{"id":83704,"date":"2005-05-05T14:38:43","date_gmt":"2005-05-05T14:38:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=83704"},"modified":"2005-05-05T14:38:43","modified_gmt":"2005-05-05T14:38:43","slug":"im-fehlergestruepp-der-ba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2005\/05\/05\/im-fehlergestruepp-der-ba\/","title":{"rendered":"Im Fehlergestr\u00fcpp der BA"},"content":{"rendered":"<p>Der Beginn der Story wurde f\u00fcr die live-Site von FEMINISSIMA schon zu lang &#8211; die Fortsetzung findet Ihr hier. Auf der live-Site k\u00fcndigt FEMINISSIMA die jeweilige Fortsetzung an &#8211;<br \/>\n<br \/>\nInfos, Atmos, Sensationen.. f\u00fcr ein Buch &#8211; <\/p>\n<p>&#8222;AKTE MENSCH&#8220; &#8211; oder:<br \/>\n<br \/>\nWerte im 21. Jahrhundert..<\/p>\n<p>In den Rubriken k\u00f6nnt Ihr auch selbst Kommentare abgeben.<br \/>\n<br \/>\nVor allem, wenn Ihr Euch eingeloggt habt.<\/p>\n<p>Ansonsten auch gerne an &#8211; info@feminissima.de<br \/>\n<br \/>\nDer Text wurde gestern, seinem Erscheinungsdatum, auf der live-Site, \u00fcbrigens 75 mal gelesen.<\/p>\n<p>Und als &#8222;Gebrauchsanweisung&#8220; an dieser Stelle:<br \/>\n<br \/>\nVorsicht auch &#8211; &#8222;Satire&#8220; &#8211; teilweise.<br \/>\n<br \/>\nDenn nat\u00fcrlich ist es Satire, wenn &#8222;manche&#8220; davon ausgehen, jung, arbeitslos, erfolglos, ja, da kann man es sich ja bei HARTZ IV gem\u00fctlich machen&#8230;wer m\u00f6chte jung und erfolglos bleiben oder sein? Ob jung oder alt &#8211; keiner m\u00f6chte das. Alles andere sind sicher Unterstellungen.<br \/>\n<br \/>\nDer Bezug ist lediglich &#8211; den &#8222;Alten&#8220; kann man mit &#8222;HARTZ IV&#8220; alles kaputtmachen und wegnehmen, was sie ein Leben lang aufgebaut haben.<br \/>\n<br \/>\nDen &#8222;Jungen&#8220; kann man &#8211; au\u00dfer der Hoffnung&#8230;? (und ohne Hoffnung lebt es sich schlecht. Sehr schlecht.)mit HARTZ IV noch nicht so viel wegnehmen. So gesehen bietet da &#8211; fr\u00fcher war es die Sozialhilfe &#8211; &#8222;HARTZ IV&#8220; (wie sagen gerne &#8222;HATZ IV&#8220;) &#8211; einen gewissen Schutz &#8211; zumindest das Dach \u00fcberm Kopf und Krankenversicherung und ein Basis-Lebensgeld.<br \/>\n<br \/>\nDas als Vorab-Randbemerkung zu einem kurzen Satz in dem Text, den wir nun auch einfach ver\u00e4ndern k\u00f6nnten, aber nein. L\u00e4ngerfristig wird der Text stilistisch vielleicht \u00fcberarbeitet. ES WAR EIN LIVE-TEXT. Direkt von der Hand aus dem Kopf in den PC geschrieben &#8211; der Sinn einer live-Site.<br \/>\n<br \/>\nDie angek\u00fcndigte Fortsetzung findet sich hoffentlich heute Abend. Es ist nicht einfach, solche Texte zu schreiben&#8230;&#8230;denn dahinter steckt die Realit\u00e4t&#8230;das Leben&#8230;das harte&#8230;aber KNEIFEN w\u00e4re gerade das, was wir ja st\u00e4ndig anprangern &#8211; sich &#8222;wehren&#8220; &#8211; bringt&#8230;ja, was? Segen? Oder verpulverte Energien? Ins Leere hineinlaufen? Oh, wer schreibt, der bleibt&#8230;und l\u00f6st Gedanken aus. <br \/>last page view: 40025. Oh!..weiter unten beginnt nun der Artikel : DIE BA &#8211; FEHLERMACHEN, UND DAS RICHTIG! Es ist inzwischen 9 Uhr 54 und wir durften heute Vormittag schon 50 Leser begr\u00fcssen..hi! Drau\u00dfen mostly cloudy..