{"id":83707,"date":"2005-05-05T20:20:04","date_gmt":"2005-05-05T20:20:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=83707"},"modified":"2005-05-05T20:20:04","modified_gmt":"2005-05-05T20:20:04","slug":"presse-goetz-alys-provokationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/","title":{"rendered":"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;wie in Berlin, entbrannte auch in Frankfurt\/Main Erregung, als G\u00f6tz Aly &#8222;Hitlers Volksstaat&#8220; &#8211; mit dem heutigen &#8222;Sozialstaat&#8220; verglich. DAs spielt jenen in die H\u00e4nde, die hemmungslos das Soziale seit langem ausklammern und erst recht das Sozialstaatliche. Mit seinen Thesen, das B\u00fcrgertum sei durch die Hitler-Diktatur&#8230;das so handzahm wirkende Ungeheuer &#8211;  gekauft worden, und daher, aus schierem Materialismus, h\u00e4tten sich dank antisemitistischer Propaganda, der legalisierte Raub und das Morden &#8211; der Holocaust &#8211; entwickelt, scheint den einen zu kurz gegriffen. Andere sehen darin die Verharmlosung des Holocaust. Und wieder andere r\u00e4tseln, wem dieses Buch eigentlich n\u00fctzen soll &#8211; au\u00dfer dem Verlag und dem Autor.<br \/>\n<br \/>\nNat\u00fcrlich spielt er den Sozialstaats-Zerst\u00f6rern trefflich in die Hand.<\/p>\n<p>Hier eine Gegenschrift zu G\u00f6tz Aly &#8211; von Prof. Michael Wildt, von FEM ausgesucht unter vielen.<\/p>\n<p>\n ZEIT.DE \u00bb LITERATUR \u00bb Debatte  <\/p>\n<p>\nDebatte<\/p>\n<p>Vertrautes Ressentiment <\/p>\n<p>Der moderne Sozialstaat hat mit dem \u00bbVolksgemeinschafts\u00ab-Konzept des Nationalsozialismus nichts zu tun. Eine Antwort auf G\u00f6tz Aly<\/p>\n<p>Von Michael Wildt<\/p>\n<p>\n Das Buch von G\u00f6tz Aly, \u00bbHitlers Volksstaat\u00ab (S. Fischer Verlag), z\u00e4hlt schon jetzt zu den erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Sachb\u00fcchern der Saison (ZEIT Nr. 11\/05: Hitlers zufriedene R\u00e4uber, Nr. 15\/05: Wie die Nazis ihr Volk kauften und Nr. 18\/05: Stramme junge M\u00e4nner in braunen Uniformen). Seine These, das NS-Regime sei eine \u00bbGef\u00e4lligkeits-Diktatur\u00ab, gar eine \u00bbWohlf\u00fchl- Diktatur\u00ab gewesen, die sich die Zustimmung der Bev\u00f6lkerung durch ein ausgefeiltes System sozialer Wohltaten erkaufte, st\u00f6\u00dft zunehmend auf Widerspruch \u2013 auch im Blick auf die Konsequenzen, die daraus von interessierter Seite f\u00fcr die aktuelle Sozialstaatsdebatte gezogen werden. <\/p>\n<p>\nDas Aufsehen, das G\u00f6tz Alys neues Buch Hitlers Volksstaat erregt, ist nicht allein damit zu erkl\u00e4ren, dass es eine neue historische These zur Loyalit\u00e4t der deutschen Bev\u00f6lkerung zum Nationalsozialismus offeriert. Es enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus eine politische These zur Kontinuit\u00e4t des deutschen Sozialstaates, die in den Rezensionen eigent\u00fcmlich unausgeleuchtet bleibt, als werde damit auch eine Unsicherheit des eigenen Selbstverst\u00e4ndnisses ber\u00fchrt. Dennoch ist es gerade diese politische Behauptung, welche die Sch\u00e4rfe des Buches ausmacht, weshalb ich auf die gegenwartsbezogene Dimension hier eingehen m\u00f6chte. <\/p>\n<p>G\u00f6tz Aly zieht seine These, dass sich die NS-F\u00fchrung mittels gezielter \u00bbGef\u00e4lligkeiten\u00ab die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung im Krieg zu erkaufen suchte, weit aus. Unter den Stichworten \u00bbSteuermilde f\u00fcr die Massen\u00ab und \u00bbSteuerh\u00e4rte gegen die Bourgeoisie\u00ab macht Aly, empirisch belegt durch den Mitte 1941 einmalig erhobenen Zuschlag auf die