{"id":83516,"date":"2004-11-10T12:02:04","date_gmt":"2004-11-10T12:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=83516"},"modified":"2004-11-10T12:02:04","modified_gmt":"2004-11-10T12:02:04","slug":"ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/","title":{"rendered":"&#8222;Ohne Bertelsmann geht nichts mehr&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;dieser einmalig-eindeutige AUFKL\u00c4RUNGSartikel steht im Original in TELEPOLIS \/Heise und wurde uns gemailt. Er ist unentbehrlich f\u00fcr jede und jeden, die sich \u00fcber die so seltsam-wundersam-scheinbar-unaufhaltsame ENT-DEMOKRATISIERUNG in diesem Lande wundern. Einerseits  und andererseits, warum und wieso dieses Land im &#8222;Ranking&#8220; der Standorte &#8230;so nieder- und runtergeredet wird: alles Absicht. Und dahinter stehen so m\u00e4chtige Stiftungen&#8230;&#8220;Steuerspar-und Machtausdehn-Modelle!! namens Stiftung&#8230;)wie die BERTELSMANN-STIFTUNG..Infiltration..? Mehr als das. Nehmt Euch Zeit und lernt den Artikel auswendig. Und Ihr werdet auf alle krummen Fragen eine Antwort wissen. Und mehr denn je werdet ihr &#8222;schlagartig&#8220; erkennen, wie dieses Volk, leider auch durch Sendungen wie CHRISTIANSEN, man glaubt ja kaum, dass dies alles vom Geb\u00fchrenzahler zwangsbezahlt wird, glaubt, Christiansen ist auch bereits eine der ferngesteuerten Gestalten&#8230;deliberately in den Abgrund gef\u00fchrt wird. <\/p>\n<p>Dieser TELEPOLIS Artikel wurde Ihnen<br \/>\n<br \/>\nvon  <ha gesandt.\n\n\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-\n<br \/>\n&#8222;Ohne Bertelsmann geht nichts mehr&#8220;<\/p>\n<p>Florian R\u00f6tzer   09.11.2004<\/p>\n<p>Ein Gespr\u00e4ch mit Frank B\u00f6ckelmann \u00fcber die stille Macht des<br \/>\n<br \/>\nMedienkonzerns und die Privatisierung der Politik<\/p>\n<p>In ihrem Buch \u00fcber die Bertelsmann AG und die Bertelsmann Stiftung<br \/>\n<br \/>\nstellen Hersch Fischler und Frank B\u00f6ckelmann die Geschichte und<br \/>\n<br \/>\nGesch\u00e4ftspraktiken des m\u00e4chtigen deutschen Medienkonzerns dar (siehe<br \/>\n<br \/>\ndazu:  &#8222;Apparat der Selbstverkl\u00e4rung&#8220; [1]). Herausgearbeitet aber wird<br \/>\n<br \/>\nauch, welchen einzigartigen Einfluss Bertelsmann besonders auf die<br \/>\n<br \/>\ndeutsche Politik und Gesellschaft hat. Die beiden Autoren schreiben:<\/p>\n<p>&#8222;Der Stiftung gelang es, der Agenda 2010 des Reformkanzlers ihren<br \/>\n<br \/>\nStempel aufzudr\u00fccken. Bezeichnenderweise ist es nahezu unbekannt, dass<br \/>\n<br \/>\ndie Stiftung die Hochschul-, Gesundheits-, Wirtschafts-, und<br \/>\n<br \/>\nArbeitsmarktpolitik seit dem Antritt der Regierung Schr\u00f6der<br \/>\n<br \/>\nentscheidend bestimmt hat. An die breite \u00d6ffentlichkeit tritt die<br \/>\n<br \/>\nStiftung n\u00e4mlich meist nur mit publikumswirksamen Aktionen wie<br \/>\n<br \/>\nPreisverleihungen, Foren oder Empf\u00e4ngen.&#8220;<\/p>\n<p>Florian R\u00f6tzer sprach mit Frank B\u00f6ckelmann \u00fcber die besondere Rolle von<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann, aber auch \u00fcber die allgemeinen Ver\u00e4nderungen, die die<br \/>\n<br \/>\nwachsende Privatisierung der Politik mit sich bringt. F\u00fcr den<br \/>\n<br \/>\nMedienwissenschaftler B\u00f6ckelmann zeichnet sich ein Strukturwandel der<br \/>\n<br \/>\npolitischen Parteien ab. Sie k\u00f6nnen und wollen immer weniger die<br \/>\n<br \/>\nwichtigen Fragen entscheiden, sondern kl\u00e4ren in Elite-Netzwerken, wie<br \/>\n<br \/>\ndie Bertelsmann Stiftung sie bietet, zun\u00e4chst einen Vorab-Konsens ab,<br \/>\n<br \/>\nder politische Streit der etablierten Parteien reduziert sich dann nur<br \/>\n<br \/>\nnoch auf Nuancen. Gef\u00e4hrlich aber k\u00f6nnte diese Form der Konsensbildung<br \/>\n<br \/>\nf\u00fcr die Demokratie werden, wenn die nicht in diesen Netzwerken<br \/>\n<br \/>\neingebundenen extremen Parteien und Bewegungen an den radikalen R\u00e4ndern<br \/>\n<br \/>\ndie beiseite gelassenen, nicht-konsensf\u00e4higen Themen aufgreifen und f\u00fcr<br \/>\n<br \/>\nsich nutzen k\u00f6nnen. Die derzeit neoliberal ausgerichtete<br \/>\n<br \/>\nKonsens-Gesellschaft provoziert und produziert hinter ihrem R\u00fccken die<br \/>\n<br \/>\nExtreme, die sie wom\u00f6glich nicht mehr integrieren kann.<\/p>\n<p> Was ist denn das Besondere an Bertelsmann und der Stiftung?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Der Konzern hat, vor allem dank der T\u00e4tigkeit der<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann Stiftung, einen guten Leumund in der \u00d6ffentlichkeit. Das<br \/>\n<br \/>\ngeht bis hart an die Grenze der Unangreifbarkeit. Die blo\u00dfe Aufz\u00e4hlung<br \/>\n<br \/>\nder Teilnehmer in den Foren der Stiftung &#8211; Staatspr\u00e4sidenten,<br \/>\n<br \/>\nRegierungschefs, Minister und EU-Kommissare &#8211; imponiert und verschafft<br \/>\n<br \/>\nder Marke Bertelsmann Reputation. Vor wenigen Tagen fand in Berlin eine<br \/>\n<br \/>\nKonferenz unter dem Titel &#8222;Beyond Cold Peace&#8220; \u00fcber den Wiederaufbau in<br \/>\n<br \/>\nKrisengebieten statt, im Beisein von Au\u00dfenminister Joschka Fischer und<br \/>\n<br \/>\ndem Sonderberater des Generalsekret\u00e4rs der Vereinten Nationen, Lakdhar<br \/>\n<br \/>\nBrahimi. Die Bertelsmann Stiftung hat sie gemeinsam mit dem Ausw\u00e4rtigen<br \/>\n<br \/>\nAmt organisiert.