<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tr>\n<td style=\"background-image=url('images\/monet-heller.jpg')\"><font size=\"+1\"> <\/p>\n<p>&#8230;Es ist gleich halb sieben in der Fr\u00fche des grauget\u00f6nten Tages ! Hold on! <\/p>\n<p>Die Stifte f\u00fcr eine ebenso wahre wie unglaubliche Geschichte werden gerade gespitzt&#8230;<br \/> Hier, auf der live-Site von FEMINISSIMA, dann gegen sp\u00e4testens..na, sagen wir &#8230;.8 Uhr a.m. nachlesbar&#8230;.<br \/>vorher mal gerade den Kaffeewasser-Erhitzer anwerfen.<br \/> Hoffentlich funktioniert er noch&#8230;<br \/>THEMA &#8211; <\/p>\n<p>DIE UNVORSTELLBARE UNF\u00c4HIGKEIT DER BA-SACHBEARBEITER &#8211;<br \/>\u00fcber einen FEHLER, der sich \u00fcber 4 Monate nicht korrigieren lie\u00df &#8211; <br \/>die FEHLBARKEIT des FEHLERMANAGEMENTS in den SPITZEN der BA in N\u00dcRNBERG &#8211; <br \/>und die Rolle der AOK &#8230;: <\/p>\n<p>Durch einen Fehler bei der Bearbeitung eines Antrags auf \u00dcBERBR\u00dcCKUNGSGELD &#8211; steht eine Person nicht nur mit 5 Monaten anstelle von 6 Monaten \u00dcberbr\u00fcckungsgeld zur Selbst\u00e4ndigkeit da &#8211;<br \/> sondern auch seit Monaten ohne KRANKENVERSICHERUNG&#8230;.<\/p>\n<p>L\u00f6sungsans\u00e4tze : KEINE.<\/p>\n<p>Wer dann doch Rat wei\u00df, jetzt kurz, bevor die Person komplett ohne Geld und ohne Krankenversicherung <br \/> &#8211; im GESTR\u00dcPP der Beh\u00f6rden, wo Fehler &#038; GedankenTr\u00e4gheit offenbar das Tagesgesch\u00e4ft bestimmen &#8211; und <br \/>anscheinend niemals Konsequenzen nach sich ziehen, au\u00dfer f\u00fcr die Arbeitslosen -.. da ist guter Rat mehr als teuer!<br \/> Ein weitgehend (Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel!)gleichg\u00fcltig-herzkaltes Personal &#8211; das neu-deutsche und alt-deutsche Personal?<br \/> Nur der Name aufger\u00fcscht? <br \/>Und bald auch das &#8222;A&#8220;??<br \/>Innen indessen &#8211; <br \/>Fehlermachen als Bef\u00f6rderungsvoraussetzung?<br \/>Kopfpauschalen, wer die meisten Arbeitslosen fertigmacht, abwickelt, in den Wahnsinn treibt?<\/p>\n<p>Wenn das Opfer zuletzt, anstatt sich von der Br\u00fccke zu st\u00fcrzen &#8211;<br \/> die Contenance verliert &#8211; <br \/> coole Reaktion &#8211; <\/p>\n<p>&#8222;Strafanzeige wegen Beleidigung!&#8220; <\/p>\n<p>Und wie richten deutsche Richter dann? &#8211; <\/p>\n<p>Einmal geraten &#8211; richtig! <br \/> Nat\u00fcrlich gegen den w\u00fctenden Arbeitslosen&#8230;.?<\/p>\n<p>Oh &#8211; auch das w\u00e4re noch zu einfach,<br \/> zu kurzgegriffen.<\/p>\n<p>Denn auch die FEHLERQUELLE,<br \/> die sich DEUTSCHES RECHT nennt, <br \/>kennt da so manche nette Nische, <br \/>um selbst gar nicht erst nach dem Recht in den Kr\u00fcmeln suchen zu m\u00fcssen, sich um Arbeit also auch zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>\nUnd demjenigen von vornherein selbst die nebul\u00f6se Aussicht auf sein &#8222;Recht&#8220; zu verdunkeln,<br \/> der sich hoffnungsfroh und gutgl\u00e4ubig <br \/>in einem Rechtsstaat deucht.<\/p>\n<p>Das Nebelhorn tutet: &#8222;(Ver-)-S\u00e4umnisurteil!