{"id":84963,"date":"2007-09-10T03:45:32","date_gmt":"2007-09-10T03:45:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=84963"},"modified":"2007-09-10T03:45:32","modified_gmt":"2007-09-10T03:45:32","slug":"korea-im-land-der-toten-toechter-9-07","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2007\/09\/10\/korea-im-land-der-toten-toechter-9-07\/","title":{"rendered":"Korea: Im Land der toten T\u00f6chter \/ 9\/07"},"content":{"rendered":"<p>Ein Text, der dir das Herz zerrrei\u00dft.<\/p>\n<p>Er ist nicht aus dem Mittelalter. Er ist <\/p>\n<p>nicht einmal 10 Jahre alt, also von &#8222;heute&#8220;, letztlich.<\/p>\n<p>Im Land der toten T\u00f6chter<\/p>\n<p>Reiner Luyken  (Die ZEIT von 1998)<\/p>\n<p>Korea f\u00fchrt Krieg gegen die Frauen. Mittels Ultraschall schon vor der Geburt. M\u00e4dchen werden abgetrieben, weil sie wenig gelten. Wie in vielen L\u00e4ndern Asiens f\u00fchrt die Einkindpolitik zur t\u00f6dlichen Fixierung auf den Sohn<\/p>\n<p>Die Hochh\u00e4user wetteifern mit den Bergen. 20, 25 Stockwerke, wie Stalagmiten recken sie sich aus der Niederung des Tales. Am h\u00f6chsten ist der Fernsehturm. Von dort oben sieht man achtspurige Asphaltb\u00e4nder, die das Betongew\u00fcrfel zerschneiden. Acht gro\u00dfe Krankenh\u00e4user, drei Universit\u00e4ten und eine blitzneue U-Bahn f\u00fcr zweieinhalb Millionen Einwohner. Der aus dem Dritten Industriekomplex aufsteigende Dunst saugt die Morgensonne auf.<\/p>\n<p>Die s\u00fcdkoreanische Provinzmetropole Taegu ist eine merkw\u00fcrdige Mischung aus F\u00fcnfjahresplanung und pulsierendem Kapitalismus. In einer Brosch\u00fcre der Stadtverwaltung steht: &#8222;Unsere B\u00fcrger erstreben einen komfortablen Lebensstandard und hochklassige Kultur auf traditioneller Grundlage.&#8220; In dem Prospekt sind Fotos des fr\u00f6hlich albernden Nachwuchses abgedruckt. Auf einem Bild sieht man acht Jungen und drei M\u00e4dchen, auf einem anderen f\u00fcnf Jungen und kein M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Wo sind die M\u00e4dchen?<\/p>\n<p>Abgetriebene F\u00f6ten, mit dem Klinikm\u00fcll fortgeschafft. Taegu h\u00e4lt einen Weltrekord. Hier lassen sich jedes Jahr 2800 M\u00fctter ihre ungeborenen T\u00f6chter aus dem Leib operieren, weil sie S\u00f6hne wollen.<\/p>\n<p>In westlichen Industriel\u00e4ndern werden auf je 100 M\u00e4dchen 103 bis 105 Jungen geboren. Ein nat\u00fcrliches Ungleichgewicht, das sich im Laufe der Jahre nivelliert. In Taegu kamen in den vergangenen zehn Jahren f\u00fcr je 100 M\u00e4dchen 127 Jungen auf die Welt. Bei Familien mit mehreren Kindern wird das Mi\u00dfverh\u00e4ltnis der Geschlechter noch krasser. Unter den Drittgeborenen kommen auf 100 M\u00e4dchen 320 Jungen, unter den Viertgeborenen 351.<\/p>\n<p>Eine Mutter t\u00f6tete ihre Kinder &#8211; weil sie M\u00e4dchen waren<\/p>\n<p>Im S\u00fcden der koreanischen Halbinsel werden jedes Jahr 18 000 F\u00f6ten abgetrieben, weil sie dem &#8222;falschen&#8220; Geschlecht angeh\u00f6ren. Setzt man diese Zahl ins Verh\u00e4ltnis zur Bev\u00f6lkerungszahl, spielt S\u00fcdkorea die f\u00fchrende Rolle in einem weltweiten Krieg gegen das weibliche Geschlecht. Seit Jahren versucht das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) mit immer drastischeren Slogans die \u00d6ffentlichkeit auf das Schicksal der