{"id":84257,"date":"2006-02-06T05:30:54","date_gmt":"2006-02-06T05:30:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=84257"},"modified":"2006-02-06T05:30:54","modified_gmt":"2006-02-06T05:30:54","slug":"edelweiss-piraten-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2006\/02\/06\/edelweiss-piraten-ii\/","title":{"rendered":"EDELWEISS-PIRATEN II."},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich war &#8222;Recht&#8220; in der NS-Zeit Unrecht.<br \/>Doch bis zur Rubrik &#8222;History&#8220; &#8211;  posten wir NS-Juristen-Verbrechen teils unter &#8222;fem&#038;Politik&#8220; , teils &#8222;fem&#038;Gewalt&#8220; oder auch fem&#038;Recht&#8230;\/u.a. www.wikipedia.org<br \/>Edelwei\u00dfpiraten<br \/>\n<br \/>\naus Wikipedia, der freien Enzyklop\u00e4die<\/p>\n<p> Dieser Artikel behandelt die Subkultur der Edelwei\u00dfpiraten w\u00e4hrend des Dritten Reichs. Der Artikel zum Spielfilm aus dem Jahr 2004 findet sich unter Edelwei\u00dfpiraten (Film). <\/p>\n<p>Als Edelwei\u00dfpiraten wurden oppositionelle deutschen Jugendgruppen w\u00e4hrend der NS-Diktatur bezeichnet, die vor allem in der Rhein-Ruhr-Region aus der B\u00fcndischen Jugend entstanden und in deren Zentrum Gruppen der Jungenschaft, des Nerother Wandervogels und der Kittelbachpiraten standen. W\u00e4hrend sich die Angeh\u00f6rigen der B\u00fcndischen Jugend, die aus allen sozialen Schichten stammten, durch Begriff Edelwei\u00dfpiraten teilweise stigmatisiert f\u00fchlten, entwickelte sich der Begriff in den Jahren nach 1942\/43 zur Selbstbezeichnung unangepasster Arbeiterjugendlicher, die seit etwa 1938 das Edelwei\u00df als Protestsymbol gegen die Zwangsmitgliedschaft in der Hitler-Jugend trugen.<\/p>\n<p>Einige Gruppen dieser \u201eArbeiterjugend\u201c-Edelwei\u00dfpiraten leisteten ab 1942\/1943 offene provokante Gegenwehr gegen Hitler-Jugend und Gestapo, versuchten verfolgte Juden und Deserteure zu verstecken und griffen mit militanten Mitteln NS-Einrichtungen und Personen an.<\/p>\n<p>Bekannte Gruppen der \u201eArbeiterjugend\u201c-Edelwei\u00dfpiraten sind die Ehrenfelder Edelwei\u00dfpiraten-Gruppe, deren Aktivit\u00e4ten nach 1980 durch Jean J\u00fclich ins \u00f6ffentliche Bewusstsein gebracht wurden und die zum Teil mit einem Kreis von Untergrundk\u00e4mpfern um Hans Steinbr\u00fcck in der Ehrenfelder Gruppe agierte, und die Dortmunder Edelwei\u00dfpiraten vom Br\u00fcggemannspark, \u00fcber die erst 1980 der \u00fcberlebende Schriftsteller Kurt Piehl publizierte.<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis [Verbergen]<br \/>\n<br \/>\n1 \u201eEdelwei\u00dfpiraten\u201c als Au\u00dfenbezeichnung f\u00fcr Gruppen der B\u00fcndischen Jugend<br \/>\n<br \/>\n2 &#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220; als Selbstbezeichnung unangepasster Arbeiterjugendlicher<br \/>\n<br \/>\n3 Merkmale von Edelwei\u00dfpiraten mit b\u00fcndischem Ursprung<br \/>\n<br \/>\n4 Aktionen<br \/>\n<br \/>\n5 Nach 1945<br \/>\n<br \/>\n6 Fortsetzung der Kriminalisierung und das Vergessen der Edelwei\u00dfpiraten nach 1945<br \/>\n<br \/>\n7 Siehe auch<br \/>\n<br \/>\n8 Literatur<br \/>\n<br \/>\n9 Weblinks <\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\n\u201eEdelwei\u00dfpiraten\u201c