{"id":83514,"date":"2004-11-07T19:21:54","date_gmt":"2004-11-07T19:21:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=83514"},"modified":"2004-11-07T19:21:54","modified_gmt":"2004-11-07T19:21:54","slug":"elfriede-jelinek-ein-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/07\/elfriede-jelinek-ein-interview\/","title":{"rendered":"Elfriede Jelinek &#8211; ein Interview"},"content":{"rendered":"<p>Eine Literaturnobelpreistr\u00e4gerin wider Willen..<br \/>\n<br \/>\nQuelle &#8211; FAZ vom 8. 11. 2004\/ sehr gutes Interview, findet Eure FEM und hat es daher f\u00fcr uns &#038; Euch gesaved&#8230;f\u00fcr alle ZEiten&#8230;<\/p>\n<p>  Elfriede Jelinek<br \/>\n<br \/>\nIch renne mit dem Kopf gegen die Wand und verschwinde<\/p>\n<p>\n07. November 2004 Wenn Elfriede Jelinek aus dem Fenster ihres Arbeitszimmers blickt, schaut sie auf den Wienerwald und auf einen H\u00fcgel, der \u201eSatzberg\u201d hei\u00dft. Hier, im Haus ihrer Mutter in einem Wiener Vorort, sind die meisten der Werke entstanden, die jetzt Weltruhm erlangen: Im n\u00e4chsten Monat erh\u00e4lt die umstrittenste Schriftstellerin der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur den bedeutendsten Literaturpreis der Welt. <\/p>\n<p>\nDie Entscheidung der Stockholmer Akademie hat eine heftige Kontroverse hervorgerufen, denn die Themen Elfriede Jelineks, die Verh\u00e4ltnisse in ihrem Heimatland \u00d6sterreich und das Geschlechterverh\u00e4ltnis, haben der Autorin neben viel Anerkennung auch den Vorwurf plumper Agitation und blinder M\u00e4nnerfeindschaft eingetragen. Unser Gespr\u00e4ch ist das erste gro\u00dfe Interview, das Elfriede Jelinek nach der Bekanntgabe der Stockholmer Entscheidung gegeben hat. Sie spricht darin unter anderem \u00fcber ihr Verh\u00e4ltnis zu Deutschland, \u00fcber Freud, ihre Zukunftspl\u00e4ne, die Angst vor der Preisverleihung und ihre neue Lust am Schreiben. <\/p>\n<p>Wenn jetzt alle, die je \u00fcber Sie gesprochen haben, auf einmal Ihre B\u00fccher kaufen und lesen, was passiert dann?<\/p>\n<p>Dann mu\u00df ich hier ausziehen. Ich bek\u00e4me vom Verlag so viele Belegexemplare wegen der Neuauflagen, da\u00df ich gar nicht mehr ins Haus k\u00e4me. Das ist ein kleines Einfamilienh\u00e4uschen, das ist nicht unbegrenzt belastbar. Da mu\u00df ich die Gewichte gut verteilen, damit es nicht einst\u00fcrzt. Aber es wird schon ruhiger. Die ersten zwei, drei Tage waren wirklich ein Horrortrip. Ich habe mir so etwas nicht vorstellen k\u00f6nnen, ich lebe ja immer v\u00f6llig zur\u00fcckgezogen. Pl\u00f6tzlich um halb eins klingelt das Telefon, da spricht ein Herr mit schwedischem Akzent, und ich wu\u00dfte sofort, das ist jetzt nicht get\u00fcrkt, das ist Wirklichkeit. Und dann ruft mich meine Verlegerin Elisabeth Ruge an und sagt: Wenn du es nicht aush\u00e4ltst, mu\u00dft du jetzt sofort das Haus verlassen. Aber es ging nicht mehr, um eins waren sie schon da.<\/p>\n<p>Wurden Sie richtiggehend belagert?<\/p>\n<p>Ja, f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse schon. Madonna ist so etwas gew\u00f6hnt, aber ich nicht. Aber das Interesse wird auch schnell wieder abnehmen. Ich bin einfach keine, die sich f\u00fcr den Massenkonsum eignet.<\/p>\n<p>W\u00e4ren Sie es denn gerne?<\/p>\n<p>Nein, ich kann das nicht. Ich w\u00fcrde schon gerne einen tollen Krimi schreiben k\u00f6nnen, so wie Chandler oder Hammett oder Ruth Rendell und P. D. James. Aber das versuche ich gar nicht, weil die dieses Genre zur Perfektion gebracht haben. H\u00f6chstens \u201eGier\u201d ist ja ein bi\u00dfchen ein Krimi, wenn auch ohne Suspense.<\/p>\n<p>Gehen Ihnen da nicht manchmal die G\u00e4ule durch?