{"id":83235,"date":"2003-03-29T19:06:51","date_gmt":"2003-03-29T19:06:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feminissima.de\/?p=83235"},"modified":"2003-03-29T19:06:51","modified_gmt":"2003-03-29T19:06:51","slug":"schueler-for-peace","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2003\/03\/29\/schueler-for-peace\/","title":{"rendered":"Sch\u00fcler-for-PEACE"},"content":{"rendered":"<p>Damit in K\u00fcrze auch dieser hervorragende Artikel, von, klar, spiegel-online (der bessere SPIEGEL..hihi) nicht verlorengeht &#8211; <br \/> hier f\u00fcr Euch aufgehoben der analytische Artikel \u00fcber die deutschen SCH\u00dcLER als die leidenschaftlichsten Kriegsgegner.<br \/>\n<br \/>\n&#8222;Augen zu und Finger hoch&#8220; &#8211; von Markus Deggerich.<\/p>\n<p>GENERATION GOLFKRIEG<\/p>\n<p>Augen zu und Finger hoch<\/p>\n<p>Von Markus Deggerich <\/p>\n<p>Die neuen Helden sind jung, unideologisch und w\u00fctend. Der Strom der Sch\u00fcler schwillt an, die gegen den Irak-Krieg auf die Stra\u00dfen gehen. Von einer neuen Friedensbewegung schw\u00e4rmen die Nostalgie-s\u00fcchtigen Feuilletons &#8211; und legen sie erst mal auf die Couch. Wer sind die Protestierer eigentlich, was treibt sie an, wie hei\u00dft ihr Protestsong?<\/p>\n<p>\nREUTERS <\/p>\n<p>Finger hoch f\u00fcr den Frieden: Ein Demonstrant schwenkt die Regenbogenflagge, das Symbol der neuen Friedensbewegung <\/p>\n<p>\nBerlin &#8211; Den Frieden gibt es nicht umsonst. Der Krieg im Irak strapaziert offenbar nicht nur den US-Haushalt, sondern sorgt auch bei Teilen der deutschen Friedensbewegung f\u00fcr Ebbe in den Kassen. Vor allem Sch\u00fcler und Jugendliche sind es, die ihren Protest auf die Stra\u00dfe tragen &#8211; und damit ungeahnte Finanzprobleme schaffen. Die globalisierungskritische Organisation Attac bittet ihre 10.600 Mitglieder in Deutschland nun um Spenden und zinslose Darlehen, weil wegen der vielen Demonstrationen und Proteste das Geld knapp werde. &#8222;Wir haben furchtbar viel ausgegeben. Die Friedensaktivit\u00e4ten haben alles gesprengt, was wir uns vorgestellt hatten&#8220;, sagt Attac-Sprecherin Jule Axmann. Dies bringe die Organisation in einen akuten Liquidit\u00e4tsengpass &#8211; andererseits sei das &#8222;nat\u00fcrlich sch\u00f6n&#8220;.<br \/>\n<br \/>\nIn zahllosen, t\u00e4glichen Einzelaktionen und Massendemonstrationen an den Wochenenden machen sich die Menschen ihrem \u00c4rger, ihrer Verzweiflung und ihrer Angst Luft. Und kaum hat sie sich formiert, liegt sie auch schon wieder auf der Analysecouch der Feuilletons &#8211; die Friedensbewegung. <\/p>\n<p>Von einer Generation Golfkrieg ist die Rede, weil sich fast alle einig sind, dass vor allem Sch\u00fcler die tragende S\u00e4ule sind. Die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; vermisst bisher nur einen eigenen &#8222;Protestsong&#8220; in der \u00c4sthetik des Widerstands, damit aus diesem Friedensfr\u00fchling ein &#8222;summer of love&#8220; werden kann. <\/p>\n<p>Neue Helden hat das Land: die Sch\u00fcler. Das hessische Kultusministerium hat angeordnet, dass jene Sch\u00fcler, die wegen einer Demo dem Unterricht fernblieben, einen Eintrag ins Zeugnis bekommen sollen, wegen unentschuldigten Fehlens. Ein B\u00e4rendienst. Es ist jetzt schon abzusehen, berichten Sch\u00fclersprecher, dass