{"id":83938,"date":"2005-09-11T14:02:51","date_gmt":"2005-09-11T14:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=83938"},"modified":"2005-09-11T14:02:51","modified_gmt":"2005-09-11T14:02:51","slug":"gegen-suizid-aktionstag-10-9-05","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/09\/11\/gegen-suizid-aktionstag-10-9-05\/","title":{"rendered":"Gegen Suizid &#8211; Aktionstag 10\/9\/05"},"content":{"rendered":"<p>Der Text von Feminissimas live-Site, gestern, jetzt in der Rubrik &#8211; gestern \u00fcber 500 mal gelesen&#8230;vielleicht noch mehr&#8230;da wir ab Nachmittag gestern bis zur Nacht dann insgesamt 1.072 LeserInnen verzeichnen durften. Hier der Text nun allein, mit auch Hintergrundberichten \u00fcber Depressionen und der Problematik von Medikamenten.<br \/>10. September 2005 &#8211; 12 Uhr 25<br \/>\n<br \/>\nHeute 344 G\u00e4ste\/Gesamt: 74690.<br \/>\n<br \/>\nUNTERHALB DIESES LIVE-TEXTES NOCH DER ANGEK\u00dcNDIGTE &#8222;DATEN-VERTIEFUNGSTEXT&#8220; &#8211; jetzt, um 12 Uhr 02 &#8211; \/wird sp\u00e4ter noch weiter erg\u00e4nzt, ehe diese live-Texte dann in die Rubrik &#8222;fem&#038;Gesundheit&#8220; &#8211; wandern..<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tr>\n<td style=\"background-image=url('images\/monet-heller.jpg')\"><font size=\"+1\"><\/p>\n<p>..scheiden&#8230;aus ihrem Leben.<\/p>\n<p>Da wir unsere grauen Zellen offenbar immer nur durch Vergleiche in Bewegung setzen k\u00f6nnen, von Gef\u00fchlen  (&#8222;mehr als..&#8220;)&#8230;die wir nur &#8230;f\u00fcr weit weg Betroffene haben&#8230;ja, &#8211; elftausend&#8230;..DIESE ZAHLEN &#8211; WO SIND SIE HEUTE ALS SCHLAGZEILEN?????<\/p>\n<p>Zumindest hier. <\/p>\n<p>Februar und September sind &#8222;bevorzugte&#8220; Monate&#8230;vielleicht wegen der Br\u00fcchigkeit des Umbruchs&#8230;der Februar Noch-Winter, aber auch schon Ahnung von Winters Ende&#8230;der September&#8230;mit dem noch tr\u00fcgerischen Licht des Sommers&#8230;aber doch schon blasser&#8230;Bl\u00e4tter, die sich f\u00e4rben&#8230;vielleicht ist der September noch gef\u00e4hrlicher als der Februar&#8230;<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr den Freitod &#8211; ?<\/p>\n<p>Schulangst, Elternangst, Angst vor dem finanziellen Ruin, unaushaltbare Zust\u00e4nde in Beruf oder Privatleben &#8211; <\/p>\n<p>Gleichg\u00fcltigkeit,<br \/>Vereinsamung<br \/>Perspektivlosigkeit &#8211; <br \/>Sinnlosigkeit des Seins &#8211; <\/p>\n<p>&#8222;Nicht-mehr-gebraucht-werden&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>Gestern Nachmittag eine Kurz-Reportage \u00fcber eine Rentnerin auf Mallorca, <br \/>die vor ihrem Selbstmord noch ein Interview gegeben hatte&#8230;<\/p>\n<p>Nach einem Schlaganfall, der sie einseitig l\u00e4hmte, hatte sich der G\u00f6ttergatte schlicht aus dem Staub gemacht &#8211; <\/p>\n<p>die Kinder und Enkelkinder in Deutschland signalisierten nicht&#8230;<\/p>\n<p>dass sie ihre Mutter pflegen oder bei sich haben wollten&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Ja&#8230;.!<\/p>\n<p>FEM m\u00fc\u00dfte noch ein wenig recherchieren &#8211; wie sich die Horror-Zahl von 11.000 Menschen zusammensetzt.