<\/p>\n<p>Das kann schon passieren. Mein Roman \u201eKinder der Toten\u201d war eigentlich auch als kleine Gespenstergeschichte geplant. Aber ich bin jemand, bei dem es pl\u00f6tzlich anf\u00e4ngt zu wuchern. Und dann schie\u00dfen aus dem Geflecht unter der Erde \u00fcberall die Pilze heraus &#8211; bei guter D\u00fcngung. Das habe ich dann nicht mehr in der Hand. Ich bin ja keine planerische Autorin.<\/p>\n<p>Ihre B\u00fccher waren bereits vor dem Nobelpreis in verschiedene Sprachen \u00fcbersetzt, etwa ins Schwedische. Jetzt wird an zahlreichen weiteren \u00dcbersetzungen gearbeitet. Verfolgen Sie, wie Ihre B\u00fccher im Ausland wahrgenommen werden?<\/p>\n<p>Nein, ich verfolge ja nicht einmal, wie sie hier aufgenommen werden. Ich lasse mich schonend informieren, auch jetzt. Gewisse Reaktionen kann ich nicht lesen. Ich lese auch die guten Sachen nicht. Ich lese gar nichts. Aber das ist neurotisch, wie das meiste an mir, das gebe ich schon zu.<\/p>\n<p>Wir meinten weniger das Urteil der Kritik. Bei Ihren B\u00fcchern stellt sich doch die Frage, ob sie \u00fcberhaupt \u00fcbersetzbar sind. Ist als Leser nicht verloren, wer den \u00f6sterreichischen Hintergrund nicht kennt?<\/p>\n<p>Das stimmt, das ist das gr\u00f6\u00dfte Problem. Deswegen wundere ich mich auch so sehr \u00fcber den Preis, weil ich eigentlich eine Provinzautorin bin, die in einer bestimmten Weise mit einer bestimmten Sprache arbeitet, die man schon in Deutschland nicht mehr versteht. Ich stehe in der Traditionslinie der Wiener Gruppe. Vom fr\u00fchen Wittgenstein \u00fcber Karl Kraus bis zur Wiener Gruppe ist das eine sehr sprachzentrierte Literatur, die eigentlich weniger mit Inhalten arbeitet als mit der Lautlichkeit, mit dem Klang von Sprache. Und das l\u00e4\u00dft sich nicht \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p>Viele Deutsche verstehen auch meinen Witz \u00fcberhaupt nicht, die finden das nicht komisch. Ich habe das Gef\u00fchl, ich sto\u00dfe vor allem in Deutschland in ein vollkommen leeres Rezeptionsfeld, in eine Rezeptionsw\u00fcste. Meine Vermutung ist, da\u00df das mit dem verschwundenen j\u00fcdischen Biotop zu tun hat, von dessen R\u00e4ndern ich doch irgendwie herkomme. Ob das jetzt das Wiener Kabarett ist mit Karl Farkas und all den anderen oder ob ich das mit meiner Familie bin, da ist einfach ein st\u00e4ndiges Gewitzel. Das ist ein unaufh\u00f6rliches Sprachspiel. In Deutschland ist das kaputtgemacht worden, einfach zerst\u00f6rt. Karl Kraus hat Dramolette geschrieben, die im Caf\u00e9haus spielen, wo man sich totlacht, aber die Leute haben das decodieren und goutieren k\u00f6nnen. Kraus hat den kulturellen Dung vorgefunden, wo das dann aufgegangen ist. Und das w\u00fcrde ich brauchen. Ich schreibe eigentlich aus dieser Tradition heraus und habe das Gef\u00fchl, ich schreibe ins Leere hinein.<\/p>\n<p>Sie berufen sich aber auch auf die andere Seite, auf das Katholische und das Barocke.<\/p>\n<p>Ja, da sto\u00dfen wirklich zwei Kulturen aufeinander. Der scharfe j\u00fcdische Witz und das ausladende, barocke \u00dcber-die-Ufer-Treten der Sprache. Ich kann ja sozusagen nichts auslassen. Es gibt keine Leerstellen. Alles wird sofort mit Sprache aufgef\u00fcllt. Als k\u00f6nnte man das Geschriebene beschw\u00f6ren, indem man unaufh\u00f6rlich spricht. Aber gleichzeitig erschrickt das Gesagte \u00fcber seinen Gegenstand, und dadurch entsteht etwas wie eine Differenz, und dahinein wird eben der Sarkasmus gestopft. Irgendwie findet das in Deutschland kein Echo; die Leute lachen einfach kaum jemals \u00fcber meine Sachen. Und dann stand in einer Rezension vor vielen Jahren einmal: Vielleicht haben wir diese Autorin ja immer falsch gelesen, vielleicht ist das ja komisch gemeint. Da habe ich wirklich gedacht, das fasse ich einfach nicht.