcr, von diesen Kreativen zu reden und zu reden, die sich von der so gro\u00dfen und armen und angeblich so sexy Stadt angezogen f\u00fchlen, als die Gl\u00fccksritter der Abstiegs-Moderne, wo alles schon da, nur nicht zum Mond per last minute und ja, ich bin auch hier gelandet, in dieser gro\u00dfen, geilen oder ruppigen Stadt, je nachdem wo du lebst, wie du drauf bist, wie du das alles siehst und ob du gerade einsam bist oder nicht, ob du Kohle hast oder keine.Vielleicht haftet den Petunien inzwischen etwas Gehetztes an. Nein, ich bleibe treffender bei \u201eAusgemergeltes\u201c und \u201eAusgebleichtes\u201c. Ich konnte eigentlich nicht begreifen, wieso sich aus zwei eher mageren Blumentopf-Pflanzen, mit vielleicht sechs bis acht Bl\u00fcten an jedem Stock, an die Hunderte von Bl\u00fcten, mindestens aber vierzig pro Blumentopf, wirklich, \u00e4hnlich dieser wundersamen Vermehrung von Seifenblasen, wenn du pustest und dann quellen sie heraus aus dem kleinen Ring, den du in die Seifenlauge getaucht hast, gro\u00dfe, kleine, schillernde Luftblasen, nein Seifenblasen. Die Petunien sind konkret. Und sie bleiben auch. Sie zerplatzen-verwelken ja nicht gleich und sofort. Ich merke gerade, wie ich gelangweilt werde, \u00fcber das, was ich schreibe, dass ich nicht bei der Sache bin, und die Bilder von den Seifenblasen, auch wenn sie buntfarben-schillernd daher-schimmern, mich nicht vom Hocker rei\u00dfen. Weil ich aus dem Konzept gekommen bin, den Faden, warum eigentlich immer roter Faden..? verloren habe, und an meinen Gef\u00fchlen gerade vorbei-schreibe. Es ist nicht mehr das, was ich f\u00fchlte, und ich wei\u00df nicht mehr, was ich f\u00fchlte. Und ich bin w\u00fctend, verhalten jedenfalls, dass ich an jenem Abend, als ich entdeckte, wie ausgemergelt, wie vertan, wie verbraucht die Petunien da am Balkon hingen, nicht bis zum Umkippen weitergeschrieben habe: als und weil der Anblick der Petunien, auf dem Balkon, etwas in mir aufgebrochen hatte, etwas, das mich antrieb, fiebrig nach Stift und Papier zu suchen, wie ein Maler, der, leidenschaftlich angetrieben, eine Sekunde, eine unwiederbringliche, wenigstens in rohen Skizzen festhalten will, ehe der Eindruck verblasst ist, seine Kraft verloren hat, verloren gegangen ist. Ich habe vergessen, was es war. Und das macht mich stutzig und w\u00fctend zugleich.Eine T\u00fcr, eine innere, die sich ge\u00f6ffnet hatte, und inzwischen wieder verschlossen ist. Ich habe den Augenblick vertan. Einen Augenblick der Wahrheit. Welcher Wahrheit? Meiner eigenen, nat\u00fcrlich, wessen Wahrheit sonst. M\u00f6glicherweis habe ich noch irgendwo eine Notiz hinterlassen, aber ich h\u00e4tte es genausogut sein lassen, denn ich lebe und kritzele st\u00e4ndig in mindestens vier bis f\u00fcnf verschiedene Notizb\u00fccher, Zettel und Kalender und vor allem gern auf den Rand von Zeitungsartikeln. Erstens kann ich hinterher meist nicht mehr lesen, was ich da hingeschmiert habe, zweitens finde ich es sowieso nicht wieder. Drittens \u2013 ja, wei\u00df auch nicht, es interessiert mich dann nicht mehr. Doch, die \u00c4hnlichkeit mit dem ephemeren Zauber kurzlebig schillernder Seifenblasen. Vielleicht verl\u00e4uft so mein Leben. Seitdem ich in dieser