&#8220; <\/p>\n<p>Ohne Anwalt&#8230;?<br \/>Na, hast Du eh keine Chance&#8230;<\/p>\n<p>So freut Euch auf eine nette, lebendige Geschichte<br \/> &#8211; wie sie sich wahrscheinlich tagt\u00e4glich in Deutschland abspielt, <\/p>\n<p>mit zuweilen leicht ver\u00e4nderten Spiel-Steinchen- <\/p>\n<p> doch wer gewinnt, steht meist schon vorher fest&#8230;<br \/>und wer verliert..dann halt auch&#8230;<\/p>\n<p>Jawoll,<br \/> wer m\u00f6chte da nicht mitschunkeln !<br \/>Im B\u00fcrokratenstadl-gegen-den-B\u00fcrger-Deutschland!?<\/p>\n<p> Nachher mehr &#8230;.es ist jetzt 7 Uhr und 9 Min\u00fctis &#8211; !<\/p>\n<p>****Okay!<br \/>Es ist jetzt kurz nach 8 Uhr.<br \/> Es geht los!<br \/>Dies ist eine live-Text-Seite &#8211; man liest, was gerade geschrieben wird. <br \/>Nicht ganz.<br \/>Zwischendurch mu\u00df &#8222;gesaved&#8220; werden, <br \/>damit der Stuff nicht abst\u00fcrzt.<br \/>Man k\u00f6nnte den Text auch in Ruhe auf WORD vorschreiben,<br \/>aber das w\u00e4re ja langweilig.<br \/>Und dann w\u00e4re der Schreibstil garantiert anders &#8211; weniger &#8230;spontan&#8230;klar, was sonst! <br \/>(Und weniger lebendig..???).<\/p>\n<p>BUNDESAGENTUR f\u00fcr ARBEIT &#8211; FEHLERMACHEN &#038; DAS RICHTIG!<br \/>Ein EXCLUSIV-Tatsachenbericht von FEMINISSIMA, dem Onlinemagazin.<br \/>Kleine dramaturgische Ver\u00e4nderungen ver\u00e4ndern indessen nichts an den Inhalten&#8230;.<\/p>\n<p>\nManche haben ja Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck.<br \/>Nach dem Magisterexamen gleich arbeitslos?<br \/>Na, da wissen wir Abhilfe!<br \/>Da spendiert die A&#8217;Agentur auch gerne die Weiterbildung!<br \/>So wird flugs, nach ungef\u00e4hr eineinhalb Jahren,<br \/>aus der Romanistin mit Magister-Examen eine Web-Side Designerin.<br \/>Gut, nicht so perfekt wie jemand, der Web-Design und Design und Graphik studiert hat, aber immerhin!<br \/>Nicht arbeitslos, die Fortbildung finanziert!<br \/> Prima.<br \/>Hoffen wir, dass sich nun ein Job f\u00fcr mindestens eineinhalb Jahre aufsp\u00fcren l\u00e4sst: <br \/>denn danach kann &#8230;bei Arbeitslosigkeit&#8230;schon das erste Arbeitslosengeld kassiert werden.<br \/> Wenn dann HARTZ IV eintritt, ja auch nicht so schlimm, als Studentin hatte man ja eigentlich meist weniger Knete im Portemonnaie, nicht wahr?<br \/> Und das Zimmer in der WG wurde einem auch nicht bezahlt.<br \/> F\u00fcr ehemalige Studenten klingt HARTZ IV auch viel besser als Sozialhilfe.<br \/> Sie haben nicht unbedingt ein gesellschaftliches Problem damit &#8211; <br \/>irgendwie war das Leben als Student ja nie so gesichert, wenn man es mal so betrachtet, <br \/> wie nun letztendlich mit HARTZ IV&#8230;.<\/p>\n<p>Wer \u00e4lter ist, f\u00fcr den werden die Tr\u00fcffel knapp..<\/p>\n<p>Annegret ist 50, als ihre Firma verkauft und sie selbst arbeitslos wird.<\/p>\n<p>Eine Abfindung als ephemeres Trostpflaster.<br \/>Annegret war eine Spitzenkraft im kaufm\u00e4nnischen Finanzbereich.<br \/>Sie war es nicht gewohnt, betteln zu gehen.<br \/>Entsprechend selbstbewu\u00dft trat sie beim Arbeitsamt auf.<br \/>Sie erkl\u00e4rte, sie wolle sich mit einer Unternehmensberatung selbst\u00e4ndig machen.