{"id":85110,"date":"2008-03-24T07:29:28","date_gmt":"2008-03-24T07:29:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=85110"},"modified":"2008-03-24T07:29:28","modified_gmt":"2008-03-24T07:29:28","slug":"presse-schau-ostern-08-der-qualvolle-tod-von-jesus-christus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/03\/24\/presse-schau-ostern-08-der-qualvolle-tod-von-jesus-christus\/","title":{"rendered":"Presse-Schau Ostern 08: DER QUALVOLLE  TOD VON JESUS CHRISTUS"},"content":{"rendered":"<p>Kreuzigung <\/p>\n<p>Der qualvolle Tod des Jesus Christus :<\/p>\n<p>\nwelt-online vom  21.  3. 2008<br \/>21. M\u00e4rz 2008, 13:57 Uhr Von Bernhard Mackowiak<\/p>\n<p>\nReligion<\/p>\n<p>\nWie Jesus qualvoll am Kreuz starb<\/p>\n<p>\nDer Tod durch Kreuzigung kam sp\u00e4t, schmerzhaft und blutig. Gest\u00fctzt auf historische Quellen, arch\u00e4ologische Funde und medizinische Erkenntnisse ist es heute m\u00f6glich, die grausameste aller Todesstrafen detailgenau zu rekonstruieren. WELT ONLINE r\u00e4umt mit zehn Mythen rund um die Kreuzigung von Jesus Christus auf.<\/p>\n<p>Die Kreuzigung von Jesus: Tod nach dreist\u00fcndigem Todeskampf. <\/p>\n<p>Aufst\u00e4ndische wurden gekreuzigt <\/p>\n<p>\nKreuzigen war eine in der Antike verbreitete und g\u00e4ngige Hinrichtungsart. Sie wurde im Orient und im R\u00f6mischen Reich vor allem gegen entlaufene oder rebellische Sklaven verh\u00e4ngt. Bekanntestes Beispiel sind der aufst\u00e4ndische Sklavenheerf\u00fchrer Spartakus und 6000 seiner Anh\u00e4nger, die 71 v. Chr. entlang der Via Appia hingerichtet wurden. Danach wurde diese Form der Todesstrafe auch gegen Nichtr\u00f6mer angewandt, um durch diese Art des Sterbens Beobachter zu dem\u00fctigen, einzusch\u00fcchtern und abzuschrecken. So war die Kreuzigung eine politische Strafe zur Sicherung und Aufrechterhaltung der \u201ePax Romana\u201c. <\/p>\n<p>\nKeine typisch r\u00f6mische Strafe <\/p>\n<p>\nDiese Form der Strafe hat sich aus dem Aufh\u00e4ngen entwickelt und wurde zuerst durch die Ph\u00f6nizier bekannt. \u00dcber die Ph\u00f6nizier gelangte diese Hinrichtungsmethode ins Zweistromland und nach Persien. Hier wurde der Verurteilte nur festgebunden, aber noch nicht genagelt. Das Annageln wurde dann im Makedonischen Gro\u00dfreich h\u00e4ufig praktiziert. Nun wurden auch besondere Richtpl\u00e4tze f\u00fcr diese Exekutionsart geschaffen \u2013 meist auf einem Berg oder H\u00fcgel. Man benutzte daf\u00fcr eigene Pf\u00e4hle. So lie\u00df Alexander der Gro\u00dfe 332 v. Chr. bei der Eroberung von Tyros etwa 2.000 Menschen hinrichten. Die R\u00f6mer \u00fcbernahmen dann diese Art der Vollstreckung. <\/p>\n<p>\nJesus beging ein Staatsverbrechen <\/p>\n<p>\nAnders sah das der Pr\u00e4fekt Pilatus als oberster Vertreter der r\u00f6mischen Besatzungsmacht in der Provinz Jud\u00e4a. F\u00fcr ihn war Jesu religi\u00f6ser Messiasanspruch ein politischer Anspruch und damit ein Staatsverbrechen: Jesus hatte die Herrschaft \u00fcber die Juden angestrebt und damit jenes Privileg des r\u00f6mischen Kaisers angegriffen, dass nur er allein K\u00f6nige ein- und absetzen durfte. Mit der demonstrativen Hinrichtung am Passahfest wollte Pilatus zum einen die Messiaserwartung aller Juden treffen, zum anderen sie von Aufst\u00e4nden abschrecken. <\/p>\n<p>\nJesus starb an einem T-Ger\u00fcst <\/p>\n<p>\nDie R\u00f6mer verwendeten zu Anfang h\u00e4ufig ein Balkendreieck, Furca (Forke) genannt. Es wurde dem Verurteilten um den Hals geh\u00e4ngt, um dann seine Arme an den Schenkeln festzubinden und ihn in dieser Haltung auszupeitschen. Anschlie\u00dfend wurde die Furca an einen eingerammten Pfahl geh\u00e4ngt. Sp\u00e4ter wurde sie