Stadt angelandet bin. Jeden Tag irgendetwas. Besch\u00e4ftigung mit seiner selbst als Kunst. Das Gesamtkunstwerk, das absolut obergeliebte Wort sich wendender Lebensk\u00fcnstler immer anbei, ich bin es selbst, aber seh mich nicht so.Der Vietnamese, bei dem ich dann die Blumen gekauft hatte, genauer die Topf-Pflanzen, es war ja schon Sommer, l\u00e4ngst, es wurde Zeit, wollte man sich noch an ein paar Blumen auf dem Balkon erfreuen, war irgendwie ulkig. Er betrieb so etwas, das es in Berlin auf Anhieb gar nicht mehr gibt, aber in Wirklichkeit, wenn du sie findest, bl\u00fchen sie gerade als Nischen neu auf, vor allem als \u201eNacht-L\u00e4den\u201c \u2013 dieser aber war ein Tag-Laden: \u2013 eine Art Tante-Emma-Laden, und er wirkte alterslos und vergn\u00fcgt, der Vietnamese, aber vielleicht, weil Vietnamesen von Natur aus so freundlich wirken. Neulich erlebte ich kurz einmal das andere Gesicht von Vietnamesen, als sie sich mit einem Deutschen zofften. Da wirkten sie eigentlich gar nicht freundlich. Warum auch.Er packte mir all die Pflanzen und was ich sonst noch kaufte, es war nicht viel, denn es war hei\u00df drau\u00dfen und ich f\u00fchlte mich sonderbar, nicht gut, meine ich damit, \u00fcberhitzt einerseits, und so leer, so verloren, das hab ich oft in dieser Stadt, ich bin irgendwo, einfach punktuell steh ich irgendwo, wo ich gerade mal ausgestiegen bin, und finde mich in einem Laden wieder, in dem andere Menschen Stammkunden sind, wie du sofort an der Vertrautheit untereinander merkst, und du denkst, ich habe f\u00fcr immer mein Zuhause und den Boden unter den F\u00fc\u00dfen verloren. Ich bin eine Angesp\u00fclte, eine Angeschwemmte, Eine, die das Leben irgendwann auf der Strecke gelassen hat, ausgesp\u00fclt, vergessen, unbedeutend, unwichtig, nur einfach noch da. Das soll jetzt keine wie auch immer tiefere Bedeutung, nein, es ist ja auch nichts Besonderes, das habe ich jetzt innerhalb von drei Jahren, also in einer relativ kurzen Zeit, da ich dahintreibe und mir die Zeit k\u00fcnstlich vertreibe, gemerkt und herausgefunden \u2013 ich bin eine von \u201eZahlreichen\u201c \u2013 reich an der Zahl, das unbestimmte Wort f\u00fcr eine unbestimmbare Menge Menschen, daher auch eigentlich klein-geschrieben, die nichts mehr mit sich oder eher mit den anderen nichts mehr anzufangen wissen, aber es liegt wohl in uns selbst, dass wir selbst irgendwo und vor allem irgendwann &#8211; zeit&#038;ort! &#8211; abgesprungen sind, aus dem Zug des \u00fcblichen Lebens oder zum Absprung gen\u00f6tigt wurden&#8230;.und letztlich wei\u00dft du nicht mehr wirklich genau, wann und warum letztlich oder du wei\u00dft es doch, und sogar sehr genau, und daher hast du alles in die Schubladen geschoben, abgeschlossen, und es folgten weitere blaue Briefe des Lebens, die du noch nicht kennst, wenn du jung bist, dachtest du fr\u00fcher, und deren Inhalte du dir niemals vorstellen kannst. Denn du tr\u00e4umst von rosa Gedichten. Es ist jetzt gleich halb zwei, der Mittag, der 2. August. Drau\u00dfen seit gestern oder h\u00f6chstens vorgestern nach wochenlangen Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius und gnadenlos blauem nonstop-Himmel, endlich ein grauer Himmel, Wolken, hier und da