missing girls aufmerksam zu machen. Auf dem vergangenen Weltfrauentag gab die Organisation eine Presseverlautbarung mit der \u00dcberschrift heraus: &#8222;Todesurteil: M\u00e4dchen&#8220;. Am n\u00e4chsten Tag las man in der S\u00fcddeutschen Zeitung eine unter &#8222;Vermischtes&#8220; abgedruckte Agenturnachricht, formuliert im Konjunktiv: &#8222;Die Zahl der Frauen nimmt nach Angaben der Unicef dramatisch ab. Derzeit fehlten weltweit 100 Millionen Frauen. Grund daf\u00fcr seien geschlechtsspezifische Abtreibungen. Hinzu k\u00e4men M\u00e4dchent\u00f6tungen sowie massive gesellschaftliche Benachteiligung von M\u00e4dchen. T\u00f6chter w\u00fcrden schlechter ern\u00e4hrt und medizinisch versorgt als S\u00f6hne. Allein in Indien bestehe ein Defizit von 18 bis 49 Millionen Frauen. Auf 1000 M\u00e4nner k\u00e4men nur 929 Frauen. In Pakistan fehlten vier bis acht Millionen Frauen.&#8220; <\/p>\n<p>Abgetriebene M\u00e4dchen bekommen keine Schlagzeilen. Der f\u00fcr internationale Kooperation zust\u00e4ndige Stadtdirektor von Taegu, Sam Ryong Choi, wischt sich verstohlen Schwei\u00dfperlen von der Sirn. Er ist ein h\u00f6flicher Mann mit einer leisen Stimme. Das Thema M\u00e4dchenvernichtung geh\u00f6rt eigentlich nicht in sein Ressort. Aber dorthin doch eher als irgendwohin sonst im Rathaus. &#8222;Abtreibung&#8220;, sagt der Stadtdirektor, &#8222;wird hier nicht als problematisch angesehen. Formal ist sie illegal, tats\u00e4chlich ist sie erlaubt. Das ist ein kompliziertes Problem, das mit unseren Traditionen und unseren Wertvorstellungen verwoben ist.&#8220;<\/p>\n<p>Nirgendwo bieten Familienplanungszentren oder Abtreibungskliniken ihre Dienste an. Das machen alle Krankenh\u00e4user, sagen die Leute. Wie die nach General Kwaks benannte Klinik im Stadtzentrum oder die gro\u00dfen Medical Centers in den Vorst\u00e4dten. Die Spit\u00e4ler unterscheiden sich \u00e4u\u00dferlich in nichts von denen Europas. Die dort besch\u00e4ftigten Gyn\u00e4kologen geben sich ahnungslos. &#8222;Ich kann dar\u00fcber nicht viel sagen&#8220;, erkl\u00e4rt einer von ihnen, &#8222;wir machen das an unserem Krankenhaus schon seit Jahren nicht mehr.&#8220; &#8211; &#8222;Wir sind ein katholisches Krankenhaus&#8220;, sagt ein anderer Gyn\u00e4kologe, &#8222;bei uns gibt es so etwas nat\u00fcrlich nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Die Zahlen, die Taegus Stadtdirektor aus der statistischen Abteilung hochbringen l\u00e4\u00dft, belegen dagegen eindeutig, da\u00df nicht alle Frauen\u00e4rzte so unbeteiligt sind, wie sie tun. In der Tabelle Bev\u00f6lkerung nach Alter und Geschlecht sind bei den unter vierj\u00e4hrigen Kindern der Stadt 84 104 M\u00e4dchen und 101 810 Jungen eingetragen. Der Stadtdirektor weist mit seinem feinen Kugelschreiber auf die Statistik derjenigen, die \u00e4lter als 40 sind. Da gleicht sich das Geschlechterverh\u00e4ltnis wieder der Normalit\u00e4t an. Er l\u00e4chelt. Im Alter rauchen und trinken die M\u00e4nner sich zu Tode. Eine Art ausgleichende Gerechtigkeit. <\/p>\n<p>Die Ultraschalldiagnose kostet 60, die Abtreibung 300 Mark<\/p>\n<p>Das Ungleichgewicht gibt es erst seit Mitte der achtziger Jahre. Dank neuer medizinischer Technik kann man seither das Geschlecht ungeborener Kinder im Mutterleib vorhersagen. Durch eine Gewebeentnahme an