„Schneewittchen“-

Hier GENAUERES über die Performance –
„SCHNEEWITTCHEN hoch 2 “ in BERLIN,
vom 4. bis 7. Dezember 2003
PRESSEINFORMATION

Schneewittchen hoch 2

eine Theaterperformance von und mit

Martina Couturier & Ruth Geiersberger

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin

Aufführungen : 4. – 7. Dezember 2003, jeweils 20 Uhr

Ort: Stadtbad Oderberger Str. 57- 59, 10435 Berlin

Kartentelefon: 030 – 312 46 85

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ : wer kennt nicht das Märchen vom wunderschönen Schneewittchen und der bösen Stiefmutter. Jeder erinnert sich gerne an den Moment, als die Frage kam: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Ihr, Frau Königin, seid die Schönste hier, aber Schneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen ist tausendmal schöner als Ihr.“ Und wieder wird ein neuer Mordplan geschmiedet – vergeblich?

Schneewittchen, die Stiefmutter und der Glassarg – Martina Couturier und Ruth Geiersberger – zwei Schneewittchen im Alter der bösen Stiefmutter sehen sich im Spiegel der Zeit und sind konfrontiert mit den Phänomenen rund um den Begriff des Alterns. Versatzstücke des Märchens setzen Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Erscheinungen. Es geht um Schönheitswahn und Alterungsprozess, Jugendkultur und Alterslosigkeit, Generationenkonflikt und Überalterung.

Und um Sehnsüchte und das Warten auf Erfüllung, träumen, um erweckt zu werden – wer liegt im Sarg, wie lange schon? Wann hört der Schlaf auf, wann der Traum und wann die Schönheit? Frisch gehalten oder vergangen im Jetzt? Was ist alt, was ist jung? Wenn der Prinz jetzt käme, wen wählte er?

Martina Couturiers und Ruth Geiersbergers konzeptionelle Zusammenarbeit begann im Theater Thikwà (1999) mit „Verrichtungen/m2“. Couturiers Ansatz, über die Verwendung von Märchenmotiven eigene Umsetzungsformen zu entwickeln und die performativen Interventionen von Geiersberger im öffentlichen leeren Raum demontieren die gewohnten Verhältnisse zwischen Betrachtern und Akteuren. Die Kriterien von Authentizität und Inszenierung verschwimmen – gemeinsam schaffen Martina Couturier und Ruth Geiersberger scharfsinnige und humorvolle Theaterperformances.

Das Stadtbad Oderberger Straße als Veranstaltungsort bietet einen exquisiten Rahmen für diese außergewöhnliche Vergänglichkeitsstudie. Seine zusätzlich verfremdende Optik und Akustik potenziert das Stück zu einem wahren Seh- und Hör-Genuss.

Jeder Mensch muß sich verschleißen. Das wäre ja schrecklich, wenn er nicht verschlissen wäre und dann schon sterben würde – wäre ja schrecklich. Es ist ganz egal, in welchem Beruf man sich verschleißt. Aber verschleißen muß man sich. Das heißt, man muß sich vollkommen bis zur Asche verbrennen, sonst hat es gar keinen Zweck. Wenn man am Ende noch zu gut in Schuß ist, wenn alles noch zu gut erhalten ist, und dann mußt du abkratzen (lachend), das ist schrecklich.

Joseph Beuys

Idee / Spiel: Martina Couturier & Ruth Geiersberger

Klang: Ulrich Müller

Hüterin des Raumes: Karola Hoffmann

Schneewittchenkostüme: Monika Schübl

Lichtdesign: Klaus Dust

Eintritt: 10 Euro, erm. 8 Euro

Pressekontakt:

k3 berlin – Kontor für Kultur und Kommunikation

Heike Diehm/Isabel Pflug

Tel: 030-695 695 24

e-mail: k3berlin@aol.com

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