Regen, etwas Wind, und das Gef\u00fchl, mit 19 Grad Celsius f\u00e4ngst du seit langem an, wieder etwas konkreter zu denken und zu f\u00fchlen. Vielleicht hatte die Hitze ja auch dein Gehirn schon ein St\u00fcck weit, ja, wie D\u00f6rrobst ausgedorrt.Es hat sich nicht viel ver\u00e4ndert, seitdem ich bemerkt habe, dass die Petunien durch waren. Dass sie fertig waren. Auch wenn ich ihnen gen\u00fcgend Wasser gegeben hatte. Ich h\u00e4tte frische Erde kaufen sollen. Ich h\u00e4tte sie umtopfen sollen. Ich h\u00e4tte ihnen mehr Raum geben sollen, einen gr\u00f6\u00dferen Topf, aber, das war den Petunien egal, lange Zeit jedenfalls, \u2013 sie bl\u00fchten wie verr\u00fcckt und \u00fcbrigens, sie bl\u00fchen immer noch, lediglich ausgemergelter, k\u00e4rglicher, ausged\u00fcnnter. Ich mu\u00df an dieser Stelle eine Pause einlegen. Nicht, dass oder weil ich m\u00fcde oder so w\u00e4re, nein, ich will mir ein paar Zigaretten kaufen, auch wenn die l\u00e4ngst eigentlich zu teuer sind, und dann schau ich mir vielleicht ein St\u00fcck weit diese t\u00e4glichen Nachmittags-Serien an, bei denen ich dann so herrlich einschlafe&#8230;und ich m\u00fc\u00dfte auch neuen Kaffee einkaufen, der alte ist alle und vorne beim neuen kleinen Getr\u00e4nkeh\u00e4ndler, der auch Kaffee verkauft, ist das Pfund Kaffee tiefgefroste<br \/>\nt, zu teuer. Ja, bei manchen Sachen bin ich dann pingelig. Aber dem Taxifahrer zwei Euro Trinkgeld, damit er sich freut. Und er freut sich. Garantiert. Auch die Taxifahrer sind noch voller Tr\u00e4ume. Manche wenigstens. Andere nicht. Und dann tauschst du jene S\u00e4tze &#8211; dann w\u00e4re ich heute nicht so allein oder dann m\u00fc\u00dfte ich heute nicht taxi-fahren. Aber was soll das. Wir m\u00fcssen alle etwas, das wir lieber nicht. Was w\u00e4re wenn, gewesen, genau. Das w\u00e4re ein bequemer Satz, h\u00e4tte und wenn \u2013 davon gibt es S\u00e4cke voll, in jedem Leben. S\u00e4cke des Lebens, die in jedem Keller stehen, und die tiefgefroren oder festgeschmolzen, es sind abgestorbene, verfaulte S\u00e4cke des Lebens, die mit \u201eh\u00e4tte\u201c und \u201ewenn\u201c angef\u00fcllt, und hier sitzen wir, und wissen nicht weiter. Es ist Nacht. Inzwischen. Die Balkont\u00fcr leicht ge\u00f6ffnet. Noch ein schwacher Duft meiner Balkonbl\u00fcten, ich habe die kleinen Rosafarbenen unerw\u00e4hnt gelassen, \u00fcber den Petunien. Auch die zuvor winzigen Rosafarbenen haben sich zu wahren Bl\u00fctenseen ausgedehnt, sozusagen, was etwas merkw\u00fcrdig klingt, sprachlich gemeint, so auf der Balustrade des winzigen Balkons, in den steinernen Blumenk\u00e4sten, und ich habe die gelben, sternenf\u00f6rmigen Balkonpflanzen auch nicht erw\u00e4hnt, sie blieben ..offenbar im Schatten der lila Petunien, meiner lila Petunien, die nur f\u00fcr mich und gegen den Staub, den L\u00e4rm, den Krach, das kreischende Bremsen vor der Kreuzungsampel zu bl\u00fchen schienen, um wie mich am Leben zu halten, dabei bl\u00fchen die Gelben, die kleinen Sternenf\u00f6rmigen.. ebenfalls &#8230;ja, wie die \u201eWeltmeister\u201c wollte ich gerade schreiben, w\u00e4hrend ich nach einem passenderen Wort suchte, man ist versucht, so umgangssprachllich, es wird ja auch so oft und diese