der Haut, die den F\u00f6tus einh\u00fcllt, ist schon in der achten Schwangerschaftswoche das Geschlecht bestimmbar. Die Prozedur kostet \u00fcber ein halbe Million Won, umgerechnet gut 750 Mark. Eine Amniozentese, eine Analyse des Fruchtwassers, ist halb so teuer, aber nicht ganz risikolos. Nach und nach setzte sich in den Arztpraxen auch die Ultraschalluntersuchung an F\u00f6ten durch. Ein preiswertes Verfahren, 40 000 Won kostet es heute in Taegu, kaum 60 Mark. Mit Ultraschall kann man allerdings erst nach 16 Schwangerschaftswochen einigerma\u00dfen zuverl\u00e4ssig vorhersagen, ob ein Junge oder ein M\u00e4dchen im Mutterleib entsteht. Der F\u00f6tus wiegt dann um die 500 Gramm, eine Abtreibung kostet 200 000 bis 300 000 Won, 300 bis 450 Mark.<\/p>\n<p>&#8222;Ein guterzogenes M\u00e4dchen ist besser als 10 Jungen&#8220;<\/p>\n<p>Der Wunsch nach einem Sohn ist sogar bei katholischen Frauen oft st\u00e4rker als der Skrupel. Ein Viertel der Koreaner sind Christen, sieben Prozent Katholiken. Bei den sonnt\u00e4glichen Messen in der Kyesan-Kathedrale im Stadtzentrum dr\u00e4ngen sich die Menschen. Vor der Grotte der unbefleckten Empf\u00e4ngnis, einem koreanischen Lourdes, geht es an einem normalen Dienstagnachmittag zu wie in einem Bienenstock. Neunzig Prozent der katholischen Frauen, ermittelte eine Umfrage der Di\u00f6zese, gaben an, schon einmal abgetrieben zu haben.<\/p>\n<p>Lee Soo-Yeon ist Generalsekret\u00e4rin der katholischen Antiabtreibungskampagne Human Life International. Sie arbeitet in einem B\u00fcro des Bischofsamts und hat ihren Doktor f\u00fcr Lebensberatung an der Universit\u00e4t Florida gemacht. Und sie hat zwei T\u00f6chter. Vor der Hochzeit verabredete sie mit ihrem Mann: &#8222;Zwei Kinder und damit Schlu\u00df.&#8220; Jetzt ist die Sicherheit geschwunden. Nein, abtreiben w\u00fcrde sie nie. Als fromme Katholikin verh\u00fctet sie nur mit der p\u00e4pstlich abgesegneten Zyklusmethode. Aber sie bekommt jetzt immer mal wieder Anspielungen von ihren Schwiegereltern zu h\u00f6ren, ob sie nicht doch noch einmal versuchen wolle, einem Jungen das Leben zu schenken?<\/p>\n<p>&#8222;Sie sagen es nicht direkt. Aber ich sp\u00fcre, was sie denken&#8220;, beschreibt Frau Lee den unterschwelligen Druck. &#8222;Sogar mein Mann &#8230; ich wei\u00df nicht. Manchmal ist er jetzt so &#8211; er sagt nichts. Aber ich kann es nicht ignorieren.&#8220;<\/p>\n<p>Taegu wurstelt in einer ethnischen Zeitschleuse vor sich hin. Der nichtasiatische Bev\u00f6lkerungsanteil der Stadt liegt bei einem Promille. Wenn Europ\u00e4er sich nach Taegu verirren, zeigen Kinder mit dem Finger auf die exotischen Gesichter, fl\u00fcchten halb schreiend und halb lachend zu ihren M\u00fcttern.<\/p>\n<p>Seoul, die Hauptstadt S\u00fcdkoreas, ist eine dreiviertel Flugstunde und trotzdem Welten von Taegu entfernt. Niemand dreht nach einem Europ\u00e4er den Kopf. Das Geschlechterverh\u00e4ltnis von neugeborenen M\u00e4dchen und Jungen ist fast normal. Der im Gesundheitsministerium in Seoul f\u00fcr die &#8222;fehlenden M\u00e4dchen&#8220; zust\u00e4ndige Sachbearbeiter hei\u00dft Lee Jong-Koo. Sein Arbeitszimmer ist ein von B\u00fccherregalen eingemauertes Eck in einem Gro\u00dfraumb\u00fcro. Er hat Statistiken vorbereitet: \u00fcber die au\u00dferordentlich erfolgreiche Bev\u00f6lkerungspolitik Koreas; \u00fcber die eindrucksvolle Senkung der Geburtenrate von sechs Kindern im Jahr 1960 auf 1,6 Kinder pro Familie 30 Jahre sp\u00e4ter; dar\u00fcber, da\u00df die Regierung &#8222;das Problem geschlechtsspezifischer Abtreibungen&#8220; in den Griff bekommen habe.