durch einen einfachen Querbalken (Patibulum) ersetzt, der am oberen Ende des Pfahls (Stipes) in einer Kerbe angebracht wurde. Auf diese Weise bekam dieses Marter- und Hinrichtungswerkzeug die Form des heutigen Buchstaben \u201eT\u201c. Es gibt arch\u00e4ologische Belege, nach denen Jesus an einem solchen Kreuz hingerichtet wurde. <\/p>\n<p>\nKreuzigen war extrem blutig <\/p>\n<p>\nDie vorangegangene Gei\u00dfelung mit 40 Schl\u00e4gen durch eine Lederriemenpeitsche (Flagrum), deren Enden mit Knochen- oder Eisenst\u00fccken versehen waren, hatte in den Schultern, dem R\u00fccken und Beinen tiefe Wunden hinterlassen. Der K\u00f6rper des Hinzurichtenden hatte sich in eine blut- und hautfetzenverkrustete Masse verwandelt, die durch das mehrmalige St\u00fcrzen auch noch mit Schmutz bedeckt war. Ferner waren die Kreuzbalken meist roh und nicht fachm\u00e4nnisch behauen oder gar gehobelt. <\/p>\n<p>\nJesus trug nur den Querbalken <\/p>\n<p>\nDas Tragen des Kreuzes vom Gef\u00e4ngnis zur Hinrichtungsst\u00e4tte w\u00e4re vom Gewicht her unm\u00f6glich gewesen. Der Verurteilte trug nur den Querbalken, das Patibulum, was aber nach den vorangegangenen Torturen nur unter gr\u00f6\u00dfter Kraftanstrengung zu bew\u00e4ltigen war. Das geschah jedoch nicht \u00fcber eine der Schultern, wie man einen Pfosten tr\u00e4gt, sondern festgebunden \u00fcber beide. Dem Zug voraus getragen wurde eine roh gezimmerte Holztafel (Titulus) oder ein Zeichen, welches das Verbrechen angab. Es wurde sp\u00e4ter mit einem Stab oberhalb des Kopfes angenagelt. <\/p>\n<p>\nEin Nagel f\u00fcr zwei Beine <\/p>\n<p>\nDie N\u00e4gel wurden nicht durch die Handfl\u00e4chen getrieben, sondern zwischen den kleinen Knochen der Handgelenke. N\u00e4gel durch die Handfl\u00e4chen rei\u00dfen zwischen den Fingern aus, wenn sie das Gewicht des K\u00f6rpers halten. Die Handfl\u00e4chen wurden nur genagelt, wenn die Handgelenke am Balken festgebunden wurden, um weitere Schmerzen beim Bewegen der H\u00e4nde zu verursachen. Tats\u00e4chlich war auch diese Form der Kreuzigung Jesu m\u00f6glich, die Passionsberichte geben dar\u00fcber keine Details. Meist wurden die Delinquenten von den R\u00f6mern \u00fcberhaupt nicht genagelt. Von den Wunden ist erst in der Geschichte vom ungl\u00e4ubigen Thomas die Rede. Weiterf\u00fchrende links<\/p>\n<p>\n\u201eWir k\u00f6nnen uns an Amerika ein Beispiel nehmen&#8220;<\/p>\n<p>\n Wer war Jesus Christus wirklich?<\/p>\n<p>\n Das erste Mal Eiersuchen im Schnee<\/p>\n<p>\n Warum Jesus am Kreuz sterben musste<\/p>\n<p>\n Ostern am 23. M\u00e4rz \u2013 Das erleben wir nie wieder<\/p>\n<p>\n Die Fernseh-Tops und -Flops zu Ostern<\/p>\n<p>\n Zentralrat der Juden kritisiert Karfreitagsgebet<\/p>\n<p>\n Schnee im S\u00fcden, Schmuddelwetter im Norden<\/p>\n<p>\n Die \u00fcberkreuzten Beine konnten mit einem Nagel durch den Spann befestigt werden, wenn ein schr\u00e4ges Brett (Suppedaneum) zus\u00e4tzlichen Halt gab. Eine andere Methode war das Annageln durch die Fu\u00dfwurzel nahe dem Kn\u00f6chel oder durch das Fersenbein, wenn die Beine rechts und links am Pfahl angelegt wurden. Ferner wurde am senkrechten Kreuzbalken in H\u00f6he des Ges\u00e4\u00dfes ein kleines Sitzbrett (Sedile), befestigt, so dass der Todeskandidat seine Arme entlasten konnte. Das erleichterte das Atmen, verl\u00e4ngerte aber die Qualen. <\/p>\n<p>\nEs gab keine Sonnenfinsternis <\/p>\n<p>\nAlle Evangelisten berichten \u00fcbereinstimmend, dass, w\u00e4hrend Jesus am Kreuz starb, sich von der 6. bis 9. Stunde eine Finsternis \u00fcber das Land senkte. Nach unserer Tageszeitrechnung w\u00e4re das die Zeit zwischen 12 und 15 Uhr. Allein Lukas wird etwas genauer, indem