als Au\u00dfenbezeichnung f\u00fcr Gruppen der B\u00fcndischen Jugend<br \/>\n<br \/>\nDie Gruppen hatten zusammen mehrere Tausend Mitglieder. Allein die K\u00f6lner Gestapo legte z.B. etwa 3.000 Akten nur \u00fcber die K\u00f6lner Gruppen an (Selbstbezeichnung u.a. Navajos) . Auch in anderen deutschen St\u00e4dten gab es derartige Jugendgruppen, dazu geh\u00f6rten z.B. die St\u00e4dte Dresden, Leipzig (&#8222;Meuten&#8220;), D\u00fcsseldorf, Essen, Dortmund, Wuppertal und Duisburg.<\/p>\n<p>Die von der nationalsozialistischen Propaganda verwendete Bezeichnung &#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220; wurde von den illegalen B\u00fcndischen als Schimpfwort verstanden und deshalb abgelehnt. Als Selbstbezeichnung w\u00e4hlten sie klassische Begriffe wie die Bezeichnungen unterschiedlicher verbotener oder neugegr\u00fcndeter Jugendb\u00fcnde oder den zusammenfassenden Ausdruck &#8222;B\u00fcndische Jugend&#8220;. Neben fortbestehenden Gruppen bildeten sich neue Gruppen, zum Teil aus ehemaligen Angeh\u00f6rigen verschiedenster inzwischen verbotener B\u00fcnde, die sich Gruppennamen wie z.B. Fahrtenjungs oder Ruhrpiraten w\u00e4hlten. Zu gro\u00dfen Einschnitt in den Bereich kam es um 1942\/43, als eine gro\u00dfe Verhaftungswelle unter den illegalen B\u00fcndischen durchgef\u00fchrt wurde, die f\u00fcr die meisten dieser Gruppen das Aus bedeutete.<\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\n&#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220; als Selbstbezeichnung unangepasster Arbeiterjugendlicher<br \/>\n<br \/>\nDeutlich zu trennen von den illegalen b\u00fcndischen Gruppen sind regimeresistente Jugendgruppen der St\u00e4dte, die vor allem aus der Arbeiterjugend kamen, sich w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges neu bildeten und manche Lieder wie auch \u00e4u\u00dfere Formen von den B\u00fcndischen \u00fcbernahmen. Mit dem B\u00fcndischen Gedankengut und der jugendbewegten Tradition verband diese neuen Gruppen allerdings kaum etwas. Sie lebte in anderen Stadtteilen und kamen aus einer nicht so gehobenen sozialen Schicht, so dass auch nur selten pers\u00f6nliche Kontakte bestanden. Anders als die B\u00fcndischen sangen sie aus Protest auch umgedichtete HJ-Lieder, wie das bekannte: &#8222;Ja, wo die Fahrtenmesser blitzen und die Hitlerjungen flitzen und die Edelwei\u00dfpiraten hintendrein \/ was kann das Leben uns denn schon geben, wir wollen frei von Hitler sein.&#8220; Beachtlich ist, dass die neuentstandenen Gruppen anders als die B\u00fcndischen vor 1942\/43 den von den Nationalsozialisten auch allgemein auf oppositionelle Jugendliche angewandten Ausdruck &#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220; als Selbstbezeichnung f\u00fchrten. Sie trugen m\u00f6glichst auff\u00e4llige und schickere Kleidung sowie l\u00e4ngeres Haar als \u00fcblich. Das Edelwei\u00dfabzeichen, oft auch nur eine wei\u00dfe Nadel, wurde als Protestsymbol und Erkennungszeichen gegen die seit dem bestehende Zwangsmitgliedschaft in der Hitlerjugend getragen. In ihrer Hochphase 1942\/43 waren Tausende Jugendliche in den Edelwei\u00dfszenen der Arbeiterjugend aktiv und stellten f\u00fcr die NS-Erziehung zur Volksgemeinschaft ein gro\u00dfes Problem dar, da sie sich trotz nationalsozialistischer Erziehung nicht integrierten und f\u00fcr die 14-17 J\u00e4hrigen in den Arbeitervierteln an Attraktivit\u00e4t die Hitlerjugend \u00fcbertraf.