<\/p>\n<p>Wie erkl\u00e4ren Sie sich dann, da\u00df Thomas Bernhards Witz in Deutschland so gut funktioniert hat?<\/p>\n<p>Der ist nicht so sprachexperimentell. Bernhard ist zwar auch ein musikalischer Autor, ein, wie ich finde, weniger lautmalerischer als rhythmischer Autor. Das sind eher Sinusschwingungen. Und meine Annahme ist ja die, da\u00df Bernhard s\u00fcchtig macht, weil es ein Prosarhythmus ist, in der Lyrik w\u00fcrde man sagen: eine Prosodie, die einen zwingt, mitzuatmen in einem fremden Rhythmus. Bernhard war ja ein Sprecher, der konnte zw\u00f6lf Stunden ununterbrochen reden. Bis die Leute vor Ersch\u00f6pfung umgefallen sind. Das erzeugt eine Art Suchtverhalten, wenn man diese Tiraden nachliest oder mitspricht im Kopf, man ger\u00e4t in einen anderen Atemrhythmus als den eigenen. Das l\u00f6st eine leichte Trance aus. Deshalb sind seine St\u00fccke auch so genial, weil das gesprochene St\u00fccke sind, und auch seine geschriebenen Texte sind eigentlich gesprochene Texte. Aber bei Bernhard kommt nat\u00fcrlich auch dieser Herrschaftsanspruch des Erz\u00e4hlers dazu, den eine Frau gar nicht haben kann. Er hatte eine vollkommene Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber seinen Gegenstand.<\/p>\n<p>Bernhards Sprache, sagen Sie, ist eine Herrensprache, eine m\u00e4nnliche Sprache. Ist nicht Sprache immer ein Herrschaftsinstrument? Hat nicht Ihre Sprache auch einen starken, fast m\u00e4nnlichen Gestus?<\/p>\n<p>Ja, es ist diese Anma\u00dfung, die einen dr\u00fcbertr\u00e4gt. Das w\u00fcrde ich phallische Anma\u00dfung nennen, aber das macht aus mir noch keinen Mann. Es liegt darin nat\u00fcrlich auch eine Auflehnung gegen die Tatsache, da\u00df man sich als Frau nicht einschreiben kann. Man rennt mit dem Kopf gegen die Wand. Man verschwindet. Aber man kann sich nicht einschreiben. Ich ma\u00dfe mir das aber trotzdem immer wieder an, und was mich tr\u00e4gt, ist die Wut auf \u00d6sterreich. Vielleicht unterscheidet mich auch meine Leidenschaft von anderen. Aber das ist nicht die autorit\u00e4re Position, die Bernhard hat. Diesen Subjektstatus, diese Sicherheit des Sprechens &#8211; das hat nur ein m\u00e4nnlicher Autor.<\/p>\n<p>Und weil Sie diesen Subjektstatus nicht besitzen, benutzen Sie eine Kunstsprache?<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen, ich mache diese Sprache, ich stelle sie her. Was ich schreibe, ist ja keine normale Sprache, das ist eben eine Art Kunstsprache, auch in der Montagetechnik, mit der ich zuweilen arbeite. Es ist eigentlich eine Sprachkomposition. Damit es weitergeht, kommt von irgendwoher ein Satz, den ich brauchen kann, und dann rei\u00dft mich dieser Satz wieder voran, und schon geht es wieder weiter. Die Sprache ist wie ein Hund, sage ich oft, weil ich immer Hunde gehabt habe, ein Hund, der einen an der Leine hinter sich herzerrt, und man kann nur mitrennen.<\/p>\n<p>Aber ist Thomas Bernhards Souver\u00e4nit\u00e4t nicht auch nur Pose? Bernhard wurde doch genauso von seinem Sprachhund mitgezogen wie Sie und andere Autoren auch.<\/p>\n<p>Ja, aber er ist ein Subjekt, das das Recht des Zugriffs hat, das sozusagen Geschichte macht und das die Traditionen all derjenigen hinter sich wei\u00df, die Geschichte gemacht haben. Und weshalb hat er denn immer haupts\u00e4chlich mit Aristokraten verkehrt und mit dem Gro\u00dfb\u00fcrgertum? Weil die es sind, die Geschichte machen. Und dann ist es immer auch der Gegenstand. Wenn einer bei Bernhard ein Wahnsinniger ist, dann ist es nat\u00fcrlich ein Paul Wittgenstein, der ein faszinierender Mann gewesen sein mu\u00df, und nicht jemand wie mein Vater, der