<\/p>\n<p>Was hat das eine mit dem anderen zu tun?<\/p>\n<p>Solange die Regelfamilie aus sechs Kindern bestand, war fast immer ein Sohn darunter. Bei vier Kindern kommt es auch mal vor, da\u00df alle M\u00e4dchen sind. Je kleiner die Familie, desto wahrscheinlicher ist es, da\u00df der Nachwuchs nur weiblich oder m\u00e4nnlich ist. Korea sei aber eine &#8222;Gesellschaft mit ausgepr\u00e4gter Sohnpr\u00e4ferenz&#8220;, sagt Lee Jong-Koo aus dem Gesundheitsministerium. Dar\u00fcber drohte die gesamte Bev\u00f6lkerungspolitik des Landes ins Wanken zu geraten. Die Regierung versuchte, sagt Lee, das Problem mit Slogans und Sanktionen zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Der erste, 1962 verbreitete Slogan lautete: &#8222;Bringt weniger Kinder zur Welt und erzieht sie gut&#8220;. 1971, die Geburtenrate stand bei viereinhalb Kindern, proklamierte die herrschende Junta: &#8222;Stoppt bei zwei, egal welchen Geschlechts&#8220;. 1978 folgte der Aufruf: &#8222;Ein guterzogenes M\u00e4dchen ist besser als zehn Jungen&#8220;.<\/p>\n<p>Illegale Abtreibungen sind steuerfrei. \u00c4rzte verdienen gut<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden setzten die Kleinfamilie mit drastischen Ma\u00dfnahmen durch. Der Staat zahlte nur f\u00fcr die Vorsorge und die Geburt des ersten und zweiten Kindes. Familien mit mehr als zwei Kindern wurden von der Warteliste f\u00fcr neue Wohnungen gestrichen. Kinderreiche Familien brauchten sich keine Hoffnung auf Darlehen und F\u00fcrsorge zu machen, S\u00fcdkorea bevorzugte die &#8222;Sterilisationsakzeptanten&#8220;. Zu einer perfekten Familienplanung geh\u00f6rten fortan vor allem Abtreibungen. Jedermann duldete sie, und die Beh\u00f6rden dr\u00fcckten dem h\u00f6heren Ziel zuliebe beide Augen zu. F\u00fcr Gyn\u00e4kologen wurde das Engelmachen zur unersch\u00f6pflichen Einnahmequelle, illegal und steuerfrei. Nur der Wunsch nach einem Sohn lie\u00df sich nicht kleinkriegen. Deshalb wurde erst mit der Einf\u00fchrung der Ultraschalldiagnose die koreanische Vermehrungsfreudigkeit stark einged\u00e4mmt.<\/p>\n<p>Als &#8222;sch\u00e4dlich und unethisch&#8220; verurteilte die 1994 in Kairo abgehaltene Weltbev\u00f6lkerungskonferenz den Trend, Technologien zur Fr\u00fcherkennung von Mi\u00dfbildungen ungeborener Babies f\u00fcr die Geschlechterwahl zu mi\u00dfbrauchen. Eine vom US-amerikanischen East-West Center ver\u00f6ffentlichte Studie zeichnet ein apokalyptisches Bild von der Zukunft Koreas: Aufgrund des dramatischen Frauenmangels k\u00f6nnten nun Pornographie und Gewaltverbrechen ausufern, Sittlichkeitsdelikte und Vergewaltigungen, Homosexualit\u00e4t und Vielm\u00e4nnerei.<\/p>\n<p>&#8222;Alle machen sich Sorgen wegen dieser Entwicklung&#8220;, meint der Gesundheitsbeamte Lee. Mit neuen Slogans und Sanktionen versuche seine Beh\u00f6rde deshalb, die planm\u00e4\u00dfige Beseitigung des weiblichen Nachwuchses zu unterbinden. Mit einem Plakat zum Beispiel, auf dem eine Frau im Hochzeitsgewand von einer Traube gieriger Freier umschw\u00e4rmt wird. &#8222;Wo sind die Br\u00e4ute der Zukunft?