der Eintrag als Auszeichnung empfunden wird. Wer ein &#8222;sauberes&#8220; Zeugnis nach Hause bringt, gilt als Weichei, Feigling, Kriegstreiber und &#8211; die H\u00f6chststrafe &#8211; als Bush-Sympathisant. <\/p>\n<p>Keine unpolitische Generation <\/p>\n<p>\nAP <\/p>\n<p>Weltweite Proteste: Indisches Kind mit Plakat <\/p>\n<p>\nDie Massenproteste emp\u00f6rter Sch\u00fcler gegen den Golfkrieg zeigen aus Sicht von Jugendforschern, dass die heutige Teenager-Generation nicht so unpolitisch ist wie oft behauptet. Eine ganz neue Friedensbewegung sei deshalb aber noch nicht im Kommen, sagt der Berliner Protestforscher Dieter Rucht. Laut seiner Einsch\u00e4tzung werden sich vielmehr einige der neu aktivierten Kriegsgegner schon bald mit bereits bestehenden globalisierungskritischen Netzwerken wie Attac verb\u00fcnden. &#8222;Die aktuelle Protestbewegung wird, was ihre Masse angeht, verebben. Auf Dauer treten Erm\u00fcdungszust\u00e4nde ein&#8220;, prognostiziert der Sozialwissenschaftler. <\/p>\n<p>Bemerkenswert findet Rucht, dass so viele Sch\u00fcler auf die Stra\u00dfe gehen. Seine Erkl\u00e4rung: Gerade j\u00fcngere Leute treffe die Frage von Krieg oder Frieden empfindlich, &#8222;besonders wenn ethische Werte und die machtpolitische Realit\u00e4t knallhart kollidieren&#8220;. <\/p>\n<p>Von Erm\u00fcdungserscheinungen ist vor der amerikanischen Botschaft in Berlin noch nicht viel zu sehen. Dort gibt es eine st\u00e4ndige Mahnwache mit mobilem Labor zum Plakate malen, G\u00e4stebuch, und man hat sich ein paar St\u00fchle geliehen vom benachbarten Caf\u00e9 Einstein. Mit etwas Abstand hat auch die PDS einen Infostand aufgebaut, aber so richtig mitspielen d\u00fcrfen sie nicht, wenn abwechselnd einer zum Absperrgitter der US-Botschaft geschickt wird, um den Mittelfinger zu zeigen: Gegen die freundliche \u00dcbernahme durch Parteien wehren sich Friedensaktivisten fast so heftig wie gegen Bomben auf den Irak. <\/p>\n<p>Augen zu und Finger hoch <\/p>\n<p>Mit den wachhabenden Polizisten an der US-Vertretung gibt es sogar Absprachen. Man darf den b\u00f6sen Finger zeigen, wenn das als allgemeine Meinungs\u00e4u\u00dferung zum Ausdruck kommt und sich nicht beleidigend gegen Einzelpersonen richtet. Also Augen zu und Finger m\u00f6glichst hoch. <\/p>\n<p>Auch wenn die Massenproteste abflauen werden, gibt es nach Ruchts Analyse nicht zu untersch\u00e4tzende Langzeiteffekte: &#8222;Viele Sch\u00fcler verlieren derzeit ihre politische Naivit\u00e4t. Die erwachte Skepsis wird nun biografisch verankert, es setzt sich quasi ein kritisches Bewusstsein \u00fcber die Zust\u00e4nde in dieser Welt fest.&#8220; <\/p>\n<p>Den Reintyp des &#8222;unpolitischen Jugendlichen&#8220; habe es ohnehin nie gegeben, meint Rucht. Die desinteressierte &#8222;Generation Golf&#8220; sei eine Stilisierung der Medien, denn immer habe es auch politisch engagierte Jugendliche gegeben, etwa in Umwelt-, Dritte-Welt- und Menschenrechtsgruppen. <\/p>\n<p>\nDDP <\/p>\n<p>Neue Demokratiebewegung? Hamburger Sch\u00fcler protestieren gegen den Irak-Krieg <\/p>\n<p>\n\u00c4hnlich sieht es der Magdeburger Jugendforscher Roland Roth: &#8222;Das Bild des unpolitischen Jugendlichen muss v\u00f6llig revidiert werden.