K\u00f6rperschaftsteuer, die Verkaufspflicht f\u00fcr Aktien 1942 und die Abl\u00f6sung der Hauszinssteuer 1942 die Rechnung auf, dass in erster Linie die Unternehmen und Besserverdienenden drei Viertel der innerdeutschen Kriegslasten aufgebracht h\u00e4tten. Dass in dieser Rechnung die staatliche Vernichtung der Spareinlagen nicht auftaucht, die vor allem die gro\u00dfe Masse betraf, hat bereits der britische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze moniert. Alys Beweisf\u00fchrung geht aber dar\u00fcber hinaus und will zu der pointierten These f\u00fchren, dass die nationalsozialistische Sozialpolitik einen \u00bbvom Egalit\u00e4tsgedanken geleiteten Umbau\u00ab der Gesellschaft beabsichtigte, in dem \u00bbein linkssozialdemokratisches Grundmuster\u00ab, wie er in seiner Replik auf Hans-Ulrich Wehler in der ZEIT formulierte, zu erkennen sei. <\/p>\n<p>Eine materialistisch gewendete neue Kollektivschuldthese<\/p>\n<p>In der Invektive tritt ein Problem der NS-Geschichtsschreibung zutage, das nicht nur Alys Buch, dieses aber in besonderer Weise betrifft: die N\u00e4he zur Staatsr\u00e4son der Bundesrepublik. Alles, was hierzulande \u00fcber den Nationalsozialismus geschrieben und gesprochen wird, ist unmittelbar r\u00fcckbezogen auf die Legitimit\u00e4t der politischen Ordnung der Bundesrepublik, auf die Frage nach Kontinuit\u00e4t und Diskontinuit\u00e4t Nachkriegsdeutschlands. Kein anderer Bereich der Geschichtsschreibung kann sich einer so gro\u00dfen \u00d6ffentlichkeit sicher sein wie die NS-Historiografie, und kein anderer ist so versucht, die Bundesrepublik politisch zu interpretieren wie dieser. Bis heute wird hier nichts heftiger diskutiert als die Frage, inwieweit die bundesdeutsche Gesellschaft von der NS-Vergangenheit beeinflusst und bedroht ist, ob sie sich von ihr gel\u00f6st und sich tats\u00e4chlich mit ihr auseinander gesetzt hat. <\/p>\n<p>Wenn Aly schreibt, dass nationalsozialistische Sozialpolitiker die Konturen des bundesdeutschen Rentenkonzepts entwickelten, die NS-F\u00fchrung in historisch beispielloser Weise die \u00bbMittel des modernen Sozialstaates\u00ab entfaltet habe, oder der taz gegen\u00fcber erkl\u00e4rt, dass die \u00bbSozialverfassung der Bundesrepublik en detail im Nationalsozialismus vorgepr\u00e4gt wurde\u00ab, dann wird die politische Implikation deutlich: der Sozialstaat als System von Gef\u00e4lligkeiten zur Loyalit\u00e4tssicherung, der zwar nicht von Hitler erfunden, aber, so Aly, \u00bbmit Schwung weiterentwickelt\u00ab wurde und nun endlich, gewisserma\u00dfen als letzter Akt der Vergangenheitsbew\u00e4ltigung, abgebaut werden muss. Seine Rede zur Verleihung des Heinrich-Mann-Preises 2003 hat Aly so beendet: \u00bbWer sich entschlie\u00dft, die Ermordung der europ\u00e4ischen Juden als Teil einer Politik zu begreifen, die ihre Kraft aus der Gleichheitsidee bezog, der wird unweigerlich feststellen m\u00fcssen, da\u00df wir demselben Gleichheitsgedanken viele Selbstverst\u00e4ndlichkeiten unseres Lebens verdanken. Er bedeutete und bedeutet f\u00fcr Millionen Europ\u00e4er einen entscheidenden lebensgeschichtlichen Fortschritt \u2013 einen Fortschritt, der eben auch mit den Mitteln des Krieges, des Hasses und des Massenraubmords erreicht worden ist.