<\/p>\n<p>Ob nach Altersgruppen, Berufsgruppen &#8230;und so &#8211; . <\/p>\n<p>Ein L\u00e4cheln, ein freundliches Wort, \u00fcbrigens &#8211; <\/p>\n<p>kann zuweilen&#8230;&#8230;..lebensrettend sein!<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ein ANERKENNENDES WORT &#8230;kann gar nicht hoch genug gesch\u00e4tzt werden &#8211; <\/p>\n<p>In BERLIN gibt es einen kostenlosen und auch anonymen KRISENDIENST RUND UM DIE UHR&#8230;in allen Stadtteilen&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>VORBILDLICH ! <\/p>\n<p>Aber wohl die Ausnahme&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>\u00dcbrigens &#8211; LIEBESKUMMER <\/p>\n<p>&#8211; gerade bei jungen Leuten &#8211; <\/p>\n<p>bitte nicht untersch\u00e4tzen&#8230;<\/p>\n<p>falls sich hier auch Eltern&#8230;<\/p>\n<p>Haltet Eure Herzen offen und hungrig und hei\u00df und LIEBE-VOLL!<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich das Auge kritisch.<\/p>\n<p>Was sonst.<\/p>\n<p>NEben dem Luxus des Anblicks von Sch\u00f6nheit&#8230;in Kunst, Natur..eigentlich &#8211; \u00fcberall &#8211; <\/p>\n<p>DAS BAUT DICH WIEDER AUF&#8230;&#8230;&#8230;.! <\/p>\n<p>Kann.<\/p>\n<p>HIER HINTERGR\u00dcNDE AUS DER \u00c4RZTEZEITUNG &#8211; vom  M\u00e4rz 2005 &#8211; <\/p>\n<p>\nAUS: Forschung und Praxis, \/Medizin\/Depressionen vom 23.03.2005 <\/p>\n<p>Suizidrate bei M\u00e4nnern ist h\u00f6her als bei Frauen<\/p>\n<p>\nBesonders M\u00e4nner zwischen 40 und 60 <br \/>sind betroffen.<\/p>\n<p>\nOb ein Patient Suizidgedanken hegt, l\u00e4\u00dft sich f\u00fcr Haus\u00e4rzte meist nur schwer feststellen, zumal die Patienten von sich aus kaum dar\u00fcber sprechen. Ergeben sich im Gespr\u00e4ch Anhaltspunkte f\u00fcr Suizidalit\u00e4t, sollte sofort ein Psychiater hinzugezogen werden. <\/p>\n<p>Diplompsychologe David Althaus im Gespr\u00e4ch mit Christina Ott: &#8222;Der Hausarzt kann nicht derjenige sein, der eine akute suizidale Krise l\u00f6st. Er kann aber das Problem erkennen und dann weitere professionelle Hilfe hinzuziehen, sei es bei Kliniken, bei niedergelassenen Fach\u00e4rzten oder bei Krisendiensten&#8220;.<\/p>\n<p>Forschung und Praxis: <\/p>\n<p>In Deutschland sterben j\u00e4hrlich mehr als 11000 Menschen durch Suizid. <\/p>\n<p>Die Zahl der Suizidversuche liegt etwa zehnmal h\u00f6her. <\/p>\n<p>(!!!!) <\/p>\n<p>Untersuchungen haben ergeben, da\u00df etwa die H\u00e4lfte derjenigen, die sich selbst get\u00f6tet haben, <br \/>einen Monat vor ihrem Suizid beim Hausarzt waren. <br \/>Welche Andeutungen oder Formulierungen des Patienten sollten den Hausarzt aufhorchen lassen?<\/p>\n<p>\nDr. hum. biol. Diplompsychologe David Althaus aus M\u00fcnchen: <\/p>\n<p>Bei etwa 90 Prozent der Suizidenten lag im Vorfeld der Selbstt\u00f6tung eine Depression, Schizophrenie oder Suchterkrankung vor. <\/p>\n<p>\nDr. David Althaus: <\/p>\n<p>Viele suizidgef\u00e4hrdete Patienten sprechen beim Hausarzt von sich aus das Thema nicht an. <br \/>Oft gehen sie zum Hausarzt, weil sie verschiedene somatische Beschwerden haben. <br \/>F\u00fcr den Hausarzt ist es dann schwer, <br \/>Anhaltspunkte zu haben, die einen Verdacht rechtfertigen. <\/p>\n<p>Bei Andeutungen wie \u2018das hat bei mir ja eh keinen Sinn mehr\u2019 oder \u2018na ja, irgendwann mu\u00df auch mal Schlu\u00df sein\u2019 <br \/>sollte der Hausarzt allerdings hellh\u00f6rig werden.