&#8220; Kinder und Jugendliche seien in hohem Ma\u00dfe sensibel f\u00fcr Themen wie Krieg und Frieden, Umweltzerst\u00f6rung und soziale Gerechtigkeit &#8211; st\u00e4rker als viele Erwachsene. Die j\u00fcngste Shell-Studie habe gezeigt, dass \u00fcber 80 Prozent der Jugendlichen sich mit Folgeproblemen der Globalisierung auseinander setzen. &#8222;Aus ihrer Sicht leben wir in einer sehr ungerechten Welt, in der die reichen Nationen die Armen in den Entwicklungsl\u00e4ndern ausnutzen&#8220;, wei\u00df der Experte. <\/p>\n<p>Gerade deshalb wahren laut Roth viele Teenager skeptisch Distanz zur Parteien- und Regierungspolitik; zudem misstrauten sie der Probleml\u00f6sungs-Kompetenz der heute Erwachsenen. &#8222;Deshalb ist Protest f\u00fcr sie umso dringlicher.&#8220; Die Sch\u00fcler engagieren sich nach Roths Beobachtung auch dann, wenn die Hoffnung auf schnelle Ver\u00e4nderung gering ist. &#8222;Sie haben nicht so ein abgekl\u00e4rtes und taktisches Verh\u00e4ltnis zu Protesten.&#8220; Auf lange Sicht sei eine bestimmte Form der Politisierung zu erwarten, meint Roth: &#8222;Die junge Generation lernt f\u00fcr die Zukunft, dass Protest eine gute M\u00f6glichkeit politischen Handelns ist.&#8220; <\/p>\n<p>\n  IN SPIEGEL ONLINE <\/p>\n<p>\u00b7  Umfrage: Jeder dritte Jugendliche protestiert gegen den Krieg (29.03.2003)<\/p>\n<p>\u00b7  Humanit\u00e4re Krise im Irak: &#8222;Wir haben die Kontrolle verloren&#8220; (27.03.2003)<\/p>\n<p>\u00b7  Irak-Krieg: Medien sollen Bush als Feldherrn feiern [&#8364;] (27.12.2002)<\/p>\n<p>\u00b7  Irak-Feldzug: Die PR-Maschine der Alliierten stottert (28.03.2003)<\/p>\n<p>\u00b7  Wiederaufbau \u00e0 la Rumsfeld: Das Ausland soll die Zeche zahlen (28.03.2003)<\/p>\n<p>\u00b7  Fotostrecke: &#8222;Liebe Terroristen &#8211; Bush kommt aus Texas&#8220; (24.03.2003)<\/p>\n<p>\u00b7  Friedensdemos: Erneut weltweiter Protest (22.03.2003)<\/p>\n<p>\nAngesichts der Proteste sieht Alt-Aktivist Konstantin Wecker gar eine neue Bewegung f\u00fcr mehr Demokratie aufziehen. &#8222;Die Friedensbewegung ist eher eine neue Demokratiebewegung, die nicht einsieht, dass Politiker gegen den Willen der Mehrheit handeln&#8220;, sagt Wecker in &#8222;TV Spielfilm&#8220;. Die Menschen seien heute informierter als fr\u00fcher und s\u00e4\u00dfen nicht mehr jeder Propaganda auf, ist dort zu lesen. <\/p>\n<p>Zur Kritik seines Dichter-Kollegen Wolf Biermann, der die Friedensbewegung als naiv kritisiert hatte, sagte der 55-J\u00e4hrige: &#8222;Wie naiv ist die eigentlich, die Kriegsbewegung?&#8220; Im Gegensatz zu Biermann sei er im Irak gewesen und wisse daher, wovon er spreche. <\/p>\n<p>Wegen seines Aufrufs zur Fahnenflucht habe sich die Staatsanwaltschaft noch nicht gemeldet. &#8222;Der Aufruf war ja durchaus im Sinne des Grundgesetzes, welches deutschen Soldaten die Teilnahme an einem Angriffskrieg verbietet&#8220;, erkl\u00e4rte Wecker. Es sei an der Zeit, &#8222;Deserteuren eine Ehrenrettung zu verschaffen und den Heldenbegriff einmal neu zu definieren&#8220;. <\/p>\n<p>Embedded Journalist in der Friedensbewegung <\/p>\n<p>Das Protest-Handwerk beherrschen sie schon jetzt besser. Sie sind ge\u00fcbter im Umgang mit Medien als die einstigen Achtundsechziger, die beim Marsch durch die Institutionen bis ins Au\u00dfenministerium Anz\u00fcge an- und Fantasie abgelegt haben. So wie die Kriegsparteien Journalisten instrumentalisieren, kennen auch