&#8220; steht darunter. Ein Pr\u00e4sidentenerla\u00df verbietet Gyn\u00e4kologen seit 1991, schwangeren Frauen das Geschlecht ihrer F\u00f6ten mitzuteilen. \u00c4rzte, die dagegen versto\u00dfen, m\u00fcssen mit Berufsverbot rechnen, im schlimmsten Fall sogar mit Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Die Strafen werden so gut wie nie verh\u00e4ngt. Die Regierung legt weiterhin Wert auf eine niedrige Geburtenrate. Und die k\u00f6nnte pl\u00f6tzlich hochschnellen, wenn Eltern erneut im Kindersegen den Sohn suchen, den sie nicht per Ultraschall vorbestimmen konnten. Kim Doo-Sub, Professor f\u00fcr Soziologie an der Hanyang University in Seoul, sieht in westlichen Angriffen auf die koreanische Bev\u00f6lkerungspolitik eine gewisse Doppelmoral: &#8222;Die Geburtenraten sollen \u00fcberall in der Dritten Welt fallen, aber mit den damit verbundenen Nebenerscheinungen will sich niemand abfinden.&#8220;<\/p>\n<p>Der Professor macht sich allerdings selbst um den &#8222;in Unordnung geratenden Heiratsmarkt&#8220; Sorgen. Vor allem deshalb m\u00fcsse das aus dem Lot geratene Geschlechterverh\u00e4ltnis korrigiert werden. &#8222;Sonst gibt es bald nicht mehr genug Frauen, um die Nachfrage zu befriedigen.&#8220; Das ist die Sichtweise des Patriarchats. Er lacht. &#8222;Ja, vielleicht. So ist das in unserer Kultur. Wir m\u00fcssen sicher auch unsere Wertvorstellungen revidieren.&#8220; Warum spielt der Sohn im koreanischen Denken eine so \u00fcbergeordnete Rolle? &#8211; &#8222;Frauen, die keinen Sohn haben&#8220;, sagt der Soziologe, &#8222;stehen vor einer unsicheren und vielleicht verheerenden Zukunft. Wer k\u00fcmmert sich im Alter um die M\u00fctter? Auf wen k\u00f6nnen sie sich verlassen? Die Menschen denken zuerst an ihre wirtschaftlichen Interessen. Das ist ein f\u00fcr Individuen sehr rationales Verhalten.&#8220; In der Provinzmetropole Taegu komme noch eine Erwartungshaltung hinzu: Viele Eltern hofften, da\u00df ein Sohn den Sprung in die politische und wirtschaftliche Elite Koreas schaffe. Taegu war die Heimat vieler Gener\u00e4le, die das Land jahrzehntelang beherrschten.<\/p>\n<p>Wo jedoch die Umst\u00e4nde anders sind, kann auch das Verhalten ganz anders sein. Professor Kim holt ein von ihm herausgegebenes Buch \u00fcber Bev\u00f6lkerungsentwicklung und Bev\u00f6lkerungsdynamik. Eine hier ver\u00f6ffentlichte Untersuchung vergleicht Korea mit Jamaika. In Jamaika werden T\u00f6chter bevorzugt. Dieses Ziel wird aber nicht mit drastischen Mitteln erzwungen wie in Korea, sondern durch selektive Geburtenkontrolle. Frauen, die zwei S\u00f6hne haben, verh\u00fcten nicht. Die statistische Wahrscheinlichkeit einer weiteren Schwangerschaft liegt bei ihnen um 50 Prozent h\u00f6her als bei M\u00fcttern von zwei T\u00f6chtern. 85 Prozent aller erstgeborenen und 34 Prozent aller zweitgeborenen Kinder sind dort love babies, die Ergebnisse von &#8222;Besuchspartnerschaften&#8220;, wie Demographen den Sexualverkehr nicht zusammenlebender M\u00e4nner und Frauen vornehm umschreiben. <\/p>\n<p>Die Frauen mi\u00dftrauen den streunenden M\u00e4nnern, sie sind die dominierenden Figuren im Land. In den Augen der Kinder sind es die M\u00fctter, die dem Leben Ordnung geben. Die weibliche Linie bestimmt, wer und was die Familie ausmacht.