fem-undercover: Deutsche Krebshilfe:/5 /09

Der größte Spendenmarkt weltweit./Aber wem helfen sie wirklich, von den Spenden?? Aufschluß gibt ein Überblick auf der home page. Und dabei fällt sofort auf: die Patienten selbst ..gehen weitgehend ..leer aus.
23 Uhr
last page view: 2.067.760.
gestern: 4.716.
heute: 1.815 – willkommen:
Get engaged!
Hilf uns bei
„Help-for-Cancer-Survivors-and-families“ –
Ja, es wird Zeit!

..Viele
organisieren sich
in Menschenrechtsorganisationen,
weltweit,
aber sind blind für das Elend next-door…
Das sind in Feminissimas Augen Lügner.
Selbstgerechte Lügner.
SchaumschlägerInnen.
SelbstInszeniererInnen.
Nichts weiter.

22 Uhr 35 –

Es folgt…

Wahrscheinlich FEMINISSIMAS
längster Text,
je (fast) nonstop-
mit-kleinen-Pausen-geschrieben.
Und mit einem Ziel!
Abre tu corazón.
ÖFFNE DEIN HERZ!

Für das, was um dich herum geschieht.

Es gibt ein indisches..
oder ..chinesisches..?
Sprichwort:

„Es zählt nicht das Geld,
das du auf deinem Konto hast,
sondern,
das du für andere ausgibst!“

Die Deutsche Krebshilfe
jedenfalls,
ließe dich verhungern.

Wir haben den Härte-Test-Fall getestet…

Von Freunden und Freundinnen
haben wir nicht gesprochen.

Auch da sicher viele leere Worte,
statt Herz.
Erst wenn du es wirklich einmal überprüfst,
wirst du wissen,
wer deine Freunde sind.
Ob sie nur zu deiner Party kommen.
Oder auch da sind,
wenn du ihre Hilfe brauchst.

Um Hilfe bei jemandem
zu bitten,
ist ja immer auch ein Zeichen von

Vertrauen.

Hintergrund –
„Die verlogene Story vom Ehrenamt.“

Die einen kassieren,
ohne Ende,
die Verbände…
Die anderen engagieren sich,
unentgeltlich…

Gott vergelts,
nicht wahr…?

Aber keiner fragt,
wie du selbst…
über die Runden kommst,
du wunderbare ehrenamtliche Person.

______________________________

22 Uhr 30 – Text ist fertig-geschrieben.

22 Uhr 10 – Text goes on!

_______

Kleine Verschnaufpause um 21 Uhr 50 –
iss ja alles live-Text..
und dann die Tippfehler..!!

_____________

Fortsetzung is going on –
um 20 Uhr 14 –

Bei einer nicht ganz geglückten Unterleibskrebs-OP,
wenn die Nerven zerschnitten-hin sind,
ist das Gefühl weg für:
„Ich muß mal für kleine Mädchen..“
Oder wenn der Tumor
zu unkommod lag..?

____________

16 Uhr 40/ 18 Uhr 30 –
last page view, update: 2.067.645.
gestern: 4.716
heute: 1.700 – willkommen!

live-Text im Entstehen.
Das Ende,
die „Quintessenz“
unten in Sicht,
zuvor ein Päuslein…
Eine mentale Abkühlung, sozusagen..!

…und die
Deutschen Krebsgesellschaften.
Und den netten „Nachsorge-Zirkus“ :

Sie helfen vor allem sich selbst.

Dieser Tage haben wir gelesen,
dass der Prozentsatz von Arbeitslosen,
die einen Krebs überlebt haben,

bei 35 Prozent liegt.

Jemand aus der Politik
fühlte sich danach zu dem ausdrucksstarken Satz bemüßigt:

„Da scheint ja mit der Nachsorge etwas schief zu laufen..!“

„Nachsorge?“
Wer sorgt nach,
in diesem Land?
Glück hast du mit „Krebs“,
wenn du schon vorher ein Promi warst,
dann verhungerst du jedenfalls nicht.

Wir haben recherchiert:

NIRGENDS in diesem Land
existiert eine Job-Initiative für Cancer-Survivors…

Und ein Interesse daran
besteht auch nicht

Man verdient prächtig AM Krebs,
die Betroffenen haben aber nichts davon.
Außer Medienprofis.

Denn an und mit ihrem Leid
verdienen wiederum nicht nur sie selbst,
sondern sie ernähren nachgerade ne Menge sogenannter Gesunder:

Seien es Verlage,
Lektoren,
und vor allem „Talkshows“,
deren Moderatoren und Moderatorinnen
sich zugleich profilieren oder desavouieren…
aber für Quote ist gesorgt.

Ist es denn auch noch ein Theater-Mann wie C. Schlingensief,
wird das Grauen sogar zum Theaterstück Nr. 1
beim eigentlich höchst angesehenen BERLINER THEATERTREFFEN,
so dass,
angesichts dieser manifestierten Todesangst aus der Realität,
jedwedes andere..
Theaterstück auf der Strecke bleiben muß.

Kein Theaterstück hat es bislang auf eine fast Voll-Seite bei BILD geschafft,
oder das BERLINER THEATERTREFFEN wäre ein
BILD-gemäßes Thema gewesen.
Anders beim ..siehe Text von gestern..?
genannten Stück von C. Schlingensief.

Und natürlich wurden denn vor allem auch all die Promis abgelichtet,
die erschienen waren,
it’s show-Biz,
Death sells,
und man muß schaudernd dabeigewesen sein.

Elke Heidenreich,
eine ebenfalls nicht unbekannte Krebs-Survivor-Frau
hatte es einst kurz und bündig und auch ein wenig traurig,
aber auch öffentlich kundgetan,
war es nicht noch bei BIO’s BAHNHOF oder wie die Sendung hieß,
damals noch ihren Mann Bernd Schröder an der Seite.

Auch damals berichtete anschließend BILD
und zitierte Elke Heidenreich mit:

„Man kann halt nicht mehr so viel reisen,
wie bisher,
weil das anstrengt. „
Sinngemäß.

Bei BECKMANN,
unlängst,
konnten wir das GESCHÄFT mit dem LEID und auch die PR für die eigenen Bücher, Sachen, Sendungen, Theaterstücke..
kaum mehr ertragen.
Hatten wir den Eindruck
BECKMANN „schlachte Schlingensief“
emotional hemmungslos aus,
so machte andererseits Elke Heidenreichs Schnodderton
auch mehr als eine Gänsehaut.

„Ich führe nach wie vor ein schönes Leben!“
Das aber bezog sich auf das Leben nach dem Rausschmiß beim ZDF,
ihren Krebs hat sie offenbar abgehakt,
das Glück,
das sie hat,
noch zu leben,
und sogar in vermögenden Verhältnissen,
blieb unerwähnt.

Dann zog ..wiederum die ARD,
mit der schier
noch unsägerlicheren MAISCHBERGER-Sendung nach:

Auch hier wurden wieder Krebskranke oder fast,
vorgeführt,
und selbstverständlich waren auch sie prominent.
Natürlich ist es tragisch,
wenn sich dabei auftut,
dass die gesamte Familie des ehemaligen SPD-Verkehrsministers Stolpes und er selbst auch,
vom Krebs heimgesucht wird,
aber,
zumindest,
sie alle leben „gut“,
haben hohes, weit überdurchschnittliches Einkommen,
noch ein Haus oder eine Wohnung in Kalifornien,
wohin man im Herbst auch wieder reisen will,
so es die Krankheit erlaubt.

Nur einmal fragte Maischberger zaghaft den anwesenden „Experten“,
einen angeblich Krebs-Profi-Professor aus Tübingen,
wieso man noch immer nicht weiter sei,
mit der Er-Forschung von Krebs.

Dabei hätte der Blick
in das Vorwort eines Medizinfachbuchs über Krebs
eine Antwort geliefert:

…“Vergleichbar mit AIDS…
verbirgt sich auch hinter dem Schlagwort „Krebs“
ein Geschehen,
das an die mindestens
100 verschiedene Gesichter hat“.

Doch in all diesen Sendungen,
bei MAISCHBERGER war es nicht die erste Sendung über „Krebs“ –

blieb eine FRAGE ungefragt,
oder nur am Rande angetippt:

„WOVON LEBT MAN EIGENTLICH,
WENN MAN SO LANGE KRANK WAR ODER NOCH IST?“

Denn es wurden ja überwiegend
jene eingeladen,
von deren finanzieller Versorgtheit auszugehen war…

Sonderbar, but true,
kennt FEMINISSIMA reihenweise ganz andere Fälle:

die VERARMUNG durch den Krebs.
Weil die körperliche
und auf lange Zeit
auch und vor allem psychische POWER…
verlorengegangen ist.

Unsere kritische Haltung zur Méthode,
wie hier vor allem mit Frauen,
Brustkrebs und Unterleibskrebs,
verfahren und umgegangen wird,
ist unseren Stamm-LeserInnen nicht unbekannt.

Nicht mehr der Mensch zählt,
sondern das Stück Fleisch,
betatscht von allen,
und vor allem,
wenn es sich um Privatpatientinnen handelt,
wird ausgschlachtet, aber hallo!
Und dann die Zusatz-Geschichten,
wie Chemos, Bestrahlung und sogenanntes Tamoxifen,
FEMINISSIMA hält das alles für den eigentlichen STERBENS-Grund,
weil der Körper das alles nicht mehr aushält.
Oder die Psyche.

Warum überhaupt Operation,
möchte man fragen,
wenn dieser so wenig Vertrauen geschenkt wird,
dass dann noch voll-Rohr-nachgebeamt wird.??????

Einen Grund dafür gibt es bestimmt:

Bringt den Herstellern Kohle ohne Ende.
Und auch den Kliniken.
Dass viele Operateure längst keine Onkologen sind,
davon gar nichts verstehen,
bleibt weitgehend unter der Decke gehalten.

Wieviele Frauen an den Folgen von
Chemo und Bestrahlungen sterben,
sie gehen auf Herz und die Lunge
und den Magen,
auch aufs Hirn,
mindern die Denk-Leistung,

ist nicht von ungefähr noch bislang
kein FORSCHUNGS-PROJEKT-GEGENSTAND gewesen.

Auch nicht,
wie hoch die Suizidrate bei Cancer-Survivors ist,
und hier geht es um AOK-und andere gesetzlichen Krankenkassen-Patientinnen,
weil sie auch die Entfremdung ihres Seins,
dem Ausgeliefertsein gegenüber Gesundheits und anderen Behörden
und Nach-Untersuchungs-Maschinerien
oder Lymph-Drainage-Mehr-oder-Weniger-Könnern-Masseuren-Masseurinnen,
ausgeliefert sind,
weil sie das alles nicht mehr aushalten.
All die Schikanen.
All die Zwangs-Stories,
für ein Rezept,
um eine Massage,
einen BH,
eine Brust-Silikon-Einlage
für den Spezial-BH zu bekommen.
Oder einen entsprechenden Badenanzug:
alle drei oder 5 Jahre.
Auf Rezept, das durch die Kasse noch genehmigt sein muß.

Es wird alles so schwer gemacht,
vermutlich mit Absicht:
Um zu sparen.
Und zu zermürben.

Aber…..:

Gibt es da denn nicht
die tolle Krebshilfe…?

Kümmert nicht gerade sie sich…
um all jene,
die sonst nichts und niemanden mehr haben…?
Und noch leben…?
Als chronisch-Kranke abgestempelt,
sich aber allmählich gesund fühlend,
aber so lange aus ihrem Job draußen,
dass sie nicht mehr reinkommen?
Oder wenigstens halbtags.
Weil ganztags vielleicht körperlich zu belastend..?

Oh..und da fallen uns jene Sendungen ein….:
Die letzte besonders grauenhaft,
war es die Nebel,
war es der Kerner
oder der Blonde vom NDR..?
die durch diese diese Geld-Sammel-Sendungen…führten..?

Für die Deutsche Krebshilfe..?
Als man so eine junge
krebskranke…Mutter vorführte,
und sogar deren kleines Kind…?

(Fortsetzung um 20 Uhr 15 🙂

Da durfte sich also diese junge Frau mal so richtig schminken und frisieren lassen,
begleitet von der Frau von Sky Dumont,
die angeblich auch einmal einen Knoten gefühlt hatte,
und „mitfühlen“ konnte,
da wurde die krebskranke junge Mutter aus eher prekären Verhältnissen
denn auch zu jenem Abend mitgenommen, eingeladen,
an dem Marcel Reich-Ranicki gepoltert hatte:
„Diesen Preis nehme ich nicht an!“

Es war also auch ein Abendkleid gekauft worden und pi-pa-po.
Für die junge Mutter ein „unvergesslicher Abend“.
Einfach toll.

Und dann wurden ihr und ihrem Vorschul-Töchterchen gar noch ein Urlaub in den Bergen bezahlt.

Angeblich alles von der Deutschen Krebshilfe.
Vielleicht,
weil gerade so werbe-wirksam.
In Wirklichkeit wohl vom Sender selbst.

Es war der Gipfel der Entwürdigung.
Wahrscheinlich hatte FEMINISSIMA auch dereinst darüber so geschrieben.

Die dankbare Mutter, oh-oh, wie dankbar auch.

WAS ABER WURDE N
ACHHER AUS IHR?

Das, pardon, interessierte doch wirklich keine Sau.
Pardon, ihr Animals!

Die Bürger spendeten wie verrückt,
sogar Kinder ihr Taschengeld.
Was für eine verlogene,
was für eine abgeschmackte Show!!!

Denn so großzügig
gegenüber Krebskranken
ist die DEUTSCHE KREBSHILFE

in Wirklichkeit –

niemals.
NVER EVER!
Sondern hochzynisch, en réalité.

„Oh, Sie liegen nicht im Sterben?
Dann helfen wir nicht!“
Hold on…please..

Es folgt der szenische, dialogistische
undercover-real-Teil…:

Die home page angeklickt.
Auf den Punkt „Förderung“ geklickt.
Die Telefon-Durchwahl öffnet sich.
Angerufen.

Eine verhaltene Stimme, weiblich, meldet sich.

Fem:
„Förderseite, wunderbar.
ja, guten Tag.
Was fördern Sie denn?
Ich habe ein riesiges Problem!
Ich hatte Brustkrebs.
Und zuletzt bin ich auf HARTZ IV gefallen,
durch Arbeitslosigkeit,
weil ich zu lange..krank war..und …“

„Haben Sie schon einmal eine Unterstützung von uns bekommen?“

„Ja, vor 10 Jahren,
aber es waren nur 300 Euro,
und ehrlich,
es war ziemlich der Horror, damals.
Ich mußte alles einsenden,
wie bei jeder üblichen Behörde!“

„Verstehen Sie, wir sind belegpflichtig!“

„Verstehe.
Aber mit 300 Euro – helfen Sie da wirklich weiter..?“

„Worum geht es denn aktuell?
Wenn Sie vor 10 Jahren eine Hilfe erhielten,
könnten Sie jetzt einen erneute Hilfe erhalten!“

„Das ist ja wunderbar!
Ich wollte jetzt doch in Rente gehen,
habe aber erfahren,
dass die Rente erst zum Monantsende ausgezahlt wird.
Es fehlt mir also genau ein Monat zum Überleben!
Ich möchte auch nichts geschenkt,
könnte dies ja als Spende zurückzahlen…?“

Eine Spende, ja,
das wäre eine Möglichkeit.
Denn die Hilfen sind ja nicht rückzahlbar.
Sind Geschenke.
Hilfen, halt.

„Es wäre also möglich?
Ich habe keinen Cent mehr, wissen Sie?!“

(Kurzes Schweigen).

„Wie geht es Ihnen denn?“

„Oh, prächtig!
Ich glaube fast an ein Wunder,
oder — (kleines Lachen..) –
eine Fehldiagnose.
Allerdings hatte ich auch auf Chemo und Bestrahlung verzichtet, wissen Sie!“

„Was…das haben Sie..?“

„Ja!“

„Es geht Ihnen also richtig gut?“

„JA!
Wenn nun nicht die überraschende Mitteilung,
dass eine Rente erst zum Monatsende ausgezahlt wird,
und auch der Vorgang nicht sofort bearbeitet werden kann,
ich wohl 2 Monate lang gar kein Geld kriege,
auch raus nun, mit dem Rentenantrag,
aus dem auch nicht üppigen HARTZ-IV- Geld…
Es ginge um eine Überbrückung, wissen Sie!
Ich muß ja Miete und so…
und auch was zu essen…
habe keinerlei Rücklagen und auch…“..

„Wenn es Ihnen gut-geht,
zahlen wir nichts!“

WIE…??
WIE BITTE..?
Nach allem,
was ich durchgemacht habe,
wird mir nun zur Last gelegt,
dass es mir wieder gutgeht..,
gesundheitlich..?
Ich aber finanziell ruiniert bin…
und da können Sie nicht helfen..?!“

„Das sind die Richtlinien!“

„Also, das ist ja eine Schlagzeile!
Deutsche Krebshilfe hilft nicht,
weil eine Krebskranke gesund ist,
wohl aber finanziell in der Krise,
weil nicht damit rechnend,
dass die Rente am Monatsende ausgezahlt wird?
Sie geben keine Überbrückung?
Auch nicht, wenn Rückzahlung per Spende versprochen wird?“

„Da sind mir die Hände gebunden!
Haben Sie es schon einmal beim Bundespräsidialamt probiert?“

„Was soll das heißen?“
„Die zahlen auch, in Notfällen!“
„Nie von gehört!
„Also, ich maile eine Schlagzeile
an die BILD:
Krebshilfe hilft gesundeten Krebskranken aus Prinzip nicht..?!“

„Moment, ich verbinde!“

Jetzt meldet sich eine smarte Frauenstimme.

„Worum geht es denn?“

„Ich nehme doch an,
dass Sie wissen, worum es geht!
Ich fühle mich brüskiert,
eine Ohrfeige dieser Art…
hätte ich nicht erwartet…!
Dass mir mein endlich guter Gesundheitszustand
zum Nachteil gereicht!
Ich maile die Schlagzeile an BILD:
Deutsche Krebshilfe hilft Krebs-Überlebenden nicht!“

„Da haben Sie etwas falsch verstanden.“

„Ja, was denn..?“

Die Frau bittet darum,
eine Mail geschickt zu bekommen,
um den Sachverhalt prüfen zu können.

Stillhalten bis zum nächsten Tag 12 Uhr wird
von Feminissima versprochen.

Um 12 Uhr klingelt pünktlich das Telefon.

Ein Herr Kohlhuber am Apparat,
Leiter der Förderabteilung.

FEMIISSIMA zickt ein bißchen herum,
und schaltet dann auf das vernünftige „Eltern-Ich“ (Nach Eric Berne..):

Und solidarisiert sich mit dem „Gegner“…
um etwas zu erfahren.
Was auch geschieht.

Die Entschuldung für die nur ungeschickte Formulierung der Kollegin,

Feminissima unterbricht:

„Aber sie war letztlich doch nur korrekt?
Wer überlebt hat,
dem helfen Sie nicht?´!“

So könne das nicht gesehen werden.

Ja, wie denn,
bittschön?

„Wir möchten jenen unter die Arme greifen,
die z.B. gerade operiert sind,
oder ne schwere Chemo hinter sich haben,
so ist das gemeint…“

„Wer sich über die Jahre selbst geholfen hat,
dem ist also Hilfe verwirkt?
Wenn er/sie dann,
wenn vermeintlich „Freiheit“ winkt,
durch Rente,
und sei sie auch noch so gering,
ist es ja ein selbst-erarbeitetes Geld,
kein Almosen, etc. pp…
aber dann Stief-Väterchen Staat sich noch nen Monat
oder auch zwei gönnt,
ehe er dann die Rente,
die ihm ja nicht gehört,
es ist ein pre-paid Darlehen seiner Bürger,
herausrückt,
da haben Sie
Keinen ERMESSENSSPIELRAUM?“

Herr Kohlhuber klingt sympathisch
und auch ehrlich,
und ist es sicher auch:

„Wissen Sie,
seitdem das …“

(er zitiert die letzte „Gesundheitsreform“,
die den Bürgern die 10-Euro-Gebühr und viele Zuzahlungen aufgebürdet hat)

…“inkraft getreten ist,
hat sich die jährliche Antragsflut von 10.000
auf 17.000 erhöht.
Und da haben wir auch leider unsere Zusage-Kriterien
verschärfen müssen.
Wir können ja nicht allein
die Schwächen des Gesundheitssystem stemmen…!
Und da haben wir uns auf jene Kranken beschränkt,
denen es akut sehr schlecht geht,
und die …“

„Aber es ginge ja nur um eine Überbrückung,
verstehen Sie!
Und ich möchte auch eine Beratungs-und Hilfe-Gruppe gründen,
vielleicht könnten Sie es als eine Art
Anschubsfinanzierung,
es ginge ja um maximal 1.000 Euro…“….

„Das – das liegt sowieso weit über dem,
was wir pro Person leisten!“

„Ach so?
Aber sind die Antragsteller denn wirklich so arm,
dass sie für rund 300 oder 400 Euro einmalig,
sich an Sie wenden..?
Davon lässt sich ja nicht einmal eine private Badekur in Italien bezahlen…??“

Herr Kohlhuber kann nicht auf die nächste Frage direkt antworten,
wer denn, von den 17.000 Antragstellern pro Jahr
nun wirklich eine Hilfe erhält,
antworten, oder möchte es nicht.
Auch nicht,
ob es mehr Frauen als Männer sind,
aber es schimmert durch,
dass die Verzweifelten doch eher weiblich sind…

Um etwas Positives zu sagen,
sagt Herr Kohlhuber,

immerhin hätte die Deutsche Krebshilfe ein 2-Millionen-Projekt ausgeschrieben,
um

„flächendeckend“
Krebsberatungsstellen“
im Lande einzurichten.

„Ja, wunderbar!“
Frohlockt FEMINISSIMA –

dann können Sie doch vielleicht 1.000 Euro als …
sage wir…
Anschubsfinanzierung stiften,
denn ich denke an eine unbürokratische Einrichtung,
die ich gründen möchte,
wo man schnell mal helfen kann,
und die Patienten, wie auch Anghörige über ihre Ängste sprechen können..??!!!?

Nein, das ginge so leider nicht.

Für die Krebs-Beratungsstellen
seien genaue Fachkenntnisse vorgeschrieben.
Das P
rojekt sei auf 3 Jahre ausgerechnet,
und sollte dann von Krankenkassen oder anderen Trägern übernommen werden.
Alles sei genau evaluiert und werde auch genau überprüft.

„Arbeiten denn dort weigstens auch krebebedingt Arbeitslose mit..?“

Nein, das nicht.
In den Beratungsstellen werde weitergeholfen,
psycho-und-auch-sozial,
wo man im Zweifel Geld erhalte,
Beratung bei HARTZ IV und so….

Ach so.

„Aber …letzte Frage:
Fördert die Deutsche Krebshilfe denn keine Arbeitsförderungsprojekte
für krankheitsbedingt arbeitslos
und verarmt gewordene Krebs-Patienten und deren Familien?“

Nein.
Das nicht.
Darüber habe man noch nicht nachgedacht.

Noch eine aller-allerletzte Frage, Herr Kohlhuber:

„Wenn ich jetzt des Hungers stürbe,
aus meiner Wohnung flöge,
so könnten Sie mir dennoch nicht helfen,
weil ich gerade so stabil klinge
und mich
als gesund betrachte?
Kein Rezidiv,
keine Metastase vorweisen kann?
Nur krasse Armut?“

„So ist es. Leider.“

Herr Kohlhuber,
vielen Dank für das Gespräch.

KONTAKT:
fem&feminissima.de

Ref: Help-for-Cancer-Survivors-&-Families.