<\/p>\n<p>Die Firma Bertelsmann hat sich immer unter das Dach eines h\u00f6heren<br \/>\n<br \/>\nAuftrags gestellt. Im 19. Jahrhundert und bis Ende der zwanziger Jahre<br \/>\n<br \/>\nhat sie als theologischer Verlag Gottes Werk verrichtet. Sp\u00e4ter hat sie<br \/>\n<br \/>\nf\u00fcr sich reklamiert, dem deutschen Volk &#8222;das Buch&#8220; zu bringen. Bei<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann war und ist alles schlicht und kurzschl\u00fcssig. Auch Reinhard<br \/>\n<br \/>\nund Liz Mohn sind schlichte Gestalten, gesegnet mit ehrlicher Einfalt,<br \/>\n<br \/>\ndie im pers\u00f6nlichen Kontakt durchaus Sympathie erweckt. Aber viele<br \/>\n<br \/>\nandere Verlage und Medienunternehmen haben sich geniert, mit den<br \/>\n<br \/>\nMethoden von Bertelsmann vorzugehen. Es w\u00e4re ihnen peinlich gewesen zu<br \/>\n<br \/>\nbehaupten, den Menschen &#8222;das Buch&#8220; zu bringen. Bertelsmann wurde<br \/>\n<br \/>\nbekannt und gro\u00df mit dem Vertrieb von Kriegserlebnisb\u00fcchern und<br \/>\n<br \/>\nFeldausgaben f\u00fcr die Wehrmacht. In den f\u00fcnfziger Jahren folgte der<br \/>\n<br \/>\nLesering, nat\u00fcrlich im Dienste der Volksbildung. Und heute wird der<br \/>\n<br \/>\nLeistungsbeitrag f\u00fcr die Gesellschaft erbracht. Das bringt neben dem<br \/>\n<br \/>\npolitischen Flankenschutz auch gro\u00dfe Wettbewerbsvorteile. Bei<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann durchdringen sich Provinzialit\u00e4t und Globalit\u00e4t<br \/>\n<br \/>\nununterscheidbar.<\/p>\n<p>Patentrezept zur Reform von Politik, Verwaltung und Gesellschaft<\/p>\n<p> Wie ist denn diese Motivation, politisch durch eine solche Stiftung<br \/>\n<br \/>\nwirken zu wollen, bei Bertelsmann entstanden? Verdankt sich das<br \/>\n<br \/>\nbestimmten Personen oder geh\u00f6rt das bereits zur Geschichte des<br \/>\n<br \/>\nKonzerns?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Die Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn als<br \/>\n<br \/>\nsteuerbeg\u00fcnstigtes Aush\u00e4ngeschild gegr\u00fcndet. 1993 \u00fcbertrug Reinhard<br \/>\n<br \/>\nMohn der Stiftung die Majorit\u00e4t des Grundkapitals der Bertelsmann AG.<br \/>\n<br \/>\nDas war ein strategischer Geniestrich. Mohn sparte Steuern und<br \/>\n<br \/>\nentmachtete zugleich seine Nachkommen. Die h\u00e4tten nach seinem Tod<br \/>\n<br \/>\nvielleicht gro\u00dfe Teile des Konzerns verkauft oder an die B\u00f6rse<br \/>\n<br \/>\ngebracht. Man wei\u00df ja nie. Mit der Stiftung hat sich Mohn selbst ein<br \/>\n<br \/>\nDenkmal gesetzt. Eine ausgekl\u00fcgelte Konstruktion. Heute h\u00e4lt die<br \/>\n<br \/>\nStiftung 57 Prozent der Aktien. Aber sie hat kein Stimmrecht. Das wird<br \/>\n<br \/>\nvon der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft ausge\u00fcbt. In diesem<br \/>\n<br \/>\nachtk\u00f6pfigen Gremium ist die Familie Mohn mit vier Personen vertreten:<br \/>\n<br \/>\nReinhard, Liz, Brigitte und Christoph. Und die vier Vertreter von<br \/>\n<br \/>\nAufsichtsrat, Vorstand und Betriebsrat werden sich h\u00fcten, gegen die<br \/>\n<br \/>\nFamilie Mohn aufzubegehren. Die Familie hat sich die Macht gesichert<br \/>\n<br \/>\nund zugleich den Ruf der Uneigenn\u00fctzigkeit erworben.<\/p>\n<p> L\u00e4sst sich denn eine bestimmte politische und kulturelle Zielrichtung<br \/>\n<br \/>\nder Stiftung ausmachen?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Durchaus. Reinhard Mohn und seine Helfer glauben,<br \/>\n<br \/>\nsie h\u00e4tten mit ihrer &#8222;F\u00fchrungsphilosophie&#8220; das Patentrezept zur Reform<br \/>\n<br \/>\nvon Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Offiziell hei\u00dft es, der<br \/>\n<br \/>\nKonzern erbringe mit der Finanzierung der Stiftung einen<br \/>\n<br \/>\n&#8222;Leistungsbeitrag f\u00fcr die Gesellschaft&#8220;. Das ist die Standardaussage.<br \/>\n<br \/>\nDie Stiftung f\u00fchrt Projekte in den Bereichen Bildungs- und<br \/>\n<br \/>\nHochschulpolitik, Sozialpolitik, Gesundheits- und Familienpolitik,<br \/>\n<br \/>\nWirtschafts- und Sicherheitspolitik durch und ist mit ihren Experten in<br \/>\n<br \/>\nallen ma\u00dfgeblichen Gremien auf deutscher und europ\u00e4ischer Ebene<br \/>\n<br \/>\npr\u00e4sent. Ohne Bertelsmann oder gar gegen Bertelsmann geht hier nichts<br \/>\n<br \/>\nmehr. Man kann dennoch nicht sagen, dass Deutschland von Bertelsmann<br \/>\n<br \/>\nregiert wird. Schon deswegen nicht, weil es ja die Politiker sind, die<br \/>\n<br \/>\nzu Bertelsmann kommen. Bertelsmann hat es gar nicht n\u00f6tig, die deutsche<br \/>\n<br \/>\nund europ\u00e4ische Politik zu infiltrieren.<\/p>\n<p>Die Ambivalenz der scheinbaren Neutralit\u00e4t<\/p>\n<p> Man muss sich also die Stiftung wie einen gro\u00dfen Think Tank<br \/>\n<br \/>\nvorstellen.