<\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nMerkmale von Edelwei\u00dfpiraten mit b\u00fcndischem Ursprung<br \/>\n<br \/>\nDie illegalen B\u00fcndischen, die von den Nationalsozialisten als Edelwei\u00dfpiraten bezeichnet wurden, versuchten in einer fr\u00fchen Phase des Dritten Reiches ihr Gruppenleben aufrechtzuerhalten. Um dies zu erm\u00f6glichen, wandten sie sich zuerst gegen die Hitler-Jugend (HJ), weil deren Anspruch auf die ganze deutsche Jugend die Freiheit der einzelnen b\u00fcndischen Gruppen in Frage stellte. Nach vielf\u00e4ltigen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und der Einschr\u00e4nkung der Freiheit der illegalen Gruppen wandelte sich diese Resistenz in einen Widerstand gegen das NS-Regime. Sie sangen Lieder aus der B\u00fcndischen Jugend. Manche von ihnen dichteten diese Lieder im regimekritischen Sinn um, ebenso entstanden neue Lieder, zum Teil auch mit politischem Inhalt.<\/p>\n<p>Von den Einheitsuniformen der Hitlerjugend hoben sich die als Edelwei\u00dfpiraten bezeichneten B\u00fcndischen durch einen eigenen Stil &#8211; oft Skihemden, Wanderschuhe, Halstuch und kurze Lederhosen &#8211; ab. Ihr Erkennungszeichen war zum Teil ein Edelwei\u00df unter dem linken Rockaufschlag. Oft trug man auch Fantasiekluften, Totenkopfringe, mit N\u00e4geln beschlagene G\u00fcrtel, Jungenschaftsjacken und benutzte die Kohte. Im Gegensatz zur HJ nahmen sie zum Teil auch M\u00e4dchen auf.<\/p>\n<p>Inwieweit die nach 1942\/43 neu entstandenen Gruppen diese Tradition \u00fcbernahmen, wird in Fritz Theilens Buch &#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220; (ISBN 3-89705-272-5) behandelt.<\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nAktionen<br \/>\n<br \/>\nAuf ihren Wochenendausfl\u00fcgen, Fahrten und Wanderungen in das Umland der Gro\u00dfst\u00e4dte kam es nicht selten zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit der Hitlerjugend. In manchen St\u00e4dten ist handgreifliche Gewalt mit der Hitlerjugend belegt. Sie klebten Plakate gegen Hitler und f\u00fcr die Freiheit, und ver\u00fcbten wohl auch in so manchen F\u00e4llen Sabotage. Einzelne Gruppen gingen so weit, Attentate auf nationalsozialistische Funktion\u00e4re durchzuf\u00fchren, insbesondere auf die HJ-F\u00fchrer, in der Sp\u00e4tphase des Krieges auch auf Angeh\u00f6rige der Wehrmacht.<\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nNach 1945<br \/>\n<br \/>\nBruno Bachler, einer der \u00fcberlebenden Edelwei\u00dfpiraten, erz\u00e4hlt, wie er nach Verb\u00fc\u00dfung einer Haft im Konzentrationslager einer Strafkompanie an der Ostfront zugeteilt wurde, die zum R\u00e4umen von Minenfeldern benutzt wurde. Das geschah so, dass die Str\u00e4flinge Hand in Hand \u00fcber ein Minenfeld marschieren mussten, wobei einige von ihnen das Leben verloren.