Vergleiche sind furchtbar, denn die sternenf\u00f6rmigen gelben Bl\u00fcten verdienen ein durch und durch nur f\u00fcr sie eigens bestimmtes einmaliges Wort, so sch\u00f6n und ausdauernd, wie sie gebl\u00fcht haben und sich um die Steine der Steinbr\u00fcstung des Balkons ranken. Ja, meiner Katze habe ich ein paar Pflanzen, weiche, z\u00e4rtliche, und nat\u00fcrich auch Katzengras, auf den Boden des Balkons gestellt, sie schmiegt ihr Gesichtchen hinein, und erinnert sich vielleicht an jene Zeit, da sie noch eine Landkatze war und drau\u00dfen leben konnte, das Gras in langgestreckten Spr\u00fcngen &#8230;..ja, jetzt ist sie eine Stadtkatze, und lebt mit mir, sie ist ja auch ruhiger geworden und \u00e4lter, nat\u00fcrlich, und sie liebt mich.. Ich liebe sie auch. Im n\u00e4chsten Sommer wird sie 16 Jahre alt. Sie m\u00f6chte doch bitte bis an mein Lebens Ende bei mir bleiben. Aber ich sp\u00fcre bereits diesen Schmerz in mir, diesen Schmerz des Abschieds. Ich sehe die Anzeichen. Meine ganz pers\u00f6nliche und liebste, sanfteste, verst\u00e4ndnisvollste, einf\u00fchlungsreichste Katze der Welt, ja sie ist krank, sie ist alt geworden und schwach, der dumme Tierarzt hat angeblich nichts wirklich gefunden, aber man sieht es ja doch, am Fell und wie ihre hellgr\u00fcnen Augen sich eingetr\u00fcbt haben&#8230;.aber wir reden noch immer miteinander und unser Morgenritual ist fast wie immer. Ich frage die Katze, Katze, wollen wir fr\u00fchst\u00fccken? Und die Katze gibt jenen kleinen kehligen Laut der Begeisterrung von sich, der Begeisterung, die mich aus dem Bett scheucht und so nahm der Tag seinen Lauf &#8230;Und ich sp\u00fcre eine j\u00e4he tiefe Traurigkeit in mir. Wie werde ich denn ohne meine Katze leben k\u00f6nnen. Wer wird mir die Planung und den Mut f\u00fcr den Tag schmackhaft machen..? Und pl\u00f6tzlich kehrt die Erinnerung zur\u00fcck. An den abgerissenen Halbsatz des Gedankens, der Idee, die wie ein Windhauch und wieder verschwunden, wie ein Spuk, wie ein Licht das ein- und sofort wieder ausgeschaltet wird. Oder wie das Bild aus einem Traum. Gerade noch real und beim Aufwachen verblassend, verl\u00f6schend wie eine Sternschnuppe.Ja, genau in diesem Augenblick erinnere ich mich wieder, und die Erinnerung f\u00fchlt sich an wie ein weicher Stoff &#8211; an jenem Abend, als ich die Petunien betrachtete, wie mit neuen Augen, auf meinem Balkon, wie sie ausgebleicht, verausgabt, ohne Vorwurf, all die hei\u00dfen und staubigen Wochen ausgehalten, durchgehalten hatten, und ich hatte sie nie dursten lassen, niemals, keinen Tag, oder..? Nein, dann h\u00e4tten sie sich nicht wieder erholt. Nicht bei bis zu fast 40 Grad in der Sonne, S\u00fcdseite. Und sich die Gedanken \u00fcberkreuzten, \u00fcberschntte sich in rasender Schnelligkeit, an das Entsetzen, die Ungl\u00e4ubigkeit \u2013 im letzten Sommer: all die Hitze und die Hitzetoten vom vergangenen Jahr&#8230; und die verbrannten Immigranten in Paris, alles gl\u00fchte auf, spontan, intensiv, die Bilder der Verwesung, des Elends, beim Anblick meiner ausgemergelten Petunien&#8230;. war es, als sagten sich Leben und Tod kurz und spr\u00f6de: \u201eHallo!