<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Die Begriffe Think Tank, Denkwerkstatt oder<br \/>\n<br \/>\nReformwerkstatt vermitteln ein falsches Bild. Die Bertelsmann Stiftung<br \/>\n<br \/>\nist keine neutrale Forschungsst\u00e4tte f\u00fcr kluge K\u00f6pfe. Ihre ganze<br \/>\n<br \/>\nBedeutung zeigt sich erst vor dem Hintergrund des Strukturwandels in<br \/>\n<br \/>\nunserer Parteien-Demokratie. Die F\u00fcrsorglichkeit der politischen Klasse<br \/>\n<br \/>\nnimmt st\u00e4ndig zu. Das Wahlvolk soll m\u00f6glichst von allen historisch<br \/>\n<br \/>\nwichtigen Entscheidungen entlastet werden. Wichtige Fragen sind heute<br \/>\n<br \/>\ngerade dadurch gekennzeichnet, dass \u00fcber sie NICHT abgestimmt wird.<\/p>\n<p>Die politische Klasse meidet es immer h\u00e4ufiger, sich zu polarisieren,<br \/>\n<br \/>\nund stimmt sich in Elite-Netzwerken erst einmal \u00fcber das M\u00f6gliche und<br \/>\n<br \/>\nDurchsetzbare ab, bevor das Ringen um \u00f6ffentliche Zustimmung beginnt.<br \/>\n<br \/>\nDer Bev\u00f6lkerung soll ja die Logik der globalen \u00d6konomie beigebracht<br \/>\n<br \/>\nwerden, aber zu dieser selbstlosen Lernleistung ist sie nur bis zu<br \/>\n<br \/>\neinem bestimmten Grad imstande. Die Schritte der Anpassung an die<br \/>\n<br \/>\nglobale Wettbewerbslogik werden immer unpopul\u00e4rer, sind kaum noch zu<br \/>\n<br \/>\n&#8222;vermitteln&#8220;. Die Parteien haben enorme Selbstdarstellungsprobleme. Und<br \/>\n<br \/>\nin dieser Lage bew\u00e4hren sich solche Einrichtungen wie die Bertelsmann<br \/>\n<br \/>\nStiftung. In ihrer Entscheidungsnot suchen die Politiker Zuflucht bei<br \/>\n<br \/>\nForen und Experten, die dem politischen Streit scheinbar enthoben sind.<\/p>\n<p>\n Das w\u00e4re dann auf derselben Ebene wie die Versuche der Regierung,<br \/>\n<br \/>\nschwierige Themen in Expertenrunden und Kommissionen auszulagern?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Ja, es ist sehr riskant f\u00fcr eine Partei oder<br \/>\n<br \/>\neinzelne Politiker, sich einseitig auf bestimmte Positionen<br \/>\n<br \/>\nfestzulegen, die dem politischen Gegner die Chance er\u00f6ffnen, den<br \/>\n<br \/>\nVolksanwalt zu spielen. Deshalb w\u00e4chst der Bedarf nach Vorabsprachen<br \/>\n<br \/>\nzwischen allen Entscheidungstr\u00e4gern. Diese suchen einen Rahmen-Konsens.<br \/>\n<br \/>\nWer da nicht mitmacht, den trifft die &#8222;Populismus&#8220;-Keule.<\/p>\n<p>Bertelsmann eignet sich hervorragend als ehrbarer Kontakthof f\u00fcr solche<br \/>\n<br \/>\nVorabsprachen. Was die Politiker dabei aber gern \u00fcbersehen, ist, dass<br \/>\n<br \/>\nder Kontakthof seine eigene Reformpolitik betreibt. Die Bertelsmann<br \/>\n<br \/>\nStiftung verfolgt ganz im Sinne von Reinhard Mohn das ehrgeizige Ziel,<br \/>\n<br \/>\nStaat und Gesellschaft zu perfektionieren, und zwar nach Grunds\u00e4tzen<br \/>\n<br \/>\nder Effektivit\u00e4tssteigerung, die sich angeblich in den<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann-Stammbetrieben bew\u00e4hrt haben. Mohn hat sich schon in den<br \/>\n<br \/>\nachtziger Jahren dar\u00fcber beklagt, dass Politik und Verwaltung unf\u00e4hig<br \/>\n<br \/>\nzu wirtschaftlichem Denken seien. Er m\u00f6chte allen Ernstes die<br \/>\n<br \/>\nUnterschiede zwischen Wirtschaft und Politik einebnen. Und er spricht<br \/>\n<br \/>\ns\u00e4mtlichen Politikern die F\u00e4higkeit zur energischen Rationalisierung<br \/>\n<br \/>\nund Kosteneinsparung ab.<\/p>\n<p> Eine solche Gleichsetzung von Politik und Wirtschaft w\u00e4re wohl ja auch<br \/>\n<br \/>\nletztlich eine Entdemokratisierung. Wenn man einen Staat wie ein<br \/>\n<br \/>\nUnternehmen f\u00fchren will, d\u00fcrften demokratische Prozesse eher<br \/>\n<br \/>\nnebens\u00e4chlich oder st\u00f6rend sein.<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Richtig. Aber Mohn ist der Auffassung, da\u00df das<br \/>\n<br \/>\nsozialpolitische Monopol des Staates aufgel\u00f6st werden muss. Wo die<br \/>\n<br \/>\nsozialen Netze sind beziehungsweise gewesen sind, soll Wettbewerb<br \/>\n<br \/>\neinkehren. Rationalisierungsma\u00dfnahmen sollen Kosten senken. Der<br \/>\n<br \/>\n\u00f6ffentliche Dienst soll dem Wettbewerb der Anbieter und Sachbearbeiter<br \/>\n<br \/>\nge\u00f6ffnet werden. Entwicklungen in Verwaltung und Gesellschaft sollen<br \/>\n<br \/>\ndurch Kennziffern gemessen werden. Wie in der Wirtschaft, wie bei<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann. In der Finanzverwaltung beispielsweise wird dann gefragt:<br \/>\n<br \/>\nWie viele Steuererkl\u00e4rungen werden in s\u00e4chsischen Finanz\u00e4mtern pro<br \/>\n<br \/>\nMitarbeiter in einer Durchschnittsstunde bearbeitet? Wie viele in<br \/>\n<br \/>\nBayern, wie viele in Nordrhein-Westfalen? Sind die Steuerzahler<br \/>\n<br \/>\nzufrieden mit dem Kundendienst der Finanzverwaltung? Das l\u00e4sst sich<br \/>\n<br \/>\nbeziffern und grafisch darstellen. Dann werden Vergleiche angestellt.<br \/>\n<br \/>\nUnd dann werden die Ergebnisse in den Medien ver\u00f6ffentlicht,<br \/>\n<br \/>\nvorzugsweise in den Bertelsmann-Medien. Stichwort: Transparenz.