die jungen Friedensprediger die Gesetze der Mediengesellschaft. <\/p>\n<p>Die Widerstandsgruppe Resist will Journalisten nach dem Vorbild der US-Armee &#8222;embedden&#8220;. Sie sind eingeladen, die Gruppe auf ihrer Fahrt nach Hessen zur Blockade von US-Basen zu begleiten. &#8222;Sie k\u00f6nnen dabei sein, wie wir mitten in der Nacht ihren Fencheltee bereitstellen, Isomatten zusammenrollen und unseren Personalausweis suchen&#8220;, bietet Resist an, in feiner Anspielung auf die Kriegsberichterstatter, die auf Panzern durch die W\u00fcste reiten und manchmal im Adrenalinkick ihre eigentliche Aufgabe vergessen. <\/p>\n<p>Deshalb bietet Resist Live-Aufregung an der Heimatfront: &#8222;Nachdem alle Widerst\u00e4ndler von fotogenen Polizisten weggetragen sind, hoffen wir nat\u00fcrlich, dass Sie als embedded Journalist eine Sondergenehmigung f\u00fcr das Polizeipr\u00e4sidium erhalten werden. Sie erwarten spannende Bilder von in Gewahrsam genommenen FriedensaktivistInnen.&#8220; Selbstredend \u00fcbernimmt Resist auch die Reisekosten, was objektive Berichterstattung garantieren solle. <\/p>\n<p>\nDPA <\/p>\n<p>K\u00e4mpfen f\u00fcr den Frieden: Wasserwerfer gegen Sch\u00fcler in Hamburg <\/p>\n<p>\nResist, die schon zwei Mal die Frankfurter US-Airbase blockiert haben, freuen sich \u00fcber die gro\u00dfe Unterst\u00fctzung durch Sch\u00fcler. &#8222;Die Jugendlichen haben ein gutes Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass mit diesem Krieg wom\u00f6glich entscheidende Weichen f\u00fcr ihre Zukunft gestellt werden&#8220;, sagt Resist-Sprecher Clemens Ronnefeldt. W\u00e4hrend der Kriege in Afghanistan und im Kosovo h\u00e4tten sich viele Menschen mit Protesten zur\u00fcckgehalten, weil die offizielle Kriegspropaganda nicht so leicht zu widerlegen gewesen sei. &#8222;Aber diesmal hat es die \u00f6ffentliche Meinung geschafft, die L\u00fcgen von Bush und Blair relativ schnell zu demaskieren&#8220;, sagt er. <\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Wissenschaftlern wird der Irak-Krieg nachwirken und vor allem der globalisierungskritischen Bewegung in den n\u00e4chsten Monaten nochmals einen starken Zulauf bescheren. Laut Rucht liegt dies auf der Hand: &#8222;Es gibt nat\u00fcrlich Verbindungslinien zwischen der rein milit\u00e4rischen Seite und der globalen, \u00f6konomischen, machtpolitischen Seite, wie sie sich schon jetzt vordergr\u00fcndig in dem Slogan &#8218;Kein Blut f\u00fcr \u00d6l&#8216; ausdr\u00fccken.&#8220; <\/p>\n<p>Bellizisten und Pazifisten <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werden auch in diesem Konflikt die alten Schlachten zwischen Bellizisten und Pazifisten geschlagen. Die einen sollen Bush-h\u00f6rig und blind sein, die anderen naiv und die f\u00fcnfte Kolonne des Diktators Saddam Hussein. Aber ein paar Grenzen verschieben sich. <\/p>\n<p>Angela Merkel dampft mit ausgefahrener Lanze, wie die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; bemerkte, auf ihrem Bush-Treu-und-Glauben-Kurs direkt in die politische Bedeutungslosigkeit, w\u00e4hrend die sonst gegen\u00fcber demonstrierenden Sch\u00fclern und Studenten distanzierte &#8222;Bild&#8220;-Zeitung die M\u00fcnchnerin Anna als neuen Friedensengel feiert, weil sie sich mit vollem K\u00f6rpereinsatz, n\u00e4mlich nackt, f\u00fcr die gute