zuf\u00e4llig auch am Steinhof, auf der Baumgartner H\u00f6he, gestorben ist, allerdings im Irrenhaus dort. Bernhard beschreibt ja seinen eigenen Aufenthalt in der Lungenheilanstalt, die sich gleich daneben befindet, sozusagen am selben Ort. Nat\u00fcrlich war Bernhard zu intelligent, um dem auf Dauer zu verfallen, deshalb er hat das alles subversiv gleich wieder zerst\u00f6rt. Bernhard hatte dieses Wissen, da\u00df das alles Schrott ist, das hat er ja gewu\u00dft. Gleichzeitig ist da immer dieser Blick nach oben, zu einer \u201ebesseren Gesellschaft\u201d, die aber auch sofort wieder zerf\u00e4llt, in Wahn und Selbstmord endet, kaum da\u00df man sie einmal fixiert hat.<\/p>\n<p>Bei Ihnen k\u00f6nnte man sich h\u00f6chstens an Ihre Frauenfiguren halten, an die \u201eGertis\u201d in Ihren Romanen. <\/p>\n<p>Ja, aber das ist einem Mann nat\u00fcrlich fremd. Und auch eine Figur wie der Fabrikdirektor in \u201eLust\u201d ist einem Mann einfach fremd. Es gibt halt den m\u00e4nnlichen Blick, und der weibliche Blick auf den Mann ist immer eine \u00dcberschreitung. Das sp\u00fcre ich beinahe k\u00f6rperlich.<\/p>\n<p>Sind Sie eigentlich noch die Feministin, die Sie einmal waren? Schlie\u00dflich rechnet niemand so gnadenlos mit Frauen ab wie Sie.<\/p>\n<p>Wo Frauen totale Komplizinnen der M\u00e4nner sind, da steche ich nat\u00fcrlich hinein, da identifiziere ich mich auch als Frau nicht mehr mit ihnen. Die Unterlegenen m\u00fcssen ja die Herren studieren, damit sie ihnen nicht ganz zum Opfer fallen. Und kennen nat\u00fcrlich auch ihre Schw\u00e4chen. Und je weniger die M\u00e4nner bereit sind, nach au\u00dfen hin ihre Macht zu teilen, um so mehr haben sie nach innen zu leiden. Die Macht der Frauen nach innen ist erdr\u00fcckend. Wenn die Frauen immer nur, vielleicht auch aus Angst, aus dem \u00f6ffentlichen Raum weggedr\u00e4ngt werden, dann kommen sie nat\u00fcrlich als Ungeheuer zur\u00fcck, als Gespenster, so wie die Toten in der \u00f6sterreichischen Geschichte in den \u201eKindern der Toten\u201d. Das Verdr\u00e4ngte kehrt als Schrecken zur\u00fcck, nur noch viel furchtbarer.<\/p>\n<p>Bieten Ihre Frauenfiguren deswegen keine Identifikationsm\u00f6glichkeiten?<\/p>\n<p>Ja, so ist es. Ich kann nichts Positives schildern. Und wenn, dann nur in ganz kurzen Texten. Das liegt einfach an der Verzweiflung. Was man sagt, geht ins Leere, das wei\u00df man. Sogar die \u00f6ffentliche Rezeption meiner Arbeit geht fehl. Ich kriege ja auch so entsetzliche Kritiken. Entsetzliche, vernichtende Kritiken und dazu dann viele Preise. Ich verstehe das nicht. Warum dann die Preise, wenn das alles Schrott ist, was ich schreibe? Sind das die Germanisten, die Literaturwissenschaftler, die Preise vergeben? Erkl\u00e4ren kann ich es mir nicht.<\/p>\n<p>Daran, da\u00df die Germanisten Ihren Humor eher verstehen als die Kritiker, d\u00fcrfte es jedenfalls kaum liegen. Aber welche Funktion hat die Komik eigentlich f\u00fcr Ihr Werk?<\/p>\n<p>Wenn man die Komik versteht, wei\u00df man, da\u00df es das Schlimmste ist, wenn man sich \u00fcber etwas lustig macht. Das ist kastrierend. Und so werden ja auch die Komikerinnen in den Hollywood-Filmen immer eingesetzt, die sind kastrierend. H\u00e4\u00dflich, grotesk und kastrierend. Eine Ausnahme ist vielleicht gerade mal eine Katharine Hepburn, eine sch\u00f6ne Frau, aber in \u201eLeoparden k\u00fc\u00dft man nicht\u201d tut sie in dem ganzen Film auch nichts anderes, als hinter dem Mann herzurennen.