\u00ab <\/p>\n<p>Ohne Zweifel war das NS-Regime bem\u00fcht, wie j\u00fcngst Hans-Ulrich Wehler in Band IV seiner Deutschen Gesellschaftsgeschichte geschildert hat, mittels sozialpolitischer Ma\u00dfnahmen vor allem die Integration der Arbeiter in die \u00bbVolksgemeinschaft\u00ab zu betreiben. Die Klassenstruktur der Gesellschaft verschwand deswegen nicht, aber die Verhei\u00dfung eines sozialen Aufstiegs nach Leistung, unabh\u00e4ngig von Schichtzugeh\u00f6rigkeit, band einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ein. Die nationalsozialistische Zielperspektive war jedoch keineswegs eine moderne, leistungs- und aufstiegsorientierte Individualgesellschaft freier B\u00fcrger, sondern eine rassistisch formierte \u00bbVolksgemeinschaft\u00ab, die Elitebildung und Vorw\u00e4rtskommen nicht nur von Leistung, sondern ebenso von biologistischen Kriterien abh\u00e4ngig machte. Wer abwich, zum Beispiel behinderte Kinder gebar, als \u00bbasozial\u00ab, \u00bbarbeitsscheu\u00ab oder homosexuell galt, erfuhr sehr rasch und gnadenlos die Grenzen der \u00bbGef\u00e4lligkeitsdiktatur\u00ab. Insbesondere die Ermordung von Behinderten und Kranken, die von den Nationalsozialisten als \u00bberbbiologisch minderwertig\u00ab definiert wurden, zeigt, wie unangemessen und fehlleitend die Gleichsetzung des NS-Regimes mit dem \u00bbmodernen Sozialstaat\u00ab ist.<\/p>\n<p>Hier liegt ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis von Gleichheit und Homogenit\u00e4t, von politischer und sozialer Gleichheit vor. Modernisierung wird mit Moderne verwechselt, Rationalit\u00e4t mit Vernunft. Die b\u00fcrgerliche Forderung nach Gleichheit, wie sie in den Schriften von Thomas Jefferson, John Locke oder Condorcet nachzulesen ist, meint mitnichten die Egalisierung von materiellen Verh\u00e4ltnissen, sondern ganz im Gegenteil die Anerkennung der naturrechtlichen Gleichheit der Menschen, deren pursuit of happiness nun nicht mehr von irgendwelchen Privilegien abh\u00e4ngig sein sollte. Paradox formuliert, soll die Gleichheit der Menschen dazu f\u00fchren, dass sie ihre Ungleichheit entwickeln k\u00f6nnen. Die Vorstellung andererseits, deren Herkunft von Aristoteles und Thomas von Aquin vielleicht noch einmal hervorgehoben zu werden verdient, die politische Ordnung diene dazu, das bonum commune, das gemeine Wohl, zu garantieren, hat wiederum nichts mit der Einschr\u00e4nkung pers\u00f6nlicher Freiheit zu tun. Politische und soziale Gleichheit sind keineswegs identisch oder gegenseitig zu ersetzen, sondern auf komplexe Weise aufeinander bezogen.<\/p>\n<p>Seit deutlich wurde, dass die Moderne zwar dem politischen B\u00fcrgerrecht Geltung verschaffte, aber soziale Ungleichheiten durchaus nicht beseitigte, wird das Spannungsverh\u00e4ltnis von sozialer und politischer Gleichheit immer wieder diskutiert. Das urliberale Versprechen, dass es allein gen\u00fcgen w\u00fcrde, politische Gleichheitsverh\u00e4ltnisse zu schaffen, damit die Menschen sich frei und sozial entwickeln k\u00f6nnten, ist ebenso zerstoben wie das kommunistische Projekt, dass erst erzwungenes soziales Gleichma\u00df die Freiheit freisetzen w\u00fcrde. Das Problem jedoch, wie sich die politische Gleichheit der B\u00fcrger, die dem modernen b\u00fcrgerlichen Rechtsstaat zugrunde liegt, mit der Tatsache sozialer Ungleichheit verbinden l\u00e4sst, bleibt bestehen. Nicht zuletzt haben Sozialdemokraten immer wieder dar\u00fcber nachgedacht, dass Freiheit und Sozialismus keine Gegens\u00e4tze sein m\u00fcssen. Die Diskussion sozialdemokratischer Rechtstheoretiker wie Hermann Heller, Franz Neumann oder Ernst Fraenkel in den zwanziger Jahren \u00fcber eine Sozialverfassung der Weimarer Republik r\u00fchrt von ebendiesem Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen politischer und sozialer Gleichheitsforderung her, ebenso wie das Konzept des modernen Sozialstaates den Versuch darstellt, dieses Problem auf rechtsstaatliche und