{"id":84906,"date":"2007-08-08T14:14:01","date_gmt":"2007-08-08T14:14:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=84906"},"modified":"2007-08-08T14:14:01","modified_gmt":"2007-08-08T14:14:01","slug":"presse-wende-im-fall-madeleine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2007\/08\/08\/presse-wende-im-fall-madeleine\/","title":{"rendered":"PRESSE: WENDE IM FALL MADELEINE?"},"content":{"rendered":"<p>beste Zusammenfassung der Ereignisse &#8211; faz.net von heute:<\/p>\n<p>\n08. August 2007<\/p>\n<p>\nWende im Fall Madeleine<br \/>\nFamilie und Freunde im Fokus der Ermittler<br \/>\nVon Leo Wieland, Alex Westhoff und J\u00fcrgen Dunsch<\/p>\n<p>Maddy McCann: Starb sie schon in der Ferienwohnung? <br \/>\n07. August 2007 <br \/>\nSchon seit dem 11. Juni war das Apartment in Portugal, aus dem Madeleine vor drei Monaten verschwunden war, nicht mehr als Tatort gesichert. Es war l\u00e4ngst gereinigt und an andere Familien vermietet worden. Und dann kamen in den vergangenen Tagen die britischen Ermittler mit ihren Cockerspanieln doch noch hinein. Sp\u00fcrhunde, in Deutschland sind es meist Sch\u00e4ferhunde, k\u00f6nnen bis zu sieben Jahre alte Blutspuren aufsp\u00fcren, auch in sehr geringen Mengen: Wird nur ein Tropfen Blut in einen Eimer Wasser gemischt, ausgekippt und mit einem Lappen sofort wieder aufgenommen \u2013 die Hunde k\u00f6nnen Spuren des Blutes noch immer erschnuppern. Die britischen Cockerspaniel schlugen an einer Stelle der Wand an.<\/p>\n<p>\nDaraufhin dunkelten die Ermittler den Raum ab, suchten die Stelle mit einer Ultraviolett-Taschenlampe ab \u2013 und entdeckten in geringer H\u00f6he an der Schlafzimmerwand Blutspuren. Und nun reagierten die Portugiesen pl\u00f6tzlich schnell. Am Dienstag berichtete die portugiesische Zeitung \u201eDiario de Noticias\u201c, die Polizei wisse, \u201edass Madeleine McCann in der Nacht des 3. Mai in dem Apartment des Hotels Ocean Club gestorben ist\u201c. Sie habe daher die Vermutung aufgegeben, dass das vier Jahre alte M\u00e4dchen entf\u00fchrt wurde. Die Ermittler konzentrierten sich nun \u201eauf Familienkreis und Freunde\u201c.<\/p>\n<p>\nBlutspuren k\u00f6nnen mit der Tat nichts zu tun haben<\/p>\n<p>Internationale Suche, doch nun gibt es Zweifel an einer Entf\u00fchrung <br \/>\nDer Fall des britischen Kindes, das aus dem Zimmer verschwand, in dem es mit seinen beiden j\u00fcngeren Geschwistern Sean und Amelie schlief, w\u00e4hrend ihre Eltern in einem Restaurant des Hotels zu Abend a\u00dfen, nahm binnen weniger Tage eine \u00fcberraschende Wende. Dabei ist mit den Blutspuren allein nichts gesagt. \u201eDie Gefahr, dass die Blutspuren \u00fcberhaupt nichts mit der Tat zu tun haben, ist sehr gro\u00df\u201c, sagt der Leiter der DNA-Abteilung des hessischen Landeskriminalamts, Harald Schneider. Gerade in einer Ferienwohnung mit st\u00e4ndig wechselnden Besuchern k\u00f6nnen die Blutspuren, die auch von einem Schnitt in den Finger herr\u00fchren k\u00f6nnten, sehr alt sein.<\/p>\n<p>\nDie Polizei in Leicestershire untersucht derzeit, ob das Blut von Madeleine stammt. Das Ergebnis wird erst in den n\u00e4chsten Tagen herauskommen. Erst dann kann die Polizei der These nachgehen, dass Madeleine m\u00f6glicherweise in der Ferienwohnung zu Tode gekommen ist \u2013 obwohl seine Geschwister anwesend waren. Das w\u00fcrde auch dazu f\u00fchren, dass die Eltern Kate und Gerry McCann, die seit nahezu hundert Tagen eine internationale Kampagne f\u00fcr das Wiederauffinden ihres Kindes f\u00fchren, abermals vernommen werden m\u00fcssten. Nach Angaben der Zeitung \u201eP\u00fablico\u201c untersuchten Polizeiexperten zehn Autos, die von den Eltern und deren Freunden an der Algarve benutzt worden waren, auf Spuren des M\u00e4dchens.<\/p>\n<p>\nHaben die portugiesischen Ermittler gepfuscht?<\/p>\n<p>Wurde Maddy gar nicht entf\u00fchrt, m\u00fcssen sich Kate und Gary McCann Fragen gefallen lassen <br \/>\nSchon jetzt richten sich aber Fragen an die portugiesischen Ermittler. DNA-Fachmann Schneider findet es \u201esehr seltsam\u201c, dass monatelang nur an der Entf\u00fchrungsthese festgehalten und ein T\u00f6tungsdelikt so lange generell ausgeschlossen wurde. Es sei unverst\u00e4ndlich, dass Familienangeh\u00f6rige und Verwandte bei den Ermittlungen so lange au\u00dfen vor geblieben seien. Und in britischen Ermittlerkreisen ist laut \u201eTelegraph\u201c abermals Kritik an vorherigen Ermittlungsfehlern der portugiesischen Polizei laut geworden. Eine solche Blutspur, so die Meinung der britischen Polizei, h\u00e4tte in den ersten Tagen entdeckt werden m\u00fcssen. Hundef\u00fchrer der britischen Polizei hatten ihre Expertise den portugiesischen Beh\u00f6rden schon im Mai angeboten \u2013 waren aber nicht zugelassen worden.<\/p>\n<p>\nUnd noch eine Spur brachte am Dienstag Bewegung in den Fall Madeleine. Denn in Portugal und Gro\u00dfbritannien wurde eine Verbindung hergestellt zu einem Entf\u00fchrungsfall, der seit einer Woche die \u00d6ffentlichkeit in der Schweiz bewegt. Inzwischen steht aufgrund von DNA-Analysen fest, dass der zuletzt in Spanien lebende Urs Hans von Aesch die f\u00fcnfeinhalbj\u00e4hrige Ylenia in Appenzell entf\u00fchrt hat. Von dem M\u00e4dchen fehlt jede Spur, Aesch selbst hat noch am Tag der Entf\u00fchrung Selbstmord begangen. Auch am Dienstag setzte die Polizei die Suche nach Ylenia rund um den Ort des Selbstmords in der N\u00e4he von Uzwil (Kanton St. Gallen) fort \u2013 ohne Ergebnis, wie der Sprecher der Kantonspolizei bekannt gab. Eine Sonderkommission namens \u201eRebecca\u201c pr\u00fcft, ob Verbindungen zu dem Verschwinden von insgesamt f\u00fcnf Kindern, davon drei aus den Kantonen St. Gallen und Thurgau, zwischen 1981 und 1986 bestehen.<\/p>\n<p>\nF\u00fchrt Spur in der Schweiz in die richtige Richtung?<\/p>\n<p>Blutspuren in der Ferienwohnung: Wurde Maddy Opfer eines Mordes oder eines Unfalls? <br \/>\nBisher gibt der Entf\u00fchrungsfall zahlreiche R\u00e4tsel auf \u2013 nicht zuletzt wegen der Person des mutma\u00dflichen Einzelt\u00e4ters. Der seit 1990 mit seiner Ehefrau im spanischen Benimantell lebende Urs Hans von Aesch tauchte Anfang Juli wieder in seiner Heimat auf. In der Ostschweiz suchte er offenbar nach Wohnraum, unter anderem in Appenzell. Sein wei\u00dfer Renault Traffic stand am Dienstag vor einer Woche auch auf dem Parkplatz des Hallenbades, wo Ylenia zuletzt gesehen wurde. Danach fuhr der 67 Jahre alte Mann Richtung Westen. In der N\u00e4he von Uzwil versuchte er dann zur Mittagszeit aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden, einen Sechsundvierzigj\u00e4hrigen beim Mittagsschlaf zu erschie\u00dfen, ehe er ungef\u00e4hr zweieinhalb Stunden sp\u00e4ter in einem nahegelegenen Wald mit einer anderen Waffe Selbstmord beging.<\/p>\n<p>\nIn der N\u00e4he fand die Polizei Fahrradhelm, Kickboard und Rucksack von Ylenia, in dem zudem alle Kleidungsst\u00fccke des M\u00e4dchens geordnet verpackt waren. Urs Hans von Aesch, der bei seiner geschiedenen Mutter aufwuchs, wurde von einem Bekannten als cholerisch geschildert. Die \u201eNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201c erinnerte an eine Verurteilung zu 15 Monaten Haft vor dem Z\u00fcrcher Obergericht im Jahr 1961. Von Aesch hatte versucht, von einem Kaufmann 10 000 Franken zu erpressen. Im anderen Fall, so drohte er, werde dessen kleiner Sohn \u201enicht mehr vom Kindergarten heimkehren\u201c. Der Gerichtspsychiater charakterisierte den kaum Zwanzigj\u00e4hrigen damals als \u201emangelhaft entwickelten, infantilen Psychopathen\u201c. Nach Polizeiangaben aus der Schweiz gibt es aber keine Hinweise darauf, dass von Aesch mit dem Entf\u00fchrungsfall in Portugal etwas zu tun hat.<\/p>\n<p>\nMcCanns \u00e4u\u00dfern sich nicht zum Blutspuren-Fund<\/p>\n<p>\nEs w\u00e4re nicht die erste Spur im Fall Madeleine, die sich in Luft aufl\u00f6st. So hatte die portugiesische Polizei am Wochenende das Haus des bisherigen Hauptverd\u00e4chtigen Robert Murat abermals untersucht. Die zweit\u00e4gige Suche in der Villa des Mannes, die unmittelbar neben der Ferienanlage liegt, erbrachte aber offenbar keine neuen Hinweise. Unter anderem fanden auch Grabungen auf dem Gel\u00e4nde statt. Mit Scannertechnik versuchte man herauszufinden, ob in den vergangenen Wochen Erdreich bewegt worden war. Der 33 Jahre alte Murat war seit dem 10. Mai, als er vor\u00fcbergehend festgenommen wurde, der Tat verd\u00e4chtig. F\u00fcr einen Haftbefehl reichten die Verdachtsmomente aber nicht aus. Und auch die Beschreibungen eines weiteren Verd\u00e4chtigen bleiben vage. Es handle sich dabei um einen etwa 40 Jahre alten dunkelh\u00e4utigen Mann eventuell afrikanischer Abstammung mit englischer Staatsangeh\u00f6rigkeit. Er soll nach Augenzeugenberichten in jener Mai-Nacht dabei beobachtet worden sein, wie er ein angeblich schlafendes M\u00e4dchen aus dem Apartment der Ferienanlage trug.<\/p>\n<p>\nIn Gro\u00dfbritannien sind f\u00fcr Hinweise auf Madeleines Verbleib Belohnungen in H\u00f6he von mehr als vier Millionen Euro ausgesetzt worden &#8211; wohl Grund genug f\u00fcr Augenzeugenberichte wie jener aus Belgien, wo eine Zeugin in der Stadt Tongeren das Kind gesehen haben will. Die Anw\u00e4lte der Familie McCann haben au\u00dferdem schon mehr als eine Million Euro an Spenden f\u00fcr die Suche gesammelt. Ungeachtet der aktuellen Entwicklung, die auch sie selbst wieder in den Kreis der Verd\u00e4chtigen r\u00fccken k\u00f6nnten, sagten die McCanns am Dienstag unbeirrt: \u201eWir glauben fest daran, dass Madeleine noch am Leben ist.\u201c Vater Gerry McCann sagte einem britischen Fernsehsender, dass er nicht an einen Mord glaube. Zu den Blutspuren im Ferienapartment der Familie wollte er nichts sagen: \u201eWir \u00e4u\u00dfern uns nicht zu kriminaltechnischen Einzelheiten und werden dies nicht tun, auf keinen Fall wollen wir die Ermittlungen gef\u00e4hrden.\u201c<\/p>\n<p>Text: F.A.Z.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>beste Zusammenfassung der Ereignisse &#8211; faz.net von heute:<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-84906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femrecht","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>PRESSE: WENDE IM FALL MADELEINE? - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2007\/08\/08\/presse-wende-im-fall-madeleine\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"PRESSE: WENDE IM FALL MADELEINE? 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