<\/p>\n<p>Auch in Asien gibt es gro\u00dfe Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern. Teilnehmer eines Symposiums des United Nations Population Fund (UNFPA) ordneten die asiatischen Nationen nach drei Kategorien. In China und Taiwan ist die Situation \u00e4hnlich wie in S\u00fcdkorea: Der Bev\u00f6lkerungszuwachs hat sich verlangsamt, und die Vorliebe f\u00fcr S\u00f6hne hat zu massenhaften Abtreibungen in den Kliniken gef\u00fchrt. Die amerikanische Demographin Judith Banister errechnete anhand von Volksz\u00e4hlungsdaten, da\u00df seit der Einf\u00fchrung der Ultraschalltechnik in China mindestens eineinhalb Millionen M\u00e4dchen abgetrieben wurden (siehe &#8222;Zuviel Testosteron&#8220;, Seite 18). Auch in Taiwan werden mehr Jungen geboren, als sich statistisch erkl\u00e4ren l\u00e4\u00dft. Zwar steigt in allen Schwellenl\u00e4ndern der Anteil m\u00e4nnlicher F\u00f6ten nat\u00fcrlicherweise, wenn sich die Gesundheitsvorsorge verbessert. Aber in Taiwan liegt diese Quote signifikant h\u00f6her als in Vergleichsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Bangladesch, Indien und Pakistan, ebenfalls Kulturen mit einer ausgepr\u00e4gten Vorliebe f\u00fcr m\u00e4nnlichen Nachwuchs, d\u00e4mmen die Bev\u00f6lkerungsexplosion nur langsam ein. Das Geschlechterverh\u00e4ltnis bei der Geburt ist in diesen L\u00e4ndern normal. Hier wird der schleichende Krieg gegen die Weiblichkeit vor allem nach der Geburt gef\u00fchrt. 36 von 1000 M\u00e4dchen &#8222;verschwinden&#8220; in Bangladesch w\u00e4hrend der ersten vier bis sechs Lebensjahre aus den Statistiken. Zwei Demographen stellten in Matlab Thana fest, da\u00df die Kindersterblichkeit unter M\u00e4dchen um 50 Prozent h\u00f6her ist als unter Jungen. Eltern brachten ihre S\u00f6hne fast doppelt so h\u00e4ufig zur Behandlung in eine Klinik f\u00fcr Durchfallerkrankungen wie ihre T\u00f6chter, obwohl Krankentransport und Behandlung kostenlos sind. <\/p>\n<p>In Indien zieht der Mann mit dem Ultraschall \u00fcber das Land<\/p>\n<p>In der b\u00fcrgerlichen Schicht Indiens setzt sich immer mehr die koreanische Methode der M\u00e4dchenbeseitigung durch. In einer Frauenklinik in Bombay sollen von 8000 abgetriebenen F\u00f6ten 7999 weiblichen Geschlechts gewesen sein. Eine oft wiederholte, in ihrem Ursprung allerdings nicht \u00fcberpr\u00fcfbare Zahl. Doch auch solidere Daten lassen kaum Zweifel am Fortschritt der medizinischen Technologie bei der Geschlechterselektion aufkommen. Die b\u00fcrgerliche Methode greift nun auch in l\u00e4ndlichen Gebieten um sich. Wenn auf einer staubigen Stra\u00dfe ein Pappschild mit den Buchstaben SDT f\u00fcr sex determination test h\u00e4ngt, wei\u00df jeder, der Mann mit dem Ultraschallger\u00e4t ist im Dorf. <\/p>\n<p>In Indonesien, Thailand und Sri Lanka geht das Bev\u00f6lkerungswachstum in chinesischen und koreanischen Gr\u00f6\u00dfenordnungen zur\u00fcck, ohne da\u00df es dort ein verqueres Geschlechterverh\u00e4ltnis g\u00e4be. S\u00f6hne werden nicht bevorzugt. Besonders das arme Sri Lanka ist stolz auf seine Erfolge im Kampf gegen die Frauendiskriminierung. Aus den Statistiken l\u00e4\u00dft sich allerdings nur die Gleichverteilung des Elends ablesen. 29 Prozent der M\u00e4dchen und 26 Prozent der Jungen leiden unter ern\u00e4hrungsbedingten Wachstumsst\u00f6rungen. 