demokratische Weise zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Das nationalsozialistische Konzept einer \u00bbVolksgemeinschaft\u00ab hingegen hat sich nie um politische Gleichheit und Freiheit gek\u00fcmmert. Die Verfasstheit der politischen Gemeinschaft war strikt autorit\u00e4r und rassisch definiert. Weder politische B\u00fcrgerrechte noch individuelle Freiheitsrechte hatten im NS-Regime Platz, soziale Gleichheit hie\u00df im Nationalsozialismus stets rassenbiologische Homogenit\u00e4t. Die Ineinssetzung, die Aly nun vornimmt, offenbart nicht nur einen Mangel an Unterscheidungsverm\u00f6gen, sondern ist auch antib\u00fcrgerlich. Wer behauptet, die nationalsozialistische Volksgemeinschaftspolitik sei, wenn nicht in ihren Mitteln, so doch in ihren Zielen mit dem modernen Sozialstaat identisch, steht mit einer solch denunziatorischen Kritik der Moderne denen, die er zu kritisieren glaubt, n\u00e4her, als er denkt. <\/p>\n<p>Vielleicht liegt das Problem sogar weniger in Alys Buch selbst als in dem immensen \u00f6ffentlichen Zuspruch, den es erf\u00e4hrt. Die \u00c4chtung des Sozialstaates wird von einer Generation mit Applaus bedacht, die vormals das Gro\u00dfkapital als Urheber des Faschismus betrachtete und nun \u2013 desillusioniert, aber ohne auf den \u00d6konomismus zu verzichten \u2013 die Massen und deren materielle Interessen f\u00fcr den Nationalsozialismus und den Holocaust verantwortlich macht. Nach wie vor gefangen in der F\u00fchrer-Massen-Dichotomie, die vormals die Selbststilisierung zur Avantgarde des Volkes gerechtfertigt hatte, richtet sich der Vorwurf nun erneut an die Massen in einer gewisserma\u00dfen historisch-materialistisch gewendeten Kollektivschuldthese. Folgerichtig lebt jener wissenschaftlich l\u00e4ngst \u00fcberwunden geglaubte Reduktionismus wieder auf, dem zufolge Menschen blo\u00dfe Agenten ihrer Interessen, hier ihrer Konsumw\u00fcnsche, seien. Von modernen komplexen handlungstheoretischen Akteurskonzepten, die seit etlichen Jahren in der Sozialforschung diskutiert werden, ist diese simplifizierende Vorstellung weit entfernt. <\/p>\n<p>Am Ende bleibt das Vorurteil, dass der Bauch den Geist regiert<\/p>\n<p>In der verk\u00fcrzten Auffassung von Gleichheit offenbart sich die erstaunliche Abwesenheit eines emphatischen Begriffs von Freiheit. Wer die b\u00fcrgerliche Forderung nach Egalit\u00e9 nur als Programm sozialer Gleichheit wahrnimmt, zeigt, welch geringe Rolle in seinem Denken politische Freiheit spielt. Das moderne Konzept des Sozialstaates, auch und gerade in seiner sozialdemokratischen Variante, ist untrennbar verkn\u00fcpft mit liberalen Freiheitsrechten seiner B\u00fcrger. <\/p>\n<p>Dass G\u00f6tz Aly mit seiner Volksstaatsthese derart viel Zustimmung erh\u00e4lt, l\u00e4sst auf das Ausma\u00df der Orientierungskrise schlie\u00dfen, in der sich die Bundesrepublik im Umbau ihrer Wohlfahrtsstaatlichkeit und Neudefinition ihres politischen Selbstverst\u00e4ndnisses befindet. In einer Situation, in der offenbar so vielen, ersch\u00f6pft vom konzeptlosen Pragmatismus der letzten Jahre, jede Idee f\u00fcr das Soziale abhanden gekommen ist, entlastet das Buch von Aly ungemein, weil es ratlos gewordenen Intellektuellen \u00fcber die irritierenden Fragen nach Freiheit und sozialer Gerechtigkeit hinweghilft und stattdessen im vertrauten Ressentiment best\u00e4tigt, dass der Bauch den Geist regiert und die plebejischen Massen, mit Wohltaten gef\u00fcttert, \u00fcber Leichen gehen. Vor der normativen Herausforderung, das Soziale neu und vor allem freiheitlich zu denken, fl\u00fcchten sich diese linken