<\/p>\n<p>Das neueste Beispiel ist das internationale Standort-Ranking der<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann Stiftung vom Oktober 2004. Deutschland landete auf dem<br \/>\n<br \/>\nletzten Platz. Gemessen wurde nach schlichten Kriterien wie<br \/>\n<br \/>\nArbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum. Gegen eine solch simple<br \/>\n<br \/>\nAufrechnung erhob sich viel Widerspruch. Sie ist typisch f\u00fcr die<br \/>\n<br \/>\nradikal neoliberale Wirtschaftspolitik von Bertelsmann. Der Standort<br \/>\n<br \/>\nDeutschland wird schlechtgeredet, um den Reformdruck zu erh\u00f6hen. Das<br \/>\n<br \/>\nGenfer Weltwirtschaftsforum etwa kam zu ganz anderen Ergebnissen. In<br \/>\n<br \/>\ndessen letzter Vergleichsstudie landete Deutschland auf einem guten<br \/>\n<br \/>\nMittelplatz, weil auch andere Faktoren ber\u00fccksichtigt wurden, zum<br \/>\n<br \/>\nBeispiel der Ausbildungsgrad der Mitarbeiter oder die internationale<br \/>\n<br \/>\nWettbewerbsf\u00e4higkeit einzelner Firmen.<\/p>\n<p>Daraufhin hat die Bertelsmann Stiftung eine Presseerkl\u00e4rung verbreitet.<br \/>\n<br \/>\nThorsten Hellmann, Projektmanager im Themenfeld Wirtschaft und<br \/>\n<br \/>\nSoziales, hat zur Kritik am Standort-Ranking Stellung genommen und<br \/>\n<br \/>\nunter anderem gesagt: &#8222;Einem Sch\u00fcler, der dauerhaft<br \/>\n<br \/>\nunterdurchschnittliche Leistungen erbringt, wird man kaum mit dem<br \/>\n<br \/>\nArgument &#8218;Schlechte Noten sorgen f\u00fcr schlechte Stimmung&#8216; ein gutes<br \/>\n<br \/>\nZeugnis ausstellen.&#8220; Er spricht dann von &#8222;Lernzielen&#8220; f\u00fcr den Standort<br \/>\n<br \/>\nDeutschland und f\u00e4hrt fort: &#8222;Das Ranking (gleicht) durchaus einem<br \/>\n<br \/>\nZeugnis, in dem die Leistungen von Politik, Wirtschaft und<br \/>\n<br \/>\nTarifparteien benotet und Schw\u00e4chen aufgedeckt werden, die in den<br \/>\n<br \/>\nDisziplinen &#8218;Arbeitsmarkt&#8216; und &#8218;Wachstum&#8216; bestehen.&#8220; Gleichzeitig<br \/>\n<br \/>\nbietet Hellmann &#8222;Lernhilfen&#8220; an. Es gehe darum, sagt er, &#8222;nationale<br \/>\n<br \/>\nEntscheider unter Legitimations- und Rechtfertigungsdruck&#8220; zu setzen.<br \/>\n<br \/>\nDeutschland ist also ein Sch\u00fcler, und die Bertelsmann-Stiftung<br \/>\n<br \/>\n\u00fcbernimmt die Rolle einer \u00fcbergeordneten nationalen Vormundschaft. Man<br \/>\n<br \/>\nk\u00f6nnte von einer &#8222;Non Governmental Guardianship&#8220; sprechen.<\/p>\n<p>Zusammenspiel von Stiftung und Konzern<\/p>\n<p> Inwieweit spielt denn bei diesen &#8222;Erziehungsprogrammen&#8220; auch der<br \/>\n<br \/>\nMedienkonzern eine Rolle?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Die Bertelsmann Stiftung bestreitet, dass sie<br \/>\n<br \/>\ndirekt oder indirekt vom UNTERNEHMEN Bertelsmann abh\u00e4ngig sei und ihm<br \/>\n<br \/>\nHilfestellung gebe. Am 28. September 2004 hat die Stiftung zu einem<br \/>\n<br \/>\nArtikel in der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; \u00fcber unser Buch Stellung<br \/>\n<br \/>\ngenommen. Sie r\u00e4umt ein, dass es in der Vergangenheit gewisse<br \/>\n<br \/>\n&#8222;Schnittstellen&#8220; gegeben habe, unter anderem die &#8222;Befassung der<br \/>\n<br \/>\nStiftung mit der Kommunikationsordnung&#8220; oder mit &#8222;Internetprojekten&#8220;.<br \/>\n<br \/>\nDoch sie betont, inzwischen habe man sich &#8222;konsequent von diesen<br \/>\n<br \/>\nBereichen getrennt&#8220;. Aber in unserem Buch weisen wir nach, dass die<br \/>\n<br \/>\nStiftung als T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr die Interessen des Bertelsmann-Konzerns<br \/>\n<br \/>\narbeitet. Das geschieht in aller \u00d6ffentlichkeit und doch v\u00f6llig<br \/>\n<br \/>\nunauff\u00e4llig bei den von der Stiftung organisierten Konferenzen. Wenn<br \/>\n<br \/>\nder Konzern beispielsweise in den drei baltischen Staaten Fu\u00df fassen<br \/>\n<br \/>\nwill &#8211; mit Druckereien, Buchclub und Fernsehen &#8211; dann spricht<br \/>\n<br \/>\nzuf\u00e4lligerweise die lettische Pr\u00e4sidentin Vike-Freiberga auf einer<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann-Veranstaltung. Wenn in Zagreb ein neuer RTL-Sender er\u00f6ffnet<br \/>\n<br \/>\nwird, empf\u00e4ngt gleichzeitig der kroatische Ministerpr\u00e4sident Sanader<br \/>\n<br \/>\nLiz Mohn und andere Bertelsmann-Manager in Zagreb. Und vorher hat<br \/>\n<br \/>\ndieser Ministerpr\u00e4sident schon in Berlin mit der Leitung von<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann konferiert.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr das Zusammenspiel von Stiftung und Konzern ist<br \/>\n<br \/>\nder Marktzutritt in China. 2002 legt das Institut f\u00fcr<br \/>\n<br \/>\nAuslandbeziehungen (IFA) in Stuttgart eine Studie vor, mitfinanziert<br \/>\n<br \/>\ndurch die Bertelsmann-Stiftung. Das Ergebnis: Die deutsch-chinesischen<br \/>\n<br \/>\nKulturbeziehungen sind defizit\u00e4r. Kurz darauf findet im Berliner<br \/>\n<br \/>\nAusw\u00e4rtigen Amt ein Workshop statt. Der Direktor des IFA verschickt<br \/>\n<br \/>\nanschlie\u00dfend eine Pressemitteilung mit der Aufforderung an die<br \/>\n<br \/>\ndeutschen Konzerne, ihre Infrastruktur in den chinesischen<br \/>\n<br \/>\nProvinzhauptst\u00e4dten f\u00fcr kulturelle Zwecke besser zu nutzen.