<\/p>\n<p>Kurt Piehl ist ein \u00fcberlebender Edelwei\u00dfpirat aus Dortmund, der in seinem Buch &#8222;Latscher, Pimpfe und Gestapo&#8220; ausf\u00fchrlich das Leben eines Edelwei\u00dfpiraten beschrieben hat. Die K\u00f6lner Edelwei\u00dfpiraten der Ehrenfelder Gruppe werden zum Beispiel im Buch &#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220; von Fritz Theilen beschrieben. Jean J\u00fclich, ein weiteres Mitglied der K\u00f6lner Gruppe, wurde 1984 in der israelischen Holocaust-Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem als &#8222;Gerechter unter den V\u00f6lkern&#8220; geehrt.<\/p>\n<p>\nGedenktafel f\u00fcr Opfer des NS-RegimesIn K\u00f6ln-Ehrenfeld erinnert seit dem 9. November 2003 eine Gedenktafel an die hingerichteten Edelwei\u00dfpiraten. Die Tafel ist an den B\u00f6gen der Bahnunterf\u00fchrung in der Sch\u00f6nsteinstra\u00dfe, N\u00e4he Venloer Stra\u00dfe, angebracht &#8211; in der N\u00e4he, in der heutigen Bartholom\u00e4us Schink-Stra\u00dfe, hat die Hinrichtung stattgefunden. Die Tafel war schon Jahre vorher fertig gestellt worden, aber auf Druck der CDU wieder abgenommen worden. Die CDU hat seit Kriegsende die Anerkennung der Edelwei\u00dfpiraten als Widerstandsk\u00e4mpfer zu verhindern versucht, teilweise mit Argumenten, die direkt aus Gestapo-Verh\u00f6rprotokollen zitiert wurden.<\/p>\n<p>Die Inschrift der Gedenktafel in der Sch\u00f6nsteinstra\u00dfe lautet:<\/p>\n<p>Hier wurden am 25.10.1944 elf vom NS-Regime zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppte B\u00fcrger Polens und der UdSSR und am 10.11.1944 dreizehn Deutsche \u2013 unter ihnen jugendliche Edelwei\u00dfpiraten aus Ehrenfeld sowie andere K\u00e4mpfer gegen Krieg und Terror \u2013 ohne Gerichtsurteil \u00f6ffentlich durch Gestapo und SS gehenkt.<br \/>\n<br \/>\nNach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff Edelwei\u00dfpiraten von einigen nationalsozialistisch gepr\u00e4gten Jugendlichen weiter verwendet, die in der sowjetischen Besatzungszone teilweise gewaltsamen und bewaffneten Widerstand gegen die Besatzer leisteten. Die Edelwei\u00dfpiraten an Rhein und Ruhr existierten noch bis etwa 1947.<\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nFortsetzung der Kriminalisierung und das Vergessen der Edelwei\u00dfpiraten nach 1945<br \/>\n<br \/>\nNach der Befreiung ging f\u00fcr viele Edelwei\u00dfpiraten, vor allem f\u00fcr die aus dem Arbeiterkreisen, der \u00dcberlebenskampf weiter. Als Gruppen waren und blieben sie aufgel\u00f6sten, einige behielten, so weit es ging, ihre Vorlieben &#8211; z.B. als Tramps zu reisen &#8211; bei. Kaum ge\u00e4ndert hatte sich allerdings die personelle Zusammensetzung der Ermittlungsbeh\u00f6rden, in denen weiterhin unbehelligt ehemalige Gestapo-Beamte ihren neuen Dienst versahen, sowie der Gerichte. Ihr antiautorit\u00e4res Verhalten sollte im Ruhrgebiet auch von den Amerikanern nicht akzeptiert werden. So wurden viele erneut denunziert und kriminalisiert &#8211; vor allem von denselben NS-Beamten, die sie vorher gepeinigt hatten. Die Edelwei\u00dfpiraten wurden &#8211; mit wenigen Ausnahmen &#8211; bis heute nicht rehabilitiert und sogar weiterhin amtlich als Kriminelle gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\nKaum einer der Betroffenen strengte eine Entsch\u00e4digung an. Dort wo sie sich trauten, den Versuch zu unternehmen, wurden sie durchaus auch von den Wiedergutmachungsbeh\u00f6rden eingesch\u00fcchtert. Jean J\u00fclich berichtet solche Versuche seitens des ehemaligen Dezernenten des Amtes Dr. Dette. Dieser habe ihm offen zu verstehen gegeben, dass Edelwei\u00dfpiraten f\u00fcr ihn \u201eKraade\u201c, also Dreck und P\u00f6bel seien, dessen Z\u00fcchtigungen durch die Hitler-Jugend er f\u00fcr sinnvoll halte.