Konvertiten in den bedenkenlosen Neoliberalismus. In Hitlers Volksstaat, so steht zu bef\u00fcrchten, spiegelt sich das Elend jenes Teils einer Generation, der sich nie mit seiner eigenen totalit\u00e4ren Versuchung auseinander gesetzt hat und dem darum heute als Begriff von Freiheit nur noch die Entfesselung des Marktes einf\u00e4llt. <\/p>\n<p>Michael Wildt ist Mitarbeiter am Hamburger Institut f\u00fcr Sozialforschung und Professor f\u00fcr Neuere Geschichte in Hannover. Er schrieb das Standardwerk \u00fcber das Reichssicherheitshauptamt \u00bbDie Generation des Unbedingten\u00ab (2002). Eine ausf\u00fchrlichere Fassung seines Beitrags wird in der Zeitschrift \u00bbMittelweg 36\u00ab (Heft 3) erscheinen<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;wie in Berlin, entbrannte auch in Frankfurt\/Main Erregung, als G\u00f6tz Aly &#8222;Hitlers Volksstaat&#8220; &#8211; mit dem heutigen &#8222;Sozialstaat&#8220; verglich. DAs spielt jenen in die H\u00e4nde, die hemmungslos das Soziale seit langem ausklammern und erst recht das Sozialstaatliche. Mit seinen Thesen, das B\u00fcrgertum sei durch die Hitler-Diktatur&#8230;das so handzahm wirkende Ungeheuer &#8211;  gekauft worden, und daher, aus schierem Materialismus, h\u00e4tten sich dank antisemitistischer Propaganda, der legalisierte Raub und das Morden &#8211; der Holocaust &#8211; entwickelt, scheint den einen zu kurz gegriffen. Andere sehen darin die Verharmlosung des Holocaust. Und wieder andere r\u00e4tseln, wem dieses Buch eigentlich n\u00fctzen soll &#8211; au\u00dfer dem Verlag und dem Autor.<br \/>\n<br \/>\nNat\u00fcrlich spielt er den Sozialstaats-Zerst\u00f6rern trefflich in die Hand.<\/p>\n<p>Hier eine Gegenschrift zu G\u00f6tz Aly &#8211; von Prof. Michael Wildt, von FEM ausgesucht unter vielen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-83707","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femkultur","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen - Feminissima\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"...wie in Berlin, entbrannte auch in Frankfurt\/Main Erregung, als G\u00f6tz Aly &quot;Hitlers Volksstaat&quot; - mit dem heutigen &quot;Sozialstaat&quot; verglich. DAs spielt jenen in die H\u00e4nde, die hemmungslos das Soziale seit langem ausklammern und erst recht das Sozialstaatliche. Mit seinen Thesen, das B\u00fcrgertum sei durch die Hitler-Diktatur...das so handzahm wirkende Ungeheuer - gekauft worden, und daher, aus schierem Materialismus, h\u00e4tten sich dank antisemitistischer Propaganda, der legalisierte Raub und das Morden - der Holocaust - entwickelt, scheint den einen zu kurz gegriffen. Andere sehen darin die Verharmlosung des Holocaust. Und wieder andere r\u00e4tseln, wem dieses Buch eigentlich n\u00fctzen soll - au\u00dfer dem Verlag und dem Autor. Nat\u00fcrlich spielt er den Sozialstaats-Zerst\u00f6rern trefflich in die Hand.  Hier eine Gegenschrift zu G\u00f6tz Aly - von Prof. Michael Wildt, von FEM ausgesucht unter vielen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Feminissima\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2005-05-05T20:20:04+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"9\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/\",\"url\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/\",\"name\":\"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen - Feminissima\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#website\"},\"datePublished\":\"2005-05-05T20:20:04+00:00\",\"dateModified\":\"2005-05-05T20:20:04+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/0b901e053624f88e7ecbea289d9d5128\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/feminissima.de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/feminissima.de\/\",\"name\":\"Feminissima\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/feminissima.de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/0b901e053624f88e7ecbea289d9d5128\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8da1f51327453c0bf63338e8e2a791948b7d2ac19b68839492d1e69aac6924a8?