<\/p>\n<p>Bertelsmann wird als einziges Unternehmen lobend erw\u00e4hnt. Im Dezember<br \/>\n<br \/>\n2003 \u00fcbernimmt die Bertelsmann Direct Group, also der Buch- und<br \/>\n<br \/>\nMusikclub, 40 Prozent an der gr\u00f6\u00dften chinesischen Buchhandelskette, und<br \/>\n<br \/>\nzwar w\u00e4hrend eines offiziellen Besuchs von Bundeskanzler Schr\u00f6der in<br \/>\n<br \/>\nChina. Im Mai 2004 findet ein gro\u00df angelegtes internationales<br \/>\n<br \/>\nKulturforum in Peking statt, veranstaltet vom chinesischen<br \/>\n<br \/>\nKulturministerium und von der Bertelsmann Stiftung. Es sprechen<br \/>\n<br \/>\nRepr\u00e4sentanten der Stiftung, die zugleich dem Konzernvorstand<br \/>\n<br \/>\nangeh\u00f6ren. Und wenig sp\u00e4ter unterzeichnet die RTL Group mit dem<br \/>\n<br \/>\nchinesischen Staatsfernsehen einen Programmlieferungsvertrag. Im Geiste<br \/>\n<br \/>\nder V\u00f6lkerfreundschaft. Die Kooperation zwischen Stiftung und Konzern<br \/>\n<br \/>\nist eng und kontinuierlich. Es ist geradezu grotesk, dass sie<br \/>\n<br \/>\nbestritten wird.<\/p>\n<p> Wie ist denn Bertelsmann weltweit positioniert?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Bertelsmann liegt derzeit auf Platz 5 in der Liste<br \/>\n<br \/>\nder weltweit f\u00fchrenden Medienkonzerne. In den neunziger Jahren lag der<br \/>\n<br \/>\nKonzern einmal auf dem ersten, sp\u00e4ter auf dem dritten Platz. Da\u00df er nun<br \/>\n<br \/>\nauf den f\u00fcnften Platz abgerutscht ist, resultierte vor allem aus<br \/>\n<br \/>\nFusionen der anderen f\u00fchrenden Medienkonzerne. Es hei\u00dft, Bertelsmann<br \/>\n<br \/>\nsei international besser diversifiziert als die Wettbewerber.<br \/>\n<br \/>\nAllerdings ist Bertelsmann der Zutritt zum amerikanischen Markt nicht<br \/>\n<br \/>\ngelungen.<\/p>\n<p>Die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Mark W\u00f6ssner und Thomas Middelhoff<br \/>\n<br \/>\nsetzten alles daran, ein Hollywood-Studio zu \u00fcbernehmen und sich an<br \/>\n<br \/>\neiner der gro\u00dfen amerikanischen Fernsehkettender zu beteiligen. Das ist<br \/>\n<br \/>\ngr\u00fcndlich misslungen. Bertelsmann versucht, diesen R\u00fcckschlag durch<br \/>\n<br \/>\nExpansion in Ostasien und in Ost- und S\u00fcdosteuropa zu kompensieren.<br \/>\n<br \/>\nZuerst kommt die Druckerei, dann kommt der Club und schlie\u00dflich das<br \/>\n<br \/>\nFernsehen. Aber es ist absehbar, dass die Konzerne, die den<br \/>\n<br \/>\namerikanischen Markt beherrschen, k\u00fcnftig Bertelsmann auch in Asien und<br \/>\n<br \/>\nEuropa verst\u00e4rkt herausfordern werden. Und diese Konzerne verf\u00fcgen \u00fcber<br \/>\n<br \/>\nweitaus mehr Investitionskapital. Das h\u00e4ngt auch mit dem starken<br \/>\n<br \/>\nKontrollbed\u00fcrfnis der Familie Mohn zusammen. Die Bertelsmann AG soll<br \/>\n<br \/>\nnicht fusionieren oder an die B\u00f6rse gehen.<\/p>\n<p>Es gab bei Bertelsmann immer einen Konflikt zwischen dem Wunsch nach<br \/>\n<br \/>\nExpansion und dem Wunsch nach hohen Renditen. Wenn man expandieren<br \/>\n<br \/>\nwill, braucht man Investitionskapital, aber dann schrumpft die Rendite.<br \/>\n<br \/>\nDie Bertelsmann-Firmen stecken im Korsett einer rigorosen<br \/>\n<br \/>\nRenditevorgabe. Gefordert werden pro Einzelunternehmen 15 Prozent<br \/>\n<br \/>\nGesamtkapitalrendite. Wenn sie verfehlt wird, werden die angeblich<br \/>\n<br \/>\nunabh\u00e4ngigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zu einer hochnotpeinlichen Befragung<br \/>\n<br \/>\neinberufen. Sie erhalten dann noch eine Bew\u00e4hrungsfrist, aber wenn sie<br \/>\n<br \/>\nerneut scheitern, kommt die ganze Firma auf den Pr\u00fcfstand. Sie wird<br \/>\n<br \/>\ndann geschlossen oder verkauft oder in andere Konzernteile<br \/>\n<br \/>\neingegliedert.<\/p>\n<p> Gibt es nicht auch konkurrierende Think Tanks oder Stiftungen auf<br \/>\n<br \/>\neurop\u00e4ischer Ebene?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Sicher. Da gibt es beispielsweise die<br \/>\n<br \/>\nSiemens-Stiftung und die Stiftungen gro\u00dfer Banken und Sparkassen. Aber<br \/>\n<br \/>\nkeine dieser Stiftungen finanziert sich durch einen Medienkonzern.<br \/>\n<br \/>\nDeshalb stellt Bertelsmann &#8211; als gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Stiftung &#8211; einen<br \/>\n<br \/>\nbrisanten Sonderfall dar. Die Politiker, die hier eingebunden werden,<br \/>\n<br \/>\nhaben der Bertelsmann Stiftung viel zu verdanken, nicht nur die<br \/>\n<br \/>\nGelegenheit zum unverf\u00e4nglichen Informationsaustausch und zur<br \/>\n<br \/>\nunverf\u00e4nglichen Vorabsprache. Die Auftritte in den Bertelsmann-Foren<br \/>\n<br \/>\nverbessern auch das pers\u00f6nliche Image. Und die Projekte der Stiftung<br \/>\n<br \/>\nliefern politische Legitimation.<\/p>\n<p> Die Macht der Bertelsmann-Stiftung resultiert also aus den<br \/>\n<br \/>\nM\u00f6glichkeiten, Beziehungen zwischen wichtigen gesellschaftlichen<br \/>\n<br \/>\nAkteuren herzustellen und \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit auf diese Personen<br \/>\n<br \/>\nzu lenken?