{"id":84328,"date":"2006-02-24T22:16:19","date_gmt":"2006-02-24T22:16:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=84328"},"modified":"2006-02-24T22:16:19","modified_gmt":"2006-02-24T22:16:19","slug":"kurt-weill-ein-deutscher-juedischer-komponist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2006\/02\/24\/kurt-weill-ein-deutscher-juedischer-komponist\/","title":{"rendered":"Kurt Weill, ein deutscher j\u00fcdischer Komponist"},"content":{"rendered":"<p>Kurt Julian Weill wurde am 2. M\u00e4rz 1900 in Dessau geboren.<br \/>\n<br \/>\nUnd starb am 3. April 1950 in New York<br \/>Kurt Weill<br \/>\n<br \/>\naus Wikipedia, der freien Enzyklop\u00e4die<\/p>\n<p>FEMINISSIMA w\u00e4hlt hier erst einmal die Biographie von Wikipedia.<br \/>\n<br \/>\nErg\u00e4nzt sie nach und nach durch Informationen aus einem vergriffenen hervorragenden INFO-BUCH \u00fcber KURT WEILL, das sich in FEMs Bibliothek befindet.<\/p>\n<p>Biografie<\/p>\n<p>Kurt Weill entstammt einem j\u00fcdischen Elternhaus. Sein Vater Albert Weill kommt aus Kippenheim, eine einstmals bl\u00fchende j\u00fcdische Landgemeinde in Baden. Er war zur Zeit von Kurts Geburt Kantor der j\u00fcdischen Gemeinde in Dessau, sp\u00e4ter auch in Eichstetten am Kaiserstuhl.<\/p>\n<p> Kurt ist der dritt\u00e4lteste Sohn. Seine Br\u00fcder Nathan und Hans wurden in den beiden vorhergehenden Jahren geboren, seine Schwester Ruth 1901. <\/p>\n<p>Im Alter von f\u00fcnf Jahren beginnt Kurt Weill mit dem Klavierspiel und erste Kompositionen entstehen im jugendlichen Alter. <\/p>\n<p>Er besucht die Oberrealschule in Dessau und gl\u00e4nzt dort vor allem mit seinen musikalischen T\u00e4tigkeiten. Noch nicht 18 Jahre begleitet er bereits eine Dessauer Operns\u00e4ngerin am Klavier bei Liederabenden, wobei auch erste Lieder von Kurt Weill zum besten gegeben werden.<\/p>\n<p>Kurt Weill beginnt 1918 mit dem Studium der Musik an der Hochschule f\u00fcr Musik in Berlin. <\/p>\n<p>1920 folgte dann ein Engagement als Kapellmeister am Stadttheater L\u00fcdenscheid. Ma\u00dfgebend f\u00fcr sein sp\u00e4teres Schaffen, insbesondere seine Opern\u00e4sthetik, wird die Zeit als Sch\u00fcler Ferruccio Busonis. <\/p>\n<p>Weill arbeitet bereits in seinen fr\u00fchen Opernprojekten ab 1925 mit hervorragenden Schriftstellern wie Georg Kaiser und Yvan Goll zusammen. <\/p>\n<p>1927 beginnt er mit Bertolt Brecht zusammenzuarbeiten, woraus <\/p>\n<p>1928 Die Dreigroschenoper entsteht.<\/p>\n<p>Weill hatte schon vor 1927 mit Einfl\u00fcssen zeitgen\u00f6ssischer Tanzmusik gearbeitet, unter anderem in der Oper Royal Palace. Davon und besonders vom Jazz-Stil eines Paul Whiteman ist auch der ab 1927 entwickelte so genannte &#8222;Songstil&#8220; Weills sehr stark gepr\u00e4gt. Am pr\u00e4gnantesten wird diese Stilistik in der Dreigroschenoper und Happy End angewandt. Parallel damit benutzt er auch eine neoklassische bzw. neobarocke musikalische Sprache, so z. B. in der Ouvert\u00fcre zur Dreigroschenoper, in der Hurrikanszene von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und vor allem durchg\u00e4ngig in der Oper Die B\u00fcrgschaft.<\/p>\n<p>Die Aufnahme seiner Musik (besonders durch andere Komponisten) ist geteilt. W\u00e4hrend Die Dreigroschenoper \u00fcberaus popul\u00e4r wird, lehnen Komponistenkollegen wie Arnold Sch\u00f6nberg und Anton Webern sie vollkommen ab. Andere wie Alban Berg, Theodor W. Adorno und Alexander Zemlinsky zeigen jedoch gro\u00dfes Interesse an den Arbeiten Weills. Berg besucht eine Auff\u00fchrung von Mahagonny und Zemlinsky setzt sich als Dirigent f\u00fcr das Quodlibet, op.9 (1923) und Mahagonny (1930) ein.<\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme 1933 flieht Weill nach Paris, wo er im Auftrag f\u00fcr das Th\u00e9atre des Champs-Elys\u00e9es ein Ballett mit Gesang (Text B. Brecht) komponiert &#8211; Die sieben Tods\u00fcnden &#8211; und seine Zweite Symphonie vollendet. Bei der B\u00fccherverbrennung werden auch seine Werke verbrannt, 1935 wandert er in die USA aus. Ein Hauptwerk der fr\u00fchen Exilzeit ist Der Weg der Verhei\u00dfung bzw. The Eternal Road, ein Bibelspiel, das die Geschichte des j\u00fcdischen Volkes darstellt. Es ist eine Mischung aus Schauspiel, Liturgie und Oper.<\/p>\n<p>In den USA hat Kurt Weill in den 1940er Jahren gro\u00dfen Erfolg am Broadway mit verschiedenen Musicals und erh\u00e4lt 1943 die amerikanische Staatsb\u00fcrgerschaft. Bemerkenswerte Werke aus Weills letzter Schaffensperiode sind die &#8222;amerikanische Oper&#8220; Street Scene, die eine interessante Synthese zwischen europ\u00e4ischer Oper (die Puccini-Einfl\u00fcsse sind un\u00fcberh\u00f6rbar) und amerikanischem Musical darstellt, und die die s\u00fcdafrikanische Apartheid thematisierende und musikalisch mit afrikanisierenden Stilmitteln arbeitende &#8222;musikalische Trag\u00f6die&#8220; Lost in the Stars. Am 3. April 1950 stirbt Weill an einem Herzinfarkt in New York, mitten in der Arbeit an einem Musical nach Mark Twains Huckleberry Finn.<\/p>\n<p>Weill war seit 1926 mit der Schauspielerin und Chansons\u00e4ngerin Lotte Lenya verheiratet, einer hervorragenden Interpretin und Propagandistin seiner Werke. Nach einer vor\u00fcbergehenden Trennung im Jahr 1933, w\u00e4hrend der die Ehe geschieden wurde, heiratete das Paar 1937 ein zweites Mal.<\/p>\n<p>Der Einfluss von Weills Musik setzt sich bis heute fort, zu seinen grossen Bewunderern z\u00e4hlen neben vielen anderen Bob Dylan.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurt Julian Weill wurde am 2. M\u00e4rz 1900 in Dessau geboren.<br \/>\n<br \/>\nUnd starb am 3. 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