<\/p>\n<p>Bis der Dinosaurier zum Schlu\u00df zusammenf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Ja, aber das Patriarchat ist deshalb auch noch nicht zusammengefallen. Es ist ja nicht die Dem\u00fctigung durch den Mann, sondern es ist die Dem\u00fctigung dar\u00fcber, da\u00df man sich in diesen Wertma\u00dfstab, in diese Beurteilung nicht einschreiben kann, da\u00df man sozusagen aus diesem Beurteilungsraster herausf\u00e4llt, weil es nicht die eigenen Ma\u00dfst\u00e4be sind, die \u00fcberhaupt je g\u00fcltig werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber bei Katharine Hepburn sieht man doch sehr deutlich, da\u00df sie immer wieder hinter das Erreichte zur\u00fcckf\u00e4llt: Sie verstellt sich, weil sie Angst hat, da\u00df der Mann Angst vor ihr haben k\u00f6nnte. Die hat er auch, schreckliche Angst, weil sie ihn \u00fcberfordert, weil sie zu schnell, zu intelligent, zu witzig, zu vital f\u00fcr ihn ist.<\/p>\n<p>Und dann wird er selber zur Frau. Es gibt doch diese Szene, wo Cary Grant dieses Neglig\u00e9 mit Schwanenflaum anzieht, weil gerade nichts anderes da ist. Das ist ja ein Rollentausch, ein ganz raffinierter, weil dann kurz die Frauenrolle der L\u00e4cherlichkeit preisgegeben wird. Es gibt einfach nichts L\u00e4cherlicheres als M\u00e4nner im Ballettr\u00f6ckchen. Aber sich als Mann zur Frau zu machen, ist einerseits wahnsinnig komisch, andererseits ist es die Verachtung durch den M\u00e4chtigen, der jederzeit auch anders k\u00f6nnte, aus seiner Rolle heraustreten k\u00f6nnte, die die Komik erzeugt.<\/p>\n<p>Die starke, alles dominierende Mutter, die Sie beschrieben haben, ist die nicht schlimmer, als jeder Mann, als jeder Vater sein k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Ja, aber sie ist deshalb schlimm, weil der Vater existiert, weil ihr diese Macht nach innen gegeben ist, das Kind jetzt zu erdr\u00fccken, aber auch den Mann zu qu\u00e4len, und w\u00e4re es mit schlechtem Essen. Alles geht nach innen, weil es ihr nach au\u00dfen nicht erlaubt ist. Meine Mutter war daf\u00fcr sicher ein gutes Beispiel. Sie war eigentlich eine Managerin, mit den Russen hat sie nach dem Krieg \u00fcber Reparationen verhandelt. Das war eigentlich keine Mutter, sondern eine Gesch\u00e4ftsfrau, mathematisch sehr begabt. Sie hatte halt eins der Schicksale, wo das unbedankt und unbelohnt geblieben ist und sie wieder an den Herd zur\u00fcck mu\u00dfte, als die M\u00e4nner aus dem Krieg kamen und die Jobs wieder \u00fcbernahmen. Die schwarze Serie in Hollywood, wenn wir schon beim Film sind, spiegelt das ja im symbolischen Raum wider, da\u00df die Frauen, die \u00dcberschreitungen begehen, eben bestraft werden, diese ganzen dunklen, sch\u00f6nen, gef\u00e4hrlichen Frauen.<\/p>\n<p>W\u00e4ren Sie beleidigt, wenn man Sie als eine Tochter Sigmund Freuds bezeichnete?<\/p>\n<p>Ja! Ich bin doch h\u00f6chstens seine Enkelin oder Urenkelin. F\u00fcr mich ist Freud, neben Nietzsche, der gr\u00f6\u00dfte Stilist deutscher Sprache. Ich kann seiner Penisneid-Theorie zwar nicht folgen und auch nicht seiner Kulturtheorie, die ja besagt, da\u00df die Frau, da sie kein starkes \u00dcber-Ich entwickeln kann, auch nicht zu sublimieren braucht, also keine bedeutende Kunst hervorbringen kann. Aber zum Beispiel in \u201eDer Mann Moses und die monotheistische Religion\u201d und anderen Texten ist er f\u00fcr mich ein unerreichbarer Schriftsteller. In meiner eigenen kleinen Privattheorie kommt die Penisneid-Theorie Freuds ja von seiner eigenen verdr\u00e4ngten Homosexualit\u00e4t her. Der verbotene Penis des anderen ist das, was nicht er selbst sich ersehnt; denn das darf er ja nicht einmal vor sich selbst zugeben. Sondern er mu\u00df dieses Begehren auf die Frau projizieren, die sich ewig nach dem Penis sehnen mu\u00df, da sie selbst keinen hat.<\/p>\n<p>Ist da f\u00fcr die Frauen kein Ausweichen, kein Entkommen?