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Nat\u00fcrlich ist allgemein bekannt, dass hinter der<br \/>\n<br \/>\nStiftung ein Medienkonzern steht. Die N\u00e4he der Stiftung zur Bertelsmann<br \/>\n<br \/>\nAG sei allen bewusst, sagt die Stiftung. Kein Politiker macht<br \/>\n<br \/>\nausdr\u00fccklich Propaganda f\u00fcr den Konzern. Die Unterst\u00fctzung erfolgt<br \/>\n<br \/>\nindirekt und subtil. In Berlin und Br\u00fcssel legt man Bertelsmann keine<br \/>\n<br \/>\ngro\u00dfen Steine in den Weg, r\u00e4umt sie vielmehr diskret beiseite. Manchmal<br \/>\n<br \/>\nmuckt die Fusionskontrolle auf, das ist alles.<\/p>\n<p>Privatisierung der Politik<\/p>\n<p> Eingebunden von der Stiftung werden bislang nur die traditionellen<br \/>\n<br \/>\ndeutschen Parteien, die mittlerweile, die Gr\u00fcnen eingeschlossen, f\u00fcr<br \/>\n<br \/>\ndie Mitte stehen. PDS und die rechten Parteien sind in diesem Sinne<br \/>\n<br \/>\nnoch Parias und stehen au\u00dferhalb der Mechanismen der Vorabsprachen und<br \/>\n<br \/>\nder Konsensbildung. Besteht nicht die Gefahr, dass diese extremen<br \/>\n<br \/>\nParteien auch deshalb st\u00e4rker werden k\u00f6nnten, weil sie politisch und<br \/>\n<br \/>\npersonell nicht in diese Integrationsmechanismen eingebunden sind, f\u00fcr<br \/>\n<br \/>\ndie auch die Bertelsmann-Stiftung sorgt?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Zweifellos. Aber an diesem Punkt muss ich ein<br \/>\n<br \/>\nwenig weiter ausholen. Die fl\u00e4chendeckende Politikberatung durch die<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann Stiftung forciert die Tendenz zur Privatisierung der<br \/>\n<br \/>\nPolitik. Diese Tendenz ist allerdings unvermeidlich und irreversibel.<br \/>\n<br \/>\nSie ist auch nicht grunds\u00e4tzlich von \u00dcbel. Im Prozess der<br \/>\n<br \/>\nGlobalisierung ist es nicht zu verhindern, dass internationale<br \/>\n<br \/>\nElite-Netzwerke und Organisationen, deren T\u00e4tigkeit nicht im<br \/>\n<br \/>\nklassischen Sinne politisch legitimiert ist, immer mehr Einfluss<br \/>\n<br \/>\ngewinnen. Ein einziges globales Wahlvolk wird es nicht geben, machen<br \/>\n<br \/>\nwir uns keine Illusionen. Und denken Sie an die T\u00e4tigkeit von NGOs wie<br \/>\n<br \/>\nAmnesty, Attac oder Greenpeace. Auch das sind private Organisationen.<\/p>\n<p>\n Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen einer Privatisierung von<br \/>\n<br \/>\nPolitik im Sinne von Unternehmensinteressen und einer Privatisierung,<br \/>\n<br \/>\ndie durch die sogenannte Zivilgesellschaft geschieht.<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Richtig. Das Schlimmste, was geschehen k\u00f6nnte,<br \/>\n<br \/>\nw\u00e4re, dass wir k\u00fcnftig von Unternehmen wie Bertelsmann regiert werden.<br \/>\n<br \/>\nAuch und insbesondere unter diesem Aspekt haben Hersch Fischler und ich<br \/>\n<br \/>\ndas Buch geschrieben. Die Reformkonzepte von G\u00fctersloh sind<br \/>\n<br \/>\nstandardisiert, h\u00e4ufig sachfremd und in politischer Hinsicht geradezu<br \/>\n<br \/>\ndilettantisch. Und sie haben sich &#8211; im Gegensatz zu dem, was Reinhard<br \/>\n<br \/>\nund Liz Mohn behaupten &#8211; in der Unternehmenspraxis gerade nicht<br \/>\n<br \/>\nbew\u00e4hrt.<\/p>\n<p> Eine kurze Zwischenfrage: Wenn die Stiftung nach dieser Beschreibung<br \/>\n<br \/>\nso sehr auf betriebswirtschaftliche Quantifizierung aus ist, dann<br \/>\n<br \/>\nscheint sich dies doch mit den Gesch\u00e4ftsinteressen eines Medienkonzerns<br \/>\n<br \/>\nzu reiben, der eigentlich ja auch mit Inhalten zu tun haben sollte.<br \/>\n<br \/>\nOder ist das eine naive Annahme?<\/p>\n<p> Im Content-Gesch\u00e4ft geht es nicht nur um die Programmproduktion,<br \/>\n<br \/>\nsondern auch um die Mehrfachverwertung der Inhalte, um Synergieeffekte,<br \/>\n<br \/>\num die Einbindung des Publikums in Nutzungsketten. Der<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann-Konzern propagiert keine konkrete politische Ideologie. Bei<br \/>\n<br \/>\nRTL, bei Gruner+Jahr, bei Random House, dem gr\u00f6\u00dften Buchverlag der<br \/>\n<br \/>\nWelt, d\u00fcrfen sich alle m\u00f6glichen Gesinnungen und Geschm\u00e4cker tummeln,<br \/>\n<br \/>\nwenn nur das Renditeziel erreicht wird. Man gibt sich betont liberal.<br \/>\n<br \/>\nUnd dennoch \u00fcbt Bertelsmann Meinungsmacht aus. Eine verhindernde,<br \/>\n<br \/>\nprophylaktische, ausschlie\u00dfende Macht. Bestimmte Themen und<br \/>\n<br \/>\nGesichtspunkte haben in den gro\u00dfen Medien von vornherein keine Chance<br \/>\n<br \/>\nmehr.<\/p>\n<p>Es ist keine Frage, dass sich wirtschafts- und sozialpolitisch vieles<br \/>\n<br \/>\n\u00e4ndern muss und \u00e4ndert. Aber als Leser und Zuschauer gewinnt man heute<br \/>\n<br \/>\nden Eindruck, einem geschlossenen, fast totalit\u00e4ren Spektrum weniger<br \/>\n<br \/>\nund einander sehr \u00e4hnlicher Auffassungen gegen\u00fcberzustehen. Wir h\u00f6ren<br \/>\n<br \/>\nnur noch die Litanei von Einsparung, Wettbewerb der Ich-AGs,<br \/>\n<br \/>\nEffizienzsteigerung &#8211; nach dem abstrakten Ma\u00df von Produktivit\u00e4t &#8211; und<br \/>\n<br \/>\ninternationaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Alternative, flexible, innovative<br \/>\n<br \/>\nDenkungsarten erscheinen heute fast obsz\u00f6n. Und das frustriert die<br \/>\n<br \/>\nMenschen.