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8da1f51327453c0bf63338e8e2a791948b7d2ac19b68839492d1e69aac6924a8?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"url\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/author\/admin\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen - Feminissima","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen - Feminissima","og_description":"...wie in Berlin, entbrannte auch in Frankfurt\/Main Erregung, als G\u00f6tz Aly \"Hitlers Volksstaat\" - mit dem heutigen \"Sozialstaat\" verglich. DAs spielt jenen in die H\u00e4nde, die hemmungslos das Soziale seit langem ausklammern und erst recht das Sozialstaatliche. Mit seinen Thesen, das B\u00fcrgertum sei durch die Hitler-Diktatur...das so handzahm wirkende Ungeheuer - gekauft worden, und daher, aus schierem Materialismus, h\u00e4tten sich dank antisemitistischer Propaganda, der legalisierte Raub und das Morden - der Holocaust - entwickelt, scheint den einen zu kurz gegriffen. Andere sehen darin die Verharmlosung des Holocaust. Und wieder andere r\u00e4tseln, wem dieses Buch eigentlich n\u00fctzen soll - au\u00dfer dem Verlag und dem Autor. Nat\u00fcrlich spielt er den Sozialstaats-Zerst\u00f6rern trefflich in die Hand.  Hier eine Gegenschrift zu G\u00f6tz Aly - von Prof. Michael Wildt, von FEM ausgesucht unter vielen.","og_url":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/","og_site_name":"Feminissima","article_published_time":"2005-05-05T20:20:04+00:00","author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"9\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/","url":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/","name":"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen - Feminissima","isPartOf":{"@id":"https:\/\/feminissima.de\/#website"},"datePublished":"2005-05-05T20:20:04+00:00","dateModified":"2005-05-05T20:20:04+00:00","author":{"@id":"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/0b901e053624f88e7ecbea289d9d5128"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/presse-goetz-alys-provokationen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/feminissima.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Presse: G\u00f6tz Alys Provokationen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/feminissima.de\/#website","url":"https:\/\/feminissima.de\/","name":"Feminissima","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/feminissima.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/0b901e053624f88e7ecbea289d9d5128","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8da1f51327453c0bf63338e8e2a791948b7d2ac19b68839492d1e69aac6924a8?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8da1f51327453c0bf63338e8e2a791948b7d2ac19b68839492d1e69aac6924a8?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"url":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/author\/admin\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83707","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83707"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83707\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}