<\/p>\n<p>Ich sehe keines. In meinen Versuchsanordnungen schon gar nicht. Da gilt es nur, die Dinge aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Aber hat sich denn gar nichts ge\u00e4ndert im Geschlechterverh\u00e4ltnis der letzten drei\u00dfig Jahre?<\/p>\n<p>Es hat sich, w\u00fcrde ich sagen, graduell ge\u00e4ndert. Gut, es gibt Condoleezza Rice, die letztlich m\u00e4nnlicher ist, als Bush das je sein k\u00f6nnte. Aber das sind nur punktuelle \u00c4nderungen, und Anzeichen f\u00fcr eine grunds\u00e4tzliche \u00c4nderung sehe ich nicht, in globaler Sicht schon gar nicht. Im fundamentalistischen Islam werden die Frauen schlimmer als Tiere gehalten; denn Tiere sind was wert, Frauen nicht. Global darf man das gar nicht betrachten, sonst wird man auf der Stelle verr\u00fcckt. F\u00fcr die Frauen in Afghanistan hat man den Krieg ja nicht gef\u00fchrt, obwohl das eigentlich, ich bin ja keine Pazifistin, angebracht gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wollen Sie mit Ihren B\u00fcchern etwas ver\u00e4ndern? Oder ist das nur Beschreibungswut?<\/p>\n<p>Das ist schon Beschreibungswut. Und es hat auch etwas Unver\u00e4nderbares, so wie ich das beschreibe. Ich schreibe das in sarkastischer Brechung. Ich w\u00fcrde sagen, das geht \u00fcber die Ironie hinaus und in den Sarkasmus hinein, der ja wesentlich aggressiver ist. Das ist halt die Methode der Satire, der Verzerrung. Man wirft Schlaglichter auf die Dinge. Direkt politische Literatur ist es nicht. Wenn ich eine sozialistische Autorin w\u00e4re, w\u00fcrde ich an die geschichtsbildende Kraft der Arbeiterklasse glauben. Aber das habe ich ja nie gekonnt, zu keiner Zeit.<\/p>\n<p>Auch nicht, als Sie in der KP\u00d6 waren?<\/p>\n<p>Nein. Ich war schon ein paar Jahre lang in der kommunistischen Partei. Aber das war so, weil die \u00f6sterreichische Gesellschaft so rechts ist, da\u00df ich mir gedacht habe, es m\u00fcssen ja wenigstens ein paar auf die andere Seite r\u00fcberrennen, damit das Boot nicht kippt. Aber es ist niemand mitgerannt.<\/p>\n<p>Spielen Ihre politischen \u00dcberlegungen von damals heute noch eine Rolle f\u00fcr Sie?<\/p>\n<p>Es war vollkommen sinnlos und ist l\u00e4ngst abgeschlossen. Ich glaube, da\u00df \u00d6sterreich \u00fcberhaupt f\u00fcr mich jetzt abgeschlossen ist. An \u00d6sterreich habe ich mich abgearbeitet, das ist gegessen, obwohl es vielleicht eher mich gegessen hat. Das werden wir ja sehen. Die Pflicht habe ich also hinter mir. Diese Pflicht, nicht zuletzt meiner Familie gegen\u00fcber, habe ich erf\u00fcllt, denke ich. Jetzt folge ich meiner Neigung. Ich m\u00f6chte einmal wissen, wie es ist, einfach nur zum Vergn\u00fcgen zu schreiben. Jetzt kann ich ja, da ich Geld habe, schreiben, was mir Spa\u00df macht. Ich wei\u00df gar nicht, wie das ist. Es ist ja auch ein wahnsinniger Druck, schreiben zu m\u00fcssen. Es ist, als ob man st\u00e4ndig kotzen m\u00fc\u00dfte. Man will gar nicht, aber man mu\u00df. Und jetzt bin ich gespannt, ob sich daran etwas \u00e4ndert. \u201eDie Kinder der Toten\u201d w\u00fcrde ich gerne weiterf\u00fchren, weil ich glaube, da\u00df die Gespenstergeschichte, also das Unheimliche, mein Genre ist. Aber nicht mehr mit dieser Verzweiflung, dieser st\u00e4ndigen Geschichtsverlogenheit befrachtet, sondern fabulierender, also eher wie in den Gothic Novels der angels\u00e4chsischen Tradition.<\/p>\n<p>Lesen Sie viele Krimis und Gothic Novels?<\/p>\n<p>Ich lese haupts\u00e4chlich Krimis. Eigentlich interessieren mich am meisten zwei Dinge: Krimis und Mode.<\/p>\n<p>Sie haben viel \u00fcbersetzt, unter anderem Thomas Pynchons \u201eDie Enden der Parabel\u201d. Was bedeutet das \u00dcbersetzen f\u00fcr Sie?