Sache engagiert. Neu ist an dieser Bewegung ja auch im Unterschied zu den sechziger bis achtziger Jahren, dass sie sich einigerma\u00dfen einig wei\u00df mit ihrer Regierung. Der Feind steht woanders. <\/p>\n<p>Die Friedensbewegung gibt den Kampf gegen den Irak-Krieg (noch) nicht auf. Die langfristigen Wirkungen sind nicht absehbar. F\u00fcr das kommende Wochenende hat allein das &#8222;Netzwerk Friedenskooperative&#8220; fast 50 Demonstrationen, Mahnwachen, Menschenketten und Kundgebungen in ganz Deutschland angek\u00fcndigt. Eine der gr\u00f6\u00dften soll am Samstag in Berlin stattfinden. &#8222;Die Wut ist immer noch sehr gro\u00df&#8220;, sagt die Sprecherin der Friedenskoordination, Laura von Wimmersperg. <\/p>\n<p>Auch den Vorwurf, die Friedensbewegung sei auf einem Auge blind und kritisiere nur den Krieg, nicht aber Saddam Hussein, wollen die Veranstalter nicht auf sich sitzen lassen. &#8222;Wir sind gegen alle Diktatoren&#8220;, sagt Ann Wertheimer von dem B\u00fcndnis der in Berlin lebenden Amerikaner, &#8222;aber wir sind nicht bereit, die Zivilbev\u00f6lkerung in die Demokratie zu bomben&#8220;. Zu glauben alle Sch\u00fcler und Jugendliche Deutschlands seien bereit, sich wie in Hamburg mit Wasserwerfern auf ihrem Friedenskurs bek\u00e4mpfen zu lassen, ist aber genauso falsch. <\/p>\n<p>Blitzkrieg als Spiel <\/p>\n<p>Wissenschaftler warnen vor einer weiteren Militarisierung des Alltags. Die Live-\u00dcbertragungen von der Front, vor allem die unscharfen und gepixelten Bilder der Reporter via Videophone, erinnern in ihrer \u00c4sthetik stark an Computerspiele. Viele junge Menschen lernen nicht mehr zu unterscheiden zwischen echten Toten und Fiktion. Sie diskutieren eher technische Feinheiten von Panzern und Raketen. F\u00fcr andere wiederum braucht die Verarbeitung der Bilder von Kriegsopfern psychologische Begleitung durch Eltern und Lehrer. <\/p>\n<p>Eine Begleitung des Kriegsgeschehens hat sich auch eine gro\u00dfe Elektronik-Handelskette ausgedacht. In ganzseitigen, vierfarbigen Anzeigen wirbt sie dieser Tage f\u00fcr ihre DVDs und Spiele. Da gibt es den &#8222;Blitzkrieg&#8220; in &#8222;3D-Echtzeit-Strategie&#8220; f\u00fcr 47,95 Euro. Das Killer-Game &#8222;Resident Evil Zero&#8220; f\u00fcr schlappe 59,59 Euro. Und besonders gro\u00df beworben wird das &#8222;PC-Spiel zum Film Black Hawk Down&#8220;. <\/p>\n<p>Geiz ist geil? Weder der Frieden noch das Kriegsspiel ist umsonst. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit in K\u00fcrze auch dieser hervorragende Artikel, von, klar, spiegel-online (der bessere SPIEGEL..hihi) nicht verlorengeht &#8211; <br \/> hier f\u00fcr Euch aufgehoben der analytische Artikel \u00fcber die deutschen SCH\u00dcLER als die leidenschaftlichsten Kriegsgegner.<br \/>\n<br \/>\n&#8222;Augen zu und Finger hoch&#8220; &#8211; von Markus Deggerich.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-83235","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-femmedien","entry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Sch\u00fcler-for-PEACE - Feminissima<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/feminissima.de\/index.php\/2003\/03\/29\/schueler-for-peace\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Sch\u00fcler-for-PEACE - 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