er davon spricht, dass die Sonne ihren Schein verlor. Da die Kreuzigung am Tage vor dem Passahfest erfolgte und Passah immer mit dem Vollmond zusammentraf, konnte eine Sonnenfinsternis keinesfalls eintreten \u2013 findet sie doch immer nur bei Neumond statt. Somit ist nur eine Mondfinsternis denkbar, die aber in den genannten Stunden als unm\u00f6glich gelten muss. Erschwerend kommt hinzu, dass es \u00fcber das genaue Kreuzigungsdatum keine einheitliche Auffassung gibt. Sicher ist nur, dass es in die Amtszeit des Pilatus zwischen 26 und 36 n. Chr. fallen muss. Unter Ber\u00fccksichtigung aller kalendarischen Verschiebungsregeln und Heranziehen antiker astronomischer Aufzeichnungen kristallisieren sich zwei Daten heraus: Mittwoch, der 25. April 31, wo der Mond zu 35 Prozent verfinstert war und Freitag, der 3. April 33 mit einer 60-prozentigen Mondverfinsterung. <\/p>\n<p>\nNach Jesus\u2019 Tod bebte die Erde <\/p>\n<p>\nSchlagworte<\/p>\n<p>\nJesus Christus Kreuzigung Auferstehung N\u00e4gel Das bei Matth\u00e4us beschriebene Erdbeben, bei dem sich Felsen spalteten und Gr\u00e4ber \u00f6ffneten, ist durchaus m\u00f6glich. Denn der Kreuzigungsort liegt im Bereich des Jordangrabens, einer tektonisch instabilen Zone. Verschiebungen der Krustenplatten f\u00fchren hier immer wieder zu Erdbeben. Sie k\u00f6nnen durchaus die beschriebenen Folgen haben. Es ist also tats\u00e4chlich m\u00f6glich, dass die Schilderung des Evangelisten Matth\u00e4us korrekt ist. Nicht auszuschlie\u00dfen ist gleichwohl, dass Erz\u00e4hler und Geschichtsschreiber einer Tendenz zur \u201eVerformung\u201c erlegen sind. Nicht selten werden spektakul\u00e4re Naturph\u00e4nomene mit gro\u00dfen geschichtlichen Vorg\u00e4ngen, wie dem Tod einer bedeutenden Person, synchronisiert. <\/p>\n<p>\nTod durch Kreislaufkollaps <\/p>\n<p>\nDer Tod am Kreuz trat \u00fcblicherweise nach einem Tag durch Ersticken oder Kreislaufkollaps ein. Durch Brechen der Unterschenkel, um das Abst\u00fctzen mit den Beinen zu unterbinden, konnte der Tod schneller herbeigef\u00fchrt werden. Bei den Mitgekreuzigten verfuhr man so. Bei Jesus, der nach nur dreist\u00fcndigem Todeskampf starb, unterlie\u00df man es allerdings. Bei der Grablegung von Jesus sollen Aloe und Myrrhe verwendet worden sein. Da diese Kr\u00e4uter normalerweise eher zur Wundbehandlung verwendet wurden, gab es Spekulationen, dass Jesus die Kreuzigung m\u00f6glicherweise in tiefer Ohnmacht \u00fcberlebt haben k\u00f6nnte. Diese k\u00f6nnte durch eine Fl\u00fcssigkeit mit gel\u00f6stem Opium hervorgerufen worden sein, die man ihm am Kreuz verabreicht haben k\u00f6nnte. Auf diese Weise haben manche (ungl\u00e4ubige) Forscher die Auferstehung Christi zu erkl\u00e4ren versucht. Ob Jesus indes zwei Tage nach seiner Kreuzigung tats\u00e4chlich von den Toten auferstanden ist, wird sich wissenschaftlich niemals beweisen oder widerlegen lassen. Es bleibt eine zentrale Glaubensfrage, die Grundlage f\u00fcr das ganze Christentum ist.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreuzigung <\/p>\n<p>Der qualvolle Tod des Jesus Christus :<\/p>\n<p>\nwelt-online vom  21.  3. 2008<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-85110","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femmedien","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Presse-Schau Ostern 08: DER QUALVOLLE TOD VON JESUS CHRISTUS - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2008\/03\/24\/presse-schau-ostern-08-der-qualvolle-tod-von-jesus-christus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Presse-Schau Ostern 08: DER QUALVOLLE TOD VON JESUS CHRISTUS - 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