<\/p>\n<p>Das ist ein hartes Leben. Ich bin jetzt fast sechzig, und ich mu\u00dfte immer wieder \u00fcbersetzen. Von meinen B\u00fcchern allein kann ich nicht leben, und was \u00dcbersetzer verdienen, ist ja ein Witz.<\/p>\n<p>Dann \u00fcbersetzen Sie nicht gerne?<\/p>\n<p>Doch, sehr gern sogar, aber Pynchon w\u00fcrde ich nicht noch einmal \u00fcbersetzen. Nicht, da\u00df ich ihn nicht genial f\u00e4nde. Es ist ein Witz, da\u00df er den Nobelpreis nicht hat, und ich habe ihn. Ich halte Pynchon f\u00fcr einen der bedeutendsten lebenden Schriftsteller, weit vor Philip Roth \u00fcbrigens. Ich kann doch den Nobelpreis nicht kriegen, wenn Pynchon ihn nicht hat! Das ist gegen die Naturgesetze. Ich w\u00fcnsche, das festgehalten zu haben.<\/p>\n<p>Wie f\u00fchlen Sie sich in der Gesellschaft der anderen Nobelpreistr\u00e4ger?<\/p>\n<p>Man hat mir ein B\u00fcchlein geschickt mit ihrer Liste darin. Das ist viel zu gro\u00df f\u00fcr mich. Ich lebe wirklich vollkommen wie eine Einsiedlerin. Und wenn ich mit meinem Mann in M\u00fcnchen bin, leben wir wie zwei Einsiedler, im Doppeleinsiedlerhaushalt. Ich w\u00fcrde meine pers\u00f6nliche Anwesenheit in Stockholm gar nicht verkraften. Ich w\u00fcrde sterben. Wenn die T\u00fcren zugingen in diesem Raum mit den vielen Menschen, w\u00fcrde ich tot umfallen.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden mit Ihnen gehen.<\/p>\n<p>Ich habe etliche Psychiater, sogar in meiner Familie, die mir das auch schon angeboten haben. Aber ich kann schon die Vorstellung, in einen Raum zu gehen, in dem ich mit so vielen bedeutenden Menschen eingeschlossen bin, nicht ertragen. Insofern hat groteskerweise die Person den Preis bekommen, die ihn sich am wenigsten gew\u00fcnscht hat. Ich freue mich nat\u00fcrlich. Ich bin nicht undankbar, ich f\u00fchle mich wahnsinnig geehrt, aber es ist alles zu gro\u00df, zuviel f\u00fcr jemanden wie mich.<\/p>\n<p>Wie hat denn die Akademie auf Ihre Absage zur Verleihung reagiert?<\/p>\n<p>Sehr verst\u00e4ndnisvoll. Andere sind ja auch nicht angereist. Sie waren krank, oder die Ehefrau ist gestorben. Solschenizyn hatte Angst, nicht mehr zur\u00fcckzuk\u00f6nnen. Das sind alles gute Gr\u00fcnde, und ich meine, auch eine psychische Krankheit ist ein Grund, nicht nach Stockholm reisen zu k\u00f6nnen. Ich denke mir, da\u00df ich damit wenigstens f\u00fcr psychisch Kranke etwas tun kann, indem ich das ins Bewu\u00dftsein rufe. Dann hat es vielleicht einen allgemein p\u00e4dagogischen Sinn gehabt.<\/p>\n<p>Wie bekommen Sie denn Ihre Urkunde?<\/p>\n<p>Die sehr nette schwedische Botschafterin wird sie mir wahrscheinlich \u00fcbergeben. Ich glaube, sie w\u00fcrde sogar zu mir kommen. Sie war schon hier, sie war eine der ersten Gratulanten, ich hatte kaum Sitzgelegenheiten. Mein Haus ist ja eine Arbeitswohnung, wo maximal drei Leute sitzen k\u00f6nnen, der vierte m\u00fc\u00dfte sich schon einen Klappstuhl holen. Ich habe schon einen E\u00dftisch, aber ich gebe keine Essen und kann auch gar nicht kochen. Die Leute m\u00fcssen es sich mitbringen, wenn sie etwas Gutes wollen, und schieben es dann in meinen Backofen.<\/p>\n<p>Waren Sie allein, als der Ansturm der Gratulanten ausbrach?<\/p>\n<p>In meiner Verzweiflung habe ich einen Freund angerufen und gesagt, du mu\u00dft sofort kommen, ich stehe das nicht durch. Er ist gekommen und mu\u00dfte Telefondienst machen. Als dann am Abend Ruhe war, haben wir uns eine Pizza vom Italiener an der Ecke geteilt. Wir haben nicht einmal angesto\u00dfen, nichts. So wie ich immer lebe, habe ich es auch diesmal gemacht.<\/p>\n<p>Glauben Sie denn, da\u00df der Nobelpreis folgenlos an Ihnen vor\u00fcberziehen wird?