<\/p>\n<p>Hier mu\u00df er genau nachfragen, was der Patient damit meint. Er sollte das Tabuthema beim Namen nennen und den Patienten fragen, ob er dabei an seinen eigenen Tod denkt. Ist das Thema erst einmal angesprochen, sind suizidale Patienten meist erleichtert, da\u00df sie mit jemandem dar\u00fcber sprechen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Dies hat nicht zuletzt das N\u00fcrnberger B\u00fcndnis gegen Depression belegt. Hier sank die Suizidrate um 20 Prozent, nachdem Ansprechpartner wie \u00c4rzte, Lehrer und Polizisten gezielt \u00fcber Depressions-Symptome und Therapiem\u00f6glichkeiten informiert worden waren.<\/p>\n<p>FuP: Man sollte als Arzt also keine Angst haben, durch Nachfragen den Patienten erst auf Suizidgedanken zu bringen &#8230;<\/p>\n<p>Althaus: Nein. Hier kann man nur an die Haus\u00e4rzte appellieren: Habt keine Angst, da\u00df ihr das Problem verschlimmert, ihr macht es nur transparenter. Denn nur durch Nachfragen wird deutlich, ob der Patient tats\u00e4chlich suizidgef\u00e4hrdet ist oder nicht.<\/p>\n<p>FuP: Wann ist ein Patient denn akut gef\u00e4hrdet?<\/p>\n<p>Althaus: <br \/>Akut gef\u00e4hrdet ist ein Patient, wenn er sich bereits intensiv Gedanken gemacht und das Vorgehen konkret geplant hat.<br \/> \u00c4u\u00dferungen wie \u2018Ich wei\u00df auch, wie ich es machen w\u00fcrde. <br \/>Ich w\u00fcrde mich erh\u00e4ngen, und habe auch schon den Strick daf\u00fcr.\u2019 sind sehr alarmierend. <\/p>\n<p>Hier sollte einvernehmlich mit dem Patienten sofort weitere Hilfe hinzugezogen werden. <br \/>Der Hausarzt kann nicht derjenige sein, der eine akute suizidale Krise l\u00f6st. <\/p>\n<p>Er kann aber das Problem erkennen und dann weitere professionelle Hilfe hinzuziehen, <br \/>sei es bei Kliniken, bei niedergelassenen Fach\u00e4rzten oder bei Krisendiensten.<\/p>\n<p>Etwas anderes ist es bei Patienten, die zum Beispiel Verlusterlebnisse zu verarbeiten haben.<br \/> Wenn jemand um seinen gestorbenen Ehepartner trauert<br \/> und in diesem Zusammenhang an den eigenen Tod denkt,<br \/> sich aber von einer suizidalen Absicht distanziert,<br \/> ist es nicht immer n\u00f6tig, einen Facharzt einzuschalten. <\/p>\n<p>Hier ist allein schon das \u00e4rztliche Gespr\u00e4ch eine gro\u00dfe Entlastung. <br \/>Ob hier eine medikament\u00f6se Therapie hilfreich ist, h\u00e4ngt stark vom einzelnen Patienten ab.<\/p>\n<p>FuP: Wie therapiert man suizidale Patienten, die an psychiatrischen Grunderkrankungen leiden?<\/p>\n<p>Althaus: <br \/>Bei etwa 90 Prozent der Suizidenten lag im Vorfeld der Selbstt\u00f6tung eine Depression, Schizophrenie oder Suchterkrankung vor. Oft sind es auch mehrere gleichzeitig.<\/p>\n<p>Bei Depressionen ist es wichtig, mittelfristig ein Antidepressivum in ausreichender Dosierung zu verschreiben. <br \/>Es dauert allerdings mehrere Wochen, bis das Medikament wirkt. <br \/>In dieser Zeit kann sich die Suizidalit\u00e4t manchmal noch verst\u00e4rken. <br \/>Hier ist es besonders wichtig, den Patienten engmaschig in die Praxis zu bestellen und im Gespr\u00e4ch Suizidalit\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig abzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Latenzzeit, in der der antidepressive Effekt noch nicht sp\u00fcrbar ist, kann man unter Umst\u00e4nden auch mit einem Sedativum \u00fcberbr\u00fccken. Liegt akute Suizidalit\u00e4t vor, sollte der Patient unbedingt von einem Facharzt betreut werden.