<\/p>\n<p>Vor wenigen Wochen hat Albrecht M\u00fcller sein Buch &#8222;Die Reforml\u00fcge&#8220;<br \/>\n<br \/>\nvorgelegt. Dieses Buch hat es fast ohne Rezensionen und fast ohne<br \/>\n<br \/>\nWerbung auf Platz acht in der Bestsellerliste gebracht. Das ist eine<br \/>\n<br \/>\nunabh\u00e4ngige, eine eigensinnige Stimme. Deswegen ist das Buch wohl auch<br \/>\n<br \/>\nso popul\u00e4r geworden. Etwas \u00c4hnliches k\u00f6nnte sich im gro\u00dfen politischen<br \/>\n<br \/>\nKontext vollziehen. Hier schaffen heute Elite-Netzwerke aus gro\u00dfen<br \/>\n<br \/>\nParteien und Konzernen vollendete Tatsachen. Aber die Leute sp\u00fcren,<br \/>\n<br \/>\ndass fast alles, was sie bei Sabine Christianen h\u00f6ren und auf den<br \/>\n<br \/>\nMeinungsseiten der gro\u00dfen Bl\u00e4tter lesen, in gewisser Weise vorsortiert<br \/>\n<br \/>\nund aufeinander abgestimmt ist und im gemeinsamen Kielwasser kreist.<br \/>\n<br \/>\nDas ist eine Art von politischer Autopoiesis, um mit Luhmann zu<br \/>\n<br \/>\nsprechen. Es kommt einem alles unendlich bekannt vor. Und daraus<br \/>\n<br \/>\nerwachsen Politikm\u00fcdigkeit und Parteienverdrossenheit. Die an den<br \/>\n<br \/>\nElite-Netzwerken beteiligten Konzerne und Parteien werden als<br \/>\n<br \/>\nmonolithischer Block wahrgenommen. Das erh\u00f6ht die Chancen von<br \/>\n<br \/>\nProtestparteien linker und rechter Couleur und au\u00dferparlamentarischer<br \/>\n<br \/>\nOppositionen neuen Stils.<\/p>\n<p> Nun wurde Reinhard Mohn auch gelegentlich der &#8222;rote Mohn&#8220; genannt,<br \/>\n<br \/>\nweil er angeblich eine gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zur Sozialdemokratie hat. In dem<br \/>\n<br \/>\nBuch wird ja auch betont, dass die Reformprojekte der rot-gr\u00fcnen<br \/>\n<br \/>\nRegierung praktisch alle auf dem Hintergrund der Bertelsmann-Stiftung<br \/>\n<br \/>\nentstanden seien. Jetzt n\u00e4hern sich die n\u00e4chsten Bundestagswahlen. Hat<br \/>\n<br \/>\nsich die Bertelsmann-Stiftung schon den Einfluss auf eine m\u00f6gliche<br \/>\n<br \/>\nRegierung von CDU\/CSU mit FDP gesichert?<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Selbstverst\u00e4ndlich. Seitdem sich Angela Merkel<br \/>\n<br \/>\ngute Chancen ausrechnen darf, die erste Bundeskanzlerin zu werden,<br \/>\n<br \/>\nschmeichelt man in G\u00fctersloh der CDU. Liz Mohn trat als Laudatorin von<br \/>\n<br \/>\nAngela Merkel auf, als diese den Zukunftspreis der CDU-Sozialaussch\u00fcsse<br \/>\n<br \/>\nentgegennahm. Ihre schw\u00e4rmerische Rede hat sie, leicht \u00fcberarbeitet, im<br \/>\n<br \/>\nApril 2004 in der Zeitschrift &#8222;Cicero&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Da tr\u00e4gt sie<br \/>\n<br \/>\nAngela Merkel eine Art Solidarit\u00e4t der Spitzenfrauen an und raunt von<br \/>\n<br \/>\nfemininer &#8222;emotionaler Intelligenz&#8220;. Ganz \u00e4hnlich, nur weniger plump,<br \/>\n<br \/>\nagierte fr\u00fcher Reinhard Mohn gegen\u00fcber der SPD. Kurz nach dem Wahlsieg<br \/>\n<br \/>\n1998 und der Regierungs\u00fcbernahme pilgerten Gerhard Schr\u00f6der und Joschka<br \/>\n<br \/>\nFischer nach G\u00fctersloh und statteten dort ihren Dank ab. Jeder<br \/>\n<br \/>\nWahlsieger wei\u00df, wem er viel zu verdanken hat, ob er nun Schr\u00f6der oder<br \/>\n<br \/>\nMerkel hei\u00dft. Bertelsmann kann mit allen.<\/p>\n<p>Die Unsichtbarkeit des Allgegenw\u00e4rtigen<\/p>\n<p> Wegen der Kritik an Bertelsmanns Einfluss auf die Politik in Eurem<br \/>\n<br \/>\nBuch wurdet ihr auch schon als Verschw\u00f6rungstheoretiker gegei\u00dfelt.<\/p>\n<p>   Frank B\u00f6ckelmann: Der Kennzeichnung &#8222;verschw\u00f6rungstheoretisch&#8220; f\u00fcr<br \/>\n<br \/>\nunser Buch stammt origin\u00e4r aus G\u00fctersloh. Journalisten, die diesen<br \/>\n<br \/>\nAusdruck verwendeten, gaben sich somit unabsichtlich als Insider zu<br \/>\n<br \/>\nerkennen. Aber wenn man wei\u00df, dass jeder Bundesb\u00fcrger \u00fcber 14 Jahre<br \/>\n<br \/>\ndurchschnittlich pro Tag eine Stunde mit der Nutzung von<br \/>\n<br \/>\nBertelsmann-Produkten verbringt, und wenn man erf\u00e4hrt, dass in allen<br \/>\n<br \/>\nbedeutsamen sozial-, bildungs- und sicherheitspolitischen Gremien<br \/>\n<br \/>\nEuropas die Gutachter der Bertelsmann-Stiftung sitzen und die meisten<br \/>\n<br \/>\neinschl\u00e4gigen Entscheidungen ihre Handschrift erkennen lassen, gelangt<br \/>\n<br \/>\nman zu dem Schluss, dass Bertelsmann eine deutsche und europ\u00e4ische<br \/>\n<br \/>\nGro\u00dfmacht ist.<\/p>\n<p>Die Bertelsmann-Stiftung ist in den erw\u00e4hnten Bereichen nahezu<br \/>\n<br \/>\nallgegenw\u00e4rtig. Sie operiert als eine Art selbstverst\u00e4ndlicher<br \/>\n<br \/>\ngesellschaftlicher Infrastruktur &#8211; und eben daher v\u00f6llig unauff\u00e4llig,<br \/>\n<br \/>\nso wie man den Wald vor lauter B\u00e4umen nicht sieht. Hersch Fischler und<br \/>\n<br \/>\nich haben die Entwicklungen und Strategien mit K\u00e4lte, aus der Distanz<br \/>\n<br \/>\nheraus, analysiert. Daher ist das Buch auch keine Polemik geworden. Wer<br \/>\n<br \/>\nsich als Journalist oder Politiker in der ganz normalen &#8222;Bertelswelt&#8220;<br \/>\n<br \/>\neingerichtet hat, findet zwei Leute, die behaupten, eine kritische<br \/>\n<br \/>\nUnternehmensgeschichte von Bertelsmann geschrieben zu haben,<br \/>\n<br \/>\nwahrscheinlich hochstaplerisch und anma\u00dfend. Was wollen denn B\u00f6ckelmann<br \/>\n<br \/>\nund Fischler? Wollen sie dem Giganten ans Bein pinkeln, um sich<br \/>\n<br \/>\naufzuspielen? Ich kann diese Reaktion nachempfinden.