<\/p>\n<p>Er mu\u00df an mir vor\u00fcberziehen. Anders kann ich nicht leben. Das einzige, was ich mir w\u00fcnsche, ist, da\u00df ich nach einiger Zeit mein altes Leben wiederaufnehmen kann.<\/p>\n<p>Jetzt werden Sie in \u00d6sterreich von vielen Leuten umarmt, die Sie gestern noch beschimpft haben.<\/p>\n<p>Das lasse ich nicht zu, und ich habe wirklich alles getan, um diesen Leuten das einzutr\u00e4nken. Ich habe sofort gesagt, da\u00df sich dieses Land mich nicht als Blume ins Knopfloch stecken kann. Das werde ich verhindern. Das geht mit mir nicht.<\/p>\n<p>Wie wollen Sie das verhindern?<\/p>\n<p>Ich denke, es l\u00e4uft sich tot, wenn man kein Benzin mehr hineinsch\u00fcttet, so wie ein Feuerzeug irgendwann leer ist. Wenn dann nichts mehr kommt, kann niemand etwas machen. Au\u00dferdem wird in \u00d6sterreich immer der Skifahrer Hermann Maier verehrt werden, und selbst die Fu\u00dfballer, die wirklich nichts zusammenbringen, nicht einmal eine EM-Qualifikation. Deshalb habe ich doch das \u201eSportst\u00fcck\u201d geschrieben. Hier wird immer herrschen, was Thomas Bernhard mit dem Wort \u201eGeistfeindlichkeit\u201d benannt hat. Und es wird immer der Sport der Gott sein.<\/p>\n<p>Ist das Ihrer Meinung nach in Deutschland so viel anders?<\/p>\n<p>Deutschland hat eine andere Art von Geschichte, jedenfalls die ehemalige BRD. Die Alliierten sind dort viel l\u00e4nger geblieben als in \u00d6sterreich und haben ihren Umerziehungsauftrag wahrgenommen. Wir in \u00d6sterreich sind ja lange Zeit aus der politischen Volksschule nicht herausgekommen. Uns haben sie alles geschenkt, und daf\u00fcr feiern sie jetzt \u00fcberall den Staatsvertrag, und wer nicht mitfeiern will, der ist ein Vaterlandsverr\u00e4ter. <\/p>\n<p>Westdeutschland hatte einen Augstein, der einen \u201eSpiegel\u201d gr\u00fcnden konnte, es gibt eine vielf\u00e4ltige Presselandschaft mit unglaublich interessanten Debatten, ob es jetzt um das Mahnmal in Berlin geht oder um den Wohlfahrtsstaat. \u00d6sterreich hat die \u201eKronenzeitung\u201d, die Agentur f\u00fcrs gesunde Volksempfinden, die gar keine Zeitung ist, daf\u00fcr aber von der H\u00e4lfte der lesef\u00e4higen Bev\u00f6lkerung gelesen wird. In Deutschland gibt es politische Philosophen, die ganz selbstverst\u00e4ndlich in die \u00f6ffentliche Debatte eingreifen, wie zum Beispiel Habermas. All das gibt es in \u00d6sterreich nicht. Wir haben kaum theoretische K\u00f6pfe. Es gibt nat\u00fcrlich schon Leute, die sich \u00e4u\u00dfern, aber wir haben nichts Vergleichbares zu bieten. Deswegen mu\u00dften die K\u00fcnstler das \u00fcbernehmen. Es hat ja damals kein anderer die Drecksarbeit machen wollen. Und K\u00fcnstler machen das immer anarchisch. So soll es auch sein.<\/p>\n<p>\nDas Gespr\u00e4ch f\u00fchrten Rose-Maria Gropp und Hubert Spiegel.<\/p>\n<p>Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2004, Nr. 261 \/ Seite 35<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Literaturnobelpreistr\u00e4gerin wider Willen..<br \/>\n<br \/>\nQuelle &#8211; FAZ vom 8. 11. 2004\/ sehr gutes Interview, findet Eure FEM und hat es daher f\u00fcr uns &#038; Euch gesaved&#8230;f\u00fcr alle ZEiten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-83514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femkultur","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Elfriede Jelinek - ein Interview - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2004\/11\/07\/elfriede-jelinek-ein-interview\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Elfriede Jelinek - ein Interview - Feminissima\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eine Literaturnobelpreistr\u00e4gerin wider Willen.. 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