<\/p>\n<p>Auch Patienten mit bipolaren St\u00f6rungen sind in bestimmten Phasen besonders gef\u00e4hrdet f\u00fcr einen Suizid.<br \/> Bei diesen Patienten hat Lithium einen spezifischen antisuizidalen Effekt. <br \/>Allerdings hilft es nicht in der unmittelbaren suizidalen Krise. <br \/>Hier mu\u00df man versuchen, Zeit zu gewinnen, bis diese wieder abklingt.<\/p>\n<p>Bei Patienten mit bipolaren St\u00f6rungen, die immer wieder suizidal werden, kann eine langfristige Einstellung auf Lithium jedoch sehr hilfreich sein.<\/p>\n<p>FuP: Immer wieder flammt die Diskussion auf, da\u00df Antidepressiva Suizidalit\u00e4t induzieren k\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n<p>Althaus: Das ist eine ganz problematische Diskussion, da sie nicht nur die \u00c4ngste bei den Patienten, sondern auch bei den \u00c4rzten sch\u00fcrt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es Kasuistiken, bei denen der Eindruck entsteht, da\u00df Patienten durch Antidepressiva kurzfristig in ihrer Aktivit\u00e4t gesteigert sind,<br \/> w\u00e4hrend die emotionale Entlastung noch nicht vorhanden ist. <br \/>Hier k\u00f6nnte man vermuten, <br \/>da\u00df ein Antidepressivum das Suizidrisiko erh\u00f6ht. <\/p>\n<p>Es gibt aber keine Studien, die dies wirklich belegen.(Doch, in England! Und in den USA\/Anm. FEM)<\/p>\n<p> Eine Meta-Analyse von Khan und Mitarbeitern aus dem Jahre 2000 spricht klar gegen einen solchen Zusammenhang. <\/p>\n<p> (Hier irrt die \u00c4rztezeitung, meint FEM).<\/p>\n<p>In mehreren Zulassungsstudien mit insgesamt \u00fcber 20 000 Patienten fanden sich keine Hinweise f\u00fcr eine erh\u00f6hte Suizidrate bei Patienten, die ein SSRI oder ein anderes Antidepressivum bekommen hatten im Vergleich zu Placebo.<\/p>\n<p>Langfristig gesehen sinkt das Suizidrisiko durch die Einnahme von Antidepressiva. Aus eigenen Erfahrungen ist es bei einer Depression immer sinnvoll, auch im Hinblick auf die Suizidalit\u00e4t ein Antidepressivum zu verschreiben. Allerdings mu\u00df man den Patienten genau im Auge behalten und beobachten, wie sich die Gedanken an den Tod entwickeln. Es w\u00e4re ein Kunstfehler, wenn man darauf verzichten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>FuP: <br \/>Gibt es Menschen, die eher zum Suizid neigen?<\/p>\n<p>Althaus: <br \/>Grunds\u00e4tzlich ist das Suizidrisiko bei den M\u00e4nnern viel st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als bei den Frauen. <br \/>In Deutschland haben wir ein Verh\u00e4ltnis von etwa 70 zu 30. <br \/>In anderen L\u00e4ndern ist das Verh\u00e4ltnis oft noch viel extremer. <br \/>In den baltischen Staaten sind zum Beispiel 15 Prozent der Suizidenten Frauen und 85 Prozent M\u00e4nner.