<br \/>\n<br \/>\nDie wenigen, die eine Rehabilitierung forderten, wurden auch dann noch als Kriminelle \u00f6ffentlich angegriffen und angefeindet. Erst als ab den 1980er Jahren Zeitzeugen sich trauten, ihre Geschichte \u00f6ffentlich zu machen, entstanden andere Dokumente f\u00fcr die Wahrnehmung ihrer Geschichte, als die der bis heute von einigen Historikern f\u00fcr die Geschichtsschreibung relevanter gehaltenen Gestapo-Protokolle, die unter Misshandlungen und brutaler Folter erzwungen wurden und neben erzwungenen oder geforderten Falschaussagen die Strategie und Sichtweise der Gestapo pr\u00e4sentieren. So kritisiert z.B. Jean J\u00fclich, dass ihn ein Gutachten des Historikers Rusinek noch immer an dem Originalton der Gestapo erinnere, wenn dieser z.B. schreibt, dass viele &#8222;Wehrunw\u00fcrdige&#8220; in K\u00f6ln lebten und als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wehrunt\u00fcchtigkeit Beteiligung an &#8222;Terrorakten, Zuchthausstrafen und in einigen F\u00e4llen Schwachsinn&#8220; nennt. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Zuchthausstrafen seien bei Rusinek fast ausschlie\u00dflich kriminelle Delikte gewesen. Die Pistole habe den Edelwei\u00dfpiraten recht locker gesessen, meint Rusinek, und J\u00fclich fragt sich, &#8222;Wie locker sa\u00dfen wohl die Pistolen bei SA- und SS-Schergen?&#8220; Proteste gegen ein als erneute Herabsetzung empfundenes Gutachten kam u.a. vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: Die Logik des Gutachters Rusinek treffe nicht nur die Edelwei\u00dfpiraten, sondern auch die Zwangsarbeiter, deren Sabotage von den Nazis ebenfalls als kriminell verfolgt wurde, sogar die Menschen, die verbotenerweise Juden versteckt haben.<\/p>\n<p>\nSeit 2003 sind zumindest die K\u00f6lner Edelwei\u00dfpiraten von offizieller Seite rehabilitiert. Ihr Mut und ihre Wut, die mehr als politische Programmatik Grundlage ihres Widerstandes waren, wurden mittlerweile Gegenstand eines Theaterst\u00fcckes und des Kinofilms &#8222;Edelwei\u00dfpiraten&#8220;, der am 10. November 2005 im Kino anlief.<\/p>\n<p>[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nSiehe auch<br \/>\n<br \/>\nDokumentarfilm: Nachforschungen \u00fcber die Edelweisspiraten, von Dietrich Schubert aus dem Jahre 1980<\/p>\n<p>Ehrenfelder Gruppe, auch Steinbr\u00fcck-Gruppe genannt<br \/>\n<br \/>\nEdelwei\u00dfpiraten, Spielfilm von 2004<br \/>\n<br \/>\n[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nLiteratur<br \/>\n<br \/>\nWilfried Breyvogel (Hrsg.): Piraten, Swings und Junge Garde. Jugendwiderstand im Nationalsozialismus, Dietz, Bonn 1991, ISBN 3-8012-3039-2<br \/>\n<br \/>\nPaulus Buscher: Das Stigma \u201eEdelwei\u00df-Pirat\u201c, Bublies, Koblenz, 1988, ISBN 3-926584-01-7<br \/>\n<br \/>\nAlexander Goeb: Er war sechzehn, als man ihn h\u00e4ngte. Das kurze Leben des Widerstandsk\u00e4mpfers Bartholom\u00e4us Schink. ISBN 3-499-23026-7<br \/>\n<br \/>\nMatthias von Hellfeld: Edelwei\u00dfpiraten in K\u00f6ln. Jugendrebellion gegen das 3. Reich, Pahl-Rugenstein, K\u00f6ln 1983, ISBN 3-760-90787-3<br \/>\n<br \/>\nJean J\u00fclich: Kohldampf, Knast un Kamelle. Ein Edelwei\u00dfpirat erz\u00e4hlt sein Leben, KiWi, K\u00f6ln 2003, ISBN 3-462035-40-1<br \/>\n<br \/>\nAlfons Klenkmann: Wilde Jugend. Lebenswelt gro\u00dfst\u00e4dtischer Jugendlicher zwischen Weltwirtschaftskrise, Nationalsozialismus und W\u00e4hrungsreform, Klartext-Verlag, Essen 2002, ISBN 3-89861-086-1<br \/>\n<br \/>\nArno Kl\u00f6nne: Jugendliche Opposition im &#8222;Dritten Reich&#8220;, Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Th\u00fcringen 1996 [1]<br \/>\n<br \/>\nDetlev J. Peukert: Die Edelwei\u00dfpiraten. Protestbewegung jugendlicher Arbeiter im &#8222;Dritten Reich&#8220;; eine Dokumentation, Bund-Verlag, K\u00f6ln 1988, ISBN 3-7663-3106-X<br \/>\n<br \/>\nKurt Piehl: Geschichte eines Edelwei\u00dfpiraten, Brandes &#038; Apsel, Frankfurt\/M. 1988<br \/>\n<br \/>\n1. &#8211; Latscher, Pimpfe und Gestapo, ISBN 3-925798-87-0<br \/>\n<br \/>\n2. &#8211; Rebellen mit dem Edelwei\u00df, ISBN 3-925798-88-9<br \/>\n<br \/>\nKurt Piehl: Schieber, Tramps, Normalverbraucher. Unterwegs im Nachkriegsdeutschland, Brandes &#038; Apsel, Frankfurt\/M. 1989, ISBN 3-9257988-89-7<br \/>\n<br \/>\nFritz Theilen: Edelwei\u00dfpiraten, Emons-Verlag, K\u00f6ln 2003, ISBN 3-89705-272-5<br \/>\n<br \/>\n[Bearbeiten]<br \/>\n<br \/>\nWeblinks<br \/>\n<br \/>\nNS-Dokumentationszentrum K\u00f6ln: Von Navajos und Edelwei\u00dfpiraten<br \/>\n<br \/>\nWDR: Singend und wandernd gegen die Nazis &#8211; K\u00f6ln gedenkt der Edelwei\u00dfpiraten<br \/>\n<br \/>\nMichael Lichte: Kids im Nazi-Regime. Widerstand Jugendlicher gegen den Nationalsozialismus (shoahproject.org, 3.6.2005)<br \/>\n<br \/>\nEDELWEISSPIRATEN &#8211; Der Kinofilm<br \/>\n<br \/>\nVon &#8222;http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edelwei%C3%9Fpiraten&#8220;<br \/>\n<br \/>\nKategorien: Jugendbewegung | Widerstand gegen den Nationalsozialismus<\/p>\n<p>Diese Seite wurde zuletzt ge\u00e4ndert um 10:54, 31. Jan 2006. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz f\u00fcr freie Dokumentation<br \/>\n<br \/>\nDatenschutz \u00dcber Wikipedia Impressum <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich war &#8222;Recht&#8220; in der NS-Zeit Unrecht.<br \/>Doch bis zur Rubrik &#8222;History&#8220; &#8211;  posten wir NS-Juristen-Verbrechen teils unter &#8222;fem&#038;Politik&#8220; , teils &#8222;fem&#038;Gewalt&#8220; oder auch fem&#038;Recht&#8230;\/u.a. www.wikipedia.org<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-84257","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femrecht","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>EDELWEISS-PIRATEN II. - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2006\/02\/06\/edelweiss-piraten-ii\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"EDELWEISS-PIRATEN II. - 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