<\/p>\n<p>Journalisten, Politiker und Medienwissenschaftler sehen jeweils nur<br \/>\n<br \/>\neinen kleinen Ausschnitt der &#8222;Bertelswelt&#8220;. Sie sind Spezialisten f\u00fcr<br \/>\n<br \/>\nRTL oder die Jahresbilanzen des Konzerns oder bestimmte<br \/>\n<br \/>\nForschungsbereiche. Und viele von ihnen unterhalten auf die eine oder<br \/>\n<br \/>\nandere Weise langj\u00e4hrige Arbeitskontakte mit G\u00fctersloh. Aber B\u00f6ckelmann<br \/>\n<br \/>\nund Fischler sind in die weitgreifende Kommunikation von Bertelsmann<br \/>\n<br \/>\nnicht eingebunden &#8211; \u00fcbrigens die Voraussetzung f\u00fcr einen<br \/>\n<br \/>\nGesamt\u00fcberblick. Bertelsmann ist eine selbstfinanzierte und<br \/>\n<br \/>\nselbstlegitimierte Institution, die eine gl\u00e4nzende Fassade der<br \/>\n<br \/>\nGemeinn\u00fctzigkeit errichtet hat. Diese Fassade blendet die \u00e4u\u00dferst<br \/>\n<br \/>\nfragw\u00fcrdigen Gesch\u00e4ftsmethoden vieler Bertelsmann-Firmen erfolgreich<br \/>\n<br \/>\naus.<\/p>\n<p>Links<\/p>\n<p>[1] http:\/\/www.heise.de\/tp\/deutsch\/inhalt\/co\/18748\/1.html<\/p>\n<p>Telepolis Artikel-URL:<br \/>\n<br \/>\nhttp:\/\/www.telepolis.de\/deutsch\/inhalt\/co\/18749\/1.html<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;dieser einmalig-eindeutige AUFKL\u00c4RUNGSartikel steht im Original in TELEPOLIS \/Heise und wurde uns gemailt. Er ist unentbehrlich f\u00fcr jede und jeden, die sich \u00fcber die so seltsam-wundersam-scheinbar-unaufhaltsame ENT-DEMOKRATISIERUNG in diesem Lande wundern. Einerseits  und andererseits, warum und wieso dieses Land im &#8222;Ranking&#8220; der Standorte &#8230;so nieder- und runtergeredet wird: alles Absicht. 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Und mehr denn je werdet ihr &#8222;schlagartig&#8220; erkennen, wie dieses Volk, leider auch durch Sendungen wie CHRISTIANSEN, man glaubt ja kaum, dass dies alles vom Geb\u00fchrenzahler zwangsbezahlt wird, glaubt, Christiansen ist auch bereits eine der ferngesteuerten Gestalten&#8230;deliberately in den Abgrund gef\u00fchrt wird. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-83516","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fempolitik","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>&quot;Ohne Bertelsmann geht nichts mehr&quot; - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"&quot;Ohne Bertelsmann geht nichts mehr&quot; - Feminissima\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"...dieser einmalig-eindeutige AUFKL\u00c4RUNGSartikel steht im Original in TELEPOLIS \/Heise und wurde uns gemailt. 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Und mehr denn je werdet ihr &quot;schlagartig&quot; erkennen, wie dieses Volk, leider auch durch Sendungen wie CHRISTIANSEN, man glaubt ja kaum, dass dies alles vom Geb\u00fchrenzahler zwangsbezahlt wird, glaubt, Christiansen ist auch bereits eine der ferngesteuerten Gestalten...deliberately in den Abgrund gef\u00fchrt wird.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Feminissima\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2004-11-10T12:02:04+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"1\u00a0Minute\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/\",\"url\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/\",\"name\":\"\\\"Ohne Bertelsmann geht nichts mehr\\\" - Feminissima\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#website\"},\"datePublished\":\"2004-11-10T12:02:04+00:00\",\"dateModified\":\"2004-11-10T12:02:04+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/0b901e053624f88e7ecbea289d9d5128\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/feminissima.de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"&#8222;Ohne Bertelsmann geht nichts mehr&#8220;\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/feminissima.de\/\",\"name\":\"Feminissima\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/feminissima.de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/0b901e053624f88e7ecbea289d9d5128\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/feminissima.de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8da1f51327453c0bf63338e8e2a791948b7d2ac19b68839492d1e69aac6924a8?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8da1f51327453c0bf63338e8e2a791948b7d2ac19b68839492d1e69aac6924a8?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"url\":\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/author\/admin\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"\"Ohne Bertelsmann geht nichts mehr\" - Feminissima","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/10\/ohne-bertelsmann-geht-nichts-mehr\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"\"Ohne Bertelsmann geht nichts mehr\" - Feminissima","og_description":"...dieser einmalig-eindeutige AUFKL\u00c4RUNGSartikel steht im Original in TELEPOLIS \/Heise und wurde uns gemailt. 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