\u201c Wie en passant waren sie sich begegnet. Und verbl\u00fcfft waren sie, sich so nah zu sein.Und ich versprach den Petunien ihren D\u00fcnger, endlich! Sie waren pflegeleicht gewesen, sie hatten gebl\u00fcht, gewuchert, in tiefdunkelrotem Lila, hatten sich verschwendet, anspruchslos, ohne jede Anforderung. Kein Aufwand. Nichts. Doch der D\u00fcnger, ob er jetzt \u00fcberhaupt noch&#8230;wirkte? War es nicht zu sp\u00e4t?Der Sommer neigte sich seinem Ende zu. Und, w\u00fcrde ich noch daran denken,&#8230;wenn es wieder Tag war? ich in meinen Gedanken abgest\u00fcrzt,wie in einen Sog, dessen Richtung mir fremd blieb;Gedanken, in deren Konturenlosigkeit ich mich verlor, Gedanken, die sich \u00fcberlappten, \u00fcberlagerten, verklumpten, die sich wieder aufl\u00f6sten, Gedanken, zugleich .fieberhaft&#8230;jene Oase aussp\u00e4hend, suchend, unwillk\u00fcrlich, w\u00e4hrend sie dahintrieben, in der staubigen Hitze steinerner Stra\u00dfenschluchten: Eine Oase, einen winzigsten Ruheplatz, f\u00fcr das zerstichelte Nadelkissen in mir, mit der Bezeichnung: mein Herz . <\/p>\n<p>\n\u00b7 Mehr zum Thema Feminissima\u00b7 Artikel von fem Meistgelesener Artikel in Feminissima:Anfang August 2006&#8230; <\/p>\n<p>Short Stories : SPUREN EINES SOMMERS | Konfiguration | 0 Commentare<\/p>\n<p>\nSchwelle (Bewertung) <\/p>\n<p>\nKommentare geh\u00f6ren den Verfassern. Wir sind nicht f\u00fcr den Inhalt verantwortlich.<\/p>\n<p>(C) Feminissima 2002CMS by PostNukeHaftung f\u00fcr Inhalte auf verlinkten Seiten wird ausgeschlossen.<\/p>\n<p>\n \u00b7 Mehr zum Thema Feminissima<\/p>\n<p>\n\u00b7 Artikel von fem<\/p>\n<p>\nMeistgelesener Artikel in Feminissima:<\/p>\n<p>\nAnfang August 2006&#8230;<\/p>\n<p>Spuren eines Sommers.. | Anmelden \/ Zugang einrichten | <\/p>\n<p>\nKommentare geh\u00f6ren den Verfassern. Wir sind nicht f\u00fcr den Inhalt verantwortlich. <\/p>\n<p>(C) Feminissima 2002<\/p>\n<p>\nCMS by PostNuke<\/p>\n<p>\nHaftung f\u00fcr Inhalte auf verlinkten Seiten wird ausgeschlossen.<\/p>\n<p>\n\/n <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei GOOGLE in der  Originalfassung wiedergefunden.<br \/>\nWie sch\u00f6n, wenn Google sichert, w\u00e4hrend Autoren ihre eigenen St\u00fccke wieder zer-schreiben. Wunschgem\u00e4\u00df werden dann Texte auch wieder heimgeschickt. Meistens werden sie dadurch nicht besser. 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Insgesamt hatte der Text, der auch schon einmal unter einem anderen Titel kurz hier online stand, etwa um die 50 LeserInnen, in der K\u00fcrze der Zeit und &#8222;angesichts der L\u00e4nge des Textes..&#8220; &#8211; schon erstaunlich, fast.<\/p>\n<p>\nJetzt bleibt die SHORT STORY.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-85364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-shortstories","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>SPUREN EINES SOMMERS - wieder eingesetzt\/13.8.08 - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/08\/13\/spuren-eines-sommers-wieder-eingesetzt-13-8-08\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"SPUREN EINES SOMMERS - wieder eingesetzt\/13.8.08 - Feminissima\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Bei GOOGLE in der Originalfassung wiedergefunden. 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