<br \/>Allerdings fehle ihr das Computer-Know How. <br \/>Das h\u00e4tte sie in ihrer bisherigen Position nicht gebraucht.<br \/> Sie wolle gerne den EU-Computer-F\u00fchrerschein machen.<br \/>Damit sie ihrem Personal sp\u00e4ter die richtigen Anweisungen geben k\u00f6nnte&#8230;und sich nicht ein X f\u00fcr ein U vormachen lassen m\u00fcsse.<br \/>Um es kurz zu machen &#8211; <br \/>Anneret setzte alle (na, fast alle..) ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel ein, um diesen normalerweise sehr teuren Computerkurs als Vorbereitung zur Selbst\u00e4ndigkeit finanziert zu bekommen.<br \/> Unter Ausschaltung ihrer Selbstachtung beinah, wie sie sagte,<br \/>bittete und bettelte sie, denn sie besa\u00df einen nicht retuschierbaren Makel &#8211; &#8222;zu alt&#8220;.<\/p>\n<p>Nach den versch\u00e4rften Bestimmungen&#8230;<br \/>die noch unter Herrn Gerster, ehe er selbst unter dem Druck einer selten so einheitlich anklagenden und aufdeckenden Presse, seinen Hut nehmen mu\u00dfte &#8211; <br \/>f\u00fcr &#8222;\u00e4ltere Arbeitslose&#8220; und \u00e4ltere sogenannte Langzeitarbeitslose<br \/>verabschiedet worden waren.<br \/>Auch wenn dies dementiert wurde.<br \/>&#8222;Ich lernte Tag und Nacht. Und schwitzte Blut und Wasser, dass ich ja nirgends durchfalle!&#8220;<br \/>So die Finanzfachfrau, die auf eine kaufm\u00e4nnische Ausbildung zur\u00fcckblickte.<br \/>&#8222;Ich war ja Lernen wirklich nicht mehr gew\u00f6hnt, aber ich wollte es schaffen!<br \/>Arbeitslos zu sein &#8211; f\u00fcr mich v\u00f6llig unvorstellbar!&#8220;<br \/>Annegret schaffte es.<br \/>Sogar mit Auszeichnung.<br \/> Auch das \u00dcberbr\u00fcckungsgeld, endlich!<\/p>\n<p>Annegret hatte insgesamt einen Trick angewandt, der als Tip durchgehen k\u00f6nnte,<br \/>wenn man gute Nerven hat &#8211; <br \/>Annegret marschierte, so oft die knappe Freizeit es ihr erlaubte, die ihr der ComputerKurs noch lie\u00df &#8211; hin zu ihrem Sachbearbeiter.<br \/> Bedankte sich immer wieder.<br \/>Und fragte nach, was denn wohl noch an ihrem Antrag fehle, f\u00fcr das \u00dcberbr\u00fcckungsgeld.<br \/>So ging bei Annegret alles glatt.<br \/>Sie hakte alles unter &#8222;Investition&#8220; ab, sch\u00fcttelte sich und hoffte ,<br \/> nun nichts mehr in den \u00c4mtern hoffentlich verloren zu haben.<br \/>Denn eins hatte man sie, all ihrer Scharwenzelei zum Trotz, von den guten Zeugnissen gar nicht zu reden, <br \/> unmi\u00dfverst\u00e4ndlich wissen lassen &#8211; <br \/>in &#8222;ihrem&#8220; Alter sei sie nicht mehr vermittelbar. <\/p>\n<p>Annegret war, wie so viele andere Hoffnungsvolle &#8211; <br \/>in die Hauptstadt gekommen, <br \/>weil sie glaubte, <br \/>eigentlich glaubt das noch immer fast jeder und jede &#8211; <br \/>hier lie\u00dfe sich noch einmal richtig etwas aufbauen.<\/p>\n<p>Elena war aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden nach Berlin gezogen.<br \/> H\u00f6chst improvisiert alles.<br \/> Wohnung aufgegeben.<br \/>In Berlin erst einmal ein m\u00f6bliertes Appartement.<br \/>Daf\u00fcr preiswert.<br \/> Und zentral.