38 Prozent der M\u00e4dchen und 37 Prozent der Jungen sind untergewichtig. Jeweils 12 Prozent sind &#8222;verk\u00fcmmert&#8220;. Die m\u00e4nnliche ist mit 40 von 1000 h\u00f6her als die weibliche Kindersterblichkeit, da neugeborene Jungen von Natur aus anf\u00e4lliger sind.<\/p>\n<p>Die M\u00e4dchen, die geboren werden, sind Wunschkinder<\/p>\n<p>Bis in die sechziger Jahre wurden in Sri Lanka genau wie in Indien M\u00e4dchen und Jungen oft ungleich behandelt. Glaubt man dem Direktor der Bev\u00f6lkerungsabteilung im Gesundheitsministerium in Colombo, so ist das Ende der M\u00e4dchendiskriminierung darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, da\u00df M\u00fctter sozial und wirtschaftlich bessergestellt wurden. Lesen und Schreiben ist unter Frauen fast selbstverst\u00e4ndlich. Etwa die H\u00e4lfte der M\u00e4dchen zwischen 15 und 19 Jahren geht noch zur Schule &#8211; bei den Jungen gleichen Alters ist es nur ein Drittel. 45 Prozent der Industriearbeiter sind Frauen. Ihre so geschaffene wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit sch\u00fctze die Frauen vor h\u00e4uslicher Diskriminierung und Unterdr\u00fcckung, so der Direktor aus dem Gesundheitsministerium. Extreme Formen der M\u00e4nnerherrschaft wie das in Indien verbotene, aber praktizierte Mitgiftsystem, wie M\u00e4dchent\u00f6tung und Witwenverbrennung habe es in Sri Lanka ohnehin nie gegeben.<\/p>\n<p>Der Demograph Daniel Goodkind, er arbeitet im Zensusb\u00fcro der amerikanischen Regierung in Washington, h\u00e4lt den koreanischen Umgang mit weiblichen F\u00f6ten f\u00fcr gar nicht so \u00fcbel. Er sieht darin sogar langfristig eine Chance, die gesellschaftlich tiefverankerte Frauenverachtung zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Denn wenn die M\u00e4dchenabtreibung bedeute, da\u00df die zur Welt kommenden T\u00f6chter Wunschkinder sind, so k\u00f6nne &#8222;die vorgeburtliche Diskriminierung zu einer Verringerung postnataler Diskriminierung&#8220; beitragen. Weltweit, nicht nur in Indien, habe die weitgehende Abschaffung des Kindermordes &#8211; &#8222;ein schnelles, fr\u00fches und unwiderrufliches Schicksal&#8220; &#8211; dem Nachwuchs keineswegs ein besseres Leben beschert, sondern das Leid durch Vernachl\u00e4ssigung gebracht. Den Umkehrschlu\u00df k\u00f6nne man in Korea ziehen: Seit der Einf\u00fchrung der Ultraschall-Vorhersagen ist die in Statistiken erfa\u00dfte M\u00e4dchenbenachteiligung auf Null gesunken. Goodkind nennt das &#8222;Substitution&#8220;.<\/p>\n<p>Eine drakonisches Verbot des Engelmachens, glaubt der amerikanische Demograph, w\u00fcrde die allt\u00e4gliche Mi\u00dfhandlung kleiner M\u00e4dchen erneut ansteigen lassen. Die zugrundeliegenden kulturellen Motive seien zu stark, als da\u00df man sie durch Verordnungen ausschalten k\u00f6nne. Versuchte man es dennoch, entst\u00fcnde eine schwierige moralische Gleichung: &#8222;Wenn von 1000 sonst abgetriebenen M\u00e4dchen 10 sp\u00e4ter schwer vernachl\u00e4ssigt w\u00fcrden und wenn von diesen 10 M\u00e4dchen eines st\u00fcrbe &#8211; ist das ein akzeptableres Szenario?&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Text, der dir das Herz zerrrei\u00dft.<\/p>\n<p>Er ist nicht aus dem Mittelalter. 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