<\/p>\n<p>W I C H T I G &#8211; (meint FEM:)<\/p>\n<p>Suizid ist in den meisten L\u00e4ndern ein Ph\u00e4nomen, das mit dem Alter zunimmt. <br \/>Dies gilt interessanterweise nicht f\u00fcr England, <br \/>auch Griechenland hat extrem niedrige Suizidraten. <\/p>\n<p>Auch in D\u00e4nemark, Schweden und Norwegen sind die Suizidraten in den letzten 20 Jahren deutlich zur\u00fcckgegangen. <\/p>\n<p>Dies gilt aber weit weniger f\u00fcr Finnland, denn trotz guter Ausbildung und geringer Arbeitslosigkeit hat Finnland gerade bei jungen M\u00e4nnern hohe Suizidraten.<\/p>\n<p>Die j\u00e4hrliche Suizidrate in Deutschland liegt bei 14 F\u00e4llen pro 100 000 Einwohner. <\/p>\n<p>Bei Kindern sind 30 bis 40 F\u00e4lle pro Jahr bekannt. <\/p>\n<p>Das Problem Suizid tritt verst\u00e4rkt ab der Pubert\u00e4t auf. <\/p>\n<p>Bei den 15- bis 20j\u00e4hrigen kommt es zu bis zu 300 Suiziden pro Jahr. (!!!!!)<\/p>\n<p>Zahlenm\u00e4\u00dfig sind die meisten Menschen, die sich das Leben nehmen, M\u00e4nner zwischen 40 und 60 Jahren. <\/p>\n<p>************<\/p>\n<p>Diese M\u00e4nner haben zus\u00e4tzlich zu einer psychiatrischen Erkrankung akute massive Lebensprobleme wie Arbeitslosigkeit, Schulden oder Trennungssituationen zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>\nDie relativen Zahlen sind dagegen bei alten M\u00e4nnern ab etwa 75 Jahren deutlich am h\u00f6chsten. Hier hat man Raten von bis zu 100 pro 100 000 im Jahr. Bei M\u00e4nnern f\u00fchren der Tod des Ehepartners und k\u00f6rperliche Erkrankungen eher zu suizidalem Verhalten als bei Frauen.<\/p>\n<p>Suizidalit\u00e4t &#8211; Schicksal oder Genetik?<\/p>\n<p>\nOffensichtlich sind auch neurobiologische und genetische Ursachen beim suizidalen Verhalten von Bedeutung. Darauf hat Dr. Dan Rujescu von der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen auf dem Kongre\u00df der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin hingewiesen.<\/p>\n<p>So weisen Untersuchungen post mortem darauf hin, da\u00df das serotonerge System eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Suizidalit\u00e4t spielt: <\/p>\n<p>Im lumbalen Liquor wurden eine erh\u00f6hte Konzentration von Serotoninrezeptoren und eine verminderte Konzentration des Serotonin-Metaboliten 5-Hydroxyindolessigs\u00e4ure gefunden. <\/p>\n<p>Diskutiert werde hier ein Zusammenhang zwischen niedriger zentraler serotonerger Aktivit\u00e4t und einer erh\u00f6hten Impulsivit\u00e4t und Aggressivit\u00e4t auch sich selbst gegen\u00fcber, sagte der Neurobiologe. <\/p>\n<p>Best\u00e4tigt wurde dies in Tierversuchen &#8211; hier zeigten M\u00e4use, bei denen der Serotonin-Transporter gest\u00f6rt war, ein erh\u00f6htes Ma\u00df an Aggressivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Auch genetische Faktoren scheinen Suizidalit\u00e4t zu beeinflussen. Kam es bei Verwandten ersten Grades zu Suiziden oder Suizidversuchen, war in Studien auch bei den Nachkommen eine h\u00f6here Rate zu finden. <br \/>Zudem weisen eineiige Zwillinge h\u00f6here Konkordanzraten hinsichtlich Suizidversuchen auf als zweieiige. <\/p>\n<p>info@feminissima.de<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Text von Feminissimas live-Site, gestern, jetzt in der Rubrik &#8211; gestern \u00fcber 500 mal gelesen&#8230;vielleicht noch mehr&#8230;da wir ab Nachmittag gestern bis zur Nacht dann insgesamt 1.072 LeserInnen verzeichnen durften. 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