<\/p>\n<p>Elena geh\u00f6rte zu diesen Frauen, die vor Ehe und Kinderkriegen<br \/>&#8222;schon ungef\u00e4hr ein Jahrzehnt richtig im Berufsleben&#8220; gestanden hatten, <br \/>nach einer Universit\u00e4tsausbildung, also Studium, mit Abschlu\u00df.<br \/>Auch mit Kind hatte Elena gearbeitet, <br \/>und nie das allzeit schlechte Gewissen vergessen &#8211; <br \/> wenn sie arbeitete, dann gegen\u00fcber dem Kind,<br \/>war sie bei ihrem Kind, dann Angst, die Arbeit zu vernachl\u00e4ssigen.<br \/> Elena war nicht lange verheiratet, und zog,<br \/>was sie eigentlich niemals eingeplant hatte, in ihrem Lebensplan,<br \/>so gezwungenerma\u00dfen ihr Kind alleine gro\u00df.<br \/>Nicht ganz.<br \/> Unterst\u00fctzt von Gro\u00dfm\u00fcttern und Kinderfrauen.<br \/> Elena konnte sich das finanziell halbwegs leisten.<\/p>\n<p>Inzwischen war Elena so richtig frei. <br \/>Diese merkw\u00fcrdige Freiheit, wenn Deine Lebensrollen zu Ende sind.<br \/> Kinder fl\u00fcgge.<br \/>Vom ersten oder auch vom zweiten Mann geschieden &#8211; und als meist Berufst\u00e4tige nicht daran denkend, nun daheim zu sitzen, und darauf zu warten, dass die erwachsenen Kinder auf Besuch reinkommen und sie mit <br \/> &#8222;Na, Mutti, wie geht es Dir denn so?&#8220; fl\u00fcchtig begr\u00fc\u00dfen, um dann rasch ihre alten Freunde zu besuchen.<\/p>\n<p>Davon abgesehen, Elena war auf ihre Eink\u00fcnfte angewiesen.<br \/> Es gab sonst niemand, der f\u00fcr sie h\u00e4tte aufkommen k\u00f6nnen oder wollen.<br \/> Wie viele sogenannte emanzipierte Frauen hatte sie bei der Scheidung auf Unterhalt f\u00fcr sich verzichtet &#8211; <br \/>schlie\u00dflich verdiente sie ihr Geld ja selbst, nicht wahr? <\/p>\n<p>\nIn irgendeiner Kurve ihres Lebens hatte Elena den Fehler begangen, der vielleicht weiblich ist, selten m\u00e4nnlich :<\/p>\n<p>sie hatte aus privaten Gr\u00fcnden ihren besten Arbeitsplatz aufgegeben.<br \/>War woanders hingezogen.<br \/>Aus &#8222;famili\u00e4ren Gr\u00fcnden&#8220;, wie es denn so lapidar hei\u00dft, und dahinter verbergen sich meist die wahren Geschichten&#8230;oft des beruflichen weiblichen Abstiegs.<br \/>W\u00e4hrend kein Mann eine Berufspause einlegt, oder einem Umzug zustimmen w\u00fcrde, weil ein Kind l\u00e4nger krank oder eine Gro\u00dfmutter pflegebed\u00fcrftig, oder weil die Partnerin  woanders eine &#8222;bessere Stelle&#8220; gefunden hat<br \/>so wird Selbiges von Frauen nicht nur als beinah selbstverst\u00e4ndlich erwartet &#8211; :<br \/>sie machen es eigentlich noch immer gern.<br \/>Sie lieben ihre Familien.<br \/>Und sie f\u00fchlen sich daf\u00fcr zust\u00e4ndig.<br \/> Frauenbewegung hin oder her.<br \/> Dieses emotionale Plus verkehrt sich mit Pech dann zu dem, was man heute als<br \/>&#8222;Frauenarmut&#8220; bezeichnet.<br \/> Und vor allem Armut \u00e4lterer Frauen.<br \/> Und noch mehr:<br \/>Armut \u00e4lterer Frauen, die ihre Kinder allein gro\u00dfgezogen haben, oder ein Kind.<br \/>Die L\u00fccke im Berufsleben &#8211; pl\u00f6tzlich l\u00e4sst sie sich nicht mehr &#8230;lie\u00df sie es jemals?<br \/>so einfach wieder schlie\u00dfen.<br \/>Pl\u00f6tzlich leicht hochgezogene Augenbrauen &#8211; <br \/> &#8222;Oh, in Ihrem Alter wollen Sie noch arbeiten?