{"id":84635,"date":"2006-09-14T12:19:28","date_gmt":"2006-09-14T12:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=84635"},"modified":"2006-09-14T12:19:28","modified_gmt":"2006-09-14T12:19:28","slug":"ai-bericht-libanon-auf-beiden-seiten-kriegsverbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2006\/09\/14\/ai-bericht-libanon-auf-beiden-seiten-kriegsverbrechen\/","title":{"rendered":"ai-Bericht LIBANON: Auf beiden Seiten Kriegsverbrechen."},"content":{"rendered":"<p>Teil I und  Teil II <\/p>\n<p>\nAMNESTY INTERNATIONAL LEGT BERICHT VOR.<\/p>\n<p>Eine Zusammenfassung aus Informationen von ard-online.de<\/p>\n<p>\nTeil I &#8211; Kriegsverbrechen Israels<\/p>\n<p>\nTeil II &#8211; Kriegsverbrechen der Hisbollah lt.ai<\/p>\n<p>TEIL I vom 24. August 2006<\/p>\n<p>\nBilanz des Libanon-Feldzuges<\/p>\n<p>Amnesty: Israel griff vors\u00e4tzlich zivile Ziele an<\/p>\n<p>\nW\u00e4hrend des Libanon-Feldzuges habe die israelische Armee bewusst zivile Ziele angegriffen &#8211; behauptet die Menschenrechtsorganisation amnesty international. Es sei beispielsweise kein Zufall, dass die Superm\u00e4rkte in allen D\u00f6rfern des ehemaligen Kampfgebietes zerst\u00f6rt seien.<\/p>\n<p>Von Carsten K\u00fchntopp, ARD-H\u00f6rfunkstudio Amman<\/p>\n<p>\nGrafik: Israelischer Luftangriff auf das libanesische Dorf Al Khiam am 8. August 2006]<\/p>\n<p>\nDer Vorwurf von amnesty international wiegt schwer: W\u00e4hrend der Offensive gegen Hisbollah habe Israel vors\u00e4tzlich zivile Ziele angegriffen &#8211; und zwar als Teil der milit\u00e4rischen Strategie. Die Angriffe auf die Infrastruktur des Libanon seien wahllos und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gewesen und stellten damit ein Kriegsverbrechen dar. amnesty zieht Bilanz: Bei mehr als 7000 Luftangriffen und 2500 Angriffen von See kamen etwa 1200 Menschen ums Leben, ein Drittel davon Kinder, eine Million Menschen wurden zu Fl\u00fcchtlingen gemacht. Zerst\u00f6rt wurden etwa 15.000 H\u00e4user und Wohnungen, mindestens 25 Tankstellen, zwei Krankenh\u00e4user, 900 Gesch\u00e4fte oder Produktionsst\u00e4tten, 80 Br\u00fccken und 90 Stra\u00dfen, au\u00dferdem Brunnen, Wasserleitungen und -pumpen, Kl\u00e4ranlagen, Kraftwerke und Umspannstationen, ein Leuchtturm sowie die gr\u00f6\u00dfte Meierei des Landes.<\/p>\n<p>H\u00e4user bewusst zum Einsturz gebracht:<\/p>\n<p>\nAus Sicht von amnesty war es gerade die hohe Treffgenauigkeit der eingesetzten Munition, die jetzt beweist, dass die Sch\u00e4den an zivilen Einrichtungen nicht ungewollte Kollateralsch\u00e4den, sondern beabsichtigt waren und zur Taktik der Armee geh\u00f6rten. Auff\u00e4llig sei zum Beispiel, dass viele H\u00e4user allein dadurch zum Einsturz gebracht wurden, indem einzelne tragende Pfeiler beschossen wurden und das Geb\u00e4ude dann unter seinem eigenen Gewicht zusammenklappte. Dies zeigt aus Sicht der Menschenrechtler, dass eben genau dieses Geb\u00e4ude auch getroffen werden sollten.<\/p>\n<p>Superm\u00e4rkte zerst\u00f6rt:<\/p>\n<p>\nIm S\u00fcden des Libanon, so amnesty, gebe es kein Dorf mehr, in dem nicht immer auch der \u00f6rtliche Supermarkt angegriffen worden sei. Es gebe sogar D\u00f6rfer, in denen nur der Supermarkt zerst\u00f6rt worden sei. Gleiches gelte auch f\u00fcr die Angriffe auf Tankstellen, Pumpwerke oder Gesch\u00e4fte: Immer seien die Schl\u00e4ge sehr pr\u00e4zise gewesen.<\/p>\n<p>Das Argument der Israelis, die Hisbollah Miliz habe Zivilisten und zivile Einrichtungen als Schutzschilde benutzt, l\u00e4sst amnesty international nicht gelten. Wegen des Musters und des Umfangs der Angriffe, der Zahl der Zivil-Opfer und des Ausma\u00dfes der Zerst\u00f6rung sei diese Behauptung unglaubw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Wollte Israels Armeef\u00fchrung Bev\u00f6lkerung bestrafen?Amnesty st\u00fctzt sich auch auf \u00c4u\u00dferungen israelischer Regierungssprecher und Armeevertreter, die angeblich ebenfalls zeigen, dass die Angriffe auf zivile Einrichtungen vors\u00e4tzlich waren. So hatten Reporter bei einem Briefing der israelischen Armee am 24. Juli erfahren, dass Generalstabschef Dan Halutz angeordnet habe, f\u00fcr jeden Katyusha-Angriff auf Haifa zehn Geb\u00e4ude in Beirut zu zerst\u00f6ren. In einem Zeitungsinterview hatte Halutz gedroht, wenn Libanon sich nicht von dem &#8222;Krebsgeschw\u00fcr Hisbollah&#8220; trenne, werde das Land &#8222;einen sehr hohen Preis daf\u00fcr bezahlen&#8220;. Offenbar, so amnesty international, habe Israel eine Politik der Bestrafung gegen\u00fcber der libanesischen Bev\u00f6lkerung verfolgt, damit die Menschen sich gegen die Hisbollah wenden w\u00fcrden. Dies k\u00f6nne aber kein legitimes oder legales Ziel der Kriegsf\u00fchrung sein, denn dann, so amnesty, g\u00e4be es &#8222;Krieg ohne Grenzen&#8220;.<\/p>\n<p>Hisbollah-Angriffe noch nicht untersuchtGegenstand des amnesty-Berichts war ausschlie\u00dflich Israels Offensive und nicht die Aktionen von der Hisbollah. Mit denen, so amnesty, besch\u00e4ftige man sich an anderer Stelle.<\/p>\n<p>\n________________________<\/p>\n<p>\nMenschenrechtsorganisation legt heute, 14. 9. 2006, Bericht vor:<\/p>\n<p>ai wirft Hisbollah Kriegsverbrechen vor<\/p>\n<p>[Bildunterschrift: Einschlag einer Rakete der Hisbollah in Naharija im Norden Israels. (Archiv)]<\/p>\n<p>Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) hat der radikal-schiitischen Hisbollah Kriegsverbrechen im Konflikt mit Israel vorgeworfen. Die Milizen h\u00e4tten gezielt Zivilisten mit Raketen beschossen und dabei Streumunition eingesetzt, berichtete amnesty in London. Etwa ein Viertel der 4000 Raketen, welche die Hisbollah w\u00e4hrend des j\u00fcngsten Kriegs auf Israel abgefeuert habe, seien in Wohngebieten eingeschlagen.<\/p>\n<p>Keine Rechtfertigung f\u00fcr Verhalten der Hisbollah  <\/p>\n<p>[Bildunterschrift: Streubombe, markiert von rot bemalten Felsst\u00fccken. (Archiv)]<\/p>\n<p>Deshalb bestehe kein Zweifel daran, &#8222;dass die Hisbollah gegen die Gesetze des Krieges versto\u00dfen hat&#8220;, erkl\u00e4rte amnesty-Generalsekret\u00e4rin Irene Khan. &#8222;Die Tatsache, dass auch Israel ernsthafte Verst\u00f6\u00dfe begangen hat, rechtfertigt die Verst\u00f6\u00dfe der Hisbollah nicht.&#8220; Die Zivilbev\u00f6lkerung d\u00fcrfe daf\u00fcr nicht den Preis bezahlen. Vor drei Wochen hatte amnesty Israel \u00e4hnlicher Vergehen beschuldigt. Die Regierung hat den Vorwurf gezielter Angriffe auf Zivilisten aber zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Verluste auf beiden Seiten.<\/p>\n<p>In dem 34-t\u00e4gigen Krieg starben mehr als 1350 Menschen. Die meisten Opfer waren Zivilisten im S\u00fcdlibanon. Auf israelischer Seite wurden 150 Menschen get\u00f6tet, die meisten davon waren Soldaten. In Israel entstand durch die Hisbollah-Raketen ein Schaden von 1,8 Milliarden Dollar, im Libanon betrugen die Kriegssch\u00e4den nach Sch\u00e4tzungen 3,5 Milliarden Dollar.<\/p>\n<p>Amnesty rief die Vereinten Nationen dazu auf, m\u00f6gliche Kriegsverbrechen von beiden Konfliktparteien zu untersuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil I und  Teil II <\/p>\n<p>\nAMNESTY INTERNATIONAL LEGT BERICHT VOR.<\/p>\n<p>Eine Zusammenfassung aus Informationen von ard-online.de<\/p>\n<p>\nTeil I &#8211; Kriegsverbrechen Israels<\/p>\n<p>\nTeil II &#8211; Kriegsverbrechen der Hisbollah lt.ai<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-84635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reportage","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>ai-Bericht LIBANON: Auf beiden Seiten Kriegsverbrechen. - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2006\/09\/14\/ai-bericht-libanon-auf-beiden-seiten-kriegsverbrechen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"ai-Bericht LIBANON: Auf beiden Seiten Kriegsverbrechen. - Feminissima\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Teil I und Teil II AMNESTY INTERNATIONAL LEGT BERICHT VOR. 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