&#8220;<br \/>Und schlu\u00dfendlich der Gang zum Arbeitsamt:<\/p>\n<p>&#8222;Oh &#8230;Sie sind&#8230;besonders schwer vermittelbar &#8211; zu alt und \u00fcberqualifiziert&#8230;!&#8220;<\/p>\n<p>Elena fand es peinlich, pl\u00f6tzlich Arbeitslosengeld zu beziehen.<br \/> Aber auch erst einmal beruhigend.<br \/>Das Geld kam p\u00fcnktlich.<br \/> Auch wenn es ja weniger war, als zuvor.<\/p>\n<p>Doch als die Arbeitspl\u00e4tze immer knapper wurden und HARTZ IV Gesetz wurde &#8211; <br \/>sp\u00fcrte Elena diesen Wahnsinnsdruck auf ihr.<br \/>Immer wieder hatte sie versucht, in ihrem Beruf unterzukommen, auch freiberuflich, aber sie hatte sogar Gel\u00e4chter geerntet &#8211; Sie sind weit \u00fcber 35 &#8230;! Sie sind ja schon \u00fcber 50 &#8211; ! <br \/>&#8222;Sie gehen auf die 60 zu!&#8220;<\/p>\n<p>Als w\u00e4re es ein Verbrechen, auf die 60 zuzugehen. <br \/> Und noch mit Anstand und W\u00fcrde zu leben und zu arbeiten.<\/p>\n<p>Eine Chance hatte ihr sogar das Arbeitsamt vermasselt &#8211; <br \/>Elena war der Vorschu\u00df f\u00fcr eine Reise zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch verweigert worden.<br \/>Erst da, beim Kampf um dieses Geld, das ihr verweigert wurde,<br \/> erkl\u00e4rte ihr ein Sachbearbeiter, <br \/> sie habe doch so ein Papier unterschrieben, dass sie nicht mehr vermittelt werden wolle.<\/p>\n<p>Elena fiel aus allen Wolken. <br \/>Niemals.<br \/> Niemals.<br \/>Der Sachbearbeiter hielt ihr das Papier unter die Nase.<\/p>\n<p> &#8222;Ach so &#8211; !&#8220;<br \/> Elena war zutiefst erschrocken.<br \/>&#8222;Man hatte mir gesagt, wenn ich dies unterschriebe, br\u00e4uchte ich nicht mehr alle 3 Monate vorzusprechen&#8230;es w\u00fcrde sich nennen &#8211; &#8222;Beziehen der Arbeitslosenhilfe zu erleichterten Bedingungen&#8220; &#8211; <br \/>dass sie damit erkl\u00e4rt hatte, sie bereite sich quasi auf ihre Rente vor, stehe dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verf\u00fcgung, hatte man ihr nicht gesagt.<\/p>\n<p>Als Elena beschlo\u00df, <br \/>in die Hauptstadt zu ziehen, verweigerte ihr die &#8218;heimatliche&#8220; Arbeitsamtsbeh\u00f6rde wieder das Geld als Vorschu\u00df, f\u00fcr die Reise.<br \/>Denn der Termin f\u00fcr die Besichtigung des Appartements lag am Monatsende.<br \/> Und da hatte Elena inzwischen nicht mehr das Geld \u00fcbrig f\u00fcr die weite Hin- und R\u00fcckfahrt nach Berlin.<br \/> Das war der Tag, an dem Elenas Kampf mit den unterschiedlichen Stellen von Arbeitsamts-Filialen begann. <br \/> DAs war vor drei Jahren.<br \/>Vielleicht, wenn erst einmal der Wurm drin ist &#8211; geht irgendwann gar nichts mehr?<br \/> Ist es Absicht?<br \/>Kann es Zufall sein?<br \/>War Elena ab dem Zeitpunkt einfach zu &#8222;aufm\u00fcpfig?&#8220;<br \/>Oder lag es schlicht und ergreifend daran, dass Elena sich dem 60. Geburtstag n\u00e4herte und sie nur noch als l\u00e4stiges Maul, das durchgef\u00fcttert werden mu\u00df, angesehen wurde? <br \/>Au\u00dferdem hatte Elena inzwischen eine schwere Krankheit &#8211; nun, \u00fcberlebt.<br \/> Durch einen verdeckten Hinweis hatte Elena noch rechtzeitig davon erfahren, dass die AOK sie aufgrund der Diagnose, w\u00e4hrend Elena noch im Krankenhaus gelegen hatte &#8211; <br \/> sie zwangsverrenten wollte.<\/p>\n<p> Arbeitslos, die Mitte 50 \u00fcberschritten und dann noch l\u00e4ngeres Krankengeld,das die AOK dann zu berappen h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Nein, dann bitte gleich die Rentenkasse.<br \/>Ganz gleich, ob dann der n\u00e4chste Sozialfall geschaffen wird, vom menschlichen Aspekt, ach, wer redet denn noch dar\u00fcber, wenn wer \u00fcber 50 ist und arbeitslos? (Gleich oder nachher mehr&#8230;hold on, if you like). <\/p>\n<p>Es ist 10 Uhr a.m.<br \/>FEMINISSIMAS Autorin mu\u00df nun dem Alltag ihr Gesicht zeigen.<br \/>Aber in ca. einer halben Stunde hier denn -oder sonst heute Abend- die Fortsetzung, auch wenn die heute sicher nicht mehr beendet werden kann ..dann der Rest, der &#8222;ganz harte Kern&#8220; dann morgen&#8230;so hold on!)<br \/>Dort geht es dann nicht nur mit Elenas Story weiter, und den schier unvorstellbaren, wahnwitzigsten Erlebnissen, siehe Einleitung oben &#8211;  dies hier der Vorabdruck-Entwurf eines beabsichtigten &#8222;KLARBUCHS&#8220;, <br \/> sondern da hat sich an Stoff noch mehr angesammelt&#8230;jene Familie, die nun vor dem AUS steht, weil HARTZ IV bei der Lebensplanung niemals ..und auch &#8222;Arbeitslosigkeit&#8220; des Akademikers nicht&#8230;ja, ja..HARTZ IV n\u00fctzt eigentlich nur , wenn \u00fcberhaupt, ganz jungen Leuten, die noch nichts angesammelt haben, daher auch nicht alles aufgeben m\u00fcssen&#8230;und jenen, die vorher auch nicht gearbeitet haben, aus den verschiedensten Gr\u00fcnden&#8230;die in Berlin ja zuweilen sowas-von&#8230;skurril sind&#8230;wenn der Drogenboss f\u00fcr seine 10 Kinder &#8230;na, nein, ernst-bleiben. Oder&#8230;das ber\u00fchmte Feminissima &#8222;Lach-sweet-Bitter..<br \/>Kinder, wir m\u00fcssen uns wehren. Sonst sind wir schon verloren.<\/p>\n<p><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beginn der Story wurde f\u00fcr die live-Site von FEMINISSIMA schon zu lang &#8211; die Fortsetzung findet Ihr hier. Auf der live-Site k\u00fcndigt FEMINISSIMA die jeweilige Fortsetzung an &#8211;<br \/>\n<br \/>\nInfos, Atmos, Sensationen.. f\u00fcr ein Buch &#8211; <\/p>\n<p>&#8222;AKTE MENSCH&#8220; &#8211; oder:<br \/>\n<br \/>\nWerte im 21. Jahrhundert..<\/p>\n<p>In den Rubriken k\u00f6nnt Ihr auch selbst Kommentare abgeben.<br \/>\n<br \/>\nVor allem, wenn Ihr Euch eingeloggt habt.<\/p>\n<p>Ansonsten auch gerne an &#8211; info@feminissima.de<br \/>\n<br \/>\nDer Text wurde gestern, seinem Erscheinungsdatum, auf der live-Site, \u00fcbrigens 75 mal gelesen.<\/p>\n<p>Und als &#8222;Gebrauchsanweisung&#8220; an dieser Stelle:<br \/>\n<br \/>\nVorsicht auch &#8211; &#8222;Satire&#8220; &#8211; teilweise.<br \/>\n<br \/>\nDenn nat\u00fcrlich ist es Satire, wenn &#8222;manche&#8220; davon ausgehen, jung, arbeitslos, erfolglos, ja, da kann man es sich ja bei HARTZ IV gem\u00fctlich machen&#8230;wer m\u00f6